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Allgäu

Zwischen Neuschwanstein und Nebelhorn schichtet das Allgäu Heuwiesen, Bergseen und Zweitausender zu Deutschlands dichtestem Alpenrevier.

Die Region

Was Allgäu ausmacht

Das Allgäu ist Deutschlands vielseitigste Bergregion: Im Süden schrauben sich die Allgäuer Alpen mit dem Nebelhorn auf 2.224 Meter, davor liegt ein grünes Hügelland aus Sennalpen, Mooren und Badeseen wie dem Großen Alpsee. Füssen mit den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau markiert den Osten, Oberstdorf mit Skiflugschanze und Breitachklamm den Süden, dazwischen behauptet sich Kempten als eine der ältesten Städte Deutschlands. Im Sommer wird gewandert, gebadet und auf Alphütten Brotzeit gemacht, im Winter tragen schneesichere Skigebiete von Oberstdorf bis Balderschwang die Saison – dazu Kässpatzen, Bergkäse von der Alpe und im September der Viehscheid, wenn das Vieh geschmückt ins Tal zurückkehrt.

Reiseführer

Allgäu von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Hinter Kempten taucht der Grünten auf, der Wächter des Allgäus, und mit ihm kippt die Landschaft – die Wiesen werden steiler, an den Hängen kleben Sennalpen, und am Horizont schiebt sich die Kette der Allgäuer Alpen in den Himmel. Spätestens wenn bei Sonthofen die Straße auf Oberstdorf zuläuft und links das Nebelhorn steht, riecht der Sommer nach Heu und Kuhstall. Und der Winter nach Schnee, der hier verlässlicher fällt als fast überall sonst in Deutschland.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Allgäu

Morgens um neun, wenn der erste Schwung Besucher noch im Ticketcenter von Hohenschwangau ansteht, liegt die Marienbrücke über der Pöllatschlucht fast leer im Gegenlicht.

Schloss Neuschwanstein ist der meistbesuchte Punkt des Allgäus, und genau deshalb brauchst du einen Plan: Besichtigen kannst du das Schloss Ludwigs II. nur mit Führung zu einem festen Zeitfenster, und die Online-Kontingente der Bayerischen Schlösserverwaltung sind in der Saison oft Tage im Voraus vergriffen. Buche früh, nimm einen Slot am Vormittag und rechne vom Ticketcenter in Hohenschwangau gut 30 bis 40 Minuten Fußweg bergauf – alternativ fahren Shuttlebusse und Pferdekutschen. Den berühmten Blick auf das Schloss hast du von der Marienbrücke über der Pöllatschlucht; seit 2025 gehört Neuschwanstein mit den anderen Schlössern Ludwigs II. zum UNESCO-Welterbe.

Die zweite Ikone liegt am anderen Ende der Region: Die Breitachklamm bei Oberstdorf ist eine der tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas, ein in Jahrtausenden gefräster Spalt, durch den die Breitach unter dir tost, während von den Wänden das Wasser auf die Kapuze tropft. Der gesicherte Weg durch die Klamm ist keine Bergtour, sondern ein breiter Steig – machbar mit Kindern, eindrucksvoll bei jedem Wetter und im Winter mit gefrorenen Wasserfällen noch einmal ein anderes Erlebnis. Details zu Eingängen und Taktik findest du weiter unten in der eigenen Sektion.

Dazwischen liegen die Berge selbst: Das Nebelhorn hebt dich von Oberstdorf aus per Bahn auf 2.224 Meter, wo an klaren Tagen ein Panorama von den Alpen bis weit ins Voralpenland aufgeht – der Gipfelrundweg ist auch für Nicht-Bergsteiger machbar. Am Fellhorn blühen im Juni und Juli die Alpenrosen ganze Hänge violett, und die Hochgratbahn bei Oberstaufen erschließt die Nagelfluhkette mit ihrem langen Gratweg. Wer lieber am Wasser bleibt: Der Große Alpsee bei Immenstadt ist der größte Natursee des Allgäus, mit Segelschule, Strandbad und Uferweg.

Unterschätz die Städte nicht: Kempten zählt zu den ältesten Städten Deutschlands – im Archäologischen Park Cambodunum läufst du durch die Reste der römischen Provinzstadt, in der barocken Residenz durch Prunkräume des Fürststifts. Memmingen punktet mit einer intakten Altstadt aus Patrizierhäusern und Stadttoren, und in Ottobeuren steht mit der Basilika eine der großen Barockkirchen Süddeutschlands, deren Doppelturmfassade schon von Weitem über das Günztal grüßt. Alles gute Ziele für den einen Regentag, den ein Allgäu-Urlaub statistisch mitbringt.

Oberstdorf

Oberstdorf zwischen Nebelhorn und Skiflugschanze

Abends, wenn die letzten Bahnen ins Tal geschwebt sind, gehört die autofreie Ortsmitte von Oberstdorf wieder den Fußgängern und dem Glockenschlag von St. Johannes Baptist.

