Die schönsten Sehenswürdigkeiten an der Mosel
Wenn morgens der Nebel noch im Elzbachtal hängt, taucht Burg Eltz Turm für Turm daraus auf – ein Anblick, der seit über 850 Jahren derselbe ist.
Burg Eltz ist der Solitär unter den deutschen Burgen: nie zerstört, nie verkauft, seit dem 12. Jahrhundert im Besitz derselben Familie. Sie liegt versteckt in einem Seitental der Untermosel – am schönsten näherst du dich zu Fuß von Moselkern aus, gut eine Stunde am Elzbach entlang, bis die Türme hinter einer Wegbiegung auftauchen. Alternativ parkst du bei Wierschem und läufst die letzten 15 Minuten oder nimmst den Pendelbus. Das Innere siehst du nur mit Führung, geöffnet ist von etwa April bis Anfang November – komm werktags und früh, an Sommerwochenenden füllt sich der Burghof schnell.
Die Reichsburg Cochem erzählt eine andere Geschichte: Die mittelalterliche Anlage wurde 1689 von französischen Truppen zerstört und im 19. Jahrhundert vom Berliner Unternehmer Louis Ravené als neugotische Sommerresidenz wieder aufgebaut. Von der Stadt sind es 20 Minuten Fußweg hinauf, oben warten Führungen durch die historistischen Räume und ein weiter Blick über die Moselschleife. Wer noch höher will, schwebt mit der Sesselbahn hinauf zum Pinnerkreuz oberhalb der Altstadt – die klassische Postkartenperspektive auf Burg und Stadt.
Trier gehört in jeden Mosel-Urlaub, auch wenn es streng genommen am Anfang des deutschen Flussabschnitts liegt: Die Porta Nigra ist das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen, dazu kommen Kaiserthermen, Amphitheater, die Konstantinbasilika mit ihrem gewaltigen stützenfreien Innenraum und der älteste Dom Deutschlands – zusammen UNESCO-Welterbe. Plane einen vollen Tag ein und geh die Römerbauten zu Fuß ab, sie liegen alle innerhalb der Innenstadt. Zwischen den Stationen sitzt du auf dem Hauptmarkt, einem der schönsten Plätze im Südwesten.
Dazwischen reihen sich die kleineren Schauplätze, die den Charakter des Tals ausmachen: Beilstein mit Klostertreppe und Burgruine Metternich ist kaum größer als ein Bühnenbild, Traben-Trarbach überrascht mit Jugendstilvillen und riesigen unterirdischen Weinkellern aus der Zeit, als der Ort einer der wichtigsten Weinhandelsplätze Europas war, und in Zell wacht die Schwarze Katz über die bekannteste Großlage der Region. Über allem liegen die Aussichtspunkte an den Hangkanten – vom Prinzenkopf bei Pünderich blickst du gleich auf zwei Flussschleifen.








