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◆ STADT · MADEIRA

Machico.
wo 1419 die ersten Segel landeten und Madeiras Geschichte begann

Machico trägt seinen Rang leise. Während Funchal mit Promenaden und Seilbahnen glänzt, sitzt der Ort an der Ostküste in einem grünen Talkessel und erinnert daran, dass hier alles anfing: 1419 gingen João Gonçalves Zarco und Tristão Vaz Teixeira als erste Portugiesen an Land und gründeten die älteste Siedlung der Insel. Geblieben sind eine der frühesten Kirchen Madeiras, zwei kleine Festungen zu beiden Seiten der Bucht und – als sonnige Eigenwilligkeit – ein langer Strand aus goldenem Sand, eigens aus Marokko herbeigeschafft. Über dem Tal steht der Pico do Facho, von dem aus einst Signalfeuer vor Piraten warnten. Wer den ruhigeren, trockeneren Osten Madeiras sucht, das Tor zur kargen Halbinsel Ponta de São Lourenço und einen Ort ohne Eile, ist in Machico richtig.

Machico.
Ostküste Madeiras, in einem grünen Talkessel an der Bucht von Machico
Lage
April–Juni & September–November
Beste Reisezeit
Praia da Banda d'Além · Igreja Matriz · Forte de São João Baptista
Wahrzeichen
Madeiras Wiege · goldener Sandstrand · Tor zum wilden Osten
Charakter

Die erste Stadt einer ganzen Insel gegründet von Seefahrern, geprägt von Zucker, Wein und dem Meer

Die Geschichte Madeiras beginnt in Machico. Als die Karavellen von Zarco und Tristão Vaz Teixeira 1419 die unbewohnte Insel erreichten, gingen sie hier an Land – in der einzigen weiten Bucht des Ostens, geschützt von einem fruchtbaren Tal. Tristão Vaz erhielt die östliche Kapitanie und machte Machico zu ihrem Hauptort. Eine Legende verlegt den Namen noch weiter zurück: Der englische Liebende Robert Machim soll mit seiner Anabel hier gestrandet sein, lange vor den Portugiesen – ob Sage oder Wahrheit, der Ort trägt sie mit Stolz.

Aus den ersten Jahrhunderten stammt das, was Machico heute zur kleinen Schatzkammer macht. Die Igreja Matriz aus dem 15. Jahrhundert mit ihrem manuelinischen Portal zählt zu den ältesten Kirchen der Insel. Zwei Festungen, das Forte de São João Baptista am Strand und das Forte Nossa Senhora do Amparo am alten Hafen, erinnern an die Zeit, als Korsaren die Küsten heimsuchten – oben auf dem Pico do Facho wurden dann die Warnfeuer entzündet, die dem Berg seinen Namen gaben. Zucker und später Wein machten den Osten wohlhabend, ehe Funchal alles überstrahlte.

Heute ist Machico kein Museum, sondern ein lebendiger Ort mit knapp 20.000 Menschen im Großraum. Über den Rio Machico spannen sich Brücken zwischen der Altstadt und dem Strandviertel Banda d'Além, abends füllen sich die Esplanaden mit Familien, und in den Tascas am Mercado Velho wird poncha ausgeschenkt, der madeirische Rum-Honig-Drink. travelperfect rät, Machico nicht als Tagesziel abzuhaken, sondern als ruhige Basis: Von hier sind der Flughafen, die Wanderwege der Ponta de São Lourenço und die einsamen Buchten von Caniçal nur Minuten entfernt – und die Sonne scheint öfter als im Westen der Insel.

Machico

01 · Auf einen Blick

Gut zu wissen.

Lage
Ostküste Madeiras, rund 22 km nordöstlich von Funchal an der Bucht von Machico
Anreise
Flughafen Madeira (FNC, „Cristiano Ronaldo“) bei Santa Cruz nur ca. 6 km entfernt – die nächstgelegene Stadt zum Airport der Insel
Vor Ort unterwegs
Altstadt und Strand bequem zu Fuß; Busse der Linien Richtung Funchal und Caniçal; Mietwagen ideal für Ponta de São Lourenço
Beste Reisezeit
Ganzjährig mild; April–Juni und September–November am angenehmsten, der Osten ist trockener und sonniger
Zeitzone
Atlantic/Madeira (WEZ, eine Stunde hinter Mitteleuropa)
Sprache & Zahlung
Portugiesisch; Euro, Kartenzahlung weit verbreitet
Spezialität
Poncha (Rum, Honig & Zitrone) und bolo do caco mit Knoblauchbutter

· Entdecken & Buchen

Was es zu buchen gibt.

5
Sehenswürdigkeiten
Festungen & Strand →
🛏
4
Hotels
Strandhotel bis Quinta →
🍽
4
Restaurants
Tasca bis Meeresfrüchte →
3
Aktivitäten
Wandern, Tauchen & Bootstouren →

02 · Was tun

Machico nach Themen entdecken drei Wege durch den ruhigen Osten Madeiras

Geschichte & Altstadt

Wo die Insel begann

Ein Rundgang durch Madeiras Wiege: vom manuelinischen Portal der Igreja Matriz über den zentralen Largo do Município mit seinen Platanen bis zu den beiden Festungen, die die Bucht flankieren. Das Forte de São João Baptista am Strand und das gelbe Forte Nossa Senhora do Amparo erzählen von Korsaren und Warnfeuern – Letzteres beherbergt heute die Touristeninformation.

