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Bayern

Zwischen den Kalkwänden der Alpen, den Königsschlössern über den Voralpenseen und den fränkischen Fachwerkstädten liegt Deutschlands größtes Bundesland.

5 Städte
Überblick

Deine Bayern auf einen Blick

Beste Zeit
Mai–Okt
Hauptstadt
München
Städte
48
Hotels
1.240
Einwohner
13 M
Die Region

Was Bayern ausmacht

Bayern ist das Bundesland der großen Kontraste: Im Süden schieben sich die Bayerischen Alpen mit der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg, in den Himmel, davor liegen die tiefblauen Voralpenseen von Tegernsee bis Königssee. Über dem Alpenrand thronen die Märchenschlösser Ludwigs II. – Neuschwanstein bei Füssen ist das meistfotografierte Bauwerk des Landes. Weiter nördlich mischt sich das Bild: München mit Marienplatz, Englischem Garten und den größten Biergärten des Landes, dazu die Weltkulturerbe-Altstädte von Regensburg und Bamberg, das mittelalterlich erhaltene Rothenburg ob der Tauber an der Romantischen Straße und Nürnberg mit Burg und Christkindlesmarkt. Wein im fränkischen Norden, Bier im altbayerischen Süden, Weißwurst und Schäufele, Lederhose und Dirndl – Bayern lässt sich in zwei Wochen kaum erschöpfen, aber in einer Woche schon lieben lernen.

Reiseführer

Bayern von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Irgendwo hinter Weilheim reißt die Wolkendecke auf, und plötzlich steht da diese weiße Wand am Horizont — die Alpen, gestaffelt in immer helleren Grautönen bis zur Zugspitze. Bayern beginnt nicht am Ortsschild – es beginnt in dem Moment, in dem der Blick aus dem Zugfenster über die letzten Voralpenhügel kippt und darüber die Berge auftauchen, als hätte sie jemand nachträglich in die Landschaft geschoben. Ab hier riecht die Luft nach Heu und Diesel vom Bergbahn-Parkplatz, und aus dem nächsten Biergarten weht das Klirren der Maßkrüge.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bayern

Wenn früh um neun die ersten Busse den Parkplatz von Hohenschwangau füllen, sind die, die klug geplant haben, schon oben – und haben die Marienbrücke fast für sich.

Schloss Neuschwanstein zuerst, und zwar mit Plan: Karten gibt es ausschließlich über das Ticket Center in Hohenschwangau oder online im Vorverkauf, und in der Saison sind die Vormittagsslots oft Tage im Voraus vergeben – buch vorab und rechne trotzdem den steilen Fußweg oder die Kutsche zum Schloss ein. Der berühmte Blick auf die Türme kommt nicht vom Schloss selbst, sondern von der Marienbrücke, die über der Pöllatschlucht hängt; geh früh hin, bevor sich der schmale Steg staut. Ludwig II. wohnte hier nur wenige Monate, das Innere blieb halb unfertig – die Ikone ist die Silhouette von außen.

München liefert die urbane Seite des Landes. Auf dem Marienplatz spielt täglich um 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr, das Glockenspiel im Turm des Neuen Rathauses; wer die 306 Stufen der Alten-Peter-Kirche nebenan steigt, sieht über die Altstadtdächer bis zu den Alpen, wenn Föhn die Sicht klar macht. Der Englische Garten ist mit über drei Quadratkilometern größer als der Central Park, und an der Eisbachwelle unter der Prinzregentenstraße surfen ganzjährig Wagemutige auf einer stehenden Flusswelle – ein kostenloses Schauspiel, das kein Reiseführer erfinden könnte.

Weiter nördlich reihen sich die historischen Städte: Regensburg mit der Steinernen Brücke und der lückenlos erhaltenen mittelalterlichen Altstadt, beide UNESCO-Welterbe; Bamberg mit dem Dom, dem auf einer Flussinsel stehenden Alten Rathaus und dem Rauchbier aus der Brauerei Schlenkerla; Würzburg mit der Residenz, deren Treppenhaus Tiepolo mit dem größten zusammenhängenden Deckenfresko der Welt ausmalte. Nürnberg wiederum trägt Kaiserburg, Handwerkerhof und Dürer-Haus in der Sandstein-Altstadt – Franken ist der kulturell dichteste, oft übersehene Teil Bayerns.

Und dann die Berge selbst als Sehenswürdigkeit: Die Zugspitze erreichst du bequem mit der Zahnradbahn ab Garmisch oder der Seilbahn vom Eibsee, und oben stehst du auf 2.962 Metern zwischen deutschem und österreichischem Gipfelkreuz mit Rundblick über vier Länder. Im Berchtesgadener Land fährt das Elektroboot lautlos über den Königssee zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä unter der Watzmann-Ostwand; auf halber Strecke stoppt der Kapitän und spielt ein Flügelhorn gegen die Felswand – das Echo kehrt mehrfach zurück, ein Ritual, das seit Generationen zur Fahrt gehört.

