Der Balkon über dem Hafen von Kobe
Die Aussicht ist der Kern dieses Hauses und der wichtigste Grund, hier zu buchen. Das Gebäude ist wie ein Schiff geformt, entsprechend gehört zu fast jedem Zimmer ein eigener Balkon — je nach Ausrichtung mit Blick auf das beleuchtete Riesenrad und die Promenade, auf den Hafenturm oder aufs offene Wasser. Die zweite Stärke ist das Frühstück: offene Küche mit frisch zubereiteten Omeletts und Eggs Benedict, dazu ein Saal mit großen Fenstern zum Meer. Praktisch dazu ein kostenloser Shuttle nach Sannomiya sowie Fußwege bis Chinatown.
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Wo das Haus Grenzen hat
Die Aussicht trägt das Haus, die Zimmer tun es nicht immer. In einem Teil der Zimmer sind die Teppiche abgenutzt, die Möbel älter und die Bäder von deutlichen Gebrauchsspuren gezeichnet. Dazu kommt eine Erwartungslücke: Gepäck trägt man selbst, eingecheckt wird am Automaten, einen Concierge gibt es nicht. Wer die Sterneangabe wörtlich nimmt, wird enttäuscht.
Wie der Aufenthalt gelingt
Die Zimmerausrichtung entscheidet über den Abend: Nach Westen fällt der Blick auf das Riesenrad und die beleuchtete Promenade, und eine der oberen Etagen lohnt sich zusätzlich. Beim Frühstück ist sieben Uhr bereits keine frühe Zeit mehr — wer einen Fensterplatz will, muss vorher da sein. Für den Shuttlebus braucht es ein Ticket vom Empfang; das steht nirgends, also vorher abholen. Beim Einchecken ist der Automat gegenüber der Rezeption meist der schnellere Weg. Bei Allergien vorher nachfragen: Im Frühstücksrestaurant wird mit Erdnussöl gearbeitet.
Für wen das Haus passt
Passend ist es für alle, denen der Blick wichtiger ist als die Möbel: Wer abends auf dem eigenen Balkon sitzen und das Hafenpanorama sehen will, bekommt etwas, das kein Neubau in Kobe bietet. Zwischen den Fotos und dem Zustand mancher Zimmer klafft allerdings eine Lücke. Wer ein modernes, geräumiges Zimmer und Rundumbetreuung erwartet, bucht zum Vollpreis besser woanders und nimmt dieses Haus im Angebot mit.

































