Stadt · Österreich

Schladming

Über dem Stadtplatz steht der Dachstein wie eine weiße Wand, und keine zehn Gehminuten weiter fährt die Gondel auf jenen Berg hinauf, auf dem im Januar zehntausende Menschen im Dunkeln stehen und Slalom schauen.

4 Stadtviertel6 Sehenswürdigkeiten8 Hotels
Überblick

Deine Schladming-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Winter (Dezember–April) ist die klassische Skisaison; der Weltcup-Nachtslalom im Januar zieht Großveranstaltungs-Flair in den Ort. Sommer (Juni–September) punktet mit Wandern und Mountainbiken bei rund 20 °C. Der Herbst ist ruhig und günstig, die Lärchenwälder färben sich golden. Frühling eignet sich für entspannte Erkundungen abseits der Massen.
Mobilität vor Ort
Schladming ist per Bahn und Auto gut erreichbar. Im Ort selbst sind die wichtigsten Punkte zu Fuß erreichbar. Im Winter verbinden kostenlose Skibusse die umliegenden Skigebiete und Ortsteile.
Nahverkehr
Direktzüge Salzburg–Graz halten am fußläufigen Bahnhof. Im Winter fahren kostenlose Skibusse zu Planai, Hochwurzen, Reiteralm und Hauser Kaibling.
Vom Flughafen
Der Flughafen Salzburg (SZG) liegt rund 90 Kilometer entfernt und ist per Bahn oder Auto in etwa 1,5 Stunden erreichbar. Der Flughafen Graz ist rund 150 Kilometer entfernt.
Über Schladming

Reisen nach Schladming

Schladming liegt auf rund 750 Metern im steirischen Ennstal, eingespannt zwischen zwei Gebirgen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Im Süden steigen die Schladminger Tauern in dunklen, waldigen Kämmen bis knapp unter 2.900 Meter auf, im Norden schiebt sich der Dachstein als helle Kalkwand über das Tal, mit Gletscherresten, Klettersteigen und der Hochebene der Ramsau davor. Dazwischen liegt eine Kleinstadt mit keinen 7.000 Einwohnern, die zwei sehr verschiedene Leben führt. Das eine ist alt: Silber- und Kupferbergbau in den Tauern machten Schladming im Mittelalter reich, 1525 erhoben sich Knappen und Bauern gegen den Landesfürsten und die Stadt wurde dafür zerstört – bis heute prägt diese Geschichte den langgezogenen Stadtplatz mit seinen Gasthäusern, der gotischen Pfarrkirche St. Achaz und der großen evangelischen Kirche gleich daneben. Das andere Leben ist sportlich: Die Planai gehört mit dem Nachtslalom zu den bekanntesten Weltcup-Bergen der Welt, zweimal wurde hier eine alpine Ski-WM ausgetragen, und im Winter hängen Hauser Kaibling, Planai, Hochwurzen und Reiteralm als 4-Berge-Skischaukel im Verbund Ski amadé zusammen. Im Sommer bleibt vom Rummel wenig übrig: Dann führen Wege durch die Talbachklamm, ins Untertal zum Riesachsee und den höchsten Wasserfällen der Steiermark, ins Obertal zum Duisitzkarsee und über die Reiteralm zum Spiegelsee, in dem sich der Dachstein spiegelt. Schladming ist deshalb kein Ort für eine einzige Reise, sondern zwei Ziele in einem – und der Unterschied zwischen Januar und Juli ist größer als der zwischen manchen Ländern.

Schladming – Karte
Reiseführer

Schladming von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Der Zug hält am Talboden, ein paar Minuten später stehst du auf einem langen Platz mit Gasthäusern, Sportgeschäften und zwei Kirchtürmen – im Rücken eine Gondel, die in zehn Minuten auf 1.900 Meter fährt, vor dir eine Kalkwand, die das halbe Blickfeld ausfüllt. Schladming ist keiner dieser Skiorte, die aus einer Talstation und dreißig Hotels bestehen. Es ist eine kleine Bergbaustadt mit gotischer Kirche und eigener Geschichte, die im Winter zum Weltcup-Ort wird, im Sommer zum Ausgangspunkt für Wasserfälle, Almseen und Höhenwege – und der Unterschied zwischen diesen beiden Schladmings ist größer, als jedes Prospektfoto vermuten lässt.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Schladming

Den Ortskern hast du in zehn Minuten abgelaufen – die eigentlichen Ziele stehen rundherum und fangen dort an, wo die Gondeln losfahren.

Der Schladminger Stadtplatz ist der einzige Teil des Ortes, der wirklich städtisch wirkt: ein langgezogener Platz mit Gasthäusern, Cafés und Sportgeschäften, an dessen einem Ende die gotische Stadtpfarrkirche St. Achaz steht und wenige Schritte weiter die große evangelische Pfarrkirche mit ihrem hohen Turm. Diese Doppelung ist kein Zufall. Das Ennstal gehört zu den traditionell evangelisch geprägten Gegenden Österreichs, und Schladming war jahrhundertelang eine Bergbaustadt, in der Knappen Silber und Kupfer aus den Tauern holten. 1525 erhoben sich Knappen und Bauern gegen den Landesfürsten, schlugen ein Heer und bezahlten dafür mit der Zerstörung ihrer Stadt – wer heute über den Platz geht, läuft über einen Wiederaufbau, der einige Jahrhunderte zurückliegt.