Alpen & Wandern

Die Bayerischen Alpen und die schönsten Wanderungen

Um sieben Uhr früh liegt der Talkessel von Garmisch noch im Schatten, während oben schon die erste Sonne die Kalkwände der Alpspitze rosa färbt – die beste Stunde zum Aufbrechen.

Garmisch-Partenkirchen ist das Basislager der Bayerischen Alpen: Von hier führt die Zahnradbahn zur Zugspitze, die Seilbahn auf den Aussichtsberg Alpspitze und ein kurzer Weg in die Partnachklamm, eine über 700 Meter lange Schlucht, in der die Partnach zwischen senkrechten Felswänden tost – im Winter hängen Eiszapfen von den Überhängen. Für Einsteiger ist die Klamm eine der eindrucksvollsten und familientauglichsten Wanderungen der Region, ganzjährig begehbar mit fester Beleuchtung in den Tunneln. Feste Schuhe und Regenjacke gehören trotzdem in den Rucksack.

Wer höher hinaus will, findet rund um die Alpen ein dichtes Netz bewirtschafteter Hütten des Deutschen Alpenvereins. Klassiker sind die Wanderung von Mittenwald zum Lautersee und Ferchensee, der Aufstieg zum Herzogstand über dem Walchensee mit Panoramaweg zum Heimgarten oder die Tour ums Kar der Alpspitze über die gesicherte Ferrata für Geübte. Plane realistisch: In den Bergen brauchen sechs Kilometer schnell drei Stunden, das Wetter kippt am Nachmittag oft in Gewitter, und die letzte Talbahn fährt früher, als viele denken – informier dich vorab über die Betriebszeiten der Bergbahnen.

Der Watzmann im Berchtesgadener Land ist Deutschlands dritthöchster Berg und für erfahrene Bergsteiger ein mehrtägiges Ziel mit Übernachtung auf dem Watzmannhaus; die berüchtigte Ostwand ist alpines Hochgebirge und nichts für Spontanentscheidungen. Für alle anderen lohnt der Nationalpark Berchtesgaden mit sanfteren Wegen, etwa der Almwanderung zur Kührointalm mit Blick auf den Königssee oder dem Rundweg um den Hintersee bei Ramsau, wo sich die Berge im stillen Wasser spiegeln – der sogenannte Zauberwald davor ist einer der meistgemalten Flecken der bayerischen Malerkolonie.

Zwei Regeln machen den Unterschied zwischen Bergtag und Bergrettungseinsatz: Starte früh, weil sich Wärmegewitter meist erst am Nachmittag aufbauen, und wähle die Tour ehrlich nach Kondition, nicht nach Ehrgeiz. Lade die Karte offline aufs Handy, nimm mehr Wasser mit, als du glaubst zu brauchen, und dreh um, wenn Wetter oder Kräfte nicht reichen – der Gipfel läuft nicht weg. Auf bewirtschafteten Hütten gibt es warme Mahlzeiten und oft Kaiserschmarrn zum Abschluss, aber Kartenzahlung ist keineswegs überall selbstverständlich; nimm Bargeld mit.

Königsschlösser

Die Königsschlösser Ludwigs II. rund um Neuschwanstein

Ludwig II. hat nur drei Schlösser vollenden lassen, doch jedes erzählt dieselbe Geschichte: ein König, der sich aus der Wirklichkeit in seine Fantasiewelten zurückzog.

Die Königsschlösser Ludwigs II. rund um Neuschwanstein
Königsschlösser

Neuschwanstein bei Füssen ist das Ziel der Massen, doch das Nachbarschloss Hohenschwangau im Tal lohnt fast ebenso: Hier wuchs Ludwig auf, hier reifte seine Schwärmerei für Sagen und Ritterromantik, die er später oben am Berg in Stein gießen ließ. Ein Kombiticket für beide Schlösser spart Zeit, und vom warmen gelben Hohenschwangau blickst du direkt hinauf zum weißen Neuschwanstein – die beiden gehören zusammengedacht. Für den ikonischen Fotoblick von der Marienbrücke gilt: früh morgens oder gegen Abend, wenn das Tageslicht die Türme von vorn beleuchtet und der Steg leer ist.

Schloss Linderhof im Graswangtal westlich von Oberammergau ist das einzige, das Ludwig zu Lebzeiten fertigstellte und tatsächlich bewohnte – ein kleines, überbordend vergoldetes Rokoko-Schmuckstück im Miniaturformat, umgeben von einem Park mit Wasserspielen, künstlicher Grotte und maurischem Kiosk. Weil das Schloss selbst klein ist, verteilen sich die Besucher besser als in Neuschwanstein, und der Park lässt sich stundenlang durchstreifen. Die venezianische Grotte mit farbig beleuchtetem See und goldenem Muschelkahn zeigt, wie weit die Inszenierungslust des Königs ging.

