Küche und Bad tragen den Aufenthalt
Was hierher zieht, ist das Essen. Abendessen und Frühstück überzeugen in der Regel: klassische japanische Küche in großzügigen Portionen, serviert in abgetrennten Bereichen statt am Buffet, mit Schwerpunkt auf Fisch und Meeresfrüchten – für viele der Grund, wiederzukommen. Das zweite Thema sind die heißen Quellen: Innenbecken, Freiluftbad und Sauna, selten überfüllt, sodass man sie zeitweise für sich allein hat. Und das Personal ist meist aufmerksam, oft an spontanen Gefälligkeiten festzumachen – etwa dem Aufwärmen mitgebrachter Speisen oder dem Freiräumen eines eingeschneiten Autos.
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Wo das Haus Grenzen hat
Der Zustand des Hauses ist die Grenze: sich lösende Tapeten, verwittertes Holz am Freiluftbad, ein defektes Saunathermometer, eine unzureichend beleuchtete Treppe zum Tagesbad. Für andere ist genau diese Patina der Reiz – die Showa-Atmosphäre ist ein eigener Buchungsgrund. Zweiter Punkt: In den Zimmern darf geraucht werden, entsprechend riecht es beim Einzug. Und für das Gebotene ist der Preis hoch.
Wie der Aufenthalt gelingt
Vorräte gehören ins Gepäck: In der Umgebung gibt es weder Supermarkt noch Wäscheservice, der Souvenirladen im Haus ist klein. Nichtraucher fragen an der Rezeption nach einem Luftreiniger und Geruchsspray; verlass dich aber nicht darauf, dass beides vorrätig ist. Die heißen Quellen sind bis Mitternacht und wieder ab dem frühen Morgen zugänglich; wer sie ruhig erleben will, kommt außerhalb der Zeiten unmittelbar vor und nach den Mahlzeiten. In der Umkleide werden keine Pflegeprodukte gestellt, Haartrockner gibt es nur zwei.
Für wen das Haus passt
Das Haus lohnt sich für Reisende, die wegen Küche und Bad kommen und über Gebrauchsspuren hinwegsehen können. Wer dagegen ein Nichtraucherzimmer, stufenfreie Wege oder eine frisch renovierte Anlage braucht, ist hier falsch – genau daran hakt es.

