Oberstdorf ist Deutschlands südlichste Marktgemeinde und der sportlichste Ort der Alpen nördlich der Grenze: Skisprung-Weltcup, Nordische Ski-WM, Eislaufzentrum, dazu ein Netz aus Seilbahnen und drei stille Bergtäler – Stillachtal, Trettachtal und Oytal –, die sternförmig vom Ort wegführen. Die Ortsmitte ist weitgehend autofrei; du stellst den Wagen an einem der Parkplätze am Ortsrand ab und bist in fünf Minuten am Kurpark. Genau diese Mischung aus Bergdorf und Infrastruktur macht Oberstdorf zur besten Basis für den Süden des Allgäus.

Der Hausberg ist das Nebelhorn: Die Bahn schwebt in mehreren Sektionen auf 2.224 Meter, oben warten Gipfelrestaurant, Rundweg und ein Panorama, das die Werbung mit 400 Gipfeln beziffert – an klaren Tagen reicht der Blick tatsächlich vom Zugspitzmassiv bis zum Säntis. Vom Gipfel führt der Weg hinunter zum Seealpsee im Oytal oder, für Geübte mit Klettersteigset, in den Hindelanger Klettersteig. Das Fellhorn an der Grenze zum Kleinwalsertal ist der Blumenberg der Region, und das Söllereck der sanfte Familienberg mit Rodelbahn und Kletterwald.

Zwei Ausflüge gehören zum Pflichtprogramm: Der Spaziergang zum Freibergsee, einem der wärmeren Bergseen der Region mit Naturfreibad, lässt sich mit der Heini-Klopfer-Skiflugschanze verbinden – der Turm der Flugschanze ragt direkt über dem See aus dem Wald, und wer die Aussichtsplattform besucht, versteht, warum Skifliegen eine eigene Disziplin ist. Und im Kleinwalsertal, das du nur über Oberstdorf erreichst, wandert es sich auf österreichischer Seite weiter, von der Kanzelwand bis zum Hohen Ifen mit seinem Gottesackerplateau, einer zerfurchten Karstlandschaft.

Im Winter wechselt Oberstdorf das Programm: Ende Dezember eröffnet das Auftaktspringen der Vierschanzentournee an der Schattenbergschanze die Saison, die Loipen des nordischen Zentrums ziehen sich durch die Täler, und Winterwanderwege führen bis tief ins Oytal, wo Rodler auf präparierten Bahnen zurück ins Tal sausen. Wichtig für die Planung: Zwischen Weihnachten und Dreikönig sowie an Tournee-Tagen ist der Ort voll und die Quartierlage eng – wer die Stimmung will, bucht Monate im Voraus, wer Ruhe will, kommt im Januar nach der ersten Ferienwoche.

Füssen & Königswinkel

Füssen, Neuschwanstein und der Königswinkel

Am Lechfall schießt das Gletscherwasser türkis über die Staustufe, und fünf Gehminuten weiter beginnt die Altstadt von Füssen mit ihren pastellfarbenen Fassaden.

Füssen wird oft nur als Vorzimmer der Schlösser behandelt – ein Fehler. Die Stadt am Ende der Romantischen Straße hat eine der stimmungsvollsten Altstädte Bayerns: Über den Gassen thront das Hohe Schloss mit seinen Illusionsmalereien an den Innenhof-Fassaden, darunter liegt das ehemalige Benediktinerkloster St. Mang mit barocker Basilika, und in der Reichenstraße reihen sich Giebelhäuser wie an einer Schnur. Füssen war jahrhundertelang Zentrum des Lauten- und Geigenbaus; das Museum der Stadt im Kloster erzählt diese Geschichte. Abends, wenn die Tagesbusse Richtung Schlösser abgezogen sind, hast du die Stadt fast für dich.

Für Neuschwanstein gilt die Taktik aus der Sehenswürdigkeiten-Sektion: Zeitfenster online vorbuchen, früh anreisen, Fußweg einplanen. Unterschätz daneben Schloss Hohenschwangau nicht – die gelbe Burg unterhalb war die eigentliche Sommerresidenz der Königsfamilie, hier wuchs Ludwig II. auf, und die Führung ist persönlicher als im großen Nachbarn. Zwischen beiden liegt der Alpsee, dessen dunkelgrünes Wasser du auf einem Uferweg in gut anderthalb Stunden umrundest – die vielleicht unterschätzteste Stunde im ganzen Königswinkel, mit Blick auf beide Schlösser und die Tannheimer Berge.

Der Forggensee vor den Toren Füssens ist ein Sonderfall: Der größte Stausee Deutschlands nach Fläche wird im Winter abgelassen und füllt sich erst im Frühsommer – dann fahren Ausflugsschiffe mit Schlossblick, und der Radweg um den See ist eine flache Halbtagestour für Familien. Baden geht am besten an den Stränden bei Rieden und Dietringen. Wer stillere Seen sucht, findet sie gleich nebenan: Hopfensee und Weißensee sind wärmer, kleiner und von Liegewiesen gesäumt, der Hopfensee mit Kurpromenade und Bergpanorama, das sich abends im Wasser spiegelt.

