Die kurze Antwort
Dampfendes Vulkantal aus dem letzten Ausbruch – hier werden die schwarzen Eier gekocht, die ein Leben verlängern sollen.
Vor rund 3.000 Jahren riss der letzte große Ausbruch des Hakone-Vulkans dieses Tal auf – und gedampft hat es seither nicht aufgehört. Ōwakudani liegt im Hakoner Ortsteil Sengokuhara: Aus der Seilbahn sieht man gelbe Schwefelfelder und aufsteigende Fumarolen, oben führt ein kurzer Rundweg durch das Gelände.
Die meisten kommen allerdings nicht wegen des Kraters, sondern wegen des Blicks zurück auf den Fuji. Zum Besuch gehören die Fahrt mit der Hakone-Seilbahn und die Aussichtsplattform oben. Ōwakudani ist für viele eine Station auf einer größeren Hakone-Runde und nicht deren Ziel.
Gekocht wird hier ebenfalls: Die berühmten Kuro-Tamago liegen im schwefelhaltigen Wasser, das ihre Schale schwarz färbt – der Überlieferung nach verlängert jedes Ei das Leben um sieben Jahre. Sie sind der Grund, warum viele Gäste den Namen des Tals überhaupt kennen.
Vollständig planbar ist der Besuch nicht, denn bei erhöhter Vulkanaktivität wird der Bereich gesperrt.
Von der Seilbahnstation bis zu den Dampfschloten und blubbernden Becken rechnet man insgesamt etwa 30 Minuten.
Neben den Schwefeldämpfen treten im Gelände auch heiße Quellen und dampfende Bachläufe zutage.
Wegen des Schwefelgeruchs hieß das Tal früher Jigokudani, das Höllental.
Ab Sōunzan schwebt man in etwa zehn Minuten hinauf, weiter geht es per Seilbahn nach Tōgendai am Ashi-See.
Umgebung · Sengokuhara
Fragen
Die Kuro-Tamago werden im schwefelhaltigen Wasser des Tals gekocht, wodurch sich die Eierschale schwarz färbt. Der Überlieferung nach verlängert jedes gegessene Ei das Leben um sieben Jahre – ein Brauch, der die Eier bekannter gemacht hat als das Vulkanfeld selbst.
Ōwakudani liegt auf einem aktiven Vulkan, der seit dem letzten großen Ausbruch weiter dampft. Steigt die Aktivität, wird das Gelände gesperrt – plane den Abstecher deshalb flexibel ein.
Deutlich. Aus dem Tal steigen Fumarolen auf, der Geruch gehört zum Ort. Wer empfindlich darauf reagiert, sollte darauf vorbereitet sein.
Bei klarer Sicht ja. Garantiert ist der Blick aber nicht: Er hängt vom Wetter ab, und bei Wolken bleibt vom Berg nichts übrig.
Ja. Schwefelfelder und Fumarolen sieht man schon aus der Gondel. Wer wegen einer Sperrung nicht aussteigen kann, hat den Kern des Tals damit trotzdem gesehen.
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