Stadt · Deutschland

Regensburg

Vom Chor des Doms bis zum Brückturm sind es keine fünf Gehminuten, und dazwischen steht mehr unverbautes Mittelalter als in jeder anderen deutschen Großstadt.

Überblick

Deine Regensburg-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai bis September ist die beste Reisezeit: mild, mit Leben an der Donaupromenade und vielen Festen. Besonders schön ist Regensburg im Spätsommer und Frühherbst, wenn es ruhiger wird. Im Advent verwandeln die Weihnachtsmärkte – darunter der romantische Markt im Schlosshof Thurn und Taxis – die Altstadt in eine Kulisse wie aus einem Märchen.
Über Regensburg

Reisen nach Regensburg

Regensburg ist die einzige authentisch erhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands – die Altstadt blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont, rund tausend denkmalgeschützte Bauten drängen sich hier auf engem Raum, seit 2006 gemeinsam mit Stadtamhof als UNESCO-Welterbe geführt. Über die Donau spannt sich die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert, an ihrem Südufer glimmt seit Jahrhunderten der Buchenholzgrill der Historischen Wurstkuchl, und ein paar Schritte weiter ragen die Türme des gotischen Doms St. Peter über die Dächer, in dem die Regensburger Domspatzen singen. Dazwischen stehen Geschlechtertürme nach italienischem Vorbild, die Porta Praetoria als Rest des römischen Legionslagers Castra Regina, der Reichssaal im Alten Rathaus, in dem von 1663 bis 1806 der Immerwährende Reichstag tagte, und das Schloss der Fürsten von Thurn und Taxis in der ehemaligen Reichsabtei St. Emmeram. Weil rund 30.000 Studierende in der Stadt leben, bleibt die Altstadt abends kein Freilichtmuseum, sondern füllt sich in den Biergärten am Wasser, den Kneipen der Gassen und auf den Donauinseln.

Regensburg – Karte
Reiseführer

Regensburg von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Am Fuß der Steinernen Brücke zieht Rauch vom Buchenholzgrill über den Weg, oben auf dem Bogen stehen Leute im Gegenlicht und fotografieren die Domtürme, und darunter schiebt sich ein Kabinenschiff flussabwärts. Regensburg braucht für diesen Auftritt keine Inszenierung. Die Altstadt kam fast unversehrt durch den Zweiten Weltkrieg, und was hier steht, steht seit 500, seit 800, an manchen Ecken seit 1800 Jahren. Bewohnt wird das trotzdem, und abends sind die Gassen voll mit Leuten, die hier ihre Wege gehen und nicht dem Welterbe hinterherlaufen.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Regensburg

Die Altstadt misst rund anderthalb Kilometer von West nach Ost – zwischen Dom, Rathaus und Steinerner Brücke läufst du trotzdem nirgends länger als zehn Minuten.

Der Dom St. Peter zieht jede Gasse der Altstadt auf sich und gilt als bedeutendste gotische Kathedrale Bayerns. Gebaut wurde ab dem späten 13. Jahrhundert auf den Resten romanischer Vorgängerbauten; die durchbrochenen Turmhelme wurden erst zwischen 1859 und 1869 auf die mittelalterlichen Westtürme gesetzt – eine Vollendung, die König Ludwig I. angestoßen hatte. Deshalb wirkt die Fassade oben jünger und schärfer geschnitten als unten. Im Inneren lohnen vor allem die mittelalterlichen Glasfenster im Chor und die Verkündigungsgruppe an den Vierungspfeilern mit dem lachenden Engel Gabriel, entstanden gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Wer die Regensburger Domspatzen hören will, kommt sonntagvormittags zum Kapitelamt; in den Schulferien singt der Chor nicht, ein Blick auf den Terminplan vorab spart den vergeblichen Weg.

Zweihundert Schritte nördlich beginnt die Steinerne Brücke, gebaut zwischen 1135 und 1146 und über Jahrhunderte der einzige feste Donauübergang weit und breit. Sie hat Regensburg reich gemacht, weil jeder Fernhändler zwischen Nürnberg und Wien hier hinüber musste, und sie war ein technisches Wunder ihrer Zeit – Vorbild für Brückenbauten in halb Europa. Für Autos ist die Brücke seit 1997 gesperrt, Busse und Taxis fuhren noch bis 2008 – seither gehört sie Fußgängern und Radfahrern. Am Südufer stehen der wuchtige Salzstadel mit dem Welterbe-Besucherzentrum, an dessen Wand die Hochwassermarken vergangener Donaufluten eingetragen sind, der Brückturm, der ein kleines Museum beherbergt – die Öffnungszeiten sind begrenzt, ein Blick auf den aktuellen Plan lohnt –, und die Historische Wurstkuchl, deren Grill schon rauchte, als die Brücke noch neu war.

Das Alte Rathaus am Rathausplatz ist der politisch gewichtigste Bau der Stadt. Im Reichssaal tagte von 1663 bis 1806 der Immerwährende Reichstag, das Dauerparlament des Heiligen Römischen Reiches – Regensburg war damit über fast anderthalb Jahrhunderte die diplomatische Adresse Mitteleuropas. Zu sehen ist das nur mit Führung, die dich unter der originalen Holzdecke von 1408 durch Kurfürstenzimmer und Kurie und danach hinunter in die Fragstatt führt, die mittelalterliche Verhörkammer im Keller. Karten und Termine gibt es bei der Tourist-Information, die im selben Gebäude sitzt; an Wochenenden solltest du früh am Tag da sein.