Rund um Füssen lohnen zwei kurze Abstecher: Die Königliche Kristall-Therme in Schwangau badet dich mit direktem Neuschwanstein-Blick, und wer ein architektonisches Kontrastprogramm will, fährt eine halbe Stunde nach Steingaden zur Wieskirche – die Rokoko-Wallfahrtskirche steht zwar knapp außerhalb des Allgäus im Pfaffenwinkel, gehört aber seit 1983 zum UNESCO-Welterbe und passt in jeden Königswinkel-Tag. Als Standort funktioniert Füssen auch ohne Auto: Der Bahnhof liegt zentral, und Regionalbusse pendeln im Takt nach Hohenschwangau und zu den Seen.

Klammen & Schluchten

Breitachklamm und die wilden Schluchten des Allgäus

Im Kern der Breitachklamm wird der Himmel zum schmalen Streifen, das Tosen füllt den ganzen Spalt, und auf der Brille sammeln sich feine Tropfen aus Gischt.

Die Breitachklamm bei Oberstdorf-Tiefenbach ist das Naturerlebnis des Allgäus: Auf rund zwei Kilometern hat sich die Breitach bis zu 150 Meter tief in den Fels geschnitten, und der 1905 auf Betreiben des Tiefenbacher Pfarrers Johannes Schiebel erschlossene Steig führt dich direkt durch die engste Passage, wo die Wände fast zusammenstoßen. Der Weg ist gesichert und breit genug für Kinder, aber nass – rutschfeste Schuhe und eine Regenjacke gehören auch im Hochsommer ins Gepäck, denn von den überhängenden Wänden tropft und sprüht es permanent.

Praktisch gedacht: Es gibt zwei Zugänge, den Haupteingang in Tiefenbach talseitig und den oberen Zustieg an der Walserschanz Richtung Kleinwalsertal – wer die Klamm bergauf durchläuft und über den Höhenweg zurückkehrt, macht daraus eine schöne Halbtagesrunde. Komm früh oder ab dem späten Nachmittag, zwischen 11 und 15 Uhr schieben sich in den Ferien die Gruppen durch die Engstellen. Im Winter verwandeln gefrorene Wasserfälle und meterlange Eiszapfen die Klamm in eine Eiswelt, die viele für die stärkste Jahreszeit halten; nur bei Tauwetter oder nach Starkregen wird gesperrt – vorher die Öffnungsinfo prüfen.

Die Breitachklamm hat Geschwister: Die Starzlachklamm am Fuß des Grünten bei Sonthofen ist kleiner, wilder und deutlich leerer – ein schmaler Pfad begleitet die Starzlach über Gumpen und geschliffene Felswannen, im Sommer nutzen Canyoning-Gruppen die Schlucht als Trainingsrevier. Und im Westallgäu bei Grünenbach führt der Eistobel bei Isny durch eine Tobellandschaft aus Wasserfällen, Strudellöchern und Nagelfluhwänden, mit Einstieg an der Argentobelbrücke. Beide funktionieren als ruhige Alternative, wenn an der Breitachklamm Hochbetrieb herrscht – und beide sind echte Wege, keine Promenaden: feste Schuhe, trittsicher bleiben.

Wandern

Wandern im Allgäu – vom Alpweg bis zum Höhensteig

Auf halber Höhe zur Alpe riecht es nach warmem Gras und Kuhweide, und irgendwo hinter der nächsten Geländekante klingt schon das Scheppern der Glocken.

Das Allgäu ist Deutschlands dichtestes Wanderrevier, und die Nagelfluhkette über Oberstaufen und Immenstadt ist der beste Einstieg: Die Hochgratbahn bringt dich auf rund 1.700 Meter, die letzte Viertelstunde zum 1.834 Meter hohen Gipfel gehst du zu Fuß – und dann läufst du auf dem Grat von Gipfel zu Gipfel – Rindalphorn, Buralpkopf, Stuiben – mit Tiefblick auf beide Talseiten. Wer die komplette Überschreitung bis zum Mittagberg bei Immenstadt geht, ist einen langen Tag unterwegs und fährt mit der Mittagbahn ins Tal; kürzere Varianten steigen an den Querwegen ab. Der Konglomeratfels, der der Kette den Namen gibt, heißt hier Nagelfluh – 'Herrgottsbeton' sagen die Einheimischen.