Herrenchiemsee auf der Herreninsel im Chiemsee war Ludwigs Hommage an Versailles und Ludwig XIV. – ein bewusster Nachbau des französischen Sonnenkönig-Palasts, den der bayerische König nie fertigstellen konnte, weil ihm das Geld ausging. Die Anreise ist Teil des Erlebnisses: Vom Ufer bei Prien setzt ein Dampfer über auf die autofreie Insel, von dort geht es zu Fuß oder per Pferdekutsche zum Schloss. Die vollendeten Prunkräume mit der Spiegelgalerie stellen Versailles nach; die unfertigen Trakte dahinter zeigen den plötzlichen Abbruch nach Ludwigs Tod 1886.

Ein praktischer Hinweis für die Schlossrunde: Alle drei sind über die Kartenzentralen der Bayerischen Schlösserverwaltung buchbar, und in der Hauptsaison sind reservierte Zeitfenster praktisch Pflicht. Die Innenräume darfst du nur mit Führung betreten, fotografieren ist drinnen fast überall untersagt. Wer alle drei in einer Reise verbinden will, plant sinnvoll: Neuschwanstein und Linderhof liegen nah beieinander im Allgäu und Ammergau, Herrenchiemsee dagegen östlich Richtung Salzburg – eine Kombination lässt sich gut mit einer Nacht am Chiemsee oder in Garmisch entzerren.

München

München erleben – Sehenswürdigkeiten und Lebensgefühl

Am Viktualienmarkt riecht es morgens nach Blumen, Käse und gebrühtem Kaffee, und unter dem Maibaum sitzen die ersten Rentner mit einer frühen Halben in der Sonne.

München erleben – Sehenswürdigkeiten und Lebensgefühl
München

Die Münchner Altstadt lässt sich an einem langen Tag zu Fuß erlaufen, und der Marienplatz ist ihr Nabel: das Neue Rathaus mit dem Glockenspiel, dahinter die zwei Zwiebeltürme der Frauenkirche, das Wahrzeichen der Stadt. Von dort führt die Fußgängerzone über den Alten Peter zum Viktualienmarkt, einem dauerhaften Freiluftmarkt mit Ständen für bayerische Spezialitäten und einem der schönsten Biergärten der Stadt unter dem Maibaum. Weiter östlich liegt das Hofbräuhaus – touristisch, laut und trotzdem ein Erlebnis, wenn die Blaskapelle einsetzt und die Bedienung sechs Maßkrüge in einer Hand balanciert.

München ist auch eine Kunststadt von europäischem Rang. Das Kunstareal bündelt auf wenigen Straßen die Alte Pinakothek mit Alten Meistern von Dürer bis Rubens, die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne, dazu das Lenbachhaus mit der weltweit größten Sammlung des Blauen Reiter um Kandinsky und Franz Marc. Das Deutsche Museum auf der Isarinsel ist eines der größten Technikmuseen der Welt – vom Bergwerk im Keller bis zur Luftfahrthalle. Wer mit Kindern reist, plant hier gut einen halben Tag ein, ohne dass Langeweile aufkommt.

Das Münchner Lebensgefühl spielt sich draußen ab, sobald es warm wird. Im Englischen Garten liegen an Sommerwochenenden Tausende auf den Wiesen, am Chinesischen Turm zapft einer der größten Biergärten der Stadt, und auf der Isar treiben ganze Gruppen mit Bierkiste auf Gummibooten Richtung Innenstadt. Die stehende Eisbachwelle am Südrand des Gartens ist zum Wahrzeichen geworden: Surfer warten in der Schlange auf ihren Ritt, Zuschauer säumen die Brücke. Der Eintritt kostet nichts – Münchens beste Attraktionen sind oft die kostenlosen.

Rund um München lohnen mehrere Tagesausflüge, die zeigen, wie nah Stadt und Berge hier beieinanderliegen. Der Starnberger See und der Ammersee sind mit der S-Bahn erreichbar und an heißen Tagen die Badewanne der Münchner. Nördlich der Stadt liegt Schloss Nymphenburg mit weitläufigem Park; im Norden mahnt die KZ-Gedenkstätte Dachau an die NS-Zeit – ein wichtiger, bedrückender Ort, den viele bewusst in ihre Reise einbauen. Und in einer Stunde mit der Bahn stehst du in Salzburg, Österreich, oder am Ufer des Tegernsees.

Seen

Die schönsten Seen in Bayern zum Baden und Wandern

An einem klaren Morgen am Tegernsee liegt das Wasser so still, dass die Berge auf dem See stehen wie ein zweites Gebirge unter der Oberfläche.

Die bekanntesten Voralpenseen liegen wie eine Kette am Fuß der Berge. Der Tegernsee ist der mondänste: Rund um den See reihen sich Kurorte, das Brauhaus im ehemaligen Kloster und Villen an den Hängen, dazu ein Uferweg, der sich komplett umrunden lässt. Etwas weiter westlich liegt der Schliersee, kleiner und ruhiger, und dahinter der tiefe Walchensee, dessen Wasser durch seine türkisblaue Farbe und Klarheit fast schon alpin-südländisch wirkt – ein beliebter Spot für Stand-up-Paddling und Kitesurfen, wenn der Wind über die Wasserfläche zieht.

