Die kurze Antwort
Strohgedecktes Teehaus an der alten Tōkaidō-Straße – seit rund 400 Jahren derselbe süße Reistrunk.
Im Boden brennt ein offenes Feuer, am Tisch gibt es kein elektrisches Licht: Wer sich im Amazake-Chaya niedersetzt, sitzt in einem Raum, dessen Helligkeit vom Herd und vom Tageslicht kommt und nicht von einer Lampe.
Das strohgedeckte Teehaus steht in Hakone am erhaltenen Zedernabschnitt der alten Tōkaidō – jenem Weg, auf dem früher die Reisenden zwischen Edo und Kyoto unterwegs waren. Wer heute diesen Abschnitt zu Fuß geht, kommt am Haus vorbei, so wie die Wanderer damals.
Ausgeschenkt wird Amazake, ein warmes, alkoholfreies Getränk aus fermentiertem Reis. Dazu gibt es Mochi, entweder mit Sojamehl oder mit Sesam. Das ist das Angebot, und es ist im Kern seit rund 400 Jahren dasselbe – derselbe süße Reistrunk, den das Haus schon den Reisenden der Tōkaidō vorsetzte.
Geführt wird der Familienbetrieb inzwischen in der dreizehnten Generation. Die Preise liegen am unteren Ende der Skala – ein kurzer Halt, kein Restaurantbesuch.
Neben den Plätzen am Herd gibt es Tatami-Sitze am Fenster und einige Plätze im Freien.
Außer Amazake und Mochi gibt es auch Oden mit Misosauce, Oshiruko und Kakigōri.
Der Bus hält direkt vor dem Haus, bei Regen die bequeme Alternative zum Fußweg.
Umgebung
Fragen
Amazake ist ein warmes Getränk aus fermentiertem Reis. Es schmeckt süß, ist aber alkoholfrei – im Amazake-Chaya ist es seit rund 400 Jahren dasselbe Getränk, das dem Haus auch seinen Namen gegeben hat.
Ja. Der Reistrunk, für den das Haus bekannt ist, wird alkoholfrei ausgeschenkt. Es spricht also nichts dagegen, mit Kindern einzukehren oder danach weiterzufahren.
Weil es am Tisch kein elektrisches Licht gibt. Das Licht kommt vom offenen Feuer, das im Boden brennt, und vom Tageslicht. Das gehört zum Charakter des strohgedeckten Hauses – wer helle Gasträume erwartet, ist hier falsch.
Mochi, also Reiskuchen, wahlweise mit Sojamehl oder mit Sesam. Die Karte ist bewusst schmal: der süße Reistrunk und dazu etwas Mochi, mehr wird nicht serviert.
Das Teehaus steht direkt an diesem erhaltenen Stück der alten Fernstraße, auf der die Reisenden zwischen Edo und Kyoto liefen. Es war eine Raststation an genau diesem Weg – und ist bis heute an derselben Stelle geblieben.
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