Den Rest der Altstadt erwanderst du am besten ohne Ziel. Am Watmarkt steht der Baumburger Turm, an der Wahlenstraße der neungeschossige Goldene Turm, und ein paar Schritte weiter, an der Ecke Goliathstraße/Watmarkt, zieht sich das Fresko am Goliathhaus aus dem 16. Jahrhundert über die ganze Fassade – David legt gerade an. Der Haidplatz mit dem Gasthof Goldenes Kreuz war die Bühne der großen Auftritte: Hier logierte Kaiser Karl V., hier lernte er Barbara Blomberg kennen, deren Sohn Don Juan de Austria 1547 in Regensburg zur Welt kam. Und unter dem Neupfarrplatz liegt in der Ausgrabung document Neupfarrplatz das mittelalterliche jüdische Viertel, das die Stadt 1519 zerstören ließ – oben markiert die weiße Bodenskulptur von Dani Karavan den Grundriss der einstigen Synagoge.

Rundgang & Tagesplan

Regensburg an einem Tag – ein Rundgang durch die Altstadt

Ein voller Tag reicht für die Altstadt, wenn du am Dom anfängst und die Brücke fürs Abendlicht aufhebst.

Starte am Domplatz, solange die Reisegruppen noch nicht angerollt sind. Erst der Dom mit den Chorfenstern, anschließend die Domführung, denn Kreuzgang, Allerheiligenkapelle und der Alte Dom St. Stephan sind ausschließlich mit Führung zugänglich – die Termine hängen am Domplatz aus. Danach das Domschatzmuseum im angrenzenden Bischofshof. Direkt hinter dem Dom, an der Ecke Unter den Schwibbögen, steckt die Porta Praetoria in der Hauswand – das Nordtor des römischen Legionslagers von 179 nach Christus, eines der ältesten aufrecht stehenden Bauwerke Deutschlands. Von dort sind es zwei Minuten nach Süden zum Neupfarrplatz, wo unter dem Pflaster das jüdische Viertel liegt und darüber am Vormittag der Obst- und Gemüsemarkt aufgebaut ist.

Weiter nach Westen über den Haidplatz mit dem Goldenen Kreuz zum Arnulfsplatz, wo mit dem Kneitinger eine der klassischen Brauereigaststätten der Stadt sitzt – ein guter Ort für die Mittagspause, wenn du danach noch etwas vorhast, denn die Portionen sind bayerisch bemessen. Anschließend nordwärts an die Donau und am Ufer zurück nach Osten: Der Weg führt an der Wurstkuchl vorbei, und spätestens hier ist klar, warum die Schlange davor zum Stadtbild gehört. Wer nicht anstehen will, kommt außerhalb der Mittagszeit wieder oder isst am späten Nachmittag.

Für den Nachmittag hast du die Wahl zwischen Geschichte drinnen und Stadt draußen. Das Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt erzählt seit 2019 die Landesgeschichte ab 1800 und funktioniert auch für Kinder gut; das Historische Museum im ehemaligen Minoritenkloster deckt die Stadtgeschichte von den Römern bis zur Reichsstadt ab. Wer lieber läuft, hängt stattdessen Schloss Thurn und Taxis an – vom Neupfarrplatz zehn Minuten nach Süden, Kreuzgang und Schatzkammer dort füllen locker zwei Stunden. Beides an einem Tag geht sich nur aus, wenn du früh dran bist.

Den Abend gehören Brücke und Wasser. Geh im schrägen Licht hinüber nach Stadtamhof, dreh dich auf halber Strecke um und sieh dir an, wie sich Salzstadel, Brückturm und Domtürme hintereinander staffeln. Drüben sitzt man im Spitalgarten unter Kastanien am Wasser, mit Blick zurück auf die Altstadt. Wer zwei Tage hat, nimmt am nächsten Vormittag Schloss Thurn und Taxis oder das Museum, das gestern liegen geblieben ist, und fährt nachmittags per Schiff oder Bus hinaus zur Walhalla. Bleibt ein dritter Tag, gehört er dem Donaudurchbruch bei Weltenburg: Zille durch die Felsenenge, Klosterbiergarten am Wasser, abends zurück in die Gassen.

Römer & Museen

Römisches Erbe und die Museen in Regensburg

Unter dem Pflaster der Altstadt liegt ein komplettes römisches Legionslager, und an mehreren Stellen kannst du hineinsehen.

Historische Wurstkuchl
Historische Wurstkuchl

Regensburg beginnt im Jahr 179, als unter Kaiser Marc Aurel am Zusammenfluss von Donau und Regen das Legionslager Castra Regina entstand – eine Steinfestung für rund 6.000 Mann, deren rechtwinkliger Grundriss bis heute den Zuschnitt der halben Altstadt bestimmt. Wer darauf achtet, erkennt das Raster an den auffällig rechtwinklig laufenden Straßen im mittleren und östlichen Altstadtteil zwischen Dom, Altem Kornmarkt und Dachauplatz; westlich davon, um Haidplatz und Arnulfsplatz, wuchs die Stadt erst im Mittelalter außerhalb der Lagermauer weiter – und blieb dort verwinkelt. Sichtbar wird das Lager an der Porta Praetoria hinter dem Bischofshof, dem Nordtor und einzigen weitgehend erhaltenen Legionslagertor nördlich der Alpen, und an den Mauerresten, die an mehreren Stellen in Kellern und Tiefgaragen konserviert wurden – der eindrücklichste Abschnitt der Ostmauer steckt im Parkhaus am Dachauplatz, die Lagerecken sind am Ernst-Reuter-Platz im Südosten und am Hunnenplatz im Nordosten zu sehen.

