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Augsburg

Mitten in der Altstadt laufen die Kanäle offen zwischen den Häusern durch, und hinter einer Mauer von 1521 kostet die Jahresmiete bis heute 88 Cent.

Überblick

Deine Augsburg-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Die schönste Reisezeit ist von Mai bis September, wenn die Brunnen sprudeln und Cafés ihre Tische an die Maximilianstraße stellen. Höhepunkt ist Anfang August rund um das Hohe Friedensfest am 8. August; der Dezember verwandelt den Rathausplatz in einen stimmungsvollen Christkindlesmarkt.
Über Augsburg

Reisen nach Augsburg

Augsburg ist die drittgrößte Stadt Bayerns und eine der ältesten Deutschlands – um 15 v. Chr. legten die Römer hier Augusta Vindelicum an, den nördlichen Endpunkt der Via Claudia Augusta über die Alpen. Sichtbar ist heute vor allem, was danach kam. Die Fuggerei von 1521 ist die älteste noch bewohnte Sozialsiedlung der Welt, in der bedürftige Augsburger für 0,88 Euro Jahresmiete und drei tägliche Gebete wohnen. Im Rathaus von Elias Holl liegt der Goldene Saal, die Maximilianstraße zieht als ungewöhnlich breite Handelsachse mit drei Renaissance-Prachtbrunnen nach Süden auf die Basilika St. Ulrich und Afra zu, und über allem liegt ein Netz aus Kanälen, Wassertürmen und Wasserwerken, das die Stadt seit dem Mittelalter mit getrenntem Trink- und Brauchwasser versorgt und seit 2019 zum UNESCO-Welterbe gehört. Dazu die Prophetenfenster im Dom, das Textilviertel mit dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum, die Augsburger Puppenkiste im Heilig-Geist-Spital und ein Stadtwald, der südlich der Altstadt in die Lechauen übergeht. Von München sind es 30 bis 45 Bahnminuten.

Augsburg – Karte
Reiseführer

Augsburg von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Am Rathausplatz plätschert der Augustusbrunnen von 1594, und zwei Gassen weiter hörst du plötzlich noch viel mehr Wasser. Im Lechviertel laufen die Kanäle offen zwischen den Häusern durch, unter Werkstätten hindurch und an Haustüren vorbei, so beiläufig, dass die Augsburger sie kaum noch bemerken. Genau daran erkennt man diese Stadt – sie trägt zweitausend Jahre Geschichte, ein Welterbe und die älteste bewohnte Sozialsiedlung der Welt mit einer Selbstverständlichkeit, für die andere Städte Eintritt verlangen würden. Von München sind es dreißig Bahnminuten, und trotzdem fahren die meisten Gäste einfach vorbei.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Augsburg

Vom Rathausplatz aus liegt fast alles in einem Umkreis von einem Kilometer – nur Fuggerei und Rotes Tor kosten dich jeweils zehn Gehminuten extra.

Der Rathausplatz ist der Bezugspunkt für alles Weitere. Elias Holl baute das Rathaus zwischen 1615 und 1624 als einen der bedeutendsten profanen Renaissancebauten nördlich der Alpen, und im Inneren liegt der Goldene Saal mit seiner vergoldeten Kassettendecke, den gemalten Wandbildern und einer Raumhöhe, die jeden Besucher erst einmal nach oben schauen lässt. 1944 brannte der Saal bis auf die Mauern aus, die Wiederherstellung zog sich über Jahrzehnte und war erst zur 2000-Jahr-Feier der Stadt 1985 abgeschlossen. Der Besuch dauert keine halbe Stunde, und davor sprudelt der Augustusbrunnen von 1594 mit der Bronzefigur jenes Kaisers, nach dem Augsburg benannt ist.

Gleich neben dem Rathaus steht der rund 70 Meter hohe Perlachturm, ursprünglich ein romanischer Wachturm, den Elias Holl später aufstockte. Der Aufstieg ist derzeit nicht möglich – der Turm wird von Grund auf saniert, Uhrwerk und Turmzwiebel wurden dafür 2025 abgenommen, und geöffnet werden soll er nach jetzigem Stand erst im Herbst 2027. Von Süden führt die Maximilianstraße auf den Platz zu, breiter als jede andere Altstadtstraße der Region, weil hier jahrhundertelang Handel getrieben und Markt gehalten wurde. In ihrer Achse stehen mit dem Merkurbrunnen und dem Herkulesbrunnen zwei weitere Prachtbrunnen von Adriaen de Vries – was du draußen siehst, sind Kopien, die Originalfiguren stehen im Maximilianmuseum unter einem gläsernen Hofdach.

Auf halber Höhe der Maximilianstraße öffnet sich das Schaezlerpalais, ein Stadtpalais eines Bankiers mit einem Rokoko-Festsaal, in dem 1770 die junge Marie Antoinette auf ihrer Reise nach Frankreich tanzte. Im Haus hängt die Deutsche Barockgalerie, in der angrenzenden ehemaligen Katharinenkirche die Staatsgalerie Altdeutsche Meister mit Werken von Albrecht Dürer und Hans Holbein dem Älteren. Ein paar Schritte weiter liegen die Fuggerhäuser mit dem Damenhof, einem italienisch anmutenden Arkadenhof von 1515, und ganz am Südende schließt die Basilika St. Ulrich und Afra den Straßenraum ab. Direkt davor steht die kleinere evangelische Ulrichskirche – zwei Konfessionen Wand an Wand, ein Bild, das nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 seine eigene Logik hat.