Der Chiemsee, das Bayerische Meer, ist der größte See des Landes und bietet alles auf einmal: Badestrände und Segelreviere, die beiden Inseln Herreninsel mit Ludwigs Schloss und Fraueninsel mit dem alten Kloster und der Fischerei, dazu einen flachen, familientauglichen Uferbereich im Süden. Rundfahrten mit dem Dampfer verbinden die Anleger, und ein Radweg umrundet den ganzen See – rund 60 Kilometer, gut an einem Tag oder gemütlich auf zwei zu schaffen. Für einen Badeurlaub mit Kindern ist der Chiemsee eine der zuverlässigsten Adressen in ganz Bayern.

Der Königssee im Berchtesgadener Land ist kein Badesee, sondern ein Naturschauspiel: fjordartig zwischen steilen Felswänden eingeklemmt, so sauber, dass darauf nur leise Elektroboote verkehren. Die Fahrt zur Halbinsel St. Bartholomä mit der roten Zwiebelturmkirche unter der Watzmann-Ostwand gehört zu den eindrucksvollsten Bootstouren Deutschlands. Wer weiterfährt bis zum hinteren Anleger Salet, erreicht nach kurzem Fußweg den stilleren Obersee mit dem Wasserfall Röthbach – dem höchsten Deutschlands. Hier gilt striktes Naturschutzgebiet: Baden und Lärm sind nicht gern gesehen.

Auch abseits der großen Namen lohnt das Wasser. Der Eibsee am Fuß der Zugspitze schimmert unwirklich grün-blau vor der Bergkulisse und lässt sich in gut zwei Stunden umrunden; der Staffelsee bei Murnau hat ganze sieben kleine Inseln und angenehm warmes Wasser; Starnberger See und Ammersee vor den Toren Münchens sind per S-Bahn erreichbar und an Sommerwochenenden entsprechend voll. Wer Ruhe sucht, kommt unter der Woche oder früh am Morgen – dann gehört das erste, spiegelglatte Licht auf dem See fast dir allein.

Franken & Städte

Rothenburg, Bamberg und die Städte in Franken

Am Plönlein in Rothenburg staut sich mittags der Bus-Andrang, doch wer über Nacht bleibt, hat die Gassen nach 18 Uhr fast für sich – dann klappert nur noch der Nachtwächter mit seiner Laterne durch die Stadt.

Rothenburg ob der Tauber ist die vollständig erhaltene Mittelalterstadt an der Romantischen Straße, ein geschlossener Ring aus Wehrmauer, Türmen und Fachwerk, den man auf dem überdachten Wehrgang halb umrunden kann. Der Preis der Schönheit ist der Andrang: Zwischen 11 und 17 Uhr schieben sich die Reisegruppen durch die Herrngasse. Die Lösung ist einfach – bleib über Nacht. Der abendliche Rundgang mit dem kostümierten Nachtwächter ist Kult, und wenn die Tagesbusse weg sind, verwandelt sich das enge Gassenknäuel um das Plönlein in eine stille Kulisse, in der jedes Fenster leuchtet.

Würzburg am Main öffnet das fränkische Weinland: Über der Stadt thront die Festung Marienberg, in der Stadt steht die Residenz, ein UNESCO-Welterbe, dessen Treppenhaus Giovanni Battista Tiepolo mit dem größten zusammenhängenden Deckenfresko der Welt schmückte. Auf der Alten Mainbrücke stehen abends die Studenten mit einem Glas Frankenwein aus dem typischen bauchigen Bocksbeutel und schauen zur beleuchteten Festung hinauf – ein Ritual, das man gesehen haben sollte. Ringsum ziehen sich die Steillagen des Silvaner-Weinbaus die Mainhänge hinauf.

Bamberg verteilt sich auf sieben Hügel über der Regnitz und trägt seine gesamte Altstadt als UNESCO-Welterbe: der viertürmige Kaiserdom, das Alte Rathaus, das kühn auf einer künstlichen Flussinsel mitten im Wasser steht, und das ehemalige Fischerviertel Klein-Venedig mit den Fachwerkhäusern direkt am Ufer. Bamberg ist zugleich eine Bierstadt mit dichtem Brauereinetz; die Spezialität ist das Rauchbier, dessen über Buchenholz gedarrtes Malz ihm einen unverwechselbar rauchigen Geschmack gibt – man mag es sofort oder erst beim dritten Schluck, aber probieren muss man es hier.

Nürnberg schließlich ist die Metropole Frankens, mit der Kaiserburg über der wiederaufgebauten Sandstein-Altstadt, dem Albrecht-Dürer-Haus und dem Germanischen Nationalmuseum, dem größten kulturhistorischen Museum des deutschen Sprachraums. Die Stadt stellt sich zugleich ihrer NS-Geschichte: Das Dokumentationszentrum am ehemaligen Reichsparteitagsgelände und der Saal 600 der Nürnberger Prozesse machen sie zu einem Ort des Erinnerns. Im Advent zieht der Christkindlesmarkt auf dem Hauptmarkt jährlich Millionen an – Nürnberger Rostbratwürste, Lebkuchen und Glühwein inklusive.

