Direkt am Bahnhof, mit Lounge und Bad
Die Anbindung ist die größte Stärke: Der Eingang liegt auf derselben Ebene wie die Bahnsteigverteiler, der Busbahnhof gegenüber, Supermarkt und Läden im Erdgeschoss, Gepäckschließfächer stehen kostenfrei bereit. Dazu kommen zwei Extras. Erstens eine Lounge, in der regionaler Sake und Wein ohne Aufpreis ausgeschenkt werden und die länger geöffnet hat als vergleichbare Angebote; Getränke dürfen mit aufs Zimmer. Zweitens ein großes Gemeinschaftsbad, nach dem Eis am Stiel bereitliegt. Das Frühstücksbuffet mit Spezialitäten der Region – Sushi im Kakiblatt, dünne Somen-Nudeln, Reisbrei, eingelegtes Gemüse – überzeugt in der Regel.
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Wo das Haus Grenzen hat
Das Haus ist rund ein Vierteljahrhundert alt, und die Reinigung hält damit nicht überall Schritt: Staub in Ecken, Ablagerungen an Lüftung und Türdichtungen im Bad sowie muffige Gerüche im Zimmer kommen vor. Auch Kissen und Matratzen sind teils platt und durchgelegen. Der zweite Reibungspunkt ist der Preis in der Hochsaison: Dann passt die Leistung nicht immer dazu, zumal die Tiefgarage extra kostet und ohne Rabatt abgerechnet wird. Und beim Frühstück stehen schon vor der Öffnung Schlangen an.
Wie der Aufenthalt gelingt
Beim Frühstück früh dran sein oder bewusst später kommen – sonst können es rund 20 Minuten Wartezeit werden. Kaffee zum Mitnehmen aufs Zimmer gibt es danach. Fürs Gemeinschaftsbad nimmt man ein Handtuch aus dem Zimmer mit; wer es vergisst, findet vor Ort ein paar Leihstücke. Die Schließfächer dort sind zu Stoßzeiten belegt. Gepäck lässt sich ohne Anstehen im Schließfach neben der Rezeption deponieren. Für Getränkeautomaten im Haus lohnt Bargeld in kleinen Scheinen. Und wer mit der privaten Bahnlinie anreist, sollte wissen, dass dieses Haus am Bahnhof der Staatsbahn liegt, nicht am anderen Endpunkt.
Für wen das Haus gut passt
Für Reisende, die Nara als Basis für Ausflüge nutzen und dafür kurze Wege zu Zug und Bus brauchen, ist die Lage der entscheidende Vorteil – sie ist die eigentliche Stärke des Hauses. Auch für ältere Gäste und für alle, die regionale Küche und das Gemeinschaftsbad schätzen, passt das Haus. Wer dagegen frisch renovierte Zimmer, tadellose Detailreinigung und ein durchgängiges Fünf-Sterne-Gefühl erwartet, sollte die Grenzen des Hauses ernst nehmen. Für Aufenthalte in der Hauptsaison lohnt ein Preisvergleich.

