Nördlich des Rathauses beginnt das Domviertel. Der Dom Mariä Heimsuchung vereint romanische und gotische Bauteile, im Obergaden des Langhauses sitzen die Prophetenfenster, die als die ältesten erhaltenen figürlichen Glasmalereien der Welt gelten; die romanischen Bronzetürflügel sind heute im Diözesanmuseum St. Afra nebenan zu sehen. In der Fußgängerzone steht St. Anna mit der Fuggerkapelle von 1509 bis 1512, oft als früheste Renaissance-Architektur Deutschlands bezeichnet, dazu die Lutherstiege mit einer kleinen Ausstellung zu Martin Luthers Aufenthalt in Augsburg im Jahr 1518. Im Süden markieren das Rote Tor mit den Wassertürmen und Elias Holls Zeughaus die Stationen, die auf keiner Runde fehlen sollten.

Fuggerei

Die Fuggerei in Augsburg, älteste Sozialsiedlung der Welt

0,88 Euro Jahresmiete und drei Gebete am Tag – das ist keine museale Nachstellung, sondern gilt hier seit 1521 unverändert.

Fuggerei
Fuggerei

Jakob Fugger, genannt der Reiche, stiftete die Fuggerei 1521 für Augsburger Bürger, die unverschuldet in Not geraten waren. Die Bedingungen von damals gelten bis heute fast wörtlich: Wer einziehen will, muss katholisch sein, seit mindestens zwei Jahren in Augsburg leben und bedürftig sein. Die Jahresmiete beträgt einen Rheinischen Gulden, umgerechnet 0,88 Euro, dazu kommen Nebenkosten. Und statt einer Gegenleistung in Geld sprechen die Bewohner täglich drei Gebete für den Stifter und seine Familie. Rund 150 Menschen wohnen so hinter den Mauern, in einer Siedlung, die eine eigene Kirche, eine eigene Verwaltung und einen eigenen Rhythmus hat.

Was du beim Besuch siehst, ist deshalb ein Wohnviertel und kein Freilichtmuseum. Hinter dem Tor an der Jakoberstraße öffnen sich acht schmale Gassen mit ockergelben Häusern, Vorgärten, Bänken und Wäscheleinen; jede Wohnung hat einen eigenen Eingang, weil Jakob Fugger den Bewohnern die Würde einer eigenen Haustür lassen wollte. Zugänglich sind eine historisch eingerichtete Schauwohnung, eine moderne Musterwohnung, das Fuggereimuseum und der Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg – bei den Bombenangriffen im Februar 1944 wurde die Siedlung zum größten Teil zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Für alles zusammen brauchst du gut eine Stunde.

Zwei Dinge machen den Besuch besser. Erstens die Uhrzeit: Vormittags und am späten Nachmittag ist es deutlich ruhiger als zur Mittagszeit, wenn die Gruppen kommen. Zweitens die Haltung – hier wohnen Menschen, die Gassen sind ihr Vorgarten, also nicht in Fenster schauen und nicht auf die Treppen setzen. Die Tore werden abends geschlossen, wer später kommt, klingelt beim Torwart, so wie es seit Jahrhunderten gehandhabt wird. Und wenn du länger bleibst, lohnt der Blick auf die Details: Neben jeder Tür sitzt ein anders geformter, handgeschmiedeter Klingelzug, an dem die Bewohner ihre Wohnung in den unbeleuchteten Gassen ertasten konnten.

Der eigentliche Reiz liegt im Kontrast. Jakob Fugger finanzierte Kaiserwahlen, kontrollierte europäischen Kupfer- und Silberhandel und war zu seiner Zeit vermutlich der reichste Mann des Kontinents – und stiftete zugleich eine Siedlung, deren Miete er bewusst symbolisch festlegte. Getragen wird sie bis heute von den Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen, im Wesentlichen aus dem Ertrag von Wald- und Immobilienbesitz, nicht aus Steuergeld. Wer verstehen will, warum Augsburg im 16. Jahrhundert eine europäische Metropole war, versteht es hier schneller als in jedem Museum – und danach ist der Weg zurück in die Maximilianstraße mit den Fuggerhäusern nur ein Kilometer.

UNESCO-Welterbe Wasser

Augsburg als UNESCO-Welterbe und die Wasserwirtschaft der Stadt

Seit 2019 steht kein einzelnes Bauwerk auf der Welterbeliste, sondern ein ganzes System aus 22 Objekten quer durch die Stadt.

Wassertürme am Roten Tor
Wassertürme am Roten Tor

Der Grund für die Auszeichnung ist eine technische Idee, die Augsburg seit dem Mittelalter verfolgt: die strikte Trennung von Trinkwasser und Brauchwasser. Das Wasser aus Lech und Wertach wurde über Kanäle in die Stadt geleitet, trieb Mühlen, Hämmer und später Turbinen an; das Trinkwasser kam getrennt davon aus Quellen im Süden und wurde über Wassertürme und Druckleitungen verteilt. Diese Trennung war zu einer Zeit, in der andere Städte an verseuchten Brunnen litten, ein handfester Standortvorteil – und sie ist bis heute in Betrieb, weshalb das Welterbe hier kein Denkmal ist, sondern Infrastruktur.

