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Gasteiner Heilstollen
Mit der Grubenbahn tief in den Radhausberg: Radon-Wärme-Therapie in den ehemaligen Bergbaustollen, eine Gasteiner Spezialität.
◆ ORTSTEIL · BAD GASTEIN
Drei Kilometer oberhalb des mondänen Zentrums liegt Böckstein, das alte Bergbaudorf am Ende des bewohnten Tals. Hier prägten einst Gold- und Silberbergbau das Leben, davon zeugen die barocke Wallfahrtskirche Maria im Elend und das stattliche Montanzentrum. Heute ist Böckstein vor allem für den Gasteiner Heilstollen bekannt, der tief in den Radhausberg führt, sowie als Tor nach Sportgastein hinauf in den Nationalpark Hohe Tauern. Wer die Ruhe sucht, findet hier einen ursprünglichen, fast strengen Gegenpol zur Belle-Époque-Bühne von Bad Gastein – mit Blick auf die hohen, oft schneebedeckten Gipfel des Talschlusses.

Böckstein verdankt seine Existenz dem Berg. Über Jahrhunderte wurde im Radhausberg Gold und Silber abgebaut, und der Reichtum des Tals floss durch dieses Dorf am Talschluss. Die barocke Wallfahrtskirche Maria im Elend aus dem 18. Jahrhundert und das frühere Montanzentrum erinnern an diese Epoche, als Böckstein ein geschäftiges Bergbauzentrum war.
Der berühmteste Stollen wird heute nicht mehr für Gold genutzt, sondern für die Gesundheit: Im Gasteiner Heilstollen fährt eine Grubenbahn tief in den Radhausberg, wo Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und natürliches Radon zur Therapie etwa von rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden. Diese Radon-Wärme-Behandlung machte Böckstein über die Region hinaus bekannt.
Von Böckstein führt die Mautstraße steil hinauf nach Sportgastein, dem höchstgelegenen Teil des Skigebiets und im Sommer ein Ausgangspunkt für hochalpine Wanderungen und das Goldwaschen im Nationalpark Hohe Tauern. So verbindet das stille Dorf Vergangenheit und Hochgebirge – ein bewusst ruhiger Ort, an dem man dem Trubel des Zentrums entkommt.
01 · Highlights
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Mit der Grubenbahn tief in den Radhausberg: Radon-Wärme-Therapie in den ehemaligen Bergbaustollen, eine Gasteiner Spezialität.
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Barocke Kirche aus dem 18. Jahrhundert, Zeugnis der reichen Bergbauzeit Bösksteins.
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Über die Mautstraße hinauf ins Hochtal: höchstes Skigebiet des Tals und Sommertor zum Nationalpark Hohe Tauern.
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Der Gasteiner Heilstollen in Böckstein ist ein ehemaliger Bergbaustollen, in den eine Grubenbahn tief in den Radhausberg fährt. Dort werden die natürliche Wärme, die hohe Luftfeuchtigkeit und das Radon der Bergluft zur Therapie genutzt, etwa bei rheumatischen Beschwerden. Es ist eine medizinische Anwendung, für die man sich anmeldet.
Böckstein liegt rund drei Kilometer oberhalb des Zentrums am Talschluss und ist mit dem kostenlosen Ortsbus, dem Skibus oder dem Auto in wenigen Minuten erreichbar. Es gibt auch einen eigenen Bahn-Haltepunkt an der Tauernbahn.
Von Böckstein führt eine gebührenpflichtige Mautstraße steil hinauf nach Sportgastein, dem höchstgelegenen Teil des Gasteiner Skigebiets. Im Sommer ist es Ausgangspunkt für hochalpine Wanderungen und das Goldwaschen im Nationalpark Hohe Tauern.
Für Ruhesuchende, Kurgäste und Wanderer ja: Böckstein ist deutlich stiller und ursprünglicher als das mondäne Zentrum, liegt nah am Heilstollen und am Tor nach Sportgastein. Wer Nachtleben und Belle-Époque-Kulisse sucht, ist im Zentrum besser aufgehoben.
07 · In der Nähe
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