Die drei Ausgrabungen unter dem Titel document sind Regensburgs eigenwilligster Museumstyp – kleine, kalte, sehr eindrückliche Untergeschosse. document Neupfarrplatz führt in das jüdische Viertel, das bis zur Vertreibung von 1519 hier stand, mitsamt Fundamenten der Synagoge und Kellern der Wohnhäuser; document Niedermünster zeigt die Schichtung von Römerzeit, frühem Christentum und Herzogsgrablege übereinander. Diese beiden siehst du ausschließlich mit Führung und zu festen Terminen – buche sie vorab über die Tourist-Information im Alten Rathaus. Die document Legionslagermauer im Parkhaus am Dachauplatz ist dagegen frei zugänglich: Du kommst während der Öffnungszeiten des Parkhauses ohne Anmeldung an den konservierten Abschnitt der römischen Umfassung heran, ebenso an die Lagerecken am Hunnenplatz und am Ernst-Reuter-Platz.

Oberirdisch führt das Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt die Liste an, betrieben vom Haus der Bayerischen Geschichte des Freistaats. Der Neubau von 2019 setzt bei 1800 ein, arbeitet mit viel Film, Objekten aus dem Alltag und einem begehbaren Zeitstrahl und ist damit das zugänglichste Museum der Stadt – gut geeignet für Familien und für Regentage. Gleich nebenan liegt das Donau-Ufer mit Blick auf die Brücke, sodass sich beides zu einem Nachmittag verbinden lässt. Das Historische Museum im ehemaligen Minoritenkloster ist stiller und traditioneller, hat dafür aber die römischen Funde, die mittelalterliche Kunst und die Reichsstadtgeschichte an einem Ort.

Für spezielle Interessen lohnen zwei kleinere Häuser. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie zeigt Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts aus den historischen deutschen Ostgebieten sowie aus Mittelosteuropa und bleibt dabei angenehm leer – derzeit allerdings nur eingeschränkt zu sehen. Wegen der Sanierung des Grafiktrakts bleiben Teile der Dauerausstellung geschlossen, die neu konzipierte Dauerausstellung soll erst Mitte 2027 wieder öffnen, während die Sonderausstellungen weiterlaufen. Und das Kepler-Gedächtnishaus erinnert daran, dass Johannes Kepler 1630 in Regensburg starb – er war zum Kurfürstentag angereist, um ausstehende Gehälter einzutreiben, und kam nicht mehr weg. Das Haus ist winzig, seit der Sanierung aber barrierefrei erschlossen, neu konzipiert und an Wochenenden und Feiertagen regulär geöffnet; eine Führung läuft am Nachmittag – die aktuellen Zeiten stehen auf den Seiten der Stadt, prüfe sie vor dem Weg dorthin. Danach siehst du die Stadt kurz als das, was sie damals war: der Ort, an dem sich das Reich traf und an dem man Leute treffen konnte, die man sonst nirgends fand.

Schloss & Residenz

Schloss Thurn und Taxis und die Reichsabtei St. Emmeram

Das größte privat bewohnte Schloss Deutschlands steht keine zehn Gehminuten vom Dom entfernt, mitten in der Altstadt.

Schloss Thurn und Taxis
Schloss Thurn und Taxis

Die Fürsten von Thurn und Taxis wurden mit einem Monopol reich, das heute selbstverständlich klingt und damals eine Sensation war – dem Postwesen des Heiligen Römischen Reiches. Als das Haus 1748 die Prinzipalkommissare des Immerwährenden Reichstags stellte, verlegte es seinen Sitz nach Regensburg; die Gebäude der 1803 säkularisierten Benediktiner-Reichsabtei St. Emmeram kamen 1812 als Entschädigung für das verlorene Postmonopol hinzu. Aus den Klosterflügeln wurde eine Residenz mit mehreren hundert Räumen, und die Familie wohnt bis heute darin. Genau das begrenzt den Zugang – die Prunkräume siehst du nur im Rahmen einer Führung.

Der Höhepunkt ist der Kreuzgang von St. Emmeram, dessen älteste Teile in die Romanik zurückreichen und der im Sommer als kühler, stiller Rundgang funktioniert, während draußen die Altstadt kocht. Die Fürstliche Schatzkammer im Marstall zeigt Porzellan, Silber, Gold- und Emailarbeiten aus mehreren Jahrhunderten Sammeltätigkeit, das Marstallmuseum die dazugehörigen Kutschen und Schlitten. Die Basilika St. Emmeram nebenan ist frei zugänglich und lohnt für sich: barockisiert von den Brüdern Asam, mit einer der ältesten erhaltenen Krypten Bayerns unter dem Chor.

Praktisch heißt das: Prüfe vor dem Besuch, welche Bereiche gerade geöffnet sind und wann Führungen laufen, denn das ändert sich saisonal und rund um Veranstaltungen der Familie. Im Juli wird der Schlosshof zur Bühne der Thurn und Taxis Schlossfestspiele, im Advent verwandelt der Romantische Weihnachtsmarkt das Areal in einen kostenpflichtigen, sehr aufwendig ausgestatteten Markt, für den Besucher aus ganz Süddeutschland anreisen. In beiden Zeiträumen sind Teile des Schlosses für den normalen Museumsbetrieb nicht zugänglich.

Stadtviertel

Regensburgs Viertel im UNESCO-Welterbe von der Altstadt bis Stadtamhof

Die Donau teilt die Stadt in zwei sehr ungleiche Hälften, und dazwischen liegen zwei bewohnte Inseln.

Steinerne Brücke
Steinerne Brücke

Die Altstadt südlich des Flusses ist der Kern und praktisch das gesamte Welterbe. Sie zerfällt in zwei Stimmungen: Der westliche Teil um Haidplatz, Arnulfsplatz und Bismarckplatz mit dem Theater ist bürgerlicher, breiter angelegt und hat die Wirtshäuser mit den langen Traditionen. Der östliche Teil rund um Watmarkt, Ostengasse und das erhaltene Ostentor ist kleinteiliger und studentischer, mit kleinen Läden, Cafés und Kneipen, die erst spät voll werden. Wer zum ersten Mal in Regensburg ist, wohnt am besten irgendwo dazwischen – von jedem Punkt der Altstadt bist du in einer Viertelstunde überall.