Das dichteste Stück davon steht am Roten Tor. Dort drängen sich der Große und der Kleine Wasserturm, das Untere Brunnenwerk und das Brunnenmeisterhaus zu einem Ensemble, dessen ältester Turm bis ins frühe 15. Jahrhundert zurückreicht. Im Wasserwerk am Roten Tor kannst du die alten Pumpwerke und Wasserräder von innen ansehen, allerdings meist nur zu festen Öffnungszeiten oder mit Führung – vorher auf der Seite der Stadt nachsehen lohnt sich. Nördlich davon, in der Maximilianstraße, gehören auch die drei Prachtbrunnen zum Welterbe, weil sie nicht nur Zierde waren, sondern die öffentlichen Entnahmestellen des Trinkwassersystems markierten.

Der zweite Teil liegt draußen. Am Hochablass staut ein Wehr den Lech und leitet Wasser in den Kanalzug, der die Innenstadt bis heute speist; flussabwärts folgen Wasserkraftwerke aus der Zeit um 1900, von denen mehrere noch Strom liefern. Wer zu Fuß unterwegs ist, folgt am besten dem beschilderten Welterbe-Pfad – die Route verbindet Rotes Tor, Kanäle im Lechviertel, die Stadtmetzg von Elias Holl, unter deren Boden Kanalwasser die Fleischbänke kühlte, und die Brunnen der Maximilianstraße zu einem Rundgang von etwa zwei Stunden.

Am unmittelbarsten erlebst du das System aber im Lechviertel, dem alten Handwerkerquartier östlich der Maximilianstraße. Schon die Adressen erzählen davon: Oberer, Mittlerer und Unterer Lech heißen die Gassen nach den Kanalzügen, die in ihnen liegen, und dazwischen führen niedrige Stege über das Wasser. Färber, Gerber, Schmiede und Papiermacher brauchten die Wasserkraft und siedelten deshalb genau hier; in einem der schmalen Handwerkerhäuser Auf dem Rain wurde 1898 Bertolt Brecht geboren, sein Geburtshaus ist heute ein kleines Museum. Nimm dir eine Stunde, lauf ohne Karte am Wasser entlang bis zum Vogeltor oder zum Jakobertor und schau, wo der nächste Kanal wieder auftaucht – das ist die ehrlichste Form der Welterbe-Besichtigung, die diese Stadt zu bieten hat.

Rundgang & Tagesplan

Augsburg an einem Tag – ein Rundgang vom Rathausplatz zum Roten Tor

Vom Rathausplatz bis zum Roten Tor sind es keine zwei Kilometer, ein Tag reicht also für das Zentrum, wenn du ihn nicht auf Wegen verbringst.

Starte am Rathausplatz, bevor die Cafés die Stühle rausstellen. Zuerst hinauf in den Goldenen Saal, dessen hohe Fenster auf den Platz hinausgehen; den klassischen Blick von oben streichst du für diese Reise, denn der Perlachturm daneben ist wegen der Grundsanierung für Besucher gesperrt und soll erst im Herbst 2027 wieder öffnen. Danach ein paar Schritte nach Norden ins Domviertel, wo der Dom mit den Prophetenfenstern und dem alten Bischofshof steht und morgens noch kaum jemand unterwegs ist. Zurück über die Fußgängerzone kommst du an St. Anna vorbei, wo die Fuggerkapelle und die Lutherstiege zusammen kaum zwanzig Minuten kosten und den Rest des Tages historisch sortieren.

Anschließend nach Osten in die Jakobervorstadt zur Fuggerei. Plane dort eine gute Stunde ein, inklusive Schauwohnung, Museum und Bunker. Von der Fuggerei läufst du südwärts in das Lechviertel, wo die Kanäle offen zwischen den Häusern laufen – das ist der Abschnitt, den Tagesgäste am häufigsten auslassen und der die Stadt am besten erklärt. Wenn dir der Sinn nach Mittagessen steht, biegst du vorher zum Stadtmarkt ab, wo in der Fleisch- und der Viktualienhalle Dutzende Stände von Schwäbisch bis Vietnamesisch kochen und man an Stehtischen isst.

Am Nachmittag gehört die Maximilianstraße dir. Vom Merkurbrunnen aus arbeitest du dich nach Süden, mit einem Abstecher in den Damenhof der Fuggerhäuser und einem längeren Halt im Schaezlerpalais, dessen Rokokosaal und Gemäldegalerie zusammen leicht eine Stunde füllen. Am Straßenende folgen die Basilika St. Ulrich und Afra und die evangelische Ulrichskirche direkt davor. Von dort sind es zehn Minuten weiter zum Roten Tor mit den Wassertürmen, dem Kernstück des Welterbes, und zur Freilichtbühne, auf der im Sommer gespielt wird.

Für den Abend zurück Richtung Zentrum. Die Maximilianstraße ist im Sommer die Ausgehmeile der Stadt, mit Terrassen über die ganze Breite; ruhiger und oft besser isst man im Lechviertel oder rund um den Dom. Wer zwei Tage hat, hängt am nächsten Vormittag das Textilviertel mit dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum an und radelt nachmittags am Lech zum Hochablass. Bei drei Tagen passt ein Ausflug dazu, nach München, ins Naturschutzgebiet der Lechauen oder nordwärts über die Romantische Straße nach Donauwörth und Nördlingen.

Stadtviertel

Augsburgs Stadtviertel vom Lechviertel bis zum Textilviertel

Die Altstadt liegt auf einer Hochterrasse zwischen Lech und Wertach, und schon der Höhenunterschied sortiert die Viertel in obere und untere Stadt.

