Was das Haus gut kann
Das Frühstück ist der Grund, aus dem hier gebucht wird: ein Buffet mit französischem Einschlag und regionalen Zutaten — Zwiebeltarte von der Nachbarinsel, Quiche, Brot aus einer örtlichen Bäckerei, Milch aus der Region, dazu Roastbeef und eine ungewöhnlich breite Auswahl an Desserts in kleinen Portionen. Getränke dürfen im Becher mit aufs Zimmer. Auch die Zimmer überzeugen: geräumig für die Preisklasse, mit großem Bad, Loungewear und Filterkaffee, dazu ein später Check-out um zwölf Uhr.
Mehr lesen · 3 weitere Kapitel
Wo das Haus Grenzen hat
Das Frühstück ist der Grund, hier zu buchen, doch es überzeugt nicht an jedem Morgen. Der zweite Reibungspunkt ist der Empfang: An der Rezeption grüßt das Personal nicht immer und wirkt mitunter abweisend, und im Frühstücksservice schlägt zu Stoßzeiten Hektik durch.
Wie der Aufenthalt gelingt
Beim Einchecken wirst du nach der gewünschten Frühstückszeit gefragt — nutze das. Gegen halb neun ist es am vollsten; der Einlass wird in Zeitfenstern gesteuert, wer früher oder später kommt, sitzt entspannter. Der Speisesaal ist klein und lädt nicht zum langen Verweilen ein, dafür darfst du Getränke im Becher mitnehmen. Der Check-out um zwölf Uhr verschafft dir einen ruhigen Vormittag, Gepäck lässt sich danach abstellen. Unter der Woche liegen die Raten deutlich niedriger als am Wochenende. Wer mit dem Auto kommt, kalkuliert eine Tagespauschale fürs Parken ein.
Für wen das Haus passt
Für Reisende, die Kobe über die Küche entdecken und ein Frühstück als eigenständigen Programmpunkt buchen — dazu ein ruhiges, gepflegtes Zimmer rund zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Für Geschäftsreisen ist es wegen des späten Check-outs eine gute Wahl. Wer einen förmlich perfekten Empfang oder ein Buffet in Luxushotel-Dimension erwartet, sollte die eigene Erwartung anpassen: Es ist ein Drei-Sterne-Haus, der Ton an der Rezeption ist nicht immer freundlich, und nicht jedes Frühstück überzeugt.

































