Was das Haus gut kann
Das Frühstück ist die Stärke des Hauses: ein Buffet mit ausgesprochen lokaler Handschrift – Miso-Katsu, Kishimen, frittierte Garnelen, Suppen mit Hatcho-Miso, dazu Brot, Salate und eingelegtes Gemüse. Der Aufpreis von rund 1.100 Yen lohnt sich. Fast ebenso wichtig ist das große Bad mit natürlicher Thermalquelle, ein seltenes Extra für ein Stadthotel: ein weites Innenbecken und ein kleines Freiluftbecken. Dazu kommen ein in der Regel zügig arbeitendes, freundliches Team und ein günstiges Preisniveau.
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Wo das Haus Grenzen hat
Das Gebäude ist alt, und das prägt den Aufenthalt. Die Zimmer sind überwiegend renoviert, sauber und gepflegt, wirken in der Ausstattung aber schlicht und aus einer anderen Zeit. Wer moderne Optik erwartet, wird das anders sehen als jemand, der genau diesen Charakter sucht. Konkreter wird es bei der Hellhörigkeit: Gespräche, Türen und Schritte von nebenan und aus dem Flur sind zu hören. Außerdem ist der Wasserdruck im Zimmerbad eher schwach.
Wie der Aufenthalt gelingt
Der Wasserdruck der Zimmerduschen ist eher schwach – plane das große Bad fest ein, statt dich oben zu duschen. Fürs Frühstück lohnt sich früh aufstehen, das Angebot wechselt über die Tage aber kaum; bei drei Nächten und mehr lohnt Abwechslung außer Haus. Gegenüber liegen ein großer Discountmarkt und ein Rund-um-die-Uhr-Laden, Restaurants erreichst du in etwa zehn Gehminuten – für das Abendessen brauchst du das Haus also nicht. Wer geräuschempfindlich ist, packt Ohrstöpsel ein. Der Zugang zum Frauenbad läuft über einen Code, den du täglich neu an der Rezeption bekommst.
Für wen das Haus passt
Das Profil ist klar umrissen: ein preisbewusstes Stadthotel mit einer Badeanlage, die man sonst eher in einem Ryokan findet. Wer wegen Thermalbad und Frühstück kommt und mit sichtbar gealterter Bausubstanz umgehen kann, findet hier, was er sucht – als Geschäftsreisender ebenso wie mit der Familie. Wer dagegen Ruhe, frisch renovierte Zimmer oder eine Adresse in Bahnhofsnähe braucht, ist woanders besser aufgehoben. Die Grenzen sind das Alter des Gebäudes und der Weg dorthin; der Service überzeugt in der Regel.

































