Regensburg ist eine Zeitmaschine in Stein. Während andere deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, kam die Altstadt an der Donau weitgehend unversehrt davon – und so wandelt man hier durch ein nahezu vollständig erhaltenes mittelalterliches Stadtbild mit über tausend denkmalgeschützten Bauten. Die UNESCO hat die Altstadt mit Stadtamhof folgerichtig zum Welterbe erklärt. Das Wahrzeichen ist die Steinerne Brücke, eine im 12. Jahrhundert erbaute Bogenbrücke über die Donau, die jahrhundertelang als technisches Meisterwerk galt und ein Vorbild für viele Brückenbauten Europas war. Direkt an ihrem Fuß steht die Historische Wurstkuchl, in der seit Jahrhunderten Regensburger Bratwürste über Buchenholz gegrillt werden – ein Imbiss mit Tradition, der zu den ältesten Garküchen der Welt zählt. Über den Dächern thront der Regensburger Dom St. Peter, das bedeutendste gotische Bauwerk Bayerns, dessen filigrane Doppeltürme von weitem grüßen. In ihm singen die Regensburger Domspatzen, einer der ältesten Knabenchöre der Welt. Rund um den Dom verliert man sich in einem Geflecht aus engen Gassen, verwinkelten Plätzen und den schmalen Geschlechtertürmen, die wohlhabende Patrizierfamilien einst nach italienischem Vorbild errichteten – Regensburg trug nicht umsonst den Beinamen „nördlichste Stadt Italiens“. Heute ist Regensburg dank seiner Universität eine junge, lebendige Stadt. In den Innenhöfen und an der Donaupromenade sitzen Studenten neben Touristen, in den Cafés der Altstadt mischt sich mittelalterliche Kulisse mit modernem Leben. Wer am Abend ein kühles Bier am Donauufer trinkt, mit Blick auf die beleuchteten Brückenbögen, versteht schnell, warum diese Stadt zu den schönsten Bayerns zählt.
