Wer in Lech am Arlberg die Gondel der Rüfikopfbahn besteigt, verlässt innerhalb weniger Minuten das lebhafte Dorf und taucht in eine andere Welt ein. Oben, auf 2.362 Metern, öffnet sich ein Panorama, das die gesamte Breite der Arlberger Bergwelt umfasst: von den schroffen Felswänden des Omeshorn über die sanften Hänge des Zuger Hochlicht bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln des Lechquellengebirges. An klaren Tagen reicht der Blick weit in die Allgäuer und Lechtaler Alpen hinein.
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Der Aufstieg per Seilbahn dauert nur wenige Minuten, doch der Kontrast zum Tal könnte kaum größer sein. Während unten in Lech Cafés und Boutiquen die Straßen säumen, herrscht hier oben alpine Stille, unterbrochen nur vom Wind und dem gelegentlichen Ruf eines Bergdohlen. Die Aussichtsplattform am Gipfelgebäude erlaubt einen freien Rundblick, der sowohl im Sommer als auch im Winter seinen ganz eigenen Charakter entfaltet.
Im Sommer verwandelt sich der Rüfikopf in den Ausgangspunkt für anspruchsvolle Wanderungen entlang des Arlberger Höhenwegs. Wanderer starten hier für Touren Richtung Mehlsack oder Mohnenfluh, vorbei an Almwiesen voller Enzian und Arnika. Wer weniger ambitioniert unterwegs ist, genießt das Panorama einfach bei einem Kaffee auf der Sonnenterrasse des Gipfelrestaurants, mit Blick direkt auf das Dorf Lech tief unten im Tal.
Im Winter gehört der Rüfikopf zum Skigebiet Ski Arlberg, einem der flächenmäßig größten zusammenhängenden Skigebiete der Alpen. Die Abfahrten vom Gipfel zählen zu den anspruchsvollsten der Region und sind bei erfahrenen Skifahrern besonders beliebt. Doch auch ohne Ski lohnt sich die Fahrt: Die Aussicht auf das verschneite Lech, eingebettet zwischen weißen Hängen, ist zu jeder Jahreszeit ein besonderes Erlebnis.
Ein Besuch auf dem Rüfikopf lässt sich gut mit einem halben Tag einplanen, wenn man die Bergstation in Ruhe erkunden und eine kurze Wanderung unternehmen möchte. Wer nur das Panorama genießen will, ist auch mit einer Stunde gut bedient.