Vom Ostrand des Stadtplatzes sind es keine zehn Gehminuten bis zur Talstation der Planai-Seilbahn, und damit liegt Schladmings Hausberg näher am Zentrum als in den meisten Alpenorten. Die Gondel bringt dich auf rund 1.900 Meter, im Winter wie im Sommer, und oben öffnet sich der Blick nach Norden auf die Kalkmauer des Dachsteins und nach Süden in die dunklen Kämme der Schladminger Tauern. Unter dir liegt die Nightrace-Strecke, jene Weltcup-Piste, die im Januar unter Flutlicht zum lautesten Ort der Steiermark wird. Außerhalb der Rennwoche fährst du sie einfach als normale Abfahrt hinunter, und im Sommer läufst du daneben zu Fuß ins Tal – gut 1.100 Höhenmeter bergab, für die Knie ein ernstzunehmendes Programm.

Auf der anderen Talseite führt von der Ramsauer Hochebene die Dachstein Gletscherbahn hinauf zum Hunerkogel auf rund 2.700 Meter. Oben wartet ein kompaktes Programm aus Superlativen: der Eispalast im Gletschereis, die Hängebrücke über den Abgrund, die schmale Treppe ins Nichts und die Aussichtsplattform Sky Walk direkt über der Dachstein-Südwand. Das ist gebaute Inszenierung, funktioniert aber, weil die Kulisse dahinter echt ist – bei klarer Sicht reicht der Blick über die Niederen Tauern bis zu den vergletscherten Gipfeln der Hohen Tauern. Was am Gletscher an Ski- und Langlaufbetrieb tatsächlich läuft, ändert sich mit dem Rückgang des Eises von Saison zu Saison; erkundige dich vor der Fahrt nach dem aktuellen Stand, statt dich auf ältere Beschreibungen zu verlassen.

Die dritte Kategorie sind die Wasserziele in den Seitentälern. Im Untertal südlich des Ortes stürzt der Riesachbach über die höchsten Wasserfälle der Steiermark, und der Wilde-Wasser-Weg führt über Stege, Treppen und eine Hängebrücke mitten durch die Gischt hinauf zum Riesachsee auf gut 1.300 Metern. Näher am Ort liegt die Talbachklamm, eine schmale Schlucht, durch die du direkt vom Ortsrand nach Rohrmoos aufsteigst. Und auf der Hochwurzen gegenüber der Planai kombinieren viele die Gondelfahrt mit einer Einkehr in der Hochwurzenhütte am Gipfel; im Winter führt von dort eine der längsten Naturrodelbahnen der Gegend ins Tal, an ausgewählten Abenden beleuchtet. Alle drei Ziele funktionieren als Halbtagesausflug, alle drei sind bei Regen deutlich weniger reizvoll.

Sehenswürdigkeiten in Schladming

Winter & Skigebiet

Skifahren in Schladming auf der 4-Berge-Skischaukel

Vier Berge, ein Skipass und ein Verbund, der bis weit ins Salzburgerland reicht – im Winter ist Schladming weniger Skidorf als Betriebssystem.

Die 4-Berge-Skischaukel besteht aus Hauser Kaibling über dem Nachbarort Haus im Ennstal, der Planai direkt über Schladming, der Hochwurzen über Rohrmoos und der Reiteralm im Westen über Pichl und Gleiming. Zusammen ergibt das gut 120 Pistenkilometer, die sich in Charakter und Ausrichtung deutlich unterscheiden: Kaibling und Planai hängen direkt über Pisten und Lifte zusammen und bilden das Herzstück, Hochwurzen und Reiteralm binden über eigene Zubringer und Skibusse an. Wirf vor dem ersten Tag einen Blick auf die aktuelle Pistenkarte, statt dich auf eine Skitour im Kopf zu verlassen – welche Verbindungen offen sind, hängt von Schneelage und Tageszeit ab, und den letzten Zubringer zurück verpasst man schneller, als man denkt.

Der Skipass gilt in aller Regel für Ski amadé, einen der größten Skiverbünde Österreichs, in dem sich Schladming-Dachstein mit Gastein, Hochkönig, dem Grossarltal und der Salzburger Sportwelt rund um Flachau und Wagrain zusammengeschlossen hat – zusammengerechnet über 700 Pistenkilometer. Praktisch heißt das: Bei Nebel im Ennstal oder wenn dir die Hausberge nach vier Tagen zu vertraut werden, steigst du ins Auto und fährst eine knappe Stunde nach Westen in ein völlig anderes Gebiet, ohne ein weiteres Ticket zu kaufen. Wer nur zwei bis drei Tage bleibt, braucht diese Freiheit nicht und fährt mit dem regionalen Ticket meist günstiger.

Schneesicherheit ist im Ennstal eine Frage der Technik, nicht der Höhe. Der Ort liegt auf rund 750 Metern, die Berge reichen knapp über 2.000 – ohne die sehr dicht ausgebaute Beschneiung würde die Saison hier deutlich kürzer ausfallen. In der Praxis funktioniert das gut: Die Talabfahrten sind meist bis ins Frühjahr befahrbar, aber im Dezember und im April lohnt ein Blick auf den aktuellen Schneebericht, bevor du dich auf die Abfahrt bis vor die Haustür verlässt. An ausgewählten Abenden wird auf der Planai unter Flutlicht gefahren, und weil die Talstation im Ortsgebiet liegt, ist das eine der wenigen Nachtabfahrten, nach der du zu Fuß ins Hotel gehst.

Für die Frage, wo du dich am wohlsten fühlst, hilft eine grobe Zuordnung. Anfänger und Familien sind im unteren Rohrmoos und an der Hochwurzen gut aufgehoben, wo die Hänge breit und flach auslaufen und mehrere Skischulen ihre Übungsgelände haben. Die Reiteralm ist die sonnige, entspannte Cruising-Seite mit langen Zügen ohne Steilstellen. Der Hauser Kaibling liefert die breiten, schnellen Pisten für alle, die Kilometer machen wollen. Und die Planai hat mit der Weltcup-Strecke eine der steilsten Passagen der Region – wer sie fahren will, sollte sie am Vormittag nehmen, solange der Belag noch hart und die Piste noch nicht zerfahren ist.

