Was das Haus gut kann
Das Bad ist der Grund, hierher zu fahren: eine Schwefelquelle mit milchig-trübem Wasser und einem spürbaren Hautgefühl danach. Dazu kommt die Umgebung – Blick Richtung Chuzenji-See, Wald bis ans Haus, im Herbst beleuchtetes Laub, gelegentlich Affen vor dem Fenster.
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Wo das Haus Grenzen hat
Zwei Dinge musst du kennen. Erstens Insekten: Käfer, Bienen oder Ameisen tauchen immer wieder im Zimmer und rund um das private Freiluftbad auf, mitunter so zahlreich, dass das Bad ungenutzt bleibt. Zweitens der Zuschnitt des Service – der Check-in läuft weitgehend automatisiert, eine Einweisung ins Haus gibt es nicht, und das ist bei diesen Preisen eher wenig.
Wie der Aufenthalt gelingt
Der Shuttle ab dem Bahnhof Nikko fährt nur auf Reservierung – buche ihn vor der Anreise. Einkaufsmöglichkeiten gibt es oben am Berg praktisch keine: Wer abends etwas trinken oder knabbern möchte, deckt sich unten vor der Serpentinenstrecke ein, denn im Haus stehen zwar Getränke bereit, aber kaum Essbares. Ein Zimmer mit eigenem Freiluftbad bedeutet nicht automatisch Thermalwasser. Und wer schlecht zu Fuß ist, sollte wissen: kein Aufzug, viele Treppen, auch auf dem Weg zum Bad.
Für wen das Haus passt
Wer wegen des Wassers kommt und mit einem weitgehend unbemannten Betrieb zurechtkommt, ist hier gut aufgehoben. Wer dagegen die klassische Ryokan-Betreuung erwartet, vom persönlichen Empfang über Hilfe beim Yukata bis zur Erklärung der Gänge, wird enttäuscht. Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität und für alle, die empfindlich auf Insekten reagieren, ist das Haus keine gute Wahl.

































