Die kurze Antwort
Ein ganzes Kaufhaus voller Spieluhren in einem Backsteinbau von 1912 – über 25.000 Stück.
Vor dem Eingang steht eine Dampfuhr, die stündlich pfeift – ein passender Auftakt für ein Haus, das ohnehin selten still ist. Das Otaru Orgel Doh ist weniger Museum als begehbares Warenhaus: In einem hohen Backsteinbau von 1912, den umlaufende Holzgalerien gliedern, stehen über 25.000 Spieluhren.
Die Spanne reicht von der Miniatur für eine Handvoll Yen bis zu antiken Schweizer Walzenspielwerken und mechanischen Orchestrien, die sich auf Knopfdruck in Gang setzen lassen. Gehört wird hier mehr als gelesen – der Raum klingt fast immer aus mehreren Richtungen zugleich.
Wer nicht nur zuhören möchte, stellt sich eine eigene Dose zusammen und wählt die Melodie dazu. Aus einem kurzen Blick ins Erdgeschoss wird dadurch bei vielen Besuchern eine deutlich längere Station.
In der Antikhalle laufen stündlich kostenlose Vorführungen, darunter eine englische Pfeifenorgel von 1908 mit rund 690 Pfeifen.
Im ersten Obergeschoss stehen Spielwerke von Reuge und Orpheus, dort lassen sich auch Dosen nach Maß bestellen.
Ganz oben gibt es Spieldosen mit Figuren von Studio Ghibli und Disney.
Auf Nachfrage setzt das Personal ein Diorama zur Geschichte der Spieldose in Bewegung.
Vom Bahnhof Minami-Otaru sind es etwa sieben Minuten zu Fuß bis zur Märchen-Kreuzung am Ende der Sakaimachi-dori.
Umgebung · Sakaimachi
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Fragen
Eher ein begehbares Warenhaus als ein klassisches Museum: Die über 25.000 Spieluhren sind Ware, nicht Ausstellungsstücke hinter Glas. Ansehen, anhören und kaufen gehen hier ineinander über.
Ja. Man kann sich eine eigene Dose zusammenstellen und die Melodie dazu selbst wählen – das Ergebnis geht als Souvenir mit nach Hause.
Sie steht direkt vor dem Haus und pfeift stündlich. Damit ist sie ein verlässlicher Treffpunkt und für viele der erste akustische Eindruck, noch bevor man das Gebäude überhaupt betreten hat.
Neben den kleinen, für eine Handvoll Yen erhältlichen Dosen stehen antike Schweizer Walzenspielwerke und mechanische Orchestrien – deutlich größere Apparate, die auf Knopfdruck spielen.
Durchaus, denn ein großer Teil des Reizes ist das Zuhören: Die mechanischen Orchestrien und Walzenspielwerke spielen auf Knopfdruck, und der Backsteinbau mit seinen Holzgalerien ist selbst Teil des Erlebnisses.
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