Weltcup & Nightrace

Das Nightrace auf der Planai und Schladmings Weltcup-Geschichte

Einmal im Januar kippt der Ort für 48 Stunden komplett – und wer das nicht sucht, sollte das Datum trotzdem kennen.

Planai und Nightrace-Strecke
Planai und Nightrace-Strecke

Schladming ist im Skisport seit Jahrzehnten ein Begriff. 1982 wurde hier die alpine Ski-Weltmeisterschaft ausgetragen, 2013 zum zweiten Mal, und dazwischen hat sich der Nachtslalom auf der Planai zum vielleicht bekanntesten Flutlichtrennen im Weltcup entwickelt. Seit den 1990er-Jahren fährt der Weltcup-Tross im Januar in den Ort ein, meist im Anschluss an die klassischen Abfahrtswochenenden, und was in anderen Orten ein Sportereignis ist, wird hier zum Volksfest: Das Zielstadion am Fuß der Planai fasst zehntausende Zuschauer, die Hänge daneben sind voll, und wenn im ersten Durchgang das Flutlicht angeht, hört man den Lärm bis in den Ortskern.

Wer dabei sein will, plant früh. Tickets für den Rennabend gehen lange im Voraus weg, und die Hotelpreise im Ort ziehen für diese Nächte spürbar an – vielerorts gelten dann Mindestaufenthalte statt einzelner Übernachtungen. Praktisch ist die Bahn: Schladming liegt direkt an der Ennstalbahn, am Renntag wird der Verkehr im Ort umgeleitet und die Parkplätze sind früh voll, während der Bahnhof zu Fuß erreichbar bleibt. Zieh dich an wie für einen Wintertag am Berg, nicht wie für ein Konzert – du stehst mehrere Stunden bei Dunkelheit im Schnee, und die Rennen dauern mit Pause zwischen den Durchgängen entsprechend lang.

Auch wenn du gar nicht ins Stadion willst, betrifft dich die Rennwoche. In diesen Tagen ist der Ort voll, die Restaurants sind ausgebucht, und ein ruhiger Skiurlaub sieht anders aus. Umgekehrt gilt: Wer den Trubel mag, bekommt hier eine Atmosphäre, die kein normaler Skitag liefert – Après-Ski-Lokale am Fuß der Planai wie die Hohenhaus Tenne laufen dann von nachmittags bis tief in die Nacht. Entscheide dich also bewusst für eine der beiden Reisen und prüfe vor der Buchung den Terminkalender der Saison, denn das genaue Datum wechselt von Jahr zu Jahr.

Den Rest des Winters gehört die Strecke dir. Die Weltcup-Piste ist Teil des normalen Pistennetzes, und der Steilhang, an dem im Fernsehen die Läufer den Rhythmus verlieren, sieht von oben ehrlicher aus als auf dem Bildschirm. Wer sich das nicht antun will, findet auf der Planai genügend Alternativen daneben. Und im Sommer lässt sich derselbe Berg zu Fuß erschließen: Von der Bergstation führen Wege über die Almen, an der Mittelstation ist ein weitläufiger Spielbereich für Kinder angelegt, und auf den Downhill-Strecken des Bikeparks Planai wird derselbe Hang mit dem Rad gefahren.

Sommer & Wandern

Wandern in Schladming zwischen Talbachklamm und Schladminger Tauern

Im Sommer verschiebt sich das Gewicht nach Süden – die spektakulären Wege liegen nicht am Dachstein, sondern in den Tälern der Tauern.

Der einfachste Einstieg beginnt am Ortsrand. Die Talbachklamm führt vom südlichen Ende Schladmings über Stege und Treppen an Kaskaden entlang bergauf nach Rohrmoos, ein knapper Vormittag mit ordentlich Höhenmetern, aber ohne technische Schwierigkeiten. Oben angekommen, kannst du entweder mit dem Bus zurückfahren oder die Runde über die Almen der Rohrmooser Terrasse verlängern, wo mehrere Hütten bewirtschaftet sind und der Blick zum Dachstein hinüber offen ist. Nach Regen ist die Klamm nass und rutschig – feste Schuhe sind hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.

Die zwei stärksten Tageswanderungen liegen in den Seitentälern. Im Untertal führt der Wilde-Wasser-Weg an den Riesachfällen vorbei, den höchsten Wasserfällen der Steiermark, über Holzstege und eine Hängebrücke hinauf zum Riesachsee auf gut 1.300 Metern; wer weitergeht, erreicht in ein bis zwei Stunden die Hütten im Talschluss und steht dann mitten in den Schladminger Tauern. Im parallelen Obertal liegt der Duisitzkarsee, ein Almsee zwischen zwei bewirtschafteten Hütten, den viele Einheimische für den schönsten der Gegend halten – der Aufstieg vom Parkplatz dauert gut eineinhalb Stunden und ist auch mit größeren Kindern machbar.

Die dritte Klassikerroute liegt im Westen: Von der Bergstation der Reiteralm läufst du in gut einer Dreiviertelstunde zum Spiegelsee, einem flachen Bergsee, in dem sich bei Windstille die gesamte Dachstein-Südwand spiegelt. Es ist das meistfotografierte Motiv der Region und entsprechend gut besucht – geh früh, nicht wegen der Menschen, sondern weil sich die Wasseroberfläche am Vormittag seltener kräuselt. Rund um den See lässt sich die Runde über weitere kleine Seen und Almen verlängern. Für die Bergbahnen im Sommer lohnt der Blick auf die regionale Gästekarte: Bei vielen Gastgebern ist sie im Zimmerpreis enthalten und deckt Liftfahrten und Attraktionen ab.