Rundreise & Route

Bayern-Rundreise über die Romantische Straße und die Alpenstraße

Zwei berühmte Ferienstraßen ziehen sich durch Bayern, und zusammen ergeben sie eine Schleife, die Fachwerk, Schlösser und Alpen an einer Perlenschnur auffädelt.

Die Romantische Straße führt von Würzburg über Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl und Nördlingen im runden Meteoritenkrater des Nördlinger Ries bis nach Füssen zu Neuschwanstein – rund 400 Kilometer, die Deutschlands bekannteste Ferienstraße zur idealen Nord-Süd-Achse für eine erste Bayern-Runde machen. Fahr sie nicht als Transitstrecke, sondern als Tagesprogramm mit Übernachtungen in den kleinen Fachwerkstädten: Dinkelsbühl und Nördlingen sind fast so gut erhalten wie Rothenburg, aber deutlich stiller, weil die Reisebusse dort seltener halten.

Ab Füssen übernimmt die Deutsche Alpenstraße, die sich als Panoramaroute am Alpenrand entlangzieht: vom Allgäu über Garmisch-Partenkirchen, den Walchensee und den Tegernsee bis ins Berchtesgadener Land am Königssee, rund 450 Kilometer mit ständigem Bergblick. Diese Etappe ist die landschaftliche Krönung der Runde – aber auch die kurvenreichste. Rechne die Fahrzeiten großzügig, denn zwischen den Passstraßen und Seen willst du ständig anhalten, und im Sommer stauen sich die Ausflugsorte an den Wochenenden erheblich.

Für eine erste Bayern-Rundreise reichen sieben bis zehn Tage, wenn du dich auf zwei, drei Standquartiere beschränkst statt jede Nacht das Bett zu wechseln: etwa Würzburg oder Rothenburg im fränkischen Norden, München in der Mitte und Garmisch oder Berchtesgaden im alpinen Süden. Von dort erkundest du sternförmig, packst nur zweimal den Koffer und sitzt abends wieder auf derselben Terrasse. Gerade mit Kindern oder vollem Kofferraum macht das den Unterschied zwischen Reise und Umzugslogistik – die Etappen zwischen den Quartieren bleiben so unter zwei Stunden.

Ein Wort zur Anreise-Kombination: Wer die volle Schleife nicht schafft, wählt einen thematischen Schwerpunkt. Familien mit Badeanspruch bleiben im Süden zwischen Chiemsee, Königssee und Alpen; Kulturreisende konzentrieren sich auf Franken mit Würzburg, Bamberg, Nürnberg und Rothenburg; wer die Ikonen abhaken will, kombiniert München mit einem Tagesausflug nach Neuschwanstein und einem auf die Zugspitze. Alle drei Varianten lassen sich in fünf bis sechs Tagen entspannt fahren, ohne dass die Reise zur Materialschlacht wird.

Unterkünfte

Hotel, Ferienwohnung oder Gasthof – so wohnst du in Bayern

Wenn abends im Gastraum des Dorfwirtshauses der Kachelofen bullert und der Wirt selbst die Schäufele-Teller bringt, verstehst du, warum viele in Bayern lieber im Gasthof als im Hotel wohnen.

Der klassische bayerische Landgasthof ist für viele die stimmigste Unterkunft: Zimmer über der Wirtsstube, herzhaftes Frühstück, abends die eigene Küche mit regionalen Gerichten, und dazu oft ein Wirt, der weiß, welche Wanderung sich morgen lohnt und wo gerade das Wetter passt. In den Alpendörfern von Berchtesgaden bis ins Allgäu ist das die verbreitetste und oft günstigste Wahl. Frag bei der Buchung nach der Kurkarte oder Gästekarte – in vielen Ferienorten ist damit der Nahverkehr oder die Bergbahn ermäßigt, was über eine Woche spürbar spart.

Die Ferienwohnung ist die praktische Wahl für Familien und längere Aufenthalte: Platz für alle, eine Küche für den Einkauf vom Bauernhof oder Wochenmarkt, keine festen Frühstückszeiten. Auf dem Land vermieten viele Höfe Wohnungen mit Bergblick, teils als Urlaub auf dem Bauernhof mit Tieren zum Anfassen – für Kinder oft der Höhepunkt der Reise. In der Hochsaison und über die Ferien sind die guten Objekte in den Alpenorten früh vergeben; buch für Juli, August und die bayerischen Schulferien möglichst Monate im Voraus.

