Bäder, Garten und ein Buffet mit Livestationen
Die Anlage ist das Argument: das großzügige Freiluftbad im obersten Geschoss mit Blick auf die Hakone-Berge, der weitläufige Garten mit Wasserfällen, die abends beleuchtet werden, Karpfenteiche und ein kleiner Schrein auf dem Gelände. Die Thermalbäder und das Frühstück überzeugen in der Regel. Die Buffets, bei denen Tempura, Sushi und Fleisch vor den Augen der Gäste zubereitet werden, sind meist gut, wenn auch nicht durchgehend. Die Zimmer sind meist großzügig, und der Preis stimmt in der Regel, vor allem, wenn zwei Mahlzeiten enthalten sind.
Mehr lesen · 3 weitere Kapitel
Wo das Haus Grenzen hat
Die Grenze ist der Service. Er ist nicht einheitlich: Die Freundlichkeit an der Rezeption schwankt, im weitläufigen Haus fehlt Orientierung, und weil Empfang und Souvenirkasse zusammenfallen, entstehen Warteschlangen. Zweiter Punkt ist der Speisesaal: hoher Andrang, Schlangen an den Stationen und ein Zeitfenster von 90 Minuten, das gehetzt wirken kann. Auch der Weg vom Bahnhof ist mühsam — bergauf, mit einem Shuttle, dessen Haltestelle und Fahrplan schwer zu durchschauen sind.
Wie der Aufenthalt gelingt
Beim Timing liegt der größte Hebel. Geh zum Abendessen und zum Frühstück nicht direkt zur Öffnung, sondern rund eine Dreiviertelstunde später, wenn die erste Welle fertig ist — nachgelegt wird durchgehend. Das große Bad ist am spätesten Abend und früh am Morgen während der Frühstückszeit am leersten. Wenn du Ruhe möchtest, rechne den Aufpreis für ein Zimmer mit eigenem Freiluftbad ein; er ist der beste Zusatzposten des Hauses. Nimm für die Anreise den Shuttle statt zu laufen; der Fußweg ist länger und kurviger, als er auf der Karte aussieht. Die Parkkarte muss am Schalter entwertet werden.
Für wen das Haus passt
Ein großer Badebetrieb mit angeschlossenen Zimmern — daran lässt sich die Erwartung ausrichten. Für Familien und Gruppen, die Vielfalt beim Baden und beim Buffet zu einem für Hakone moderaten Preis suchen, geht die Rechnung meist auf. Wer dagegen die persönliche Betreuung eines klassischen Ryokan, ruhige Mahlzeiten und ein Haus ohne Tagesgäste erwartet, stößt hier genau auf die Reibung, die daraus entsteht.

