Die Bergseen sind die Postkartenmotive der Region und als Ziele erstaunlich unterschiedlich schwer: Zu den Gaisalpseen unter dem Rubihorn steigst du von Reichenbach bei Oberstdorf in einer knackigen, aber normalen Bergwanderung auf. Der Schrecksee im Hintersteiner Tal bei Bad Hindelang, mit seiner kleinen Insel das wohl meistfotografierte Gewässer der Allgäuer Alpen, verlangt dagegen rund 1.000 Höhenmeter und einen langen Anmarsch – unterschätz ihn nicht und starte früh. Deutlich gemütlicher: der Seealpsee im Oytal, den du von der Nebelhorn-Mittelstation erreichst.

Ganz oben wird das Allgäu alpin: Der Heilbronner Weg verbindet als klassischer Höhensteig die Hütten des Hauptkamms zwischen Rappenseehütte und Kemptner Hütte – ausgesetzt, versichert, nur für Schwindelfreie mit Bergerfahrung. Über die Kemptner Hütte führt auch die erste Etappe des Fernwanderwegs E5 von Oberstdorf nach Meran, der bekanntesten Alpenüberquerung im deutschsprachigen Raum; die Hüttenplätze dafür sind Monate im Voraus ausgebucht. Und der Hindelanger Klettersteig zieht vom Nebelhorn über einen langen Felsgrat – Klettersteigset und Kondition vorausgesetzt.

Fürs Familien- und Genusswandern bleibt unten genug übrig: Die Wandertrilogie Allgäu vernetzt die Region auf drei Höhenlagen-Routen von den Wiesengängen des Voralpenlands bis zu den Himmelsstürmer-Etappen in den Alpen, sodass du dir Tagesetappen in jeder Schwierigkeit herauspicken kannst. Fast überall liegt eine bewirtschaftete Sennalpe am Weg, die Brotzeit mit eigenem Bergkäse serviert – die verlässlichste Motivation für Kinderbeine. Regel für alle Höhenlagen: Gewitter kommen im Allgäuer Sommer oft ab dem frühen Nachmittag, also früh starten und mittags wieder Richtung Tal orientieren.

Winter & Skigebiete

Skigebiete im Allgäu und der Winter abseits der Piste

Wenn im Tal noch Nebel liegt, dreht die erste Gondel am Nebelhorn schon über der Wolkendecke in die Sonne.

Das größte Angebot bündelt der Zwei-Länder-Verbund Oberstdorf-Kleinwalsertal mit sechs Skibergen auf einem Skipass: Das Nebelhorn liefert die höchsten Abfahrten und eine lange Talabfahrt bis nach Oberstdorf, Fellhorn und Kanzelwand bilden das große zusammenhängende Carving-Revier über der Grenze, der Ifen lockt mit weiten Hängen unterm Karstplateau, dazu Walmendingerhorn und Heuberg im Tal sowie das Söllereck als Familienberg. Zwischen den Bergen pendeln Skibusse; wer eine Woche bleibt, fährt jeden Tag ein anderes Gebiet, ohne das Quartier zu wechseln.

Familien haben eigene Adressen: Oberjoch bei Bad Hindelang, als Bergdorf auf gut 1.200 Metern gelegen, ist auf Kinder ausgelegt – breite, sonnige Hänge, Förderbänder, Skischulen. Nesselwang an der Alpspitzbahn punktet mit Flutlichtabenden, das Skizentrum in Pfronten am Breitenberg mit langen Abfahrten Richtung Tal. Und die kleinen Lifte in den Dörfern, von Ofterschwang mit seinem Weltcuphang bis Jungholz, sind ideal für die ersten Schwünge: kurze Wege, kleine Preise, kein Gedränge.

Die Schneegarantie wohnt im Westen: Balderschwang, in einem Hochtal an der Grenze gelegen, gehört zu den schneereichsten Orten Deutschlands und hält seine Saison oft, wenn anderswo längst die Wiesen durchkommen; gleiches gilt für Grasgehren oben am Riedbergpass, mit 1.407 Metern Deutschlands höchstem befahrbaren Straßenpass. Beide Gebiete sind überschaubar, aber genau das macht sie an Wochenenden entspannter als die großen Namen. Für die Anfahrt im Winter gilt: Schneeketten oder gute Winterreifen, der Pass wird geräumt, bleibt aber alpin.

Der Allgäuer Winter endet nicht am Lift: Oberstdorf und das Kleinwalsertal gehören zu den besten Langlaufrevieren Deutschlands, mit kilometerlangen Loipen durch die Täler und dem nordischen Erbe zweier Weltmeisterschaften. Winterwanderwege sind fast überall präpariert und ausgeschildert, Rodelbahnen wie die vom Söllereck oder im Oytal machen aus dem Nachmittag ein Programm, und geführte Schneeschuhtouren bringen dich in verschneite Seitentäler, in denen du außer Spuren von Gams und Schneehase nichts triffst. Wer keine Piste braucht, hat im Januar die stillste und günstigste Allgäu-Zeit.

Orte & Rundreise

Die schönsten Orte im Allgäu auf einer Runde

Die Deutsche Alpenstraße windet sich in Kehren von Bad Hindelang hinauf nach Oberjoch, und in jeder Kurve steht das Panorama ein Stück anders im Fenster.

