Region · Deutschland

Rügen

Weiße Kreidefelsen über türkiser Ostsee, Seebrücken vor Bäderarchitektur und Buchenwald bis an die Abbruchkante – Rügen ist Deutschlands größte Insel.

Die Region

Was Rügen ausmacht

Rügen packt auf knapp 1.000 Quadratkilometer mehr Küstenformen als jede andere deutsche Region: die Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund mit dem 118 Meter hohen Königsstuhl, kilometerlange Sandstrände an der Schaabe, die Steilufer von Kap Arkona und die stillen Boddengewässer im Westen. Dazwischen reihen sich die Ostseebäder Binz, Sellin und Göhren mit ihren weißen Villen der Bäderarchitektur, verbunden durch die Dampfzüge des Rasenden Roland. Sassnitz liefert Räucherfisch am Hafen, Prora deutsche Geschichte auf 4,5 Kilometern Beton, Putbus klassizistisches Weiß – und vor der Westküste wartet die autofreie Insel Hiddensee auf einen Tagesausflug.

Reiseführer

Rügen von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Hinter Stralsund hebt sich die Rügenbrücke über den Strelasund, und mit dem höchsten Punkt des Bogens wechselt die Landschaft – Boddenwasser links und rechts, Alleen mit altem Baumbestand, dahinter Kornfelder bis zum Horizont. Rügen empfängt dich nicht mit Meer, sondern mit Weite – die Ostsee hebst du dir auf für den Moment, in dem du in Binz zwischen zwei weißen Villen hindurch zum ersten Mal auf die offene See schaust.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Rügen

Früh um sieben am Hochufer bei Sassnitz hast du die Kreide noch für dich – nur Buchenlaub, Wellenschlag und das erste Licht auf dem weißen Kliff.

Die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund sind das Bild, das jeder mit Rügen verbindet – und sie halten dem Erwartungsdruck stand. Der Königsstuhl ragt 118 Meter über die Ostsee, seit 2023 schwebt dort der Skywalk als frei auskragende Aussichtsplattform über der Abbruchkante, und von der benachbarten Victoria-Sicht schaust du kostenlos auf das berühmteste Kliff der Insel. Caspar David Friedrich hat diese Küste gemalt; das Zusammenspiel aus weißer Kreide, türkisem Wasser und Buchenwald funktioniert bis heute wie am ersten Tag. Details zu Anfahrt und Wegen bekommst du weiter unten im eigenen Abschnitt.

Die zweite Attraktion der Insel sind die Seebäder selbst: In Binz und Sellin steht die Bäderarchitektur der Kaiserzeit so dicht wie nirgends sonst an der deutschen Küste – weiße Holzveranden, Türmchen, Loggien, davor die Seebrücken. Die Seebrücke Sellin mit ihrem Brückenhaus ist das meistfotografierte Bauwerk Rügens, die Binzer Promenade mit dem Kurhaus das eleganteste Stück Uferlinie. Dazwischen liegt das Jagdschloss Granitz von 1846 auf dem höchsten Hügel Ostrügens; wer die gusseiserne Wendeltreppe im Mittelturm hinaufsteigt, sieht die halbe Insel bis nach Usedom.

Im Norden wartet mit Kap Arkona das zweite große Postkartenmotiv: zwei Leuchttürme nebeneinander auf dem Steilufer der Halbinsel Wittow, dazu die Wallanlage der slawischen Jaromarsburg und das reetgedeckte Fischerdorf Vitt in seiner Uferschlucht. Zwischen Wittow und Jasmund spannt sich die Schaabe, ein kilometerlanger, feinsandiger Strandbogen mit Kiefernwald im Rücken – viele halten ihn für den besten Badestrand der Insel. Und im Westen liegt Hiddensee vor der Küste, autofrei und nur per Schiff erreichbar, als Kontrastprogramm zum Trubel der Ostseebäder.

Dazu kommen die Zeitschichten, die Rügen besonders machen: Prora, der 4,5 Kilometer lange NS-Bau zwischen Binz und Sassnitz, heute mit Dokumentationszentrum und Baumwipfelpfad direkt nebenan. Putbus, die weiße Klassizismus-Stadt des Fürsten Malte mit ihrem kreisrunden Circus. Der Rasende Roland, die Schmalspurbahn von 1895, die noch immer täglich dampfend die Ostseebäder verbindet. Und im Sommer die Störtebeker Festspiele auf der Naturbühne Ralswiek am Jasmunder Bodden – Freilufttheater mit Schiffen, Pferden und Pyrotechnik vor echter Boddenkulisse.