Wer mehr will, geht in die Höhe. Der Schladminger Tauern-Höhenweg zieht sich als mehrtägige Hüttenrunde durch die Berge südlich des Ortes, mit Übernachtungen auf bewirtschafteten Hütten, Übergängen über Scharten und dem Hochgolling mit 2.862 Metern als höchstem Gipfel der Gruppe. Vier bis sieben Tage solltest du dafür einplanen, Trittsicherheit ist Pflicht, und die Hütten müssen vorab reserviert werden. Kalkuliere außerdem das Wetter ein: In den Tauern bauen sich an heißen Sommertagen regelmäßig Nachmittagsgewitter auf, weshalb erfahrene Geher hier früh starten und den Gipfel am Vormittag hinter sich bringen.

Aktivitäten & Touren in Schladming

Dachstein & Ramsau

Der Dachstein über Schladming und das Hochplateau der Ramsau

Auf der Nordseite des Tals klettert die Straße in Serpentinen auf eine Hochebene, die sich anfühlt wie ein eigenes Land.

Dachstein Gletscherbahn
Dachstein Gletscherbahn

Die Ramsau am Dachstein liegt rund 400 Höhenmeter über Schladming auf einem weiten, überraschend flachen Plateau, das direkt unter der Südwand des Dachsteins endet. Diese Kombination aus ebenen Flächen und Höhenlage hat den Ort zu einem der wichtigsten Langlaufreviere Österreichs gemacht – 1999 wurde hier die Nordische Ski-WM ausgetragen, und viele Nationalteams trainieren traditionell in der Gegend. Im Winter ziehen sich Loipen über die Wiesen zwischen Höfen und Kirchen, im Sommer sind es Wanderwege mit permanentem Blick auf die Wand. Wer im Tal wohnt, erreicht das Plateau mit dem Auto in einer Viertelstunde, mit dem Regionalbus etwas länger.

Der bekannteste Zugang zum Berg selbst ist die Dachstein Gletscherbahn, die von der Türlwandhütte in wenigen Minuten auf rund 2.700 Meter zum Hunerkogel fährt. Oben liegen der Eispalast mit Skulpturen im Gletschereis, die Hängebrücke über eine Scharte, die Treppe ins Nichts mit ihren Stufen über der Leere und die Plattform Sky Walk an der Kante der Südwand. Das lässt sich in zwei bis drei Stunden abgehen, inklusive Pause im Bergrestaurant. Zieh dich warm an: Selbst im Hochsommer kommt die Temperatur dort oben selten über zehn Grad, und der Wind über dem Eis macht den Rest.

Für Bergsteiger ist der Dachstein etwas anderes als eine Aussichtsplattform. Der Hohe Dachstein ist mit 2.995 Metern der höchste Berg der Steiermark, seine Südwand gehört zu den klassischen Kletterwänden der Ostalpen, und mehrere Klettersteige führen durch die Flanken – kein Terrain für spontane Ausflüge. Wer den Gipfel ohne eigene Hochtourenerfahrung will, bucht einen Bergführer; entsprechende Anbieter sitzen in Ramsau und Schladming. Für alle anderen gibt es unterhalb der Wand ein dichtes Netz einfacherer Wege, etwa zur Dachstein-Südwandhütte, von der aus sich die Dimension der Wand am besten begreifen lässt.

Familien fahren meist aus einem anderen Grund hinauf. Am Rittisberg oberhalb der Ramsau liegen ein Sessellift, ein Spielbereich und eine Sommerrodelbahn, und der Berg ist niedrig genug, dass er auch bei durchwachsenem Wetter funktioniert. Dazu kommen im Winter die flachen Übungshänge des Plateaus und die Loipen, auf denen Kinder ohne Liftlogistik unterwegs sein können. Praktisch gilt für alles, was oben liegt: Die Serpentinenstraße ist im Winter geräumt, aber steil – mit Sommerreifen fährt man sie nicht, und bei Neuschnee lohnt der Bus mehr als das eigene Auto.

Tagesplan & Routen

Zwei bis drei Tage in Schladming – ein Plan für Sommer und Winter

Die Wege sind kurz, aber sie führen bergauf – plane pro Tag ein Ziel am Berg und eines im Tal, nicht drei Gipfel.

Sommer, Tag eins: Fahr am Vormittag mit der Planai-Seilbahn hinauf, solange die Sicht auf den Dachstein noch klar ist, und nimm dir oben zwei bis drei Stunden für die Wege über die Almen. Nach dem Abstieg mit der Gondel bleibt der Nachmittag für den Ortskern – Stadtplatz, die beiden Kirchen, ein Kaffee in einem der Cafés am Platz, dazu ein Blick ins Zielstadion am Fuß der Piste, das im Sommer offen daliegt und schwer zu glauben macht, dass hier im Januar zehntausende Menschen stehen. Abendessen dann im Zentrum, wo die Auswahl am größten ist.

Tag zwei gehört den Seitentälern. Fahr ins Untertal, geh den Wilde-Wasser-Weg an den Riesachfällen vorbei hinauf zum Riesachsee und, wenn Zeit und Kondition reichen, noch ein Stück weiter Richtung Talschluss. Rechne mit einem halben bis ganzen Tag inklusive Einkehr. Wer es ruhiger will, nimmt stattdessen das Obertal und den Duisitzkarsee. Zurück im Tal ist die Hochwurzen die logische Ergänzung für den späten Nachmittag, weil die Auffahrt kurz ist, der Berg direkt gegenüber der Planai liegt und die Hütte am Gipfel den Blick über das ganze Ennstal freigibt.