Goldener Saal im Rathaus
Goldener Saal im Rathaus

Oben, rund um Rathausplatz und Maximilianstraße, liegt die repräsentative Stadt der Patrizier, Kaufleute und Bischöfe. Hier stehen Rathaus, Dom, Zeughaus, Schaezlerpalais und die Fuggerhäuser, hier verlaufen die Fußgängerzonen mit dem Einzelhandel, und hier sitzt du abends auf den Terrassen der Maximilianstraße. Nördlich schließt das Domviertel an, ruhiger, mit dem Dom, dem Fronhof vor der einstigen Bischofsresidenz und dem Diözesanmuseum St. Afra. Wer zum ersten Mal nach Augsburg kommt und wenig Zeit hat, bewegt sich fast ausschließlich in diesem Rechteck von etwa einem Quadratkilometer.

Direkt darunter, im Osten, beginnt die untere Stadt mit dem Lechviertel und der Jakobervorstadt. Das ist historisch das Quartier der Handwerker, die Wasserkraft brauchten, und das erkennt man bis heute an den offenen Kanälen, den engen Gassen und den Stadttoren wie dem Vogeltor und dem Jakobertor. Die Fuggerei gehört ebenfalls hierher. Abends ist das Viertel deutlich leiser als die Maximilianstraße, gleichzeitig sitzen in den kleinen Häusern einige der interessanteren Weinstuben und Bars der Stadt – für Übernachtungen die charmante Alternative zur Hauptachse, mit fünf Gehminuten Weg ins Zentrum.

Südlich und östlich der Altstadt liegen zwei sehr unterschiedliche Nachbarn. Das Ulrichsviertel rund um die Basilika ist bürgerlich und ruhig; das Textilviertel jenseits des Vogeltors dagegen war Industriegebiet und ist heute Augsburgs Umbauzone. In den Backsteinhallen der ehemaligen Kammgarnspinnerei sitzt das Staatliche Textil- und Industriemuseum, im Glaspalast von 1910, einem frühen Stahlskelettbau, zeigt man Kunst der Moderne und der Gegenwart, dazwischen entstehen Lofts, Studios und Cafés. Wer Industriekultur mag, verbringt hier einen halben Tag, ohne dass es museal wirkt.

Westlich der Altstadt zieht sich das gründerzeitliche Bahnhofs- und Bismarckviertel bis zum Hauptbahnhof, mit breiten Straßen, Stuckfassaden und der Synagoge von 1917, in der das Jüdische Museum Augsburg Schwaben untergebracht ist; an der Schaezlerstraße steht dort im Ensemble mit Staatstheater und Justizgebäude auch die Staats- und Stadtbibliothek von 1893. Dahinter folgen die Stadtteile jenseits der Wertach, Pfersee und Oberhausen, und südwestlich das Antonsviertel mit dem zylindrischen Hotelturm von 1972 an der Kongresshalle, den in Augsburg alle nur den Maiskolben nennen. Diese Gegenden besuchst du nicht wegen der Sehenswürdigkeiten, sondern weil dort die Preise für Hotels und Essen spürbar unter denen der Altstadt liegen.

Übernachten

Hotels in Augsburg und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die meisten Besucher kommen für einen Tagesausflug aus München – wer bleibt, hat die Altstadt ab dem frühen Abend fast für sich.

Die erste Frage ist nicht die Kategorie, sondern die Seite der Stadt. Rund um Rathausplatz und Maximilianstraße wohnst du mitten im Geschehen, in Häusern, die häufig hinter historischen Fassaden stecken, und läufst zu allem in unter zehn Minuten; der Preis dafür ist Lärm an lauen Sommerabenden, wenn die Terrassen der Maximilianstraße voll sind. Das Bahnhofs- und Bismarckviertel im Westen ist die pragmatische Wahl für Bahnreisende und Autofahrer, mit größeren Häusern, mehr Parkplätzen und einem Fußweg von rund fünfzehn Minuten in die Altstadt.

Die dritte Option ist die untere Stadt. Im Lechviertel und in der Jakobervorstadt gibt es kleine, inhabergeführte Hotels und Pensionen in schmalen Altstadthäusern, oft leiser als am Rathausplatz und trotzdem in Gehweite zu Fuggerei, Dom und Maximilianstraße. Wer mit dem Auto anreist und vor allem die Umgebung erkunden will, findet im Textilviertel und in den südlichen Stadtteilen günstigere Zimmer mit besserer Anbindung an die Ausfallstraßen. Als Faustregel gilt: Innerhalb des Altstadtrings brauchst du kein Auto, außerhalb kein schlechtes Gewissen, eines zu haben.

Beim Datum lohnt ein Blick auf zwei Kalender. Der eigene Veranstaltungskalender der Stadt füllt die Häuser vor allem zum Frühjahrs- und Herbstplärrer, zum Hohen Friedensfest um den 8. August, an den Adventswochenenden und bei Messen und Kongressen. Dazu kommt der Münchner Kalender: Während des Oktoberfests und großer Messen in München weichen Besucher regelmäßig nach Augsburg aus, weil der Zug in einer halben Stunde hinfährt – dann ziehen auch hier die Preise an. Umgekehrt bekommst du unter der Woche im November, Januar oder Februar dieselben Zimmer deutlich günstiger.