Nördlich der Brücke beginnt Stadtamhof, bis ins 20. Jahrhundert eine eigenständige Stadt und deshalb ausdrücklich Teil des Welterbe-Titels. Eine einzige Hauptstraße, farbig verputzte Bürgerhäuser, dahinter Gärten bis ans Wasser – der Ort ist so klein, dass du ihn in zwanzig Minuten durchquert hast, und trotzdem sitzt hier mit dem Spitalgarten einer der schönsten Biergärten der Stadt. Am östlichen Ende liegt der Dultplatz, auf dem im Frühjahr und im Spätsommer das Volksfest aufbaut. Zum Übernachten ist Stadtamhof die ruhige Alternative mit dem besten Blick zurück auf die Altstadt.

Zwischen Altstadt und Stadtamhof liegt der Obere Wöhrd, eine bewohnte Insel mitten im Strom; flussabwärts östlich der Brücke schließt der Untere Wöhrd an, den du über die Eiserne Brücke erreichst. Der Untere Wöhrd ist wohnlicher und trägt entlang der Wöhrdstraße Wohnhäuser und die Jugendherberge; am Ostende des Oberen Wöhrd, direkt oberhalb der Steinernen Brücke, liegt die Jahninsel, der Sommertreffpunkt der Stadt: Kiesufer, Grillstellen, Blick auf die Brückenbögen. Ans Nordufer kommst du von beiden Inseln auch ohne Umweg über die Steinerne Brücke – vom Unteren Wöhrd führt der Grieser Steg hinüber nach Gries östlich von Stadtamhof, vom Oberen Wöhrd der Pfaffensteiner Steg Richtung Pfaffenstein. Für Reisende sind die Wöhrde ohnehin weniger Abkürzung als Aufenthalt: zehn Minuten vom Dom entfernt, und trotzdem sitzt hier niemand mehr mit Stadtplan.

Außerhalb des historischen Rings wird Regensburg schnell normale Großstadt, mit zwei relevanten Ausnahmen. Im Süden liegen auf dem Galgenberg die Universität und die Ostbayerische Technische Hochschule, ein weitläufiges Campusgelände aus den 1960er-Jahren, das dem Viertel und der ganzen Stadt ihr junges Publikum liefert. Und direkt östlich der Altstadt ist auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik mit dem Candis ein neues Wohn- und Bürostadtviertel entstanden – für Besucher wenig ergiebig, aber die Erklärung dafür, warum Hotelzimmer in diesem Randbereich oft deutlich günstiger sind als in den Gassen.

Übernachten

Hotels in Regensburg und die passende Lage für deinen Aufenthalt

An Sommervormittagen legen die Flusskreuzfahrer an und für drei Stunden gehören die Gassen den Gruppen – wer über Nacht bleibt, bekommt die Altstadt danach zurück.

Die zentralste Lage ist der Ring aus Gassen zwischen Dom, Rathausplatz und Haidplatz. Hier wohnst du in Häusern, die selbst Teil des Welterbes sind – etwa im Hotel Orphée, das seine Zimmer auf mehrere historische Gebäude in der Altstadt verteilt und dessen französisches Café zu den Institutionen der Stadt gehört, oder im Bischofshof am Dom, wo Hotel, Brauereigaststätte und Biergarten im ehemaligen bischöflichen Palais zusammenkommen. Der Preis dieser Lage ist der Lärm: An Wochenenden und in Festzeiten ist in den Gassen bis spät Betrieb. Frag beim Buchen nach einem Zimmer zum Innenhof.

Wasser statt Gassen bekommst du auf den Inseln. Das Sorat Insel-Hotel auf dem Oberen Wöhrd sitzt gleich neben der Steinernen Brücke in einer umgebauten Mühle direkt am Strom, mit Blick auf die Altstadtsilhouette und einem Fußweg von wenigen Minuten über die Brücke ins Zentrum. Nach Stadtamhof auf der Nordseite gilt dasselbe Prinzip: gleiche Nähe, deutlich mehr Ruhe, und abends der beste Blick zurück. Wer mit dem Auto anreist, fährt hier außerdem entspannter hin als in die weitgehend gesperrten Altstadtgassen, in denen fast kein Haus einen eigenen Stellplatz hat.

Günstiger wird es rund um den Hauptbahnhof und in den Vierteln östlich und südlich der Altstadt. Vom Bahnhof läufst du in etwa zehn Minuten in die Fußgängerzone, das ist für eine Städtereise völlig praktikabel, und die Kettenhotels dort haben in aller Regel eine eigene Tiefgarage. Für Familien und längere Aufenthalte lohnt der Blick auf Apartments in den Wohnvierteln nahe dem Donauufer – Regensburg ist klein genug, dass zwei Kilometer Abstand zum Dom keinen Zeitverlust bedeuten, sondern nur einen anderen Weg zum Frühstücksbäcker. Über alle Lagen hinweg liegen Übernachtung und Wirtshausessen spürbar unter Münchner Niveau.

Bei der Terminwahl entscheidet weniger die Saison als der Kalender. An den Adventswochenenden, während der Dult im Frühjahr und im Spätsommer, zu den Schlossfestspielen im Juli und an Wochenenden mit großen Kongressen ziehen die Preise deutlich an und die zentralen Häuser sind früh ausgebucht. Umgekehrt bekommst du unter der Woche im November, Januar oder Februar dieselben Zimmer spürbar günstiger, und die Altstadt ist dann so leer, wie sie im Sommer nie ist. Wer flexibel ist, legt den Städtetrip auf Dienstag bis Donnerstag.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Regensburg und was an der Donau auf den Tisch kommt

Die berühmteste Adresse der Stadt ist eine Garküche am Brückenfuß, in der seit Jahrhunderten dasselbe über Buchenholzglut liegt – bestellt wird nach Stückzahl, reserviert wird nicht.