Eine Allgäu-Runde in fünf bis sieben Tagen folgt am besten der Geografie: Starte in Füssen im Osten mit Schlössern und Seen, fahre über die Deutsche Alpenstraße nach Bad Hindelang – die Jochstraße hinauf nach Oberjoch ist mit ihren Kehren eine der bekanntesten Panoramastrecken der Region –, weiter über Sonthofen, Deutschlands südlichste Stadt, nach Oberstdorf für zwei, drei Bergtage. Danach über den Riedbergpass nach Balderschwang und hinaus ins Westallgäu nach Oberstaufen, zum Schluss über Immenstadt und den Großen Alpsee zurück nach Kempten. So reihst du Schlösser, Klammen, Pässe und Seen ohne Doppelfahrten.

Kempten verdient dabei mehr als einen Tankstopp: Die Stadt an der Iller war als römisches Cambodunum schon vor 2.000 Jahren Verwaltungssitz, und der Archäologische Park zeigt Thermen und Tempelbezirk. Dazu kommen die barocke Residenz mit ihren Prunkräumen, die Basilika St. Lorenz und eine kompakte Altstadt mit Markthallen-Flair rund um den Rathausplatz. Memmingen im Nordwesten legt nach mit Stadtmauer, Patrizierhäusern und der Geschichte der Zwölf Artikel von 1525, einem der frühesten Freiheitsdokumente Europas – beides Städte für Halbtage, gern bei durchwachsenem Wetter.

Das Westallgäu ist der leiseste Teil der Runde und wechselt zwischen Baden-Württemberg und Bayern: Wangen im Allgäu hat eine der schönsten Altstädte Oberschwabens mit bemalten Fassaden und Tortürmen, Isny liegt kompakt hinter seiner Stadtmauer – beide gehören zu Württemberg –, und das bayerische Lindenberg erzählt im Deutschen Hutmuseum, warum der Ort einmal Hüte in alle Welt lieferte. Dazwischen rollt die Landschaft in Hügeln aus Moor, Weide und Käsereien – die Gegend der Dorfsennereien, in denen du Bergkäse direkt ab Theke kaufst. Wer Zeit hat, hängt den Bodensee an: Lindau liegt vom Westallgäu eine halbe Stunde entfernt.

Zwei Ergänzungen für Wiederkehrer: Bad Hindelang mit seinen Ortsteilen im Hintersteiner Tal ist der beste Ausgangspunkt für die wilderen Ecken der Allgäuer Alpen – hinterm Giebelhaus beginnt eine Bergwelt, in die kein Privatauto mehr fährt, nur der Wanderbus. Und das Tannheimer Tal, gleich hinter der Grenze in Tirol, aber über Oberjoch in Minuten erreicht, gilt als eines der schönsten Hochtäler der Alpen und passt logisch in jede Allgäu-Runde. Grundregel für die Route: lieber zwei Standorte mit Sternfahrten als jeden Tag ein neues Hotelbett.

Unterkünfte

Hotels, Ferienwohnungen und Alpen – so wohnst du im Allgäu

Auf dem Balkon der Ferienwohnung hängt noch die Bergluft vom Nachmittag, unten im Stall klappern die Kühe zur Abendfütterung.

Die Hotellandschaft des Allgäus reicht vom Familienbetrieb mit Zirbenstube bis zum großen Wellnessresort, und die Schwerpunkte sind klar verteilt: Oberstaufen ist als einziger Schroth-Kurort Deutschlands das Wellness-Zentrum der Region, mit Kurhotels, die auf Anwendungen, Panoramapools und Halbpension ausgelegt sind. Oberstdorf und Bad Hindelang bedienen die Kombination aus Berg und Spa, Füssen die Schlösser-Klientel mit Stadthotels. Wer das Etikett 'Wellnesshotel Allgäu' bucht, sollte auf die Lage achten – zwischen Ortsmitte und Alleinlage am Hang liegen Welten, und die Aussicht ist hier ein echter Teil des Produkts.

Die Allgäuer Spezialität ist der Urlaub auf dem Bauernhof: Kaum eine deutsche Region hat mehr Höfe, die Ferienwohnungen vermieten – mit Stallbesuch am Morgen, Milch direkt vom Hof und Traktormitfahren statt Animationsprogramm. Für Familien ist das die entspannteste und oft günstigste Variante, gerade in den Hügeln zwischen Illertal und Westallgäu. Ferienwohnungen in den Bergorten selbst sind in den Weihnachtsferien, im Februar und von Juli bis Mitte September früh vergeben; wer flexibel ist, findet im Juni und ab Ende September dieselben Wohnungen deutlich günstiger.