Ein praktischer Punkt zum Schluss: Hotels in der Altstadt haben selten eigene Stellplätze, und der Kern ist von Fußgängerzonen, Einbahnstraßen und Umweltzone durchzogen. Frag beim Buchen nach einem Kontingent im nächstgelegenen Parkhaus, das ist meist günstiger als die reguläre Tageskarte. Wer nur eine Nacht bleibt und ohnehin per Bahn kommt, wohnt am bequemsten im Umkreis des Hauptbahnhofs oder direkt an einer der Tramlinien, die vom Königsplatz sternförmig in alle Stadtteile führen – vom Bahnhof bis zum Rathausplatz sind es zu Fuß etwa zwölf Minuten.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Essen & Trinken

Restaurants in Augsburg und die Küche zwischen Schwaben und Bayern

Augsburg liegt in Bayerisch-Schwaben, und das schmeckt man – hier gibt es Spätzle und Weißwurst am selben Tag.

Der beste Einstieg ist der Augsburger Stadtmarkt zwischen Annastraße und Fuggerstraße. In der Fleischhalle, der Viktualienhalle und den Gassen dazwischen stehen Metzger, Gemüsehändler, Käsestände und Dutzende kleine Küchen, an denen du von schwäbischen Klassikern über italienische Pasta bis zu vietnamesischen Suppen alles im Stehen oder an langen Tischen isst. Mittags ist der Markt der Treffpunkt der halben Innenstadt, an lauen Tagen zieht sich das bis in den Nachmittag. Beachte nur die Öffnungszeiten – sonntags ist der Markt geschlossen, und am späten Nachmittag räumen die Stände nach und nach ein.

Regional heißt in Augsburg schwäbisch-bayerisch. Käsespätzle mit gerösteten Zwiebeln, Zwiebelrostbraten, Krautkrapfen, Schupfnudeln und Dampfnudeln mit Vanillesoße stehen ebenso auf den Karten wie Schweinebraten und Weißwurst. Die lokale Spezialität aber ist ein Kuchen: der Zwetschgendatschi, ein flacher Hefeteigkuchen mit dicht gelegten Zwetschgen und Streuseln, den die Stadt so entschieden für sich reklamiert, dass Augsburg im Volksmund Datschiburg heißt. Im Spätsommer, wenn die Zwetschgen reif sind, liegt er in jeder Konditorei und auf jedem Marktstand – dazu Kaffee, und die Sache ist erledigt.

Beim Bier ist Augsburg eigenständiger, als es die Nähe zu München vermuten lässt. Mehrere Brauereien halten sich seit Jahrhunderten in der Stadt, allen voran Riegele, dessen Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen und dessen Wirtshaus gegenüber dem Hauptbahnhof liegt, dazu Thorbräu und Hasenbräu. Neben den klassischen Hellen und Weizen findest du hier ungewöhnlich viele Spezialbiere, die man sich im Flight erklären lassen kann. Wer lieber Wein trinkt, geht ins Lechviertel, wo mehrere kleine Weinstuben in Handwerkerhäusern sitzen und abends kaum ein Tisch frei bleibt, ohne dass es je laut wird.

Geografisch sortiert sich die Gastronomie klar. Die Maximilianstraße ist im Sommer die große Bühne mit Terrassen über die ganze Straßenbreite, gut für den Aperitif und den Blick, mittelmäßig fürs stille Abendessen. Das Lechviertel und die Gassen rund um den Dom sind die Adressen für kleine Küchen und Weinlokale, das Bahnhofs- und Bismarckviertel deckt Studentenpreise, internationale Küche und die späten Bars ab. Reserviere am Wochenende und an Festtagen unbedingt vorab – Augsburg ist keine Metropole, die Zahl der guten Tische ist überschaubar, und an Plärrer- oder Adventswochenenden sind sie früh vergeben.

Feste & Veranstaltungen

Hohes Friedensfest, Plärrer und der Christkindlesmarkt in Augsburg

Am 8. August hat Augsburg als einzige Stadt Deutschlands einen gesetzlichen Feiertag ganz für sich allein.

Das Hohe Friedensfest geht auf das Jahr 1650 zurück, als die evangelische Bevölkerung nach dem Dreißigjährigen Krieg die Wiederherstellung ihrer Rechte feierte. Daraus wurde ein Feiertag, der bis heute nur in Augsburg gilt – mit allen praktischen Folgen: Geschäfte und Behörden bleiben geschlossen, Museen haben teils eigene Regelungen, der Nahverkehr fährt nach Feiertagsplan. Dafür bespielt die Stadt die Wochen davor mit einem Programm aus Diskussionen, Konzerten und Stadtteilfesten, und auf dem Rathausplatz wird zur Friedenstafel gedeckt, an der alle Platz nehmen können. Wer am 8. August anreist, sollte den Einkaufsbummel neu planen und stattdessen mitfeiern.

Zweimal im Jahr übernimmt der Plärrer das größte Volksfest Bayerisch-Schwabens. Der Frühjahrsplärrer liegt meist um Ostern, der Herbstplärrer beginnt in der Regel Ende August; beide laufen etwa zwei Wochen auf dem Plärrergelände nordwestlich der Innenstadt, mit Bierzelten, Fahrgeschäften und einem Umzug zum Auftakt. Für Besucher heißt das kürzere Wege als beim Münchner Oktoberfest, ähnliche Stimmung und deutlich mehr Chancen auf einen Platz im Zelt. Die genauen Termine wechseln jedes Jahr, ein Blick in den städtischen Kalender vor der Buchung spart Überraschungen beim Hotelpreis.