Die Historische Wurstkuchl am Fuß der Steinernen Brücke gilt als eine der ältesten durchgehend betriebenen Garküchen Europas und macht bis heute genau das, wofür sie da ist: kleine Regensburger Bratwürste über Buchenholzglut, dazu hausgemachter süßer Senf und Sauerkraut, bestellt nach Stückzahl. Drinnen ist es eng und heiß, draußen stehst du an, und beides gehört dazu. Der Trick ist die Uhrzeit – zwischen zwölf und zwei staut sich die Schlange bis zum Salzstadel, um halb elf am Vormittag oder gegen sechzehn Uhr bekommst du meist sofort einen Platz. Bargeld ist hier wie in einigen anderen Traditionswirtschaften der Stadt die sicherere Wahl.

Zum Trinken hat Regensburg eine eigene Brauereilandschaft, die kleiner ist als die Nürnbergs oder Münchens und dafür geschlossener. Der Kneitinger am Arnulfsplatz ist die klassische Brauereigaststätte mit dunklen Holzbänken und einem dunklen Bockbier, dessen Anstich am ersten Donnerstag im Oktober in der Stadt ein Termin ist – der Zug mit dem Ziegengespann zieht dafür vom Arnulfsplatz los. Der Spitalgarten in Stadtamhof gehört zur Brauerei des Katharinenspitals, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, und ist der Biergarten mit dem besten Wasserblick. Der Bischofshof am Dom deckt die Altstadtvariante ab, mit Biergarten im Innenhof direkt an der römischen Mauer. Dazu kommen Weltenburger und andere Klosterbiere aus dem Umland auf fast jede Karte.

Gehoben wird in Regensburg vor allem klein gekocht. Das Storstad am Watmarkt sitzt in einem Turmhaus über den Altstadtdächern, hält seit Jahren einen Michelin-Stern und ist die Adresse für den Abend, für den du dich umziehst – reserviere weit im Voraus. Eine Stufe darunter arbeitet die Bistro- und Wirtshausebene sehr verlässlich: das Café Orphée in der Unteren Bachgasse als französisches Bistro mit Spiegeln, roten Bänken und langen Öffnungszeiten, das Haus Heuport gegenüber dem Dom in einem gotischen Patrizierhaus mit dem vielleicht besten Fensterplatz der Stadt. Auch hier gilt für Freitag und Samstag: ohne Reservierung wird es knapp.

Regional heißt in Regensburg altbayerisch mit Donauakzent. Auf den Karten stehen Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und dunkler Soße, Radi in dünnen Spiralen mit Salz, Obatzda zur Brezn, Weißwürste, die traditionell vor zwölf Uhr gegessen werden, und im Herbst Zwiebelrostbraten und Wild aus dem Bayerischen Wald. Als Nachtisch tauchen Dampfnudeln mit Vanillesoße auf, süß und so groß, dass sich zwei Leute eine teilen sollten. Und weil die Universität auf dem Galgenberg jedes Semester ein junges Publikum in die Stadt spült, findest du dazwischen eine ungewöhnlich dichte Auswahl an günstigen internationalen Küchen, vor allem im östlichen Altstadtteil rund um die Ostengasse.

Ausflüge an der Donau

Ausflüge ab Regensburg zur Walhalla und in den Donaudurchbruch

Die beiden lohnendsten Ziele der Umgebung liegen flussauf und flussab, und beide erreichst du im Sommer per Schiff.

Rund zehn Kilometer donauabwärts steht bei Donaustauf die Walhalla über dem Tal – ein dorischer Marmortempel nach dem Vorbild des Parthenon, den Leo von Klenze zwischen 1830 und 1842 für König Ludwig I. baute. Drinnen reihen sich Büsten und Gedenktafeln bedeutender Persönlichkeiten deutscher Sprache, die Sammlung wird bis heute erweitert. Der eigentliche Effekt liegt aber draußen: Vom Portikus über der langen Marmortreppe blickst du weit über die Donauschleifen und die Ebene bis zum Bayerischen Wald. In der Saison fahren Ausflugsschiffe ab der Anlegestelle bei der Steinernen Brücke hin und zurück, sonst kommst du mit Bus oder Auto.

In die andere Richtung, gut 30 Kilometer flussaufwärts, liegt der Donaudurchbruch bei Weltenburg – die spektakulärste Flussstrecke Bayerns, an der sich die Donau auf wenige Dutzend Meter Breite zwischen bis zu 80 Meter hohe Kalkfelsen zwängt. Befahren wird die Enge mit Zillen ab Kelheim; am Ende wartet das Kloster Weltenburg, dessen Kirche von den Brüdern Asam ausgestattet wurde und dessen Klosterbrauerei als älteste der Welt gilt. Im Biergarten am Wasser sitzt du danach zwischen Radfahrern, Wanderern und Tagesgästen. Oberhalb von Kelheim krönt die Befreiungshalle den Michelsberg, ebenfalls ein Bau aus der Zeit Ludwigs I.

Wer keine große Fahrt will, bleibt am Fluss. Der Donauradweg führt mitten durch Regensburg, und beide Richtungen funktionieren als Halbtagestour auf flachem Untergrund – ostwärts nach Donaustauf unter der Walhalla, westwärts nach Bad Abbach mit seinen Thermalquellen. Räder leihst du in der Stadt, die Wege sind durchgehend beschildert. Kurz und wirkungsvoll ist außerdem die Strudelrundfahrt der Personenschifffahrt direkt an der Altstadt, die durch die Brückenbögen fährt und dir in einer knappen Stunde zeigt, warum die Steinerne Brücke jahrhundertelang als Meisterwerk galt.