Igreja Matriz aus dem 15. Jh.Zwei historische FestungenGemütlich zu Fuß

Strand & Meer

Goldener Sand und klares Wasser

Die Praia da Banda d'Além ist Madeiras Besonderheit: ein langer Strand aus goldgelbem Sand, der eigens aus der marokkanischen Wüste herbeigeschafft wurde, da die Insel sonst nur schwarze Kiesel kennt. Geschützt von zwei Wellenbrechern eignet sich die Bucht zum Baden, Schnorcheln und für Wassersport. Wer es ursprünglich mag, fährt nach Caniçal zur Prainha, dem einzigen Naturstrand der Insel mit schwarzem Sand.

Praia da Banda d'AlémGeschützte BadebuchtPrainha bei Caniçal

Wandern & Natur

An den wilden Inselosten

Machico ist das Tor zur Ponta de São Lourenço, der kargen Vulkanhalbinsel, deren rotbraune Klippen 180 Meter ins Meer stürzen – einer der spektakulärsten und sonnigsten Wanderwege Madeiras (PR8). Oberhalb der Stadt belohnt der Pico do Facho mit einem Rundblick über Bucht und Flughafen, und am Caniçal taucht das Museu da Baleia in die Walfanggeschichte der Insel ein.

Ponta de São Lourenço (PR8)Pico do Facho-AussichtWalmuseum in Caniçal

03 · Wann

Wann nach Machico reisen im sonnigsten und trockensten Winkel der Blumeninsel

Madeira nennt man die Insel des ewigen Frühlings, und Machico liegt in ihrem mildesten Teil: Der Osten ist trockener und sonniger als der oft wolkenverhangene Norden und Westen. Die Wassertemperatur des Atlantiks schwankt nur wenig, und auch im Winter fällt das Thermometer selten unter angenehme Werte. Ein Strandurlaub ist hier fast ganzjährig möglich, große Hitze dagegen kennt die Insel kaum.

FrühlingMärz – MaiDie ideale Zeit: angenehme 18–23 °C, blühende Hänge und stabiles Wanderwetter auf der Ponta de São Lourenço. Das Meer beginnt zu wärmen, die Stadt ist noch ruhig.Wandern, Stadtbummel, erste Badetage
SommerJuni – AugustWarm, aber selten drückend – meist 23–27 °C, das Meer am wärmsten. Der goldene Strand füllt sich mit Einheimischen, im August feiert Machico die Festa do Senhor dos Milagres.Strand, Baden, Wassersport, Inselfeste
HerbstSeptember – NovemberZweite Top-Saison: warmes Meer, mildes Licht und weniger Andrang. Stabile 21–25 °C, abends lau. Die beste Mischung aus Baden und Wandern.Beste Reisezeit – Baden & Wandern verbinden
WinterDezember – FebruarMild für europäische Verhältnisse, tagsüber meist 16–19 °C. Der trockenere Osten zeigt sich oft sonnig, während der Inselnorden Regen sammelt. Ruhig und günstig.Sonneninsel-Flucht, Wandern bei kühlem Wetter

04 · Häufige Fragen

Was Reisende am häufigsten fragen.

Lohnt sich Machico als Reiseziel auf Madeira?

Ja, vor allem, wenn du den ruhigeren, sonnigeren Osten der Insel suchst. Machico ist Madeiras Gründungsort mit historischer Altstadt, zwei Festungen und dem einzigen großen goldenen Sandstrand der Insel. Es liegt nur wenige Minuten vom Flughafen und ist ein idealer Ausgangspunkt für die Wanderungen auf der Ponta de São Lourenço – ein guter Kontrast zum lebhafteren Funchal.

Wie komme ich vom Flughafen nach Machico?

Sehr schnell: Der Flughafen Madeira (FNC) liegt bei Santa Cruz nur rund 6 km von Machico entfernt, die Fahrt dauert mit dem Auto oder Taxi etwa zehn Minuten. Machico ist damit die nächstgelegene Stadt zum Airport. Auch Linienbusse verbinden Flughafen, Machico und Funchal.

Hat Machico wirklich einen Sandstrand?

Ja, die Praia da Banda d'Além ist der größte goldene Sandstrand Madeiras – und eine Besonderheit, denn die vulkanische Insel besteht sonst aus schwarzen Kieseln und Felsen. Der goldgelbe Sand wurde eigens aus Marokko herbeigeschafft. Die Bucht ist durch zwei Wellenbrecher geschützt und gut zum Baden geeignet.

Wie viele Tage sollte man für Machico und Umgebung einplanen?

Für Machico selbst reichen ein bis zwei Tage, um Altstadt, Festungen und Strand zu erleben. Als Basis für den Osten lohnen sich zwei bis vier Tage: Damit bleibt Zeit für die Wanderung über die Ponta de São Lourenço, einen Abstecher nach Caniçal mit dem Walmuseum und den Aufstieg zum Pico do Facho.

Was kann man von Machico aus unternehmen?

Das Highlight ist die Wanderung auf der Ponta de São Lourenço (Weg PR8) mit ihren dramatischen Klippen. Dazu kommen der Aussichtsberg Pico do Facho, das Fischerdorf Caniçal mit dem Museu da Baleia und der schwarze Naturstrand Prainha. Auch Funchal und der Osten der Levada-Wanderwege sind gut erreichbar.

05 · In der Nähe

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    travelperfect · Aktualisiert 13. Juni 2026