Im Dezember verwandelt der Christkindlesmarkt den Rathausplatz in einen der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Die Besonderheit ist das Engelesspiel: An bestimmten Abenden erscheinen in den Fenstern der Rathausfassade Engel, dazu Bläsermusik über dem Platz – ein Bild, für das sich der Platz komplett füllt, also früh kommen und Kinder auf die Schultern. Gespielt wird derzeit nicht vom Perlachturm, der wegen der Sanierung eine Baustelle ohne Glocken und Uhr ist. Ein zweiter Termin für Familien ist das Turamichele am Michaelistag Ende September, wenn der Erzengel den Teufel so oft niederstößt, wie die Stunde schlägt; solange der Turm saniert wird, zeigt die Augsburger Puppenkiste das Turamichele-Stechen als Marionettenspiel auf dem Rathausplatz, zurück in die Turmluke soll es frühestens 2027.

Über das Jahr verteilt kommen kleinere, aber charakteristische Termine dazu. Das Brechtfestival erinnert im Spätwinter an den 1898 in Augsburg geborenen Bertolt Brecht, mit Theater, Lesungen und Musik an Orten in der ganzen Stadt. Im Sommer bespielt das Staatstheater die Freilichtbühne am Roten Tor, direkt neben den Wassertürmen, mit Oper und Musical unter freiem Himmel. Dazu kommen Stadtteilfeste, Konzerte im Hof des Zeughauses und die Spiele des FC Augsburg und der Augsburger Panther – wer für ein Spiel anreist, sollte das Hotel früh buchen, weil sich Sportwochenenden mit Festterminen gern überlagern.

Mit Kindern & im Grünen

Augsburg mit Kindern zwischen Puppenkiste, Zoo und Eiskanal

Kaum eine deutsche Stadt dieser Größe hat so viel für Kinder auf so kurzen Wegen – und der Stadtwald beginnt nach zehn Radminuten.

Die Augsburger Puppenkiste spielt seit den 1940er Jahren im Heilig-Geist-Spital, keine fünf Minuten vom Roten Tor entfernt, und ist bis heute ein echtes Marionettentheater mit festem Spielplan für Kinder und Erwachsene. Die Vorstellungen sind oft Wochen im Voraus ausverkauft, gerade in den Ferien und im Advent, also buchst du besser, sobald die Reise steht. Im selben Haus zeigt das Museum Die Kiste die Originalfiguren aus den Fernsehproduktionen, von Urmel bis Jim Knopf – das funktioniert auch spontan und auch dann, wenn keine Karten mehr zu bekommen sind.

Am südlichen Stadtrand liegen Zoo und Botanischer Garten direkt nebeneinander am Rand des Siebentischwaldes, verbunden durch einen kurzen Weg, sodass sich beide an einem Nachmittag verbinden lassen. Der Botanische Garten ist mit japanischem Garten, Gewächshäusern und weiten Rasenflächen auch für Erwachsene ein ruhiger Gegenpol zur Altstadt. Wer mit älteren Kindern unterwegs ist, fährt stattdessen zum Eiskanal an der Lechstaustufe: Die für die Olympischen Spiele 1972 gebaute Anlage war die erste künstliche Wildwasserstrecke der Welt, und wenn trainiert wird, schaust du den Kanuten vom Ufer aus direkt zu.

Der Lech selbst ist die beste Ausrede, ein Rad zu leihen. Vom Zentrum führt ein durchgehender Weg flussaufwärts zum Hochablass, jenem Wehr, das seit Jahrhunderten das Kanalsystem der Stadt speist – und von dort ein Stück flussabwärts zum Kuhsee, an dem im Sommer gebadet und gegrillt wird. Westlich des Lechs beginnt gleich hinter dem Hochablass der Stadtwald, ein ausgedehntes Auwaldgebiet mit Naturschutzstatus, in dem sich stundenlang laufen lässt, ohne die Hauptrichtung zu verlieren. Für die kleinere Runde reicht der Weg an den Kanälen entlang durchs Lechviertel, der auch mit Kinderwagen funktioniert.

Bleibt der Plan für Regentage, und der ist in Augsburg ungewöhnlich gut bestückt. Das Staatliche Textil- und Industriemuseum im Textilviertel lässt Webstühle laufen und ist eines der wenigen Technikmuseen, in denen Kinder wirklich etwas anfassen dürfen. Das Fugger und Welser Erlebnismuseum erzählt die Handelsgeschichte der Stadt mit Medienstationen, das Maximilianmuseum verwahrt die Originalfiguren der Prachtbrunnen, und für den ganz schlechten Tag gibt es das Naturmuseum sowie die Bäder der Stadt. Legoland Deutschland bei Günzburg liegt gut fünfzig Kilometer westlich und ist ab Augsburg ein klassischer Tagesausflug.

Anreise & Umgebung

Anreise nach Augsburg und Ausflüge in die Umgebung

Augsburg liegt an der Hauptbahn München–Stuttgart, und aus München bist du in einer halben Stunde da.

Mit der Bahn ist die Anreise unkompliziert: Fernzüge auf der Achse München–Stuttgart halten in Augsburg, aus München brauchst du je nach Zug rund 30 bis 45 Minuten, aus Ulm etwa 45 Minuten, aus Nürnberg gut anderthalb Stunden über Treuchtlingen oder Donauwörth. Das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs stammt aus den 1840er Jahren und gilt als ältester noch genutzter Großbahnhof Deutschlands; rund um das Areal wurde jahrelang umgebaut, plane deshalb beim Umsteigen ein paar Minuten Puffer ein. Vom Bahnhof läufst du in etwa zwölf Minuten zum Rathausplatz oder nimmst die Tram bis zum Königsplatz.