Tag drei wechselt die Talseite. Hinauf auf die Ramsauer Hochebene, mit der Dachstein Gletscherbahn auf den Hunerkogel zu Eispalast, Hängebrücke und Sky Walk – am besten am Vormittag, weil die Wolken an der Südwand oft im Lauf des Tages zuziehen. Nachmittags entweder ein Spaziergang unter der Wand oder, für Familien, der Rittisberg. Wer einen vierten Tag hat, hängt die Reiteralm mit dem Spiegelsee an oder fährt an den Ennsradweg, der als flache Radroute durchs Tal führt und sich gut mit der Bahn kombinieren lässt.

Im Winter ist der Plan simpler und der Rhythmus ein anderer. Tag eins Planai und Hauser Kaibling, weil beide direkt zusammenhängen und du sofort Kilometer machst. Tag zwei Reiteralm oder Hochwurzen für Sonne und ruhigere Pisten, dazu am Abend eine Rodelabfahrt. Tag drei entweder ein Ausflug ins weitere Ski amadé oder ein Nicht-Ski-Tag mit Langlauf in der Ramsau und Winterwanderung über das Plateau. Plane den letzten Vormittag großzügig: Die Talabfahrten sind gegen Mittag am vollsten, und wer mit dem Zug fährt, will nicht mit nassen Skischuhen zum Bahnhof hetzen.

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Ortsteile

Die Ortsteile von Schladming vom Stadtzentrum bis Rohrmoos

Wo du wohnst, entscheidet hier weniger über den Preis als darüber, ob du abends noch einmal vor die Tür gehst.

Schladminger Stadtplatz
Schladminger Stadtplatz

Das Stadtzentrum ist die kompakteste Wahl. Stadtplatz, Läden, Restaurants und die Talstation der Planai liegen so nah beieinander, dass du ohne Auto auskommst, und der Bahnhof ist ebenfalls zu Fuß erreichbar. Dafür ist es der lauteste Teil des Ortes: In der Hochsaison und erst recht in der Rennwoche im Januar ist rund um die Talstation bis spät Betrieb. Wer empfindlich schläft, fragt beim Buchen nach einem Zimmer zur ruhigen Seite. Für Bahnreisende, Kurzaufenthalte und alle, die abends ohne Fahrerei essen gehen wollen, ist das Zentrum die richtige Adresse.

Rohrmoos liegt als sonnige Terrasse über dem Ort am Fuß der Hochwurzen und ist die klassische Familienbasis: breite Anfängerhänge, Skischulen, viele Pensionen und Bauernhöfe, dazu im Sommer Almwege direkt vor der Haustür. Der Preis dafür ist der Weg – ins Zentrum fährst du mit Bus oder Auto, und abends ist die Auswahl an Lokalen überschaubar. Dahinter beginnen Untertal und Obertal, zwei stille Seitentäler mit einzelnen Gasthöfen, die vor allem für Wanderer und Ruhesuchende interessant sind und im Winter über Zubringer an die Skigebiete anbinden.

Die Ramsau am Dachstein ist keine Alternative zu Schladming, sondern ein eigenes Ziel auf der anderen Talseite und rund 400 Höhenmeter darüber. Das Plateau ist weit, ruhig und bäuerlich geprägt, mit Langlaufloipen im Winter und dem Dachstein als permanenter Kulisse. Wer hier bucht, sollte ein Auto haben und den Weg ins Tal einkalkulieren – dafür schläft es sich oben deutlich stiller, und die Aussicht aus dem Frühstücksraum ist eine andere Liga. Für einen reinen Skiurlaub auf der 4-Berge-Skischaukel ist es der umständlichere Standort.

Nach Westen schließen Pichl, Gleiming und das Preuneggtal an, von wo aus die Reiteralm erschlossen wird, nach Osten liegt Haus im Ennstal am Fuß des Hauser Kaibling. Beide sind eigene Orte, funktionieren aber als Übernachtungsgebiet für dieselbe Skischaukel und sind oft günstiger als Schladming selbst. Die Faustregel für die ganze Region lautet: Je weiter du dich vom Zentrum entfernst, desto mehr Ruhe und Aussicht bekommst du – und desto abhängiger wirst du von Auto oder Skibus. Für zwei Nächte ist das lästig, für eine ganze Woche oft die bessere Entscheidung.

Übernachten

Hotels in Schladming und die passende Lage für deinen Urlaub

Zwischen Wellnesshaus im Zentrum und Bauernhofpension auf der Terrasse liegen hier keine zehn Autominuten, aber zwei sehr verschiedene Urlaube.

Im Zentrum konzentrieren sich die größeren Häuser. Das Falkensteiner Hotel Schladming steht für den Wellness-Zugang mit großzügigem Spa-Bereich, das Sporthotel Royer Schladming ist der Klassiker für Aktivurlauber und liegt in Gehweite zur Planai-Talstation, das JOHANN Schladming gibt sich als Stadthotel bewusst urbaner, und das Hotel Neue Post gehört zu den traditionsreichen Adressen direkt im Ort. Wer mehr Platz und eine Küche braucht, findet mit dem Hotel Tritscher Schladming eine Apartment-Variante, die vor allem für Familien und längere Aufenthalte gedacht ist, und auf der Planai-Seite des Ortes vertritt das TUI BLUE Schladming die international geprägte Kategorie mit eigenem Programm. Allen gemeinsam ist der entscheidende Vorteil dieser Lage: Du gehst zum Skifahren, zum Essen und zum Bahnhof zu Fuß.

