Kanalblick, Dachlounge und Frühstück
Die Lage direkt gegenüber dem Kanal trägt dieses Haus, und die Aussicht gehört dazu. Von Zimmern zur Wasserseite beobachtest du Boote und die Ankunft der Fähre, der Anleger für die Rundfahrten liegt gegenüber, Museen und bekannte Konditoreien sind zu Fuß erreichbar, bis zum Bahnhof sind es rund zehn Minuten. Das zweite, immer wiederkehrende Extra ist die Lounge im obersten Stock mit Rundumblick, die schon in den frühen Morgenstunden öffnet. Größere Zimmerkategorien bieten teils zwei Bäder, Münzwaschmaschinen stehen im Haus.
Mehr lesen · 3 weitere Kapitel
Wo das Haus Grenzen hat
Die Grenze dieses Hauses sind Geruch und Feuchtigkeit: muffige Zimmer, Schimmelspuren im Bad, an Fensterrahmen und in Wandecken, dazu eine Klimaanlage, die sich kaum regeln lässt. Die Fenster lassen sich nicht öffnen, gelüftet wird nur technisch – besonders im Bad ist das zu merken. Dazu kommen Reibungen beim Preis: Der Stellplatz kostet extra, obwohl rund hundert Meter entfernt günstiger geparkt werden kann, und kostenfreies Wasser fehlt. Auch der Service hat Ausreißer, von teilnahmsloser Begrüßung bis zu einer verpatzten Dessertreservierung.
Wie der Aufenthalt gelingt
Buche gezielt ein Zimmer zur Kanalseite – die günstigeren Kategorien ohne Wasserblick sind eng und wenig besonders. Wer beim Bezug einen strengen Geruch bemerkt, fragt sofort an der Rezeption nach: Ein Wechsel oder zumindest ein Ventilator lässt sich meist organisieren. Für den Sonnenaufgang lohnt der frühe Gang in die Lounge im obersten Stock; die Uhrzeit hängt neben der Rezeption aus. Beim Parken vergleichst du besser die Anbieter in der Nachbarschaft. Abendessen gibt es nicht im Haus, sondern im Schwesterbetrieb nebenan oder in der Stadt – dort schließen viele Lokale früh, eine Reservierung ist ratsam. Wäsche wäscht man am besten tagsüber.
Für wen das Haus gut passt
Wer Otaru wegen des Kanals besucht, die Bootsrundfahrt einplant und morgens gern fotografiert, bekommt hier die passende Adresse – vorausgesetzt, das Zimmer zeigt zum Wasser. Auch mit älteren Angehörigen passt das Haus: Die Bäder kommen ohne Stufen aus, stabile Sitzgelegenheiten sind vorhanden. Wer empfindlich auf Gerüche oder Feuchtigkeit reagiert, sollte das sehr ernst nehmen – das Problem ist kein Einzelfall. Und wer scharf rechnet, findet in der Umgebung gleichwertige Alternativen zum niedrigeren Preis.



































