Mehr Zimmer, als der Preis erwarten lässt
Das Verhältnis von Kosten und Leistung ist die Stärke des Hauses, und es wird an zwei Punkten konkret. Erstens die Größe — Zimmer und vor allem Bäder fallen groß aus, mit Wannen, in denen man tatsächlich liegen kann, statt der üblichen Businesshotel-Nasszelle. Zweitens die Sauberkeit der Zimmer, die meist überzeugt. Dazu kommen Kleinigkeiten: Badesalz und Wasser beim Einchecken, Frühstück bis zehn Uhr, Check-out erst um elf. Das Haus liegt im ehemaligen Ausländerviertel ruhig und trotzdem zentral.
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Wo das Haus Grenzen hat
Die Rezeption ist der Bruch in diesem Haus: Der Empfang ist mal zugewandt, mal knapp im Ton und spürbar desinteressiert. Die Zimmerqualität bleibt davon unberührt, sie überzeugt meist. Der zweite Punkt betrifft die Reinigung im Bad: Haare an der Wanne oder im Abfluss kommen vor.
Wie der Aufenthalt gelingt
Für den Weg vom Bahnhof Sannomiya mehr Zeit einplanen als fünf Minuten; Ampeln und die laufenden Bauarbeiten am Bahnhofsvorplatz verlängern ihn spürbar. Bei Regen führt eine Route durch die Unterführung und die überdachten Passagen fast trocken bis vor das Haus. Pflegeprodukte liegen je nach Tarif nicht im Zimmer — an der Rezeption danach fragen. Bleibst du mehrere Nächte, verzichte eher auf das Frühstückspaket, weil sich die Auswahl wiederholt; gegenüber liegt ein Convenience-Store.
Für wen das Haus passt
Als Basis für Kobe funktioniert das Haus gut: zentral genug für Nankinmachi, den Meriken-Park und die Einkaufsstraßen, ruhig genug zum Schlafen und preislich klar unterhalb der Häuser am Hafen. Wer allerdings Wert auf einen zugewandten Empfang legt oder ein Frühstück erwartet, das den Tag trägt, sollte das einkalkulieren. Für Geschäftsreisende und preisbewusste Städtereisende bleibt es eine solide Wahl.
































