Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin
Fast alles, was auf den Listen steht, liegt auf einer Achse von drei Kilometern zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz – der Rest der Stadt fängt danach erst an.
Beginn am Brandenburger Tor, dem einzigen erhaltenen Stadttor Berlins, 1791 fertiggestellt und seit dem Mauerfall das Bild, das die halbe Welt mit Deutschland verbindet. Auf dem Pariser Platz davor stehen das Hotel Adlon Kempinski, die Akademie der Künste und zwei Botschaften; die Quadriga auf der Attika fuhr zwischenzeitlich als Beutestück nach Paris und kam 1814 zurück. Zwei Gehminuten südlich beginnt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, 2711 graue Betonstelen auf welligem Grund, entworfen von Peter Eisenman und 2005 eröffnet. Der Ort funktioniert nur, wenn du hineingehst statt außen herum – zwischen den Stelen wird es still, kühl und schnell orientierungslos, und im Ort der Information darunter liegen Briefe und Biografien der Opfer.
Rund zehn Minuten nach Norden liegt das Reichstagsgebäude, Sitz des Bundestags, seit 1999 mit der begehbaren Glaskuppel von Norman Foster über dem Plenarsaal. Der Besuch kostet nichts, verlangt aber eine Online-Anmeldung mit Zeitfenster und Personalausweis, und die Termine sind in der Saison Wochen im Voraus vergeben – kümmere dich darum, bevor du das Hotel buchst. Von der Spiralrampe siehst du über den Tiergarten, das Kanzleramt und das ganze Regierungsviertel im Spreebogen. Wer keinen Slot bekommt, nimmt den Weg über die Spreepromenade hinter dem Haus, wo an der Uferwand die Kreuze für die Toten an der innerstädtischen Mauer stehen.
Von dort führt Unter den Linden nach Osten, vorbei an Staatsoper, Humboldt-Universität und dem Bebelplatz mit dem versenkten Denkmal an die Bücherverbrennung von 1933. Am Ende der Achse führt die Schlossbrücke über den Kupfergraben, den westlichen Spreearm, auf die Museumsinsel, seit 1999 UNESCO-Welterbe mit fünf Häusern von Altem Museum bis Bode-Museum – die Nofretete steht im Neuen Museum, die deutschen Romantiker hängen in der Alten Nationalgalerie, und das Pergamonmuseum ist seit Oktober 2023 komplett geschlossen: Nordflügel und Mittelbau mit dem Pergamonaltar sollen nach aktueller Planung im Sommer 2027 wieder öffnen, der Südflügel mit Ischtar-Tor und Prozessionsstraße erst gegen 2037. Gleich daneben stehen der wuchtige Berliner Dom und im wiederaufgebauten Stadtschloss das Humboldt Forum, dessen Dachterrasse einen der besten Blicke auf die Insel bietet.
Der Osten der Achse endet am Alexanderplatz unter dem Berliner Fernsehturm, mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands, Aussichtsplattform auf 203 Metern und darüber ein sich drehendes Restaurant. Tickets mit Zeitfenster ersparen dir die Warteschlange. Südlich davon rekonstruierte die DDR in den 1980er-Jahren das Nikolaiviertel rund um die älteste Kirche der Stadt, und einen Kilometer westlich liegt der Gendarmenmarkt mit Konzerthaus, Deutschem und Französischem Dom, 2025 nach langer Sanierung wiedereröffnet. Im Westen der Stadt kommen dann die anderen Wahrzeichen dazu: die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz, deren Turmruine als Mahnmal neben dem blau leuchtenden Neubau steht, und Schloss Charlottenburg, ab 1695 für Kurfürstin Sophie Charlotte gebaut und heute die größte Schlossanlage der Stadt.
















