Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Würzburg
Vom Hauptbahnhof bis zur Residenz läufst du eine Viertelstunde, von dort zur Alten Mainbrücke noch einmal zehn Minuten – das Kernprogramm liegt in einem Kreis von anderthalb Kilometern.
Die Würzburger Residenz steht am östlichen Rand der Altstadt und ist der Grund, warum die meisten überhaupt herkommen. Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn ließ sie ab 1720 errichten, Balthasar Neumann führte die Bauleitung, und seit 1981 steht das Schloss auf der UNESCO-Welterbeliste. Über dem Treppenhaus wölbt sich ein Gewölbe ohne eine einzige Stütze, darauf liegt Giovanni Battista Tiepolos Deckenfresko, das größte zusammenhängende der Welt. Plane mindestens anderthalb Stunden ein, und frag beim Ticketkauf nach den Führungszeiten: Ein Teil der Räume, darunter das Spiegelkabinett, ist nur in Begleitung zugänglich. Der Hofgarten hinter dem Schloss kostet nichts und ist am frühen Abend fast leer.
Gegenüber, auf der linken Mainseite, sitzt die Festung Marienberg auf ihrem Hang. Die Fürstbischöfe regierten von hier oben, bevor sie hinunter in die Residenz zogen; geblieben sind Bastionen, Höfe und ein Brunnenhaus, dessen Schacht über hundert Meter in den Berg reicht. Brunnenhaus und Marienkirche stehen allerdings im inneren Burghof, der seit der Generalsanierung nur im Rahmen von Führungen zugänglich ist – frei begehbar sind Echterhof, Bastionen und Fürstengarten. Im Zeughaus sitzt heute das Museum für Franken, und vom Fürstengarten aus siehst du die Altstadt der Länge nach – für viele der eigentliche Grund für den Aufstieg. Hinauf gehst du zu Fuß über die Steige oder im Sommerhalbjahr mit dem Bus; Wege, Zeiten und was oben geöffnet hat, stehen weiter unten im eigenen Abschnitt.
Zwischen beiden spannt sich die Alte Mainbrücke, gebaut ab dem späten 15. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert mit zwölf überlebensgroßen Heiligenfiguren besetzt – Kilian, Kolonat und Totnan, die Frankenapostel, dazu Johannes Nepomuk und weitere. Autos fahren hier längst nicht mehr, dafür stehen ab dem späten Nachmittag Menschen mit Weingläsern an den Brüstungen. Ein paar Schritte flussabwärts steht der Alte Kranen von 1773, ein barocker Hafenkran mit zwei Auslegern, hinter dem heute Ausflugsschiffe ablegen. Der Uferstreifen davor ist im Sommer die inoffizielle Wiese der Stadt.
In der Altstadt selbst reihen sich die Kirchen: der romanische Dom St. Kilian, 1945 ausgebrannt und bis 1967 wieder aufgebaut, mit Bischofsgrabmälern von Riemenschneider im Langhaus und Neumanns Schönbornkapelle an der Nordseite. Direkt daneben das Neumünster mit barocker Kuppelfassade über der Grabstätte der Frankenapostel und dem Lusamgärtchen im Rücken, wo an Walther von der Vogelweide erinnert wird. Am Marktplatz steht die gotische Marienkapelle, in der Balthasar Neumann begraben liegt, neben dem Falkenhaus mit seiner Rokoko-Stuckfassade. Wer Museen mag, hängt das Museum am Dom, den Kulturspeicher am Alten Hafen und die Röntgen-Gedächtnisstätte an, in deren Labor 1895 die Röntgenstrahlen entdeckt wurden.