Kreidefelsen & Königsstuhl

Kreidefelsen und Königsstuhl im Nationalpark Jasmund

Wo der Buchenwald abrupt endet, fällt das Kliff senkrecht in die Ostsee – und das Wasser darunter leuchtet über dem Kreidegrund fast karibisch hell.

Der Nationalpark Jasmund ist Deutschlands kleinster Nationalpark und schützt genau das, was Rügen unverwechselbar macht: die aktive Kreidesteilküste zwischen Sassnitz und Lohme und die alten Buchenwälder auf dem Hochufer, die seit 2011 als Teil der Alten Buchenwälder zum UNESCO-Welterbe gehören. Die Kreide arbeitet ständig – nach starken Regenfällen und Frostwechseln brechen immer wieder Teile der Wand ab. Deshalb gilt oben wie unten: auf den Wegen bleiben, Abstand zur Kante und zum Klifffuß halten und die Absperrungen ernst nehmen, auch wenn der Fotospot dahinter noch besser aussieht.

Der Königsstuhl ist mit 118 Metern der bekannteste Kreidefelsen, und der Zugang läuft über das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl: Ausstellung, Kino und seit April 2023 der Skywalk – eine elliptische Plattform, die frei über der Abbruchkante schwebt und den Blick senkrecht die weiße Wand hinunter freigibt. Der Eintritt ist kostenpflichtig, dafür barrierefrei und wetterunabhängig. Wer nur den klassischen Blick auf den Königsstuhl will, geht zur Victoria-Sicht wenige Minuten südlich: kostenlos, spektakulär und der Standpunkt, von dem die meisten Königsstuhl-Fotos entstehen.

Zur Anfahrt: Direkt am Königsstuhl gibt es keine Parkplätze. Du stellst das Auto auf dem Großparkplatz in Hagen ab und nimmst den Pendelbus oder gehst die rund drei Kilometer zu Fuß, hübsch am Herthasee vorbei. Sportlicher und deutlich lohnender ist der Hochuferweg ab Sassnitz: gut acht Kilometer über Stock und Wurzelwerk durch den Welterbe-Buchenwald, immer wieder mit Aussichtspunkten wie der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht, bis der Wald den Blick auf den Königsstuhl freigibt. Alternativ zeigen dir die Ausflugsschiffe ab Sassnitz die Kreideküste von See – die Perspektive, in der die Wand am mächtigsten wirkt.

Timing entscheidet hier mehr als anderswo: Zwischen 11 und 16 Uhr schieben sich in der Saison Busgruppen über die Plattformen, morgens und ab dem späten Nachmittag gehört das Hochufer wieder den Wanderern. Das Licht steht vormittags am besten, weil die Ostküste nach Osten schaut und die Sonne dann direkt auf die Kreide fällt. Im Herbst und Winter hat die Steilküste einen eigenen Reiz – Sturm, Wellen am Kliff, keine Menschen –, dann sind Teile der Wege aber matschig und nach Abbrüchen mitunter gesperrt. Kreide mitnehmen ist übrigens verboten: Der Nationalpark ahndet das, und die Fundstücke gehören ohnehin ans Kliff.

Binz & Prora

Binz und Prora – Bäderarchitektur neben dem Koloss

Auf der Binzer Promenade riecht es nach Sonnencreme und geräuchertem Fisch, und hinter den Strandkörben stehen die weißen Villen wie eine Kulisse, die seit 120 Jahren niemand umgebaut hat.

Binz ist das größte Seebad Rügens und der Ort, an dem die Insel am meisten nach klassischem Ostseeurlaub aussieht: eine kilometerlange Strandpromenade, gesäumt von Bäderarchitektur-Villen mit geschnitzten Veranden, in der Mitte das Kurhaus über dem breiten, feinsandigen Hauptstrand, davor die 370 Meter lange Seebrücke. Die Hauptstraße dahinter ist auf Flanieren gebaut – Cafés, Fischbrötchen, Boutiquen –, und wer dem Trubel entgehen will, biegt an den Südstrand Richtung Klünderberg ab oder läuft am Schmachter See durch den Park der Sinne. Binz ist voll im Sommer, keine Frage, aber es trägt den Betrieb mit Stil.

Zwei Ausflüge gehören zu Binz wie die Seebrücke: Vom Bahnhof Binz LB dampft der Rasende Roland durch den Wald zur Station Jagdschloss, von dort sind es zwanzig Minuten Fußweg hinauf zum Jagdschloss Granitz. Der Mittelturm mit seiner freitragenden gusseisernen Wendeltreppe ist nichts für weiche Knie, belohnt aber mit einem Rundblick über die Granitz, die Boddenkette und die offene See. Zurück geht es zu Fuß durch den Buchenwald nach Binz – eine der schönsten kleinen Wanderungen Ostrügens, bergab und in einer guten Stunde zu machen.

Drei Kilometer nördlich beginnt Prora, und der Kontrast könnte härter nicht sein: 4,5 Kilometer Stahlbetonriegel, ab 1936 als Seebad der NS-Organisation Kraft durch Freude für 20.000 Urlauber begonnen und nie als solches genutzt. Das Dokumentationszentrum Prora ordnet die Geschichte des Kolosses ein – von der Propaganda-Planung über die NVA-Zeit bis zur heutigen Sanierung – und ist der richtige erste Stopp, bevor du an der Anlage entlanggehst. Denn genau das ist das Irritierende: Teile der Blöcke sind heute sanierte Eigentumswohnungen und Hotels mit Meerblick, andere stehen als Rohbau-Ruine im Kiefernwald.

Direkt hinter Prora liegt mit dem Naturerbe Zentrum Rügen einer der besten Familienstopps der Insel: Der Baumwipfelpfad schraubt sich auf 1.250 Metern durch die Kronen von Buchen und Kiefern bis zur Aussichtsplattform des Turms, von der du über den Wald bis zum Jasmunder Bodden und zur Ostsee schaust – komplett kinderwagentauglich, weil alles über Rampen läuft. Der Strand von Prora ist derselbe feine Sand wie in Binz, nur deutlich leerer; wer im Sommer eine ruhige Alternative zum Binzer Hauptstrand sucht, findet sie hier zwischen den Kiefern.

Sellin & Mönchgut

Sellin, Göhren und die Halbinsel Mönchgut

Am Ende der Selliner Wilhelmstraße bricht das Hochufer ab, und unten steht sie im Gegenlicht: die Seebrücke mit ihrem weißen Brückenhaus, 394 Meter weit in der Ostsee.

Sellin besitzt das eine Motiv, das auf jedem zweiten Rügen-Kalender landet: die Seebrücke mit dem historisierenden Brückenhaus, 394 Meter lang, in den 1990er-Jahren nach dem Vorbild der 1920er wieder aufgebaut. Der beste Zugang ist die Inszenierung selbst – die Wilhelmstraße mit ihren restaurierten Bäderarchitektur-Villen läuft direkt auf die Hochuferkante zu, dann geht es die Treppe hinunter zum Strand. Komm einmal zum Sonnenaufgang, wenn die Brücke frei ist und das Brückenhaus im ersten Licht steht; tagsüber teilst du dir den Steg mit vielen anderen. Im Brückenhaus wird gegessen und geheiratet, an der Seebrücke starten Ausflugsschiffe entlang der Küste.

Hinter Sellin und Baabe beginnt das Mönchgut, der zerlappte südöstliche Zipfel der Insel und Teil des Biosphärenreservats Südost-Rügen: Hügelketten, Trockenrasen, Boddenbuchten und kleine Häfen, in denen Zeesboote mit braunen Segeln liegen. Göhren sitzt am Ostende auf einem Höhenrücken zwischen zwei Stränden – dem belebten Nordstrand mit Seebrücke und dem ruhigeren Südstrand Richtung Thiessow – und markiert mit dem Kap Nordperd den östlichsten Punkt Rügens. Die Aussicht vom Nordperd über die See gehört zu den unterschätzten Momenten der Insel, gerade weil hier keine Kreide im Spiel ist.

Wer das Mönchgut ernsthaft erkundet, lässt das Auto stehen: Der Rasende Roland verbindet Göhren, Baabe und Sellin mit Binz und Putbus, und die Radwege über die Halbinsel sind kurz und aussichtsreich – etwa hinauf zum Bakenberg bei Groß Zicker, mit 66 Metern einer der besten Aussichtspunkte über die Boddenlandschaft. Groß Zicker selbst ist ein Dorf aus Reetdachhäusern um eine mittelalterliche Kirche, Thiessow am Südzipfel ein stiller Badeort mit breitem Strand. Das Mönchgut ist die langsame Seite Rügens; wer nur Kreidefelsen und Binz gesehen hat, hat diese Hälfte der Insel verpasst.

Den klassizistischen Kontrapunkt setzt Putbus, wenige Kilometer landeinwärts: Fürst Wilhelm Malte I. ließ sich ab 1810 eine weiße Residenzstadt bauen, deren rundes Herzstück – der Circus mit seinem Obelisken – bis heute vollständig erhalten ist. Das Schloss selbst wurde zu DDR-Zeiten abgerissen, geblieben sind Theater, Orangerie und ein weitläufiger Landschaftspark mit altem Baumbestand. Putbus ist zugleich Ausgangspunkt des Rasenden Roland und Tor zur Insel Vilm vor der Küste, die als frühere DDR-Gästeinsel nur mit Führung und in kleinen Gruppen betreten werden darf.

Sassnitz & Kap Arkona

Sassnitz, Kap Arkona und die Halbinsel Wittow

Im Sassnitzer Stadthafen hängt der Geruch von Räucherfisch zwischen den Kuttern, und über den Dächern der Altstadt beginnt schon der Buchenwald des Nationalparks.

Sassnitz ist keine Bäderarchitektur-Kulisse, sondern eine Hafenstadt mit Ecken und eigener Würde – und genau darum lohnt sie sich. Im Stadthafen, geschützt von einer der längsten Außenmolen Europas, verkaufen Räucherereien Fisch direkt vom Kutter, Ausflugsschiffe legen zur Kreideküsten-Tour ab, und die geschwungene Fußgängerbrücke verbindet die höher gelegene Altstadt mit dem Wasser. Die Gründerzeit-Häuser an den Hangstraßen erzählen von der Zeit, als Sassnitz feines Seebad und Fährhafen nach Skandinavien zugleich war. Als Basis für den Nationalpark Jasmund ist die Stadt unschlagbar: Der Hochuferweg zum Königsstuhl beginnt am Stadtrand.

Ganz im Norden, auf der Halbinsel Wittow, läuft Rügen am Kap Arkona aus. Das Kap ist autofrei – du parkst in Putgarten und gehst die knapp zwei Kilometer zu Fuß, mit dem Rad oder nimmst die Kap-Arkona-Bahn. Oben stehen zwei Leuchttürme Seite an Seite: der gedrungene Schinkelturm aus den 1820er-Jahren, der heute Ausstellungen und ein Standesamt beherbergt, und der jüngere Turm von 1905, dessen Plattform den Rundblick über Steilufer und See freigibt. Direkt daneben liegen die Wälle der Jaromarsburg, einst Heiligtum der slawischen Ranen, an dem die Kreideküste seit Jahrhunderten Stück für Stück ins Meer bricht.

Vom Kap führt ein Uferpfad hinunter nach Vitt, und dieser halbe Kilometer gehört zu den besten Wegstücken der Insel: Das Fischerdorf duckt sich mit einem Dutzend reetgedeckter Häuser in eine Schlucht direkt am Wasser, dazu eine achteckige Kapelle über dem Ort – kein Museumsdorf, sondern bewohnt, mit Fischverkauf und einer Gaststube im Sommer. Wer noch weiter will: Am Gellort, dem tatsächlich nördlichsten Punkt Rügens ein Stück westlich, liegt der Siebenschneiderstein am Fuß der Steilküste, einer der größten Findlinge der Insel.

Zwischen Wittow und Jasmund spannt sich die Schaabe, ein schnurgerader, gut zehn Kilometer langer Strandbogen aus feinem, hellem Sand mit Kiefernwald direkt dahinter – für viele der schönste Badestrand Rügens, weil er selbst im August Platz lässt. Die Orte dahinter bleiben entspannt: Glowe mit Hafen und Blick auf die Kreidekante von Jasmund, Juliusruh mit Promenade am Nordende, Breege am Boddenufer mit Zeesbooten. Wittow selbst ist windgekämmtes Ackerland mit weiten Himmeln – wer Rügen ohne Betrieb erleben will, wohnt hier oben und fährt zu den Attraktionen, statt zwischen ihnen zu wohnen.

Route über die Insel

Rügen Rundreise: die schönste Route in einer Woche

Rügen wirkt auf der Karte kompakt, aber die Insel ist zerlappt wie ein Ahornblatt – zwischen zwei Punkten liegt fast immer ein Bodden, eine Allee und ein Dorf mit Backsteinkirche.

Eine Woche reicht für die ganze Insel, wenn du sie klug aufteilst: zwei Tage für Binz mit Jagdschloss Granitz und Prora, ein Tag für den Nationalpark Jasmund mit Hochuferweg und Königsstuhl, ein Tag für Sassnitz und die Ausflugsschifffahrt entlang der Kreideküste, ein Tag für Kap Arkona, Vitt und die Schaabe, ein Tag für Sellin, Göhren und das Mönchgut, dazu ein Puffertag für Putbus, Hiddensee oder schlicht den Strandkorb. Wer nur ein verlängertes Wochenende hat, konzentriert sich auf das Dreieck Binz–Jasmund–Sellin und hebt sich den Norden für das nächste Mal auf.

Statt täglich umzuziehen, funktionieren auf Rügen zwei Standquartiere am besten: eines im Südosten – Binz, Sellin oder ruhiger Baabe – für Seebäder, Granitz und Mönchgut, und eines im Norden, etwa Glowe, Breege oder ein Hof auf Wittow, für Jasmund, Kap Arkona und die Schaabe. Die Wege bleiben so fast immer unter 30 Minuten. Ein Wort zur Ehrlichkeit: Im Juli und August sind die B96 ab Stralsund und die Ortsdurchfahrten von Bergen und Samtens zäh, Samstag ist Wechseltag und am schlimmsten. Fahre Etappen früh morgens oder am Abend, und plane für den An- und Abreisetag keinen Programmpunkt.

Die entspannteste Fortbewegung auf der Insel ist ohnehin nicht das Auto: Der Rasende Roland verbindet Putbus, Binz, das Jagdschloss, Sellin, Baabe und Göhren in der Saison im Stundentakt (im Winter alle zwei Stunden) – mit Dampflok, Holzbänken und offenem Plattformwagen, auf dem die Fahrt selbst zum Programmpunkt wird. Dazu kommt ein dichtes Radwegenetz: Die Tour über die Schaabe von Glowe nach Juliusruh, die Runde durchs Mönchgut oder der Weg von Binz nach Prora sind flach bis wellig und familientauglich. Nur auf Jasmund wird es hügelig – der Buchenwald über der Kreide hat es in den Beinen mehr in sich, als die Karte verrät.

Der beste Tagesausflug führt von der Insel herunter: Ab Schaprode an der Westküste setzen die Fahrgastschiffe nach Hiddensee über, das autofreie Eiland vor Rügens Küste. Drüben leihst du ein Rad und fährst vom Hafen Vitte zum Leuchtturm Dornbusch im hügeligen Norden – Heidelandschaft, Steilufer, weiter Blick über die Ostsee. Hiddensee war Sommerfrische von Gerhart Hauptmann, dessen Haus in Kloster heute Museum ist, und hat sich eine Ruhe bewahrt, die es auf Rügen selbst im Oktober nicht gibt. Früh übersetzen, spät zurück: Der Tag drüben zählt zu den besten der ganzen Woche.

Unterkünfte

Hotels und Ferienwohnungen auf Rügen

Abends auf dem Villenbalkon in Binz, wenn die Promenadenlampen angehen und unten die letzten Strandkörbe zugeklappt werden, versteht man den Dauerbrenner Bäderarchitektur sofort.

Die Hotellandschaft konzentriert sich auf die Ostseebäder: In Binz reicht das Spektrum von Grandhotels direkt an der Promenade über Wellness-Häuser mit Ostseeblick bis zu Pensionen in restaurierten Bäderarchitektur-Villen in zweiter Reihe. Sellin und Göhren spielen eine Nummer kleiner, aber mit denselben Zutaten. Die Preisspreizung ist enorm: Dasselbe Zimmer kostet in den Sommerferien oft das Doppelte der Nebensaison, und Häuser in erster Reihe sind für Juli und August teils Monate im Voraus ausgebucht. Wer flexibel ist, bucht Mai, Juni oder September – gleiche Villa, halber Trubel, und die Ostsee liegt immer noch vor der Tür.

Das Rückgrat des Rügen-Urlaubs ist aber die Ferienwohnung: Von der Dachwohnung in der Binzer Villa über das Reetdachhaus im Mönchgut-Dorf bis zum umgebauten Gutshof auf Wittow ist die Auswahl riesig, und mit eigener Küche entspannt sich die Fischbrötchen-Ökonomie spürbar. Rechne mit Samstag-Wechseltagen in den Ferien und kalkuliere die Kurabgabe ein, die alle Ostseebäder pro Person und Nacht erheben – dafür bekommst du die Kurkarte, die je nach Ort Strandzugang, Busfahrten oder Ermäßigungen enthält. Für die Sommerferien gilt: Wer im Herbst davor bucht, hat die Auswahl; wer im Frühjahr sucht, nimmt, was übrig ist.

Abseits der Seebäder wohnt es sich anders und oft besser: Auf dem Mönchgut und auf Wittow vermieten Höfe und Landhäuser mit Garten, Boddenblick und Ruhe, die es an der Promenade nicht gibt – dafür fährst du zum Bäcker. Campingplätze liegen dort, wo Rügen am schönsten ist: hinter den Dünen der Schaabe im Kiefernwald, bei Baabe und Thiessow am Südzipfel. Wohnmobilstellplätze gibt es in fast jedem Ort, wild stