Die schönsten Sehenswürdigkeiten am Bodensee
Zwischen Konstanz und Lindau liegen die großen Ziele so dicht, dass du sie mit Schiff und Fähre wie Perronhalte abfährst.
In Unteruhldingen stehen die Pfahlbauten im flachen Wasser: rekonstruierte Stelzenhäuser aus Stein- und Bronzezeit, seit 2011 Teil des UNESCO-Welterbes der prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen. Der Rundgang führt auf Holzstegen über den See, in den Häusern riecht es nach Rauch und Schilf, und das Museum erklärt, wie die Siedlungen unter Wasser Jahrtausende überdauert haben. Gleich oberhalb, zwischen Reben über dem Ufer, steht die Wallfahrtskirche Birnau – Rokoko in Rosa und Gold, mit dem berühmten honigschleckenden Putto am Seitenaltar und einer Terrasse mit weitem Seeblick.
Friedrichshafen erzählt die Luftschiff-Geschichte: Im Zeppelin Museum am Hafenbahnhof gehst du durch die begehbare Teilrekonstruktion der Passagierräume der Hindenburg und verstehst, warum die Riesen der Luft von genau diesem Ufer starteten. Wer das Kapitel fortsetzen will, hebt mit dem Zeppelin NT zu einem Rundflug ab – die Flüge sind begehrt, buche Wochen im Voraus. Am Affenberg Salem, eine Viertelstunde landeinwärts, laufen rund 200 Berberaffen frei durch ein Waldgelände; die Tiere kommen dir auf Armlänge nahe, gefüttert wird nur unter Aufsicht.
Und dann die Klassiker, die unten eigene Kapitel bekommen: die Insel Mainau mit ihren Gärten, Konstanz mit Münster und Niederburg, Meersburg mit seiner Burg über den Weinbergen, Lindau mit der Hafeneinfahrt. Der praktische Kniff für alle: Nimm das Schiff statt der Uferstraße. Die B31 am Nordufer steht in den Ferien regelmäßig, während die Kursschiffe der Weißen Flotte dieselben Orte ohne Parkplatzsuche verbinden und die Anfahrt übers Wasser aus jedem Ziel einen Auftritt macht – Meersburg von der Seeseite ist ein anderes Meersburg.