Das Hotel spielt seine Stärke in den Städten aus. In München, Nürnberg, Regensburg oder Würzburg wohnst du zentral und gehst abends zu Fuß zum Essen, ohne dich um Parkplätze in den engen Altstädten zu kümmern – gerade in München sind Innenstadthotels allerdings teuer, und zur Wiesn im September und Oktober explodieren die Preise, weil das Oktoberfest die ganze Stadt ausbucht. Wer flexibel ist, weicht auf ein Hotel an einer S-Bahn-Station im Umland aus und fährt in zwanzig Minuten ins Zentrum.

Die ehrlichste Empfehlung ist deshalb oft die Kombination: ein Stadthotel in München oder Würzburg für den kulturellen Auftakt, danach ein Gasthof oder eine Ferienwohnung in den Bergen für die zweite Wochenhälfte. So bekommst du die Museen und Abendstunden der Städte ohne Auto-Stress und danach die Ruhe der Voralpen, für die du eigentlich gekommen bist. Wichtig bei allen Varianten im Süden: Prüfe die Anbindung an Bergbahnen und Wanderbusse, damit du das Auto nicht für jede kurze Strecke aus der Garage holen musst.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Bayern – von der Weißwurst bis zum Biergarten

Vor zwölf, so will es die Regel, muss die Weißwurst gegessen sein – sie soll das Läuten der Mittagsglocke nicht mehr hören, sagen die Münchner, und ganz ernst meinen sie es auch.

Die bayerische Küche ist deftig und herzhaft: Schweinsbraten mit dunkler Kruste und Knödel, Schweinshaxe, Leberkäse in der Semmel, und die Weißwurst, die man traditionell nur vormittags isst, mit süßem Senf und einer frischen Brezn dazu. Gezuzelt wird sie – das heißt, die Wurst wird aus der Haut gesaugt, nicht mit Messer und Gabel geschält, auch wenn Zugereiste das oft dezenter handhaben. Dazu ein Weißbier, und der bayerische Vormittag ist komplett. In Franken kommt statt Weißwurst das Schäufele auf den Tisch, ein knuspriger Schweineschulterbraten, dazu Klöße und dunkles Bier.

Der Biergarten ist eine bayerische Institution mit eigenem Gesetz: Unter Kastanien, die traditionell die darunterliegenden Bierkeller kühl hielten, darfst du an den unbedienten Tischen deine Brotzeit selbst mitbringen – Brezn, Radi, Obazda, Wurstsalat – und dazu nur das Getränk kaufen. Das ist kein Trick, sondern altes Recht, und es macht den Biergarten zum demokratischsten Ort Bayerns, wo Bauarbeiter neben Anwältin sitzt. An den bedienten Tischen mit Tischdecke gilt das nicht; achte auf den Unterschied. Bestellt wird die Maß, ein ganzer Liter – wer weniger will, sagt Halbe.

Bier ist in Bayern Kulturgut, gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516, das ursprünglich nur Wasser, Gerste und Hopfen vorschrieb (Hefe kam erst später als vierte Zutat hinzu). Jede Region hat ihre Stile: das Weißbier des Südens, das dunkle, malzige Bier Frankens, das rauchige Rauchbier aus Bamberg mit seinem über Buchenholz gedarrten Malz. Oberfranken hat die höchste Brauereidichte der Welt – hunderte kleine Landbrauereien, oft nur im eigenen Wirtshaus ausgeschenkt. Wer tiefer einsteigen will, wandert den Bierkeller- oder Brauereiweg durch die fränkische Schweiz und probiert sich von Dorf zu Dorf.

Und Bayern kann auch süß und Wein: Der Kaiserschmarrn, zerrupfter Pfannkuchen mit Puderzucker und Zwetschgenröster, ist das klassische Bergsteigeressen auf den Hütten, dazu Dampfnudeln und Apfelstrudel. Im fränkischen Norden dagegen dreht sich alles um Wein statt Bier: Der Silvaner aus den Steillagen am Main kommt im bauchigen Bocksbeutel auf den Tisch, und in den Weinorten rund um Würzburg und im Steigerwald laden von Frühsommer bis Herbst die Heckenwirtschaften – vorübergehend geöffnete Winzerstuben – zu jungem Wein und einfacher Brotzeit.

Anreise & Mobilität

Anreise nach Bayern und unterwegs im Land

Am Münchner Hauptbahnhof steigst du aus dem ICE, und keine dreißig Minuten später sitzt du in der Regionalbahn Richtung Alpen, während sich das Voralpenland vor dem Fenster aufblättert.

Mit der Bahn ist Bayern hervorragend erschlossen: München ist ein ICE-Knoten mit schnellen Verbindungen aus ganz Deutschland, Nürnberg liegt an der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin–München, und von beiden Städten fahren Regionalzüge zuverlässig in die Fläche. Die Alpenorte Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Berchtesgaden und der Chiemsee sind direkt oder mit einem Umstieg per Bahn erreichbar – gerade für einen autofreien Aktivurlaub in den Bergen ist das komfortabel, weil du am Zielort auf Wanderbusse und Bergbahnen umsteigst und dir Parkplatzsuche und Passstraßen sparst.