Für einen ganzen Tag lohnen zwei Städte im Umkreis. Straubing liegt eine gute halbe Stunde donauabwärts und hat mit dem Stadtturm am langgestreckten Marktplatz und dem Gäubodenmuseum, in dem der römische Schatzfund von Straubing liegt, mehr zu bieten, als seine Größe vermuten lässt. Landshut, etwa eine Stunde südlich, setzt mit der Landshuter Hochzeit alle vier Jahre eines der größten Mittelalterfeste Europas in Szene und trägt in St. Martin den höchsten Backsteinkirchturm der Welt. Beide erreichst du auch ohne Auto mit der Bahn.

Anreise & vor Ort

Anreise nach Regensburg und Parken in der Altstadt

Vom Hauptbahnhof bis zum Dom läufst du gut zehn Minuten, und damit hast du die halbe Stadt schon gesehen.

Mit der Bahn ist Regensburg unkompliziert erreichbar. Aus München brauchst du je nach Zug etwa anderthalb Stunden, aus Nürnberg rund eine Stunde, Richtung Passau und weiter nach Österreich liegt die Stadt ebenfalls an der durchgehenden Linie. Neben den Fernzügen fahren Regionalzüge verschiedener Anbieter, und für Reisen innerhalb Bayerns lohnt fast immer ein Blick auf das Bayernticket, das für mehrere Personen gemeinsam gilt. Der Hauptbahnhof liegt südlich der Altstadt; du gehst durch die Fußgängerzone nach Norden und stehst nach zehn bis zwölf Minuten am Dom.

Mit dem Auto kommst du über die A3 zwischen Nürnberg und Passau oder über die A93 von Hof beziehungsweise aus Richtung München. Die Altstadt selbst ist für Durchgangsverkehr weitgehend gesperrt, eng und einbahnstraßenverwinkelt – fahr gar nicht erst hinein, sondern steuere gleich eines der Parkhäuser am Rand des Zentrums an, etwa am Dachauplatz im Osten, am Petersweg im Süden, am Arnulfsplatz im Westen oder die Tiefgarage am Donaumarkt beim Museum der Bayerischen Geschichte. Von jedem dieser Punkte sind es wenige Gehminuten in die Gassen. Wer länger bleibt, fährt günstiger auf einen ausgeschilderten Park-and-Ride-Platz am Stadtrand und nimmt den Bus.

In der Stadt selbst brauchst du kein Verkehrsmittel. Die Altstadt misst rund anderthalb Kilometer von West nach Ost und ist fast vollständig Fußgängerzone oder verkehrsberuhigt; jede Sehenswürdigkeit liegt in Gehweite der nächsten. Fürs Umland ist das Fahrrad die beste Wahl, weil der Donauradweg direkt durch die Stadt führt und beide Ufer durchgehend befahrbar sind. Nimm festes Schuhwerk mit – das historische Kopfsteinpflaster ist unregelmäßig, und mit Kinderwagen oder Rollkoffer wird es in manchen Gassen zur Übung.

Zwei Hinweise zum Schluss. Erstens gibt es keinen eigenen Flughafen; die nächstgelegenen sind München und Nürnberg, von beiden fährst du gut eineinhalb Stunden mit dem Auto oder nimmst die Bahn über die jeweilige Innenstadt. Zweitens ist Regensburg ein fester Halt der Donau-Flusskreuzfahrten, weshalb an manchen Sommervormittagen mehrere hundert Gäste gleichzeitig in die Altstadt strömen. Wenn du zwischen zehn und dreizehn Uhr am Domplatz auffällig viele Gruppen siehst, dreh die Reihenfolge deines Tages einfach um und geh zuerst in die Museen.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Feste & Veranstaltungen

Dult, Bürgerfest und die Weihnachtsmärkte in Regensburg

Dult, Bürgerfest und die Adventsmärkte verschieben den Takt der Stadt für jeweils ein paar Tage – vor der Buchung lohnt der Blick, welches davon gerade läuft.

Die Dult ist Regensburgs Volksfest und findet zweimal jährlich auf dem Dultplatz in Stadtamhof statt, im Frühjahr als Maidult und im Spätsommer als Herbstdult. Das ist kein Oktoberfest im Kleinformat, sondern deutlich familiärer: Bierzelte der örtlichen Brauereien, Fahrgeschäfte, Krammarkt und ein Publikum, das überwiegend aus der Stadt und dem Umland kommt. Weil der Platz direkt hinter der Steinernen Brücke liegt, kannst du den Abend problemlos mit einem Altstadtbummel verbinden. Die genauen Termine verschieben sich jedes Jahr, ein Blick in den Veranstaltungskalender vor der Buchung lohnt sich.

Alle zwei Jahre übernimmt an einem Wochenende im Sommer das Bürgerfest die komplette Altstadt – Bühnen auf den Plätzen, Programm in Höfen, die Gassen voll bis in die Nacht. Wer Trubel mag, plant genau darum herum; wer eine ruhige Städtereise vorhat, meidet dieses Wochenende, denn ausweichen kannst du innerhalb der Mauern nirgendwohin. Im Juli kommen die Thurn und Taxis Schlossfestspiele im Schlosshof von St. Emmeram und das Jazzweekend dazu, bei dem an mehreren Tagen auf Plätzen und in Innenhöfen gespielt wird, ohne dass du eine Karte brauchst.

Der Advent ist die zweite Hochsaison. Auf dem Neupfarrplatz steht der klassische Christkindlmarkt, am Haidplatz der kleinere, kunsthandwerklich geprägte Lucrezia-Markt, und im Schlosshof von Thurn und Taxis läuft der Romantische Weihnachtsmarkt, für den Eintritt verlangt wird und der mit Kostümen, Feuerstellen und aufwendiger Beleuchtung deutlich inszenierter ist als die städtischen Märkte. An den Adventswochenenden sind Hotels früh ausgebucht und die Züge aus München und Nürnberg voll – unter der Woche im Dezember hast du dieselben Märkte bei halber Besucherzahl.

Wenn du die Stadt in ihrem Normalzustand erleben willst, wählst du eine gewöhnliche Woche im Mai, Juni oder September. Dann sind die Biergärten offen, die Donauschiffe fahren, die Museen sind zugänglich, und in den Gassen bist du abends mit Regensburgern unterwegs statt mit Gruppen. Zwischen einem Dultabend im Bierzelt und einer Januargasse, in der dir zwischen Dom und Brücke drei Leute begegnen und der Nebel über der Donau steht, liegen zwei völlig verschiedene Städte. Entscheide vor der Buchung, welche du meinst.

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Regensburg im Jahreslauf

Regensburg liegt im Donautal auf rund 340 Metern, was warme Sommertage bringt und im Winter klare, kalte Nächte.

Das Klima in Regensburg ist gemäßigt mit deutlich kontinentalem Einschlag – die Winter sind kälter und die Sommer wärmer als im westlichen Deutschland, und im Donautal hängt an Herbstmorgen häufig Nebel, der sich meist bis zum Mittag auflöst. Sommergewitter ziehen schnell durch, halten den Nachmittag aber selten komplett auf. Wichtiger als das Thermometer ist für die Planung der Veranstaltungskalender: Dult, Bürgerfest und die Adventsmärkte verändern Preise und Andrang stärker als jedes Wetter, und weil sich die gesamte Altstadt zu Fuß erledigen lässt, rettet ein Schirm auch einen Regentag.

Jan3°-3°kalt und klar, leere Gassen
Feb5°-3°still, gute Museumszeit
Mär10°0°erste Sonnenplätze am Wasser
Apr15°3°wechselhaft, Biergärten öffnen
Mai20°8°lange Abende, Maidult
Jun23°11°Hochsaison an der Donau
Jul25°13°warm, Schlossfestspiele
Aug25°13°heiß, Herbstdult zum Ende
Sep20°9°mild und ruhiger
Okt14°5°goldenes Licht, Nebelmorgen
Nov8°1°grau, Museen und Wirtshäuser
Dez4°-2°Christkindlmarkt und Schlossmarkt

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Regensburg sind Mai, Juni und September. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 23 Grad, die Biergärten an der Donau haben geöffnet, die Ausflugsschiffe zur Walhalla fahren, und die Abende sind lang genug für einen Gang über die Steinerne Brücke im letzten Licht. Der Juli und der August sind warm und funktionieren gut, bringen aber die vollsten Vormittage, weil dann die Flusskreuzfahrten Station machen. Der Dezember ist eine bewusste Entscheidung für die Weihnachtsmärkte, und November bis Februar gehören denen, die die Altstadt fast für sich haben wollen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Regensburg

