Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Eifel
Morgens um acht liegt der Parkplatz an der Burg Eltz noch leer, und auf dem Waldweg hinunter ins Elzbachtal hörst du nur den Bach – zwanzig Minuten später steht sie vor dir, als hätte sie jemand ins Tal gemalt.
Burg Eltz ist der berühmteste Einzelort der Eifel, und sie hält dem Erwartungsdruck stand: seit über 800 Jahren im Besitz derselben Familie, nie zerstört, auf einem Felssporn in einer Schleife des Elzbachs versteckt. Von den Parkplätzen bei Wierschem läufst du eine gute Viertelstunde bergab, alternativ pendelt ein Shuttle. Die Innenräume siehst du nur mit Führung, geöffnet ist von etwa April bis Anfang November – komm früh oder spät, ab Vormittag füllen Reisegruppen den Burghof. Wer den Blick von der Postkarte will, steigt gegenüber zum Aussichtspunkt am Elzer Burgpanorama.
Der zweite große Magnet ist Monschau, dem unten eine eigene Sektion gehört – dazwischen liegt eine Kette kleinerer Ziele, die zusammen einen Rundreisetag füllen: Bad Münstereifel mit Stadtmauer, Stadttoren und einer Altstadt, die nach der Flut von 2021 wieder aufgebaut wurde. Die Doppelburgen von Manderscheid, die sich über dem Liesertal gegenüberstehen wie zwei Schachfiguren. Und der Dreimühlen-Wasserfall bei Üxheim, der über Kalksinter-Terrassen fällt und tatsächlich langsam wächst, weil das Wasser laufend Kalk ablagert.
In der Osteifel liegt der Laacher See, die mit Wasser gefüllte Caldera eines Vulkans, der vor rund 13.000 Jahren ausbrach – am Südostufer steigen bis heute Kohlensäurebläschen aus dem Seegrund. Direkt am Ufer steht die Abtei Maria Laach, eine sechstürmige romanische Klosterkirche aus dem Hochmittelalter, deren Vorhalle allein den Umweg lohnt. Eine halbe Stunde weiter spuckt der Geysir Andernach am Rhein die höchste Kaltwasserfontäne der Welt in den Himmel; die Fahrt zum Ausbruchsort auf der Halbinsel Namedyer Werth übernimmt ein Schiff ab Geysir-Zentrum.
Ganz im Süden schiebt sich die Teufelsschlucht bei Irrel zwischen meterhohe Sandsteinblöcke – enge Felsgassen, Treppen und Moos, in der Eiszeit aus der Abbruchkante gestürzt. Der Rundweg ab Besucherzentrum Ernzen ist kurz genug für Kinder, der angeschlossene Dinosaurierpark macht daraus einen Familientag. Und wer Industriegeschichte mag, fährt nach Heimbach: Dort produziert seit 1905 ein Jugendstil-Wasserkraftwerk Strom, ein Kathedralenbau mit Turbinenhalle, über dem die Burg Hengebach thront.