Außerhalb wird es ruhiger und meist auch günstiger. Das Hotel Waldfrieden Rohrmoos liegt auf der Terrasse über dem Ort mit Wanderwegen vor der Tür, die Pension Alpenperle Ramsau vertritt die familiäre Kategorie auf dem Hochplateau, dazu kommen Bauernhöfe und Gasthöfe in den beiden Seitentälern. Der Unterschied zeigt sich abends: Wer draußen wohnt, isst in aller Regel im Haus, weil die Alternative eine Autofahrt wäre. Genau deshalb ist Halbpension in dieser Region so verbreitet – prüfe beim Vergleichen, ob im Preis nur das Frühstück oder auch das Abendessen steckt, sonst rechnest du an den falschen Zahlen.

Die Preisfrage entscheidet in Schladming der Kalender. Weihnachten und Neujahr, die Semesterferienwochen im Februar und die Tage rund um das Nightrace im Januar sind die teuersten Termine des Jahres, und in der Hochsaison verlangen viele Häuser feste Anreisetage und Mindestaufenthalte statt einzelner Nächte. Deutlich entspannter reist du im Januar außerhalb der Rennwoche, im März, wenn die Tage länger und die Pisten sonniger sind, oder im Sommer, wo dieselben Häuser oft einen Bruchteil kosten. Im Mai und im November stellen viele Betriebe ganz auf Pause – dann findest du zwar Zimmer, aber wenig geöffnetes Umfeld.

Zwei Details, die den Aufenthalt praktisch entscheiden. Erstens die Gästekarte: Viele Unterkünfte der Region geben im Sommer eine Karte aus, mit der Bergbahnen und Attraktionen abgedeckt sind – das ist bei mehreren Bergfahrten schnell mehr wert als die Zimmerkategorie, also frag bei der Buchung danach. Zweitens der Skibus: Im Winter verkehren Busse zwischen Ort, Rohrmoos und den Talstationen, und für Gäste ist die Nutzung in der Regel inkludiert. Erkundige dich nach Haltestelle und Takt in der Nähe deiner Unterkunft, bevor du dich für ein Haus außerhalb entscheidest – zwischen fünf Gehminuten und zwei Kilometern liegt im Skischuh eine Welt.

Hotels in Schladming

Alle 8 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Restaurants in Schladming und was im Ennstal auf den Teller kommt

Die steirische Küche macht hier oben keine Umwege – und die beste Jause des Tages isst du meistens auf 1.800 Metern.

Im Ortskern liegt die größte Spannweite. Die Tischlerei Schladming kocht kreativ österreichisch mit mediterranen Einflüssen in einer ehemaligen Werkstatt und ist die Adresse für den Abend, an dem es etwas mehr sein darf. Das Stadtbräu Schladming steht für die andere Richtung: steirisches Wirtshaus mit regionaler Karte und Bräuhaus-Atmosphäre. Für den Vormittag ist das Café Stadttor die naheliegende Wahl, mit Kaffeehauskultur und Frühstück im Zentrum. Und die Hohenhaus Tenne am Fuß der Planai ist tagsüber Gasthaus und ab dem späten Nachmittag die bekannteste Après-Ski-Institution des Ortes – wer Ruhe sucht, isst woanders.

Der Berg hat seine eigene Gastronomie, und sie ist oft die ehrlichere. Die Hochwurzenhütte am Gipfel der Hochwurzen serviert Almküche mit Blick über das ganze Ennstal, in den Seitentälern und auf den Almen der Rohrmooser Terrasse reihen sich bewirtschaftete Hütten aneinander, und auf dem Ramsauer Plateau gehört der Alpengasthof Peter Rosegger zu den bekannten Einkehradressen. Zwei Regeln gelten fast überall: Die Küche schließt am Berg deutlich früher als im Tal, oft am frühen Nachmittag, und nicht jede Hütte akzeptiert Karte. Ein paar Scheine in der Jackentasche ersparen dir den Umweg.

Regional heißt in dieser Ecke der Steiermark vor allem Milch, Fleisch und Getreide. Der Ennstaler Steirerkas ist ein sehr kräftiger Sauermilchkäse, den man entweder liebt oder nach einem Bissen weiterreicht – er gehört auf jede ordentliche Brettljause, zusammen mit Speck, Kren und dunklem Brot. Dazu kommen Kaspressknödel in der Suppe, Schweinsbraten, Ramsauer Lamm von den Höfen des Plateaus und als Nachspeise fast zwangsläufig Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster. Das steirische Kürbiskernöl, das die meisten Gäste mit der Region verbinden, stammt eigentlich aus dem Süden des Bundeslandes, steht hier aber trotzdem auf jedem Salat.

Zum Trinken bestellst du Bier – Schladminger ist als Marke im Ennstal allgegenwärtig und gehört zum Ort wie die Planai. Wer Wein will, bleibt ebenfalls im Bundesland: Weiß aus der Südsteiermark, allen voran Sauvignon Blanc und Welschriesling, steht auf praktisch jeder Karte. Praktisch solltest du zwei Dinge einplanen: In der Hochsaison und an Wochenenden lohnt eine Reservierung im Ort, spontan bekommst du abends um acht selten einen Tisch. Und in den Zwischensaisonen im Mai und November hat ein spürbarer Teil der Lokale geschlossen – dann ist die Auswahl im Zentrum am größten, weil die Betriebe am Berg ohnehin pausieren.