Ganz oben schläft man auch: Die Hütten des Deutschen Alpenvereins – von der Kemptner Hütte am E5 bis zur Rappenseehütte, einer der größten Alpenvereinshütten überhaupt – machen aus einer Wanderung eine Mehrtagestour mit Matratzenlager und Hüttenabend. Reservieren ist inzwischen überall Pflicht und für die Sommerwochenenden Monate im Voraus nötig. Eine Stufe gemütlicher liegen die Berggasthöfe und bewirtschafteten Alpen mit Gästezimmern, bei denen du nach dem letzten Bähnle-Abgang den Berg fast für dich hast – Abendrot und Frühstück über dem Nebelmeer inklusive.

Ein Blick lohnt auf die Gästekarten: In mehreren Orten ist die Karte mehr als ein Kurbeitrag – in Bad Hindelang und Oberstaufen etwa sind bei vielen Gastgebern Bergbahnen und Busse über die inkludierte Gästekarte abgedeckt, was bei einer Woche mit täglicher Bergfahrt einen spürbaren Betrag spart. Frag vor der Buchung nach, welche Karte dein Gastgeber ausgibt und was sie einschließt; die Systeme unterscheiden sich von Ort zu Ort. Und rechne die Kurtaxe ein, die in den Kurorten pro Person und Nacht fällig wird – sie finanziert genau die Wege, Loipen und Bäder, die du nutzt.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken im Allgäu

Wenn die Wirtin die gusseiserne Pfanne mit Kässpatzen auf den Holztisch stellt, zieht der Duft von geschmolzenem Bergkäse und Röstzwiebeln durch die ganze Stube.

Das Nationalgericht ist unumstritten: Kässpatzen – frisch geschabte Spätzle, in Schichten mit würzigem Bergkäse vermengt und mit Schmelzzwiebeln gekrönt, dazu höchstens ein grüner Salat. Jede Wirtschaft schwört auf ihre eigene Käsemischung, und der Unterschied zwischen einer Touristenversion und der Pfanne einer guten Dorfwirtschaft ist beachtlich – als Faustregel gilt: Wo die Einheimischen mittags sitzen, stimmen auch die Kässpatzen. Danach braucht es einen Verdauungsspaziergang oder einen Obstler; beides gehört zum Ritual.

Der Käse selbst ist das kulinarische Rückgrat der Region: Allgäuer Emmentaler und Allgäuer Bergkäse tragen beide eine geschützte Ursprungsbezeichnung, und produziert wird auf zwei Ebenen – in den Dorfsennereien des Tals, von denen viele einen Werksverkauf mit Schautheke haben, und im Sommer oben auf den Sennalpen, wo der Käse noch über dem Feuer im Kupferkessel entsteht. Eine Brotzeitplatte auf einer bewirtschafteten Alpe, mit Käse aus dem eigenen Keller, Bauernbrot und Blick übers Tal, ist die ehrlichste Mahlzeit des Allgäus. Viele Sennereien führen morgens durch die Produktion.

Im September dreht sich alles um den Viehscheid: Wenn die Alpsaison endet, treiben die Hirten das Jungvieh geschmückt ins Tal, wo es auf dem Scheidplatz den Besitzern zugeteilt wird – in Orten wie Bad Hindelang, Gunzesried oder Obermaiselstein ist das ein Volksfest mit Tausenden Besuchern, Blasmusik und Festzelt. Dazu passt das Bier der Region: Das Allgäu hat eine dichte Brauereilandschaft mit alten Familienbetrieben, vom Brauereidorf Rettenberg am Grünten bis Meckatz im Westallgäu, und in den Braustüberln bekommst du das Helle dort, wo es entsteht.

Die süße Seite wird oft übersehen: Apfelküchle in Bierteig mit Zimtzucker, Versoffene Jungfern und im Winter die Funkenküchle, die traditionell zum Funkenfeuer am ersten Fastensonntag gebacken werden. Wild aus den Allgäuer Bergen kommt im Herbst auf die Karten, Forellen und Saiblinge aus den Bergbächen ganzjährig. Und wer Mitbringsel sucht, wird im Käsladen fündiger als im Souvenirshop: ein Stück lang gereifter Bergkäse, ein Glas Alpenhonig und ein Kräuterlikör aus einer der kleinen Brennereien halten die Erinnerung länger als jeder Kühlschrankmagnet.

Anreise & Mobilität

Anreise ins Allgäu mit Bahn und Auto

Hinter Buchloe wird die Bahnstrecke kurviger, die Wiesen steigen an, und irgendwann steht bei klarer Sicht die erste Bergkette im Zugfenster.

Mit der Bahn ist das Allgäu besser erschlossen als die meisten Alpenregionen: Nach Oberstdorf fährst du von München über Buchloe, Kempten und Sonthofen in rund drei Stunden, von Ulm über Memmingen und Kempten ähnlich schnell – auf den Regionalzügen gilt das Deutschlandticket, und einzelne Fernzüge fahren direkt bis Oberstdorf durch. Füssen erreichst du ab München in etwa zwei Stunden, teils direkt, teils mit Umstieg in Buchloe. Damit sind die beiden wichtigsten Basisorte ohne Auto erreichbar; für Freitagnachmittage und Ferienwochenenden lohnt eine Sitzplatz-Alternative eine Stunde früher, die Züge sind dann voll.

