Ein paar Autominuten außerhalb der Stadtmauern liegt die Villa Cicolina zwischen Zypressen, Olivenbäumen und einem Rosengarten – ein Quartier, das sich bewusst von den engen Stadthotels der Altstadt unterscheidet. Das Haus ist eine Landvilla aus dem späten 16. Jahrhundert, einst Sommersitz einer Adelsfamilie aus Montepulciano, und hat seinen herrschaftlichen Charakter bewahrt: Deckenfresken, Terrakottaböden und Antiquitäten prägen die Räume, sodass die Zimmer eher an ein privates Landhaus als an ein Hotel erinnern.
Die Lage im Grünen ist der eigentliche Reiz. Vom Pool am Rand des Hügels reicht der Blick weit über das Tal, und die Ruhe abseits der Stadtgassen macht die Villa zu einem Rückzugsort nach Tagen voller Sehenswürdigkeiten und Weinproben. Der Garten mit Zypressen und Rosen lädt zum Verweilen ein, und das kleine Relais bewahrt eine familiäre, persönliche Atmosphäre, wie sie große Hotels selten bieten. Abends serviert das hauseigene Restaurant toskanische Küche, begleitet von Weinen aus dem eigenen Keller – man muss für ein gutes Essen also nicht erst in die Stadt fahren.
Wer hier wohnt, sollte ein eigenes Auto haben: Die Altstadt von Montepulciano ist zwar nah, aber nicht fußläufig erreichbar, und gerade für Ausflüge ins Val d'Orcia, nach Pienza oder zu den umliegenden Weingütern ist ein Wagen praktisch. Die Villa Cicolina ist von Frühjahr bis Spätherbst geöffnet und damit auf die Hauptreisezeit der Toskana ausgerichtet. Sie eignet sich besonders für Reisende, die Montepulciano als Basis für die Südtoskana nutzen und am Ende des Tages Ruhe, Garten und Pool dem Trubel der Altstadt vorziehen – ein Landhaus-Erlebnis mit Geschichte statt eines reinen Übernachtungsplatzes.
