Wer in Schladming aus dem Zug steigt oder durch die Altstadt schlendert, sieht sie schon von weitem: die Gondeln der Planai-Seilbahn, die sich in gleichmäßigem Rhythmus den Hang hinaufziehen. Die Bahn ist mehr als nur ein Transportmittel — sie ist der direkte Zugang zu einem der bekanntesten Berge der Steiermark und markiert den Beginn eines Erlebnisses, das mit der Ankunft an der Talstation noch lange nicht endet.
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Die Fahrt selbst dauert nur wenige Minuten, doch in dieser kurzen Zeit verändert sich die Perspektive grundlegend. Die Dächer Schladmings rücken in die Ferne, das Ennstal öffnet sich zu einem weiten Panorama, und links wie rechts ziehen bewaldete Hänge vorbei, die je nach Jahreszeit in leuchtendem Grün, warmem Herbstgold oder tiefem Weiß erscheinen. Oben auf der Planai angekommen, empfängt einen ein Rundblick, der von den Niederen Tauern bis zu den Dachstein-Gipfeln reicht.
Im Winter verwandelt sich die Planai in einen der renommiertesten Skiberge Österreichs — kein Zufall, dass hier regelmäßig der Nightrace im Rahmen des Ski-Weltcups stattfindet. Die FIS-Weltcup-Abfahrten haben dem Berg internationales Renommee eingebracht, und wer die Pisten selbst unter die Skier nimmt, spürt, warum Profis diesen Hang schätzen. Die präparierten Abfahrten sind anspruchsvoll, die Infrastruktur auf dem Gipfelplateau durchdacht.
Im Sommer wandelt sich das Bild vollständig. Wanderer nutzen die Planai-Seilbahn als Ausgangspunkt für Touren ins Schladminger Tauern-Gebiet, Mountainbiker laden ihre Räder in die Gondeln und Familien genießen die Höhenluft auf dem Gipfel. Das Angebot auf dem Berg reicht von einfachen Spazierwegen für Gäste mit Kinderwagen bis hin zu mehrstündigen Höhenwanderungen für erfahrene Berggeher. Die Planai ist dabei kein isolierter Gipfel, sondern Teil des weitläufigen Schladming-Dachstein-Gebiets, das vier Bergmassive miteinander verbindet.
Die Talstation liegt fußläufig vom Zentrum Schladmings entfernt, was die Planai-Seilbahn zu einem der am besten erreichbaren Bergzugänge der Region macht. Wer früh morgens aufbricht, hat die Chance, den Berg in ruhiger Stimmung zu erleben, bevor der Tagesbetrieb einsetzt.