Restaurants in Schladming

Anreise & vor Ort

Anreise nach Schladming mit Bahn und Auto

Schladming ist einer der wenigen Alpenorte, in denen der Bahnhof näher an der Gondel liegt als die meisten Hotelparkplätze.

Mit der Bahn ist die Anreise unkompliziert: Schladming liegt an der Ennstalbahn zwischen Salzburg und Graz, und der Bahnhof liegt am Rand des Ortszentrums, wenige Gehminuten vom Stadtplatz und von der Planai-Talstation entfernt. Aus Deutschland fährst du in der Regel über München und Salzburg, aus dem Osten Österreichs über Bischofshofen oder über die steirische Seite. Das macht Schladming zu einem der wenigen Skiorte, in denen ein Winterurlaub ohne Auto wirklich funktioniert – im Ort erledigst du alles zu Fuß, für die Skigebiete gibt es die Skibusse, und Skidepots an den Talstationen ersparen dir das Schleppen.

Mit dem Auto kommst du aus Richtung Deutschland über die Tauernautobahn A10 und verlässt sie im Raum Altenmarkt und Radstadt, danach führt die Ennstal Straße B320 nach Osten ins Tal. Für die österreichischen Autobahnen brauchst du eine Vignette, digital oder als Klebestreifen, und zwar bevor du auffährst. Von Salzburg sind es rund 90 Kilometer, von München je nach Route etwa drei Stunden, von Graz gut zwei. Im Winter gehören Winterreifen und Schneeketten ins Auto – nicht wegen der Bundesstraße im Tal, sondern wegen der Serpentinen nach Rohrmoos und auf die Ramsau, die bei Neuschnee anspruchsvoll werden.

Vor Ort brauchst du das Auto seltener, als du denkst. Zwischen Ort, Rohrmoos, den Talstationen und den Nachbarorten verkehren im Winter Skibusse, die für Gäste in der Regel inkludiert sind, dazu kommen regionale Buslinien ins Untertal, ins Obertal und auf die Ramsau. Im Sommer deckt die Gästekarte vieler Unterkünfte Bergbahnen und Attraktionen ab. Sinnvoll ist ein Auto vor allem, wenn du in einem der Seitentäler oder auf dem Plateau wohnst, wenn du früh an einem entfernten Wanderparkplatz stehen willst oder wenn du das weitere Ski amadé mitnimmst.

Zwei Hinweise für die Planung. Erstens der nächstgelegene Flughafen: Salzburg liegt rund 90 Kilometer entfernt und ist per Bahn und Bus erreichbar, München und Wien sind die größeren Alternativen mit entsprechend längerer Weiterreise. Zweitens die Radfahrer: Der Ennsradweg führt als überwiegend flache Route durch das Tal und lässt sich sehr gut mit der Bahn kombinieren, weil die Bahnhöfe im Ennstal dicht liegen und Züge Räder mitnehmen – eine der wenigen Möglichkeiten, hier ohne Auto von Ort zu Ort zu kommen, ohne den ganzen Tag auf Fahrpläne zu schauen.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Stadtviertel

Die Stadtviertel von Schladming – und welches zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Schladming im Jahreslauf

Das Jahr hat hier zwei starke Saisons und zwei Monate, in denen halb Schladming die Rollläden herunterlässt.

Schladming liegt auf rund 750 Metern in einem inneralpinen Tal, entsprechend deutlich sind die Jahreszeiten: kalte Winter mit Tageshöchstwerten um oder knapp über dem Gefrierpunkt, kurze und angenehm milde Sommer, in denen die Nächte auch im Juli auf rund zehn Grad abkühlen. Die Berge ringsum reichen von 1.850 Metern auf der Hochwurzen bis fast 3.000 Meter am Dachstein, und pro tausend Höhenmeter verlierst du grob sechs Grad – wenn im Tal 25 Grad stehen, sind es am Gletscher auf 2.700 Metern gut zwölf Grad weniger, dazu kommt der Wind über dem Eis. Wichtiger als das Thermometer ist die Saisonlogik: Bergbahnen, Hütten und viele Hotels stellen im Mai und im November den Betrieb ein, und genau dann wirkt der Ort seltsam leer.

Jan1°-8°Hochsaison, Nightrace-Woche
Feb3°-7°beste Schneelage, Ferienandrang
Mär8°-4°Sonne, Firn, ruhigere Pisten
Apr13°0°Saisonende, oben noch Schnee
Mai18°4°Zwischensaison, vieles geschlossen
Jun21°8°Almen grünen, Bahnen starten
Jul23°10°warm, Gewitter am Nachmittag
Aug22°10°beste Wanderzeit, Hütten voll
Sep18°6°klare Sicht, leere Wege
Okt13°2°goldene Lärchen, kurze Tage
Nov6°-2°Zwischensaison, Ort im Ruhemodus
Dez2°-6°Saisonstart, Advent im Ort

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Für Wanderer sind Juli, August und September die beste Reisezeit: 18 bis 23 Grad im Tal, offene Hütten, freie Höhenwege – wobei der September die klarste Sicht und die leersten Wege bringt und der August die vollsten. Für Skifahrer sind Februar und März die stärksten Wochen, mit verlässlicher Schneelage und im März schon spürbar mehr Sonne und längeren Tagen. Der Januar ist schneesicher, aber rund um das Nightrace teuer und voll. Mai und November meidest du besser: Dann pausieren Bergbahnen, Hütten und viele Betriebe gleichzeitig.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Schladming

