Highlight
Gnadenkapelle
Das silberne Herzstück der Basilika mit der romanischen „Magna Mater Austriae“ hinter kunstvollem Gitter – Ziel jeder Wallfahrt.
◆ STADTVIERTEL · MARIAZELL
Der Hauptplatz von Mariazell ist Ziel und Zentrum zugleich: Über dem weiten, leicht geneigten Platz erheben sich die drei Türme der Wallfahrtsbasilika, vor der seit Jahrhunderten die Pilgerwege enden. Rundherum stehen schmale Bürgerhäuser mit ihren Erkern, die Lebzeltereien Pirker und Arzberger, in denen es nach Honig und Gewürzen duftet, Pilgergeschäfte und Gasthöfe. In der Mitte plätschert ein Brunnen, an Festtagen füllt sich der Platz mit Prozessionen, im Advent mit Lichterglanz. Hier verdichtet sich auf engstem Raum, was Mariazell ausmacht – Glaube, Brauchtum und das Kommen und Gehen der Wallfahrer.

Seit dem 12. Jahrhundert ist dieser Platz das Ziel. Über die Via Sacra aus Wien, über die Mariazeller Wege aus allen Richtungen kamen die Pilger herauf, um vor der „Magna Mater Austriae“ zu beten. Die Basilika, die den Platz beherrscht, ist selbst ein Geschichtsbuch: Aus dem gotischen Mittelturm und der Vorhalle wuchs im Barock unter Fischer von Erlach das prächtige Innere mit dem mächtigen Hochaltar und der silbernen Gnadenkapelle in der Mitte. Die Schatzkammer bewahrt Votivgaben von Kaisern, Königen und einfachen Pilgern – Zeugnisse von Dank und Hoffnung über die Jahrhunderte.
Rund um die Kirche hat sich der Ort ganz auf die Wallfahrt eingestellt. In den Lebzeltereien Pirker und Arzberger backt man seit Generationen den dunklen Mariazeller Lebkuchen, daneben verkaufen Geschäfte Kerzen, Rosenkränze und Devotionalien. Doch der Hauptplatz ist mehr als ein frommer Marktplatz: In den Gasthöfen sitzt man bei steirischer Küche, an Markttagen und Festen wird er zur Bühne des Ortslebens, und im Advent verwandelt ihn einer der schönsten Christkindlmärkte der Steiermark in ein Lichtermeer.
01 · Highlights
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Das silberne Herzstück der Basilika mit der romanischen „Magna Mater Austriae“ hinter kunstvollem Gitter – Ziel jeder Wallfahrt.
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Kostbare Votivgaben von Kaisern und Pilgern erzählen von acht Jahrhunderten Dank und Hoffnung.
Highlight
Bei Pirker und Arzberger duftet es nach dem berühmten Mariazeller Lebkuchen – Backstube und Verkauf gleich an der Basilika.
02 · Sehenswürdigkeiten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ja, die Wallfahrtsbasilika und die Gnadenkapelle sind frei zugänglich. Für die Schatzkammer wird ein kleiner Eintritt verlangt. Um Andacht und Ruhe zu wahren, sollte man während der Gottesdienste auf das Fotografieren verzichten.
Direkt am Hauptplatz: Die Lebzeltereien Pirker und Arzberger backen ihn seit Generationen nach alten Rezepten und verkaufen ihn samt Magenlikör und Met im eigenen Geschäft.
Das hängt von der Zeit ab. An Marienfeiertagen, Wochenenden und im Advent ist viel los, unter der Woche und früh am Morgen geht es deutlich ruhiger zu. Wer die Basilika in Stille erleben will, kommt am besten gleich nach der Öffnung.
07 · In der Nähe
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