Hier dreht sich alles rund um den Urlaub mit Hund: von der Reiseplanung über Einreiseformalitäten bis zu hundefreundlichen Destinationen und praktischen Packlisten.
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Die 3-3-3-Regel beschreibt die typische Eingewöhnungszeit eines Hundes in einer neuen Umgebung: In den ersten 3 Tagen ist der Hund oft überwältigt und versteckt sich oder frisst kaum. Nach 3 Wochen beginnt er, die neue Routine zu verstehen. Nach 3 Monaten fühlt er sich wirklich zuhause. Im Urlaub gilt das entsprechend: Gib deinem Hund gerade in den ersten Tagen Zeit und Ruhe, um am neuen Ort anzukommen — ohne zu viele neue Reize auf einmal.
Die 7-7-7-Regel stammt aus der Welpensozialisierung und besagt, dass Welpen in den ersten Wochen ihres Lebens möglichst sieben verschiedene Umgebungen, sieben verschiedene Oberflächen und sieben verschiedene Menschen kennenlernen sollten — jeweils mehrfach. Gut sozialisierte Hunde sind später gelassener bei Reizen, die beim Reisen unvermeidlich sind: laute Bahnhöfe, fremde Gerüche, neue Unterkünfte.
Innerhalb Europas gelten Österreich, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande und Kroatien als besonders hundefreundlich. Hunde sind dort häufig in Cafés, Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln willkommen. Für Fernreisen ist die Planung aufwändiger: Viele außereuropäische Länder haben strenge Einreise- oder Quarantäneregelungen. Australien und Neuseeland beispielsweise verlangen sehr lange Vorlaufzeiten und aufwändige Gesundheitszertifikate.
Ob und unter welchen Bedingungen Hunde in der Kabine mitfliegen dürfen, variiert von Airline zu Airline und von Strecke zu Strecke. Grundsätzlich erlauben viele europäische Fluggesellschaften kleine Hunde bis ca. 8–10 kg (inklusive Transportbehälter) in der Kabine. Größere Hunde müssen in den klimatisierten Frachtraum. Informiere dich immer direkt beim Kundendienst der jeweiligen Fluggesellschaft vor der Buchung — die Regeln ändern sich regelmäßig.
Ja. Für Reisen innerhalb der EU ist der EU-Heimtierausweis Pflicht. Er enthält den Microchip des Tieres, die gültige Tollwutimpfung sowie weitere gesundheitliche Angaben. Dein Tierarzt stellt diesen Ausweis aus. Wichtig: Die Tollwutimpfung muss in der Regel mindestens 21 Tage vor der ersten Ausreise erfolgt sein — plane also rechtzeitig vor dem Urlaub.
In Deutschland ist die Sicherung von Hunden im Auto gesetzlich vorgeschrieben. Ein ungesicherter Hund gilt als nicht ordnungsgemäß verladene Ladung und kann bei einem Unfall zur Gefahr für alle Insassen werden. Erlaubte Sicherungsmöglichkeiten sind Hundegurte (mit Zulassung), Transportboxen oder Trenngitter. Achte außerdem darauf, dass dein Hund regelmäßige Pausen bekommt, nie im überhitzten Auto zurückgelassen wird und ausreichend Wasser hat.
Die Kosten für Hundeurlaub variieren stark. Viele Ferienwohnungen erheben einen Hundeaufpreis pro Nacht oder pauschal pro Aufenthalt. Fluggesellschaften berechnen eigene Gebühren für Haustiere — sowohl für die Kabine als auch für den Frachtraum. Hinzu kommen Tierarztkosten für die nötige Reisevorbereitung (Impfungen, Heimtierausweis, Gesundheitszeugnis). Plane diese Posten frühzeitig in dein Reisebudget ein.
Beginne früh und in kleinen Schritten. Kurze Autofahrten, Besuche an belebten Orten und das Eingewöhnen an die Transportbox gehören zur Vorbereitung. Belohnungen und positive Erfahrungen verknüpfen das Reisen mit etwas Angenehmen. Hunde, die schon als Welpen gut sozialisiert wurden, tun sich in der Regel leichter mit neuen Umgebungen. Bei starker Reiseangst kann dein Tierarzt verhaltenstherapeutische Maßnahmen oder — in Ausnahmefällen — medikamentöse Unterstützung empfehlen.