Mit dem Auto kommst du aus dem Norden über die A7, die bei Füssen im Grenztunnel endet – Abfahrten für Kempten, das Illertal und Oberstdorf liegen direkt an der Strecke, weiter geht es auf der B19 über Sonthofen ins Bergdorf. Aus Richtung München führt die A96 Richtung Lindau ins West- und Unterallgäu. Kalkuliere die klassischen Staufenster ein: samstags im Winter Richtung Skigebiete und an Ferienwochenenden auf der A7 südlich von Ulm staut es verlässlich – wer vor 8 Uhr durch Kempten ist, hat gewonnen. In Oberstdorf parkst du an den bewirtschafteten Plätzen am Ortsrand, die Ortsmitte ist für den Durchgangsverkehr tabu.

Vor Ort trägt ein dichteres Netz, als viele erwarten: Regionalbusse verbinden die Talorte, in Oberstdorf erschließen Ortsbusse die Ausgangspunkte der Täler, der Walserbus bedient das Kleinwalsertal, und nach Hohenschwangau pendeln Busse ab Füssen Bahnhof im Takt. In mehreren Orten ist der Bus über die Gästekarte kostenlos – das nimmt dem Auto im Urlaub viel Arbeit ab, zumal die Parkplätze an Breitachklamm, Bergbahnen und Seen in den Ferien ab Vormittag knapp werden. Faustregel: Für einen Standort-Urlaub in Oberstdorf oder Füssen reicht die Bahn, fürs Kombinieren mehrerer Talschaften ist das Auto im Vorteil.

Ein paar Planungsdetails sparen Nerven: Der Riedbergpass nach Balderschwang ist Deutschlands höchste Passstraße und im Winter zwar geräumt, aber alpin – Winterausrüstung ist Pflicht. Die Jochstraße nach Oberjoch ist steigungsreich und bei Motorradfahrern beliebt, an Sommerwochenenden entsprechend belebt. Und wer aus dem Ruhrgebiet oder von der Küste anreist, sollte die reine Fahrzeit ehrlich rechnen: acht bis zehn Stunden Auto sind normal – die Bahn über München oder Ulm ist dann oft die entspanntere Wahl, zumal du im Allgäu am Zielbahnhof meist zu Fuß oder per Bus weiterkommst.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für das Allgäu im Jahreslauf

Das Allgäu hat zwei Hochsaisons und dazwischen stille Wochen, in denen die Region den Einheimischen gehört – wer flexibel ist, reist genau dann.

Das Allgäuer Klima ist Alpenrandklima: kühle, schneereiche Winter, ein spätes Frühjahr, Sommer mit warmen Tagen und häufigen Nachmittagsgewittern und ein oft goldener, stabiler September. Die Nordstaulage bringt den Bergen überdurchschnittlich viel Niederschlag – im Winter als Schnee, der die Skigebiete verlässlich füllt. Die Werte unten gelten für die Tallagen um Kempten und Oberstdorf; auf den Bergen ist es pro 1.000 Höhenmeter rund sechs Grad kühler.

Jan3°-5°Hochwinter, Skisaison
Feb5°-4°schneesicher, sonniger
Mär9°-1°Firn oben, Frühling unten
Apr13°2°launisch, Schmelze
Mai17°6°sattgrün, noch ruhig
Jun20°9°Bergsommer, Alpenrosen
Jul22°11°warm, Badeseen offen
Aug22°11°Hochsaison, gewittrig
Sep19°8°Fernsicht, Viehscheid
Okt14°4°goldener Herbst
Nov7°0°Nebensaison, vieles zu
Dez3°-3°Advent, erste Abfahrten

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Für Wanderungen und Seen sind Juni, Juli und der September die beste Reisezeit im Allgäu – der September kombiniert stabile Hochdrucklagen, klare Fernsicht und den Viehscheid, während der August voll und gewitteranfällig ist. Skifahrer setzen auf Januar bis März; der November ist Betriebspause, in der viele Bahnen und Betriebe schließen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Allgäu