Welcher Skipass gilt in Schladming?
Die Skipässe der Region gelten in der Regel für Ski amadé, den Verbund aus fünf Regionen mit zusammen über 700 Pistenkilometern – neben der 4-Berge-Skischaukel also auch Gastein, Hochkönig, Grossarltal und die Salzburger Sportwelt. Für zwei bis drei Skitage reicht meist das kleinere regionale Ticket, ab einer Woche lohnt der große Pass.
Sind die vier Berge der Skischaukel durchgehend verbunden?
Hauser Kaibling und Planai hängen direkt über Pisten und Lifte zusammen, Hochwurzen und Reiteralm binden über eigene Zubringer und Skibusse an. Plane den Tag deshalb nicht als eine durchgehende Runde über alle vier Berge, sondern prüfe die aktuelle Pistenkarte und behalte im Blick, wann der letzte Zubringer zurückfährt.
Wann findet das Nightrace in Schladming statt?
Der Weltcup-Nachtslalom auf der Planai wird traditionell im Januar gefahren, das genaue Datum wechselt aber jede Saison mit dem Weltcup-Kalender. Tickets und Hotelzimmer sind früh vergeben, und in dieser Woche ist der Ort ausgebucht. Wenn du einen ruhigen Skiurlaub willst, prüfe den Termin vor der Buchung und leg deine Reise bewusst daneben.
Ist Schladming schneesicher?
Der Ort liegt auf rund 750 Metern, die Berge reichen knapp über 2.000 – die Saison hängt daher stark an der sehr dicht ausgebauten Beschneiung, die in der Praxis zuverlässig funktioniert. Im Dezember und im April lohnt trotzdem ein Blick auf den aktuellen Schneebericht, bevor du dich auf die Talabfahrt bis vor die Unterkunft verlässt.
Lohnt sich die Fahrt auf den Dachstein-Gletscher?
Für die Aussicht ja: Eispalast, Hängebrücke, Treppe ins Nichts und der Sky Walk über der Südwand füllen zwei bis drei Stunden, und die Kulisse trägt die Inszenierung. Zieh dich warm an, auch im Hochsommer kommt die Temperatur dort oben selten über zehn Grad. Was am Gletscher an Skibetrieb läuft, ändert sich mit dem Eisrückgang – vorher aktuell nachfragen.
Braucht man in Schladming ein Auto?
Im Ortszentrum nicht. Bahnhof, Stadtplatz und Planai-Talstation liegen zu Fuß beieinander, im Winter fahren Skibusse zu den Talstationen und in die Nachbarorte. Ein Auto brauchst du, wenn du in Rohrmoos, in den Seitentälern oder auf der Ramsau wohnst, früh an einem Wanderparkplatz stehen oder das weitere Ski amadé mitnehmen willst.
Wohnt man besser in Schladming oder in der Ramsau?
Schladming ist die Wahl für kurze Wege, Skifahren ohne Autologistik und Abende außer Haus. Die Ramsau liegt rund 400 Höhenmeter darüber auf einem stillen Hochplateau, punktet mit Langlaufloipen, Dachsteinblick und mehr Ruhe, verlangt dafür aber ein Auto und die Fahrt über die Serpentinenstraße ins Tal.
Was kann man in Schladming mit Kindern unternehmen?
Im Sommer den Spielbereich an der Planai-Mittelstation, den Rittisberg in der Ramsau mit Sessellift und Sommerrodelbahn, die kurze Wanderung zum Duisitzkarsee und die Stege am Wilde-Wasser-Weg. Im Winter die flachen Übungshänge in Rohrmoos mit ihren Skischulen, die Loipen auf dem Ramsauer Plateau und eine Rodelabfahrt von der Hochwurzen ins Tal.
Wie anspruchsvoll ist der Wilde-Wasser-Weg zum Riesachsee?
Technisch überschaubar, konditionell nicht zu unterschätzen: Der Weg führt über Holzstege, Treppen und eine Hängebrücke an den höchsten Wasserfällen der Steiermark vorbei bis auf gut 1.300 Meter. Feste Schuhe sind Pflicht, nach Regen ist alles nass und rutschig, und mit kleineren Kindern solltest du die schwindelfreien Passagen einkalkulieren.
Sind die Bergbahnen im Sommer in der Unterkunft inkludiert?
Viele Gastgeber der Region geben im Sommer eine Gästekarte aus, mit der Bergbahnen und mehrere Attraktionen abgedeckt sind. Automatisch ist das nicht – frag bei der Buchung ausdrücklich danach, denn ab der zweiten oder dritten Bergfahrt macht die Karte preislich mehr aus als der Unterschied zwischen zwei Zimmerkategorien.
Wo gibt es in Schladming Après-Ski?
Der Schwerpunkt liegt am Fuß der Planai, wo die Hohenhaus Tenne als bekannteste Adresse ab dem späten Nachmittag läuft, dazu kommen weitere Lokale rund um die Talstation. Wer davon nichts will, wohnt besser nicht direkt daneben und isst im Zentrum oder auf der Rohrmooser Terrasse, wo es deutlich früher ruhig wird.
Was kann man in Schladming bei Regen machen?
Die ehrliche Antwort: weniger als in einer Stadt. Es bleiben ein Bummel über den Stadtplatz mit Einkehr, die Wellnessbereiche der größeren Hotels und die Klamm- und Wasserfallwege, die bei Nässe ohnehin ihren Reiz haben – mit Regenjacke und festen Schuhen. Für einen ganzen Regentag lohnt eher ein Ausflug ins Tal oder in die Nachbarorte.

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SchladmingÜber dem Stadtplatz steht der Dachstein wie eine weiße Wand, und keine zehn Gehminuten weiter fährt die Gondel auf jenen Berg hinauf, auf dem im Januar zehntausende Menschen im Dunkeln stehen und Slalom schauen.
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