Mit dem Auto kommst du über die A8 zwischen München und Stuttgart; von München sind es rund 60 Kilometer, die je nach Verkehr in unter einer Stunde zu schaffen sind. In die Altstadt fährst du nicht hinein – der Kern ist Fußgängerzone, dazu gilt eine Umweltzone, und die Einbahnstraßen führen zuverlässig im Kreis. Steuere stattdessen eines der Parkhäuser am Altstadtrand an oder stelle den Wagen an einem Park-and-Ride-Platz an einer Tramlinie ab. Als Flughafen dient für Fernreisende München, gut hundert Kilometer entfernt, mit Bahn- und Busanbindung; der Augsburger Flugplatz spielt für Urlaubsreisen keine Rolle.

Vor Ort brauchst du meist nur Schuhe. Die Altstadt ist knapp einen Quadratkilometer groß, alles Wichtige liegt darin, und die wenigen weiteren Wege deckt das dichte Tramnetz ab, das sich am Königsplatz kreuzt – Tickets gelten im Verbund AVV, das Deutschlandticket ebenfalls. Für die grünen Ziele im Süden und Osten lohnt ein Leihrad, weil Lech und Kanäle durchgehende Wege ohne Steigung bieten. Wer die Stadt lieber erklärt bekommt, nimmt eine der Führungen, die an der Tourist-Information am Rathausplatz starten, von der klassischen Altstadtrunde bis zu Themenrundgängen zum Welterbe.

Für Ausflüge ist Augsburg eine gute Basis. München erreichst du in einer halben Stunde, Ulm mit dem Münster in gut 45 Minuten, beides ohne Umsteigen. Die Romantische Straße führt direkt durch die Stadt: nordwärts nach Donauwörth und ins mittelalterlich ummauerte Nördlingen im Rieskrater, südwärts über Landsberg am Lech Richtung Alpen, wo Wieskirche und die Königsschlösser liegen. Näher dran sind das Wittelsbacher Schloss im Nachbarstädtchen Friedberg, der Naturpark Augsburg–Westliche Wälder mit seinen Wanderwegen und das Lechfeld südlich der Stadt, auf dem 955 die Schlacht geschlagen wurde, die dem Stadtpatron Ulrich seinen Ruf einbrachte.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Augsburg mit Wetter und Festen im Jahreslauf

Augsburg liegt auf knapp 500 Metern zwischen Lech und Wertach, und das merkst du vor allem an den kühlen Nächten und den Gewittern im Hochsommer.

Das Klima in Augsburg ist gemäßigt mit spürbar kontinentalem Einschlag: kalte, oft trockene Winter mit Nachtfrost, ein zögerliches Frühjahr und Sommer, die tagsüber warm werden, aber selten schwül bleiben, weil die Nächte abkühlen. Die meisten Niederschläge fallen nicht im Herbst, sondern von Juni bis August, häufig als kurzes Nachmittagsgewitter über den Lechauen. Entscheidender als das Thermometer ist für die Reiseplanung der Kalender der Stadt, denn Plärrer, Friedensfest und Christkindlesmarkt verändern Andrang und Hotelpreise stärker als jedes Wetter.

Jan3°-3°kalt und klar, Museenzeit
Feb5°-3°ruhig, Brechtfestival
Mär10°0°erste Sonne, wenig los
Apr15°3°Frühjahrsplärrer meist um Ostern
Mai19°8°Kanäle, lange helle Abende
Jun23°11°warm, Freilichtbühne startet
Jul25°13°heiß, Gewitter am Nachmittag
Aug24°13°Friedensfest am 8., dann Plärrer
Sep20°9°mild, Turamichele Ende September
Okt14°5°goldener Stadtwald, ruhige Stadt
Nov8°1°grau, gut für Museen
Dez4°-2°Christkindlesmarkt mit Engelesspiel

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Augsburg sind Mai, Juni und September. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 19 und 23 Grad, die Terrassen an der Maximilianstraße sind bis in den späten Abend besetzt, Stadtwald und Lechradweg lassen sich ohne Hitze erkunden, und weder Plärrer noch Advent treiben die Hotelpreise nach oben. Juli und August sind warm, aber gewitteranfällig und durch Friedensfest und Herbstplärrer die vollste Zeit des Jahres. Dezember ist eine bewusste Entscheidung für den Christkindlesmarkt, und November eignet sich für alles, was drinnen stattfindet.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Augsburg