Wie viele Tage braucht man für das Allgäu?
Ein verlängertes Wochenende reicht für einen Schwerpunkt wie Oberstdorf oder den Königswinkel um Füssen. Für die klassische Mischung aus Schlössern, Breitachklamm, einer Bergtour und einem Seetag plane fünf bis sieben Tage – idealerweise mit zwei Standorten, einem im Osten und einem im Süden oder Westen.
Braucht man im Allgäu ein Auto?
Für einen Standort-Urlaub nicht zwingend: Oberstdorf, Füssen, Kempten und Immenstadt liegen an Bahnstrecken mit Deutschlandticket-Gültigkeit, und Orts- sowie Regionalbusse erschließen Täler und Ausflugsziele. Wer mehrere Talschaften, Pässe wie den Riedberg oder abgelegene Wanderparkplätze kombinieren will, ist mit Auto flexibler.
Wann ist die beste Reisezeit für das Allgäu?
Juni, Juli und September für Berge und Seen – der September bietet die stabilste Fernsicht und den Viehscheid. Der Winter von Dezember bis März gehört den Skigebieten, die dank Nordstaulage zu den schneesichersten Deutschlands zählen. Im November und in der Zwischensaison ab Ostern haben viele Bahnen Revision.
Muss man Tickets für Neuschwanstein vorab buchen?
Ja: Besichtigt wird nur mit Führung zu festen Zeitfenstern, und die Kontingente sind in der Saison regelmäßig Tage im Voraus ausgebucht. Buche im offiziellen Online-Shop der Bayerischen Schlösserverwaltung und plane vom Ticketcenter Hohenschwangau gut eine halbe Stunde Fußweg zum Schloss ein.
Was sind die schönsten Wanderungen im Allgäu?
Die Gratwanderung über die Nagelfluhkette ab der Hochgratbahn ist der Klassiker mit Panorama, die Gaisalpseen bei Oberstdorf und der Schrecksee im Hintersteiner Tal sind die bekanntesten Bergsee-Ziele – Letzterer mit rund 1.000 Höhenmetern anspruchsvoll. Gemütlicher sind Seealpsee, Freibergsee-Runde und die Talwege der Wandertrilogie.
Welches Skigebiet im Allgäu ist das größte?
Der Verbund Oberstdorf-Kleinwalsertal mit sechs Skibergen – Nebelhorn, Fellhorn/Kanzelwand, Söllereck, Walmendingerhorn, Ifen und Heuberg – auf einem gemeinsamen Skipass. Familien fahren gern nach Oberjoch, Nesselwang oder ans Söllereck, Schneesucher nach Balderschwang und Grasgehren am Riedbergpass.
Ist die Breitachklamm für Kinder geeignet?
Ja, der gesicherte Klammweg ist ab Kindergartenalter machbar, sofern die Kinder sicher laufen – Kinderwagen kommen nicht durch, eine Trage schon. Wichtig sind rutschfeste Schuhe und Regenjacke, weil es von den Wänden permanent tropft. Vormittags vor 11 Uhr oder ab dem späten Nachmittag ist am wenigsten los.
Was kann man im Allgäu mit Kindern machen?
Bauernhof-Urlaub mit Stallbesuch, die Breitachklamm, Sommerrodelbahnen und der Kletterwald am Söllereck, der Baumwipfelpfad Skywalk Allgäu bei Scheidegg, Badetage an Hopfensee oder Großem Alpsee und einfache Alpwanderungen mit Brotzeit-Ziel – die Region ist auf Familien eingestellt, viele Bergbahnen nehmen Kinderwagen mit.
Wo ist es im Allgäu am schönsten?
Kommt auf den Reisestil an: Oberstdorf liefert die große Bergkulisse und die meisten Bahnen, der Königswinkel um Füssen Schlösser und Seen, das Hintersteiner Tal bei Bad Hindelang die wilde, stille Seite und das Westallgäu um Oberstaufen sanfte Grate und Wellness. Für den ersten Besuch ist die Kombination aus Füssen und Oberstdorf die beste Wahl.
Gilt das Deutschlandticket im Allgäu?
Ja, auf allen Regionalzügen – etwa München–Füssen, München–Oberstdorf und Ulm–Kempten–Oberstdorf – sowie in den Regional- und Ortsbussen der Verkehrsverbünde. Nicht enthalten sind die wenigen Fernzüge Richtung Oberstdorf und grundsätzlich Bergbahnen; im Kleinwalsertal gelten auf österreichischem Gebiet eigene Regeln.
Wo kann man im Allgäu Wellness machen?
Das Zentrum ist Oberstaufen, Deutschlands einziger Schroth-Kurort, mit einer hohen Dichte an Kur- und Wellnesshotels. Dazu kommen Spa-Hotels in Oberstdorf und Bad Hindelang sowie Thermen wie die Königliche Kristall-Therme in Schwangau mit Neuschwanstein-Blick. Viele Häuser verkaufen Day-Spa-Zugänge auch an externe Gäste.
Kann man im Allgäu baden?
Gut sogar: Hopfensee und Weißensee bei Füssen erwärmen sich früh im Jahr, der Große Alpsee bei Immenstadt bietet Strandbad und Segelrevier, der Freibergsee bei Oberstdorf ein Naturfreibad mit Bergblick. Im Hochsommer erreichen die flacheren Seen angenehme Badetemperaturen um oder über 20 Grad.
AllgäuZwischen Neuschwanstein und Nebelhorn schichtet das Allgäu Heuwiesen, Bergseen und Zweitausender zu Deutschlands dichtestem Alpenrevier.
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