Das Onsen auf dem Dach trägt das Haus
Das Bad im obersten Geschoss ist der Grund, hier zu buchen: Blick über Takayama und die Berge, Sauna, Außenbecken, geöffnet bis in die Nacht. Dazu kommen drei private Bäder, die ohne Aufpreis genutzt werden können. Das Personal ist in der Regel aufmerksam. Zum Bahnhof sind es wenige Minuten, rund zehn zur Altstadt und zum Morgenmarkt. Im ganzen Haus liegen Tatami-Böden — die Schuhe wandern schon in der Lobby ins Schließfach. Abends gibt es kostenlos Ramen.
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Wo das Haus Grenzen hat
Die Zimmer zeigen ihre Jahre: Möbel und Bäder sind abgenutzt. Bei diesem Preis lohnt deshalb der Vergleich mit den modernisierten Häusern nebenan. Und wer auf Nachhaltigkeit achtet, wird sich an Einwegbechern und Einweggeschirr stören, die trotz des betonten Anspruchs ausgegeben werden.
Wie der Aufenthalt gelingt
Die privaten Bäder lassen sich nicht reservieren, sie werden der Reihe nach vergeben; je nach Tageszeit rechne mit einer Wartezeit von bis zu einer halben Stunde. Weil das Dachbad bis tief in die Nacht geöffnet hat, geh spät hin, wenn die Reisegruppen weg sind. Wer tätowiert ist, kann das große Bad nicht nutzen; dann bleiben die privaten Bäder. Die Zimmer lassen sich schlecht abdunkeln — eine Schlafmaske hilft.
Für wen das Haus passt
Wer nach Takayama fährt, um ohne Ryokan-Budget ein echtes Onsen-Erlebnis mit Aussicht zu haben, und dafür ein Zimmer akzeptiert, das seine Jahre zeigt, ist hier richtig. Bahnhofsnähe, Altstadt zu Fuß und ein Bad bis nach Mitternacht sind der Kaufgrund. Wer dagegen auf eine gute Matratze angewiesen ist oder moderne Ausstattung erwartet, sucht besser weiter.

