Wie viele Tage sollte man für Augsburg einplanen?
Ein voller Tag reicht für Goldenen Saal, Fuggerei, Maximilianstraße mit den Prachtbrunnen und den Dom, weil alles zu Fuß erreichbar ist. Zwei Tage sind die bessere Wahl, weil dann Lechviertel, Rotes Tor mit den Wassertürmen und ein Museum dazupassen. Bei drei Tagen kommen Textilviertel, Stadtwald und ein Ausflug in die Umgebung dazu.
Was sollte man in Augsburg auf keinen Fall auslassen?
Den Goldenen Saal im Rathaus, die Fuggerei mit Schauwohnung und Bunker, die Prophetenfenster im Dom und den Spaziergang durchs Lechviertel an den offenen Kanälen entlang. Dazu die drei Prachtbrunnen der Maximilianstraße und die Wassertürme am Roten Tor, das Kernstück des Welterbes. Im Spätsommer gehört ein Stück Zwetschgendatschi dazu.
Wie besucht man die Fuggerei in Augsburg?
Der Zugang führt über das Tor an der Jakoberstraße, das Ticket gilt für die Gassen, eine historische Schauwohnung, eine moderne Musterwohnung, das Museum und den Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Plane etwa eine Stunde ein und komm früh oder am späten Nachmittag. Denk daran, dass hier Menschen wohnen – nicht in Fenster schauen, nicht auf Treppen setzen.
Warum ist Augsburg UNESCO-Welterbe?
Seit 2019 steht die Augsburger Wasserwirtschaft mit 22 Einzelobjekten auf der Liste, nicht ein einzelnes Bauwerk. Ausgezeichnet wurde die seit dem Mittelalter durchgehaltene Trennung von Trink- und Brauchwasser mit Kanälen, Wassertürmen, Brunnenwerken, Wasserkraftwerken und den Prachtbrunnen. Am dichtesten siehst du das am Roten Tor und im Lechviertel.
Wie kommt man von München nach Augsburg?
Am schnellsten mit der Bahn: Fernzüge brauchen rund 30 Minuten, Regionalzüge etwa 45, und beide fahren tagsüber dicht getaktet. Mit dem Auto sind es gut 60 Kilometer über die A8. Für Gruppen lohnt oft das Bayern-Ticket, das Deutschlandticket gilt in allen Nahverkehrszügen und anschließend im Augsburger Verkehrsverbund weiter.
Wo parkt man in Augsburg am besten?
Nicht in der Altstadt. Der Kern ist Fußgängerzone mit Umweltzone und Einbahnstraßen, deshalb steuerst du eines der Parkhäuser am Altstadtrand an oder stellst den Wagen auf einem Park-and-Ride-Platz an einer Tramlinie ab. Viele Hotels haben Kontingente in einem nahen Parkhaus – danach beim Buchen fragen, das ist meist günstiger als der Tagestarif.
Was isst man in Augsburg typischerweise?
Bayerisch-schwäbisch, also Käsespätzle, Zwiebelrostbraten, Krautkrapfen und Dampfnudeln neben Schweinebraten und Weißwurst. Die eigentliche Spezialität ist der Zwetschgendatschi, ein flacher Hefeteigkuchen mit Zwetschgen und Streuseln, dem die Stadt ihren Spitznamen Datschiburg verdankt. Dazu Bier von Riegele, Thorbräu oder Hasenbräu.
In welchem Viertel wohnt man in Augsburg am besten?
Rund um Rathausplatz und Maximilianstraße bist du mitten im Geschehen, musst an Sommerabenden aber mit Terrassenlärm rechnen. Das Lechviertel und die Jakobervorstadt sind die ruhigere Altstadtvariante mit kurzen Wegen. Das Bahnhofs- und Bismarckviertel ist praktisch für Bahnreisende und Autofahrer und liegt eine Viertelstunde Fußweg vom Zentrum.
Was kann man in Augsburg bei Regen machen?
Die Stadt ist dafür gut ausgestattet: Goldener Saal, Schaezlerpalais mit Barockgalerie, Staatsgalerie Altdeutsche Meister, Maximilianmuseum, Fugger und Welser Erlebnismuseum, Jüdisches Museum in der Synagoge und das Textil- und Industriemuseum im Textilviertel. Für Kinder passen die Puppenkiste und das Museum Die Kiste, dazu die Hallen des Stadtmarkts.
Was kann man in Augsburg mit Kindern machen?
Die Augsburger Puppenkiste im Heilig-Geist-Spital spielt ganzjährig, Karten sind früh weg, das Museum Die Kiste zeigt die Originalmarionetten aus dem Fernsehen. Dazu Zoo und Botanischer Garten am Siebentischwald, Baden am Kuhsee, Radeln am Lech zum Hochablass und der Eiskanal von 1972. Legoland bei Günzburg liegt gut fünfzig Kilometer entfernt.
Wann ist die beste Reisezeit für Augsburg?
Mai, Juni und September mit Höchstwerten zwischen 19 und 23 Grad, langen Abenden und moderaten Preisen. Juli und August sind warm, aber gewitteranfällig und wegen Friedensfest und Herbstplärrer am vollsten. Der Dezember lohnt für den Christkindlesmarkt mit dem Engelesspiel an der Rathausfassade, November und Januar für Museen ohne Andrang.
Was ist das Hohe Friedensfest am 8. August?
Ein gesetzlicher Feiertag, den es nur in Augsburg gibt. Er geht auf 1650 zurück, als die evangelische Bevölkerung nach dem Dreißigjährigen Krieg die Wiederherstellung ihrer Rechte feierte. Praktisch heißt das: Geschäfte und Behörden bleiben geschlossen, dafür gibt es ein Festprogramm und die Friedenstafel auf dem Rathausplatz.
Wie alt ist Augsburg und was ist von den Römern übrig?
Die Römer gründeten den Ort um 15 v. Chr. als Augusta Vindelicum, damit gehört Augsburg zu den ältesten Städten Deutschlands. Oberirdisch ist davon wenig zu sehen, weil die Stadt darüber weitergebaut wurde. Die Funde liegen im Bestand des Römischen Museums, dessen Präsentation zuletzt wechselte – prüfe vor dem Besuch den aktuellen Ausstellungsort.

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AugsburgMitten in der Altstadt laufen die Kanäle offen zwischen den Häusern durch, und hinter einer Mauer von 1521 kostet die Jahresmiete bis heute 88 Cent.

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