Kurze Wege und ein Schreibtisch, der taugt
Die Anbindung ist das mit Abstand stärkste Argument: Zum Bahnhof Sannomiya sind es drei bis fünf Gehminuten, von dort fährt der Port Liner in rund 20 Minuten zum Flughafen Kobe. Ein kleiner Supermarkt liegt direkt neben dem Haus. Die Zimmer sind kein Glanzpunkt, meist aber ausreichend groß, mit einem Schreibtisch, an dem sich tatsächlich arbeiten und per Video konferieren lässt, dazu eine Wanne mit brauchbarem Wasserdruck. Und trotz Hauptstraße vor der Tür sind die Zimmer meist ruhig.
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Wo das Haus Grenzen hat
Der größte Vorbehalt ist derzeit die Baustelle. Vor dem Bahnhof wird umfassend umgebaut, Gehwegabschnitte sind gesperrt, die Fußgängerbrücke war zeitweise nicht nutzbar, und der Zugang zum Eingang verengt sich auf einen schmalen Weg — mit Koffer beschwerlich. Zusätzlich verdeckt eine Fassadensanierung am Haus selbst die Sicht aus einem Teil der Zimmer. Der zweite Punkt ist die Instandhaltung im Bad, die nicht immer Schritt hält.
Wie der Aufenthalt gelingt
Für den Weg vom Bahnhof ein paar Minuten mehr einrechnen, solange die Bauarbeiten laufen, und die Route lieber vorher auf der Karte prüfen als vor Ort zu suchen. Nach einem höheren Stockwerk fragen: Von dort ist die Sicht trotz eingerüsteter Fassade frei. Eingecheckt wird am Automaten, Personal steht daneben. Flaschenwasser gibt es nicht im Zimmer, dafür auf jeder Etage einen Wasserspender beim Aufzug.
Für wen das Haus passt
Das Profil ist das eines guten Businesshotels: kurze Wege, verlässliche Zimmertemperatur, sauber, dazu ein Frühstück im Restaurant der Lobby, das mehrere Gäste wegen der Mischung aus japanischen und westlichen Gerichten hervorheben. Für Geschäftsreisende und für Städtereisende, die vor allem eine zentrale Schlafadresse suchen, geht die Rechnung auf. Wer im Zimmer viel Zeit verbringt, auf Aussicht Wert legt oder ein frisch renoviertes Bad erwartet, bucht besser anders — oder wartet das Ende der Bauphase ab.

