Wie viele Tage sollte man für Regensburg einplanen?
Ein voller Tag reicht für die Altstadt mit Dom, Altem Rathaus, Steinerner Brücke und Stadtamhof. Zwei Tage sind die bessere Wahl, weil dann Schloss Thurn und Taxis, das Museum der Bayerischen Geschichte und eine Donaufahrt dazupassen. Bei drei Tagen kommt ein Ausflug zur Walhalla oder in den Donaudurchbruch bei Weltenburg hinzu.
Warum ist Regensburg UNESCO-Welterbe?
Weil die Altstadt als einzige mittelalterliche Großstadt Deutschlands weitgehend original erhalten geblieben ist. Die UNESCO nahm sie 2006 gemeinsam mit Stadtamhof in die Welterbeliste auf und begründete das mit rund tausend Baudenkmälern auf engem Raum, dem Bestand an Geschlechtertürmen nach oberitalienischem Vorbild und der Rolle Regensburgs als Handelsdrehscheibe und Tagungsort des Immerwährenden Reichstags. Sichtbar wird das an der Steinernen Brücke, am Dom St. Peter und an den Resten des römischen Legionslagers Castra Regina.
Wo parkt man in Regensburg am besten?
Nicht in der Altstadt, die ist eng, verwinkelt und weitgehend gesperrt. Steuere direkt eines der Parkhäuser am Rand des Zentrums an, etwa am Dachauplatz, am Petersweg, am Arnulfsplatz oder die Tiefgarage am Donaumarkt – von überall sind es wenige Gehminuten. Bei längerem Aufenthalt fährst du günstiger auf einen ausgeschilderten Park-and-Ride-Platz und nimmst den Bus.
Wie kommt man von München nach Regensburg?
Mit der Bahn dauert die Fahrt je nach Verbindung etwa anderthalb Stunden, tagsüber gibt es regelmäßige Direktzüge; innerhalb Bayerns lohnt sich oft das Bayernticket, besonders zu zweit oder mit Familie. Mit dem Auto rechnest du über die A93 mit gut einer Stunde bis anderthalb Stunden. Ein eigener Flughafen existiert nicht, der nächste ist München.
Wann singen die Regensburger Domspatzen im Dom?
In der Regel beim sonntäglichen Kapitelamt am Vormittag sowie an hohen Feiertagen. In den bayerischen Schulferien singt der Chor nicht, und Konzerttermine wechseln – schau vor dem Besuch in den aktuellen Terminplan des Doms. Der Gottesdienst ist kostenlos zugänglich, für einen guten Platz solltest du deutlich vor Beginn da sein.
Kann man Schloss Thurn und Taxis besichtigen?
Ja, allerdings nicht frei. Die Familie wohnt bis heute im Schloss, die Prunkräume sind deshalb nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Separat besuchen kannst du den romanisch-gotischen Kreuzgang von St. Emmeram, die Fürstliche Schatzkammer und das Marstallmuseum. Öffnungszeiten und Führungstermine wechseln saisonal und während der Schlossfestspiele im Juli.
Wie kommt man von Regensburg zur Walhalla?
Der schönste Weg führt in der Saison per Ausflugsschiff donauabwärts nach Donaustauf, mit Rückfahrt am selben Tag. Ganzjährig funktionieren Bus und Auto, die Fahrt dauert rund 20 bis 30 Minuten. Vom Anleger an der Donau steigst du über die lange Freitreppe hinauf; vom Parkplatz oberhalb führt ein stufenloser Weg in wenigen Minuten zum Eingang. Der Blick über die Donauschleifen von oben ist der eigentliche Grund für den Ausflug.
In welchem Viertel wohnt man in Regensburg am besten?
Mitten in der Altstadt bist du überall in Gehweite, musst an Wochenenden aber mit nächtlichem Lärm in den Gassen rechnen. Stadtamhof nördlich der Brücke und die Donauinseln bieten dieselbe Nähe bei deutlich mehr Ruhe und dem besseren Blick. Rund um den Hauptbahnhof wohnst du günstiger und läufst trotzdem nur zehn Minuten zum Dom.
Was isst man in Regensburg typischerweise?
Zuerst die kleinen Regensburger Bratwürste vom Buchenholzgrill mit süßem Senf und Sauerkraut. Dazu altbayerische Wirtshausküche mit Schweinsbraten und Kartoffelknödel, Radi, Obatzda zur Brezn und Weißwürsten, die traditionell vor zwölf Uhr auf den Tisch kommen. Als Nachtisch Dampfnudeln mit Vanillesoße. Getrunken wird Bier der örtlichen Brauereien oder ein Klosterbier aus dem Umland.
Was kann man in Regensburg bei Regen machen?
Die Stadt ist dafür gut ausgestattet. Das Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt füllt einen halben Tag, das Historische Museum im ehemaligen Minoritenkloster deckt Römer bis Reichsstadt ab. Dazu die Führung durch den Reichssaal im Alten Rathaus, die unterirdischen document-Ausgrabungen, das Domschatzmuseum und am Nachmittag eine Brauereigaststätte mit langer Karte.
Lohnt sich Regensburg mit Kindern?
Ja, weil alles zu Fuß erreichbar ist und die Wege kurz bleiben. Gut funktionieren die Schifffahrt durch die Brückenbögen, das Museum der Bayerischen Geschichte mit seinen Medienstationen, die Folterkammer unter dem Alten Rathaus und die Bratwürste an der Donau. Denk an feste Schuhe – das historische Kopfsteinpflaster ist unregelmäßig und für Kinderwagen mühsam.
Darf man mit dem Auto über die Steinerne Brücke fahren?
Nein. Seit 1997 ist die Brücke für Autos gesperrt, Busse und Taxis fuhren noch bis 2008 – seither ist sie vollständig autofrei und gehört Fußgängern und Radfahrern. Genau das macht sie zum besten Aussichtspunkt der Stadt, besonders am frühen Morgen und im Abendlicht, wenn sich Salzstadel, Brückturm und Domtürme hintereinander staffeln. Für die Donauquerung mit dem Auto nutzt du die Straßenbrücken weiter östlich und westlich.
Wo sitzt man in Regensburg abends am Wasser?
Auf der Nordseite im Spitalgarten in Stadtamhof, mit Kastanien über den Bänken und Blick zurück auf die Altstadt. Auf der Südseite reihen sich die Terrassen am Marc-Aurel-Ufer und an der Thundorferstraße unterhalb des Salzstadels direkt am Wasser. Und die Jahninsel am Ostende des Oberen Wöhrd ist der Ort, an dem sich die Stadt an Sommerabenden selbst trifft – Kiesufer, Grillstellen, Blick auf die Brückenbögen.
Ist Regensburg im Advent überlaufen?
An den Wochenenden ja, vor allem wegen des Romantischen Weihnachtsmarkts im Schlosshof von Thurn und Taxis, für den Besucher aus ganz Süddeutschland anreisen. Hotels sind dann früh ausgebucht und teurer. Unter der Woche im Dezember erlebst du dieselben Märkte – dazu den Christkindlmarkt am Neupfarrplatz und den Lucrezia-Markt am Haidplatz – bei deutlich weniger Andrang.

Entdecken

Sehenswürdigkeiten in Regensburg die großen Höhepunkte und die stillen Entdeckungen

Noch keine Sehenswürdigkeiten hinterlegt.

Übernachten

Hotels in Regensburg zum Ankommen und Wohlfühlen

Noch keine Hotels hinterlegt.

Genießen

Restaurants in Regensburg wo die Stadt am besten schmeckt

Noch keine Restaurants hinterlegt.

Erleben

Aktivitäten & Touren in Regensburg Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben

Noch keine Aktivitäten hinterlegt.

RegensburgVom Chor des Doms bis zum Brückturm sind es keine fünf Gehminuten, und dazwischen steht mehr unverbautes Mittelalter als in jeder anderen deutschen Großstadt.

Der Reisebrief

Ein Ziel, ein Preisfund, ein Plan — mehr nicht.

Einmal im Monat: wohin es sich gerade lohnt — mit geprüftem Preis und fertigem Plan.

Kostenlos & jederzeit abbestellbar — Anmeldung mit Bestätigungs-Mail.

Reise buchen

Deine Regensburg-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter. Warum wir empfehlen, was wir empfehlen

Keine Lust zu suchen? Sag uns Budget und Reisezeit — wir stellen dir Regensburg zusammen.

Persönliches Angebot anfragen →
Reiseplaner

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen