Am Porto Vecchio verdichtet sich Malcesine zu einem einzigen Bild: Im kleinen Hafenbecken schaukeln Fischerboote, dahinter zieht sich die Häuserzeile mit ihren Cafés und Terrassen, seitlich steht der venezianisch-gotische Palazzo dei Capitani, und über allem thront das Castello Scaligero auf seinem Felsen. Wenige Orte am See fassen so viel Geschichte und Atmosphäre auf so engem Raum zusammen. Der alte Hafen war über Jahrhunderte das wirtschaftliche Herz des Ortes. Hier legten die Lastensegler an, die Olivenöl, Zitrusfrüchte und Waren über den Gardasee transportierten, bevor Straßen und Eisenbahn diese Aufgabe übernahmen. Das gepflasterte Hafenbecken und die umliegenden Gebäude haben ihren historischen Charakter bewahrt; der Hafen ist heute Teil des denkmalgeschützten Ortskerns. Mittlerweile gehört das Becken kleinen Booten, und vor allem gehört es den Menschen. Am Vormittag liegt der Hafen ruhig im Licht, am späten Nachmittag und Abend füllt sich die Promenade zur Passeggiata: Wenn die Sonne über dem Westufer tiefer sinkt und das Wasser weich glänzt, sitzen die Gäste in den Cafés, Boote schaukeln im Becken und die Burg leuchtet im Abendlicht. Es ist der Moment, in dem Malcesine seinen ganzen Reiz zeigt. Der Porto Vecchio ist Ausgangspunkt für fast alles im Ort: Von hier sind es nur wenige Schritte in die Altstadtgassen, hinauf zur Burg, zum Palazzo dei Capitani und zur Anlegestelle der Schiffe. Wer Malcesine zum ersten Mal besucht, beginnt am besten hier – und kehrt zum Sonnenuntergang noch einmal zurück.
Das klassische Motiv mit Booten, Palazzo und Burg gelingt vom gegenüberliegenden Beckenrand.





