Mit dem Flugzeug landest du am Flughafen München, dem zweitgrößten Deutschlands, mit S-Bahn-Anschluss in gut 40 Minuten zur Innenstadt; Nürnberg hat einen kleineren, stadtnahen Airport, dessen U-Bahn in wenigen Minuten ins Zentrum fährt. Für Reisende aus dem süddeutschen Raum lohnt sich fast immer die Bahn oder das Auto statt des Flugzeugs, weil die Wege ohnehin kurz sind. Aus Norddeutschland ist der Flug nach München die schnellste Variante, wenn der Schwerpunkt in den Alpen oder im Münchner Umland liegt.

Fürs Land abseits der Bahnachsen ist ein Auto praktisch: Die Romantische Straße, die kleinen Weinorte in Franken, die Passstraßen der Alpenstraße und viele Wandertäler erschließt der öffentliche Verkehr nur dünn. Rechne im Sommer mit Andrang an den Ausflugszielen – die Parkplätze an Königssee, Eibsee, Partnachklamm und den beliebten Seen sind an schönen Wochenenden früh voll, und viele Alpenorte lenken den Verkehr inzwischen aktiv. Komm früh, nutze wo möglich Park-and-Ride oder Wanderbusse, und meide die Rückreisewelle am Sonntagnachmittag auf den Autobahnen Richtung Norden.

Ein starker Trumpf ist das Deutschlandticket: Für einen monatlichen Festpreis nutzt du damit den gesamten Nahverkehr, also alle Regionalbahnen, S-Bahnen und Busse in Bayern – ideal, wenn deine Reise auf Städte und bahnnah gelegene Alpenorte setzt. Ergänzend gibt es das Bayern-Ticket für Tagesausflüge in der Gruppe. In den Ferienregionen kommt oft die kostenlose Gästekarte hinzu, die Bus oder Bergbahn einschließt. Wer clever kombiniert, kommt in weiten Teilen Bayerns ganz ohne eigenes Auto aus – nur für die abgelegenen Ferienstraßen bleibt der Mietwagen die bequemere Wahl.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Städte & Basisorte

Die schönsten Städte in Bayern – und welche Basis zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Bayern – Wetter im Jahreslauf

Zwischen dem ersten warmen Mai und dem goldenen Oktober liegt in Bayern das halbe Jahr, in dem fast jede Woche eine gute Reisewoche ist – dazu kommt eine zweite Saison im tiefen Winter für alle, die Schnee suchen.

Das bayerische Wetter ist kontinental geprägt mit einem alpinen Einschlag im Süden: kalte, oft schneereiche Winter, ein spät startendes Frühjahr, warme Sommer mit Werten um 25 Grad und häufigen Nachmittagsgewittern in den Bergen sowie ein goldener, meist stabiler Herbst. Der Süden am Alpenrand ist kühler und deutlich niederschlagsreicher als der trockenere fränkische Norden. Eine Besonderheit ist der Föhn, ein warmer Fallwind, der die Alpen an manchen Tagen gestochen scharf bis nach München heranrücken lässt. Die Werte unten gelten für München; in den Bergen liegt es kühler, in Franken im Sommer oft ein, zwei Grad wärmer.

Jan3°-3°Skisaison, kalt
Feb5°-3°Winterwandern, Schnee
Mär10°0°Übergang, Schneereste
Apr15°4°wechselhaft, erstes Grün
Mai20°8°grüne Almen, ideal
Jun23°11°warm, lange Tage
Jul25°13°Badesaison, Gewitter
Aug24°13°warm, voll an Seen
Sep20°9°Wiesn, klare Bergsicht
Okt14°5°goldener Herbst
Nov7°1°grau, ruhig
Dez4°-2°Weihnachtsmärkte, Schnee

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Bayern hängt vom Plan ab. Für Wandern, Seen und Städte sind Mai, Juni und September bis Mitte Oktober ideal: warm genug fürs Bad im Chiemsee, kühl genug für den Aufstieg, dazu klare Bergsicht und im September die Wiesn. Der Hochsommer Juli und August ist am verlässlichsten warm, aber an den Seen und Alpenzielen voll und mit Nachmittagsgewittern in den Bergen. Wer Schnee und Ski sucht, kommt von Dezember bis Februar in die Alpen; im Advent lohnen die Weihnachtsmärkte von Nürnberg bis München.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Bayern

Wie viele Tage braucht man für Bayern?
Für einen ersten Überblick plane eine Woche: zwei Tage München, ein Tag Neuschwanstein und Umgebung, ein Tag Zugspitze oder eine Alpenwanderung, dazu ein bis zwei Tage Seen und einen Abstecher nach Franken. Mit zehn bis vierzehn Tagen kombinierst du Alpen, Seen und die fränkischen Städte, ohne täglich umziehen zu müssen.
Braucht man in Bayern ein Auto?
Für Städte und die Alpenorte an der Bahn nicht – München, Nürnberg, Regensburg, Garmisch, Berchtesgaden und der Chiemsee sind per Bahn gut erreichbar, das Deutschlandticket deckt den gesamten Nahverkehr ab. Für die Romantische Straße, die fränkischen Weinorte und die Passstraßen der Alpenstraße ist ein Auto aber klar praktischer.
Wann ist die beste Reisezeit für Bayern?
Mai, Juni und September bis Mitte Oktober für Wandern, Seen und Städte: 18 bis 25 Grad, grüne Almen oder goldener Herbst und weniger Andrang als im Hochsommer. Für den Badeurlaub an den Seen sind Juli und August am wärmsten, für Ski und Winterwandern die Monate Dezember bis Februar in den Alpen.
Muss man Tickets für Neuschwanstein vorab buchen?
Ja, unbedingt in der Saison. Karten gibt es nur über das Ticket Center in Hohenschwangau oder online im Vorverkauf, und die Vormittagsslots sind oft Tage im Voraus vergeben. Reserviere vorab ein Zeitfenster, plane den steilen Fußweg zum Schloss ein, und geh für den Fotoblick früh oder abends auf die Marienbrücke.
Welche Seen in Bayern eignen sich zum Baden?
Zum Baden sind Chiemsee, Tegernsee, Schliersee, Walchensee, Staffelsee sowie Starnberger See und Ammersee vor den Toren Münchens ideal. Der Chiemsee ist mit flachen Ufern besonders familientauglich. Der Königssee dagegen ist Naturschutzgebiet und kein Badesee – dort verkehren nur leise Elektroboote zur Kirche St. Bartholomä.
Wie kommt man auf die Zugspitze?
Zur Zugspitze führen zwei Wege: die Zahnradbahn ab Garmisch-Partenkirchen durch den Berg und über das Zugspitzplatt, oder die moderne Seilbahn direkt vom Eibsee zum Gipfel in wenigen Minuten. Oben auf 2.962 Metern steht das goldene Gipfelkreuz mit Rundblick über vier Länder. Feste Kleidung mitnehmen – oben ist es auch im Sommer kalt.
Lohnt sich Franken bei einer Bayern-Reise?
Sehr. Franken im Norden bietet mit Würzburg, Bamberg, Nürnberg und Rothenburg ob der Tauber einige der besten Altstädte Deutschlands, dazu Frankenwein statt Bier und in Oberfranken die höchste Brauereidichte der Welt. Es ist der kulturell dichteste, von vielen Alpen-Reisenden übersehene Teil Bayerns – ideal für einen zwei- bis dreitägigen Abstecher.
Ist Bayern gut für einen Urlaub mit Kindern?
Ja, Bayern ist familienfreundlich: Badeseen wie der Chiemsee mit flachen Ufern, der Urlaub auf dem Bauernhof mit Tieren, die Bootsfahrt über den Königssee, das Deutsche Museum in München und einfache Wanderungen wie die Partnachklamm funktionieren gut mit Kindern. Halte die Fahretappen kurz und plane pro Tag nur ein größeres Ziel ein.
Was sind typische bayerische Gerichte?
Klassiker sind Schweinsbraten mit Knödel, Schweinshaxe, Leberkäse, die vormittags gegessene Weißwurst mit süßem Senf und Brezn, dazu Weißbier. In Franken kommt das Schäufele mit Klößen auf den Tisch, dazu dunkles Bier oder Frankenwein. Süß geht es mit Kaiserschmarrn und Apfelstrudel weiter – das klassische Essen auf den Berghütten.
Wann ist das Oktoberfest in München?
Das Oktoberfest läuft trotz des Namens überwiegend im September und endet Anfang Oktober; es dauert gut zwei Wochen auf der Theresienwiese. In dieser Zeit sind Münchner Hotels früh ausgebucht und deutlich teurer. Wer die Wiesn nicht als Reiseziel hat, meidet diese Wochen für einen entspannten Städtetrip oder weicht auf das Umland aus.
Welche Königsschlösser kann man besichtigen?
Drei Schlösser Ludwigs II. sind zu besichtigen: Neuschwanstein bei Füssen als weltbekannte Ikone, das kleine, vollendete Rokoko-Schloss Linderhof im Graswangtal und Herrenchiemsee auf der autofreien Insel im Chiemsee, Ludwigs unvollendete Versailles-Hommage. Alle nur mit Führung, Zeitfenster in der Hauptsaison vorab buchen, drinnen meist Fotografierverbot.
Kommt man ohne Auto in die Bayerischen Alpen?
Ja. Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Oberammergau, der Tegernsee, Bad Reichenhall und Berchtesgaden sind per Bahn erreichbar, vor Ort bringen Wanderbusse und Bergbahnen dich in die Täler und auf die Gipfel. Mit Deutschlandticket und Gästekarte reist du günstig – nur für die abgelegenen Passstraßen der Alpenstraße bleibt der Mietwagen bequemer.
BayernZwischen den Kalkwänden der Alpen, den Königsschlössern über den Voralpenseen und den fränkischen Fachwerkstädten liegt Deutschlands größtes Bundesland.

Der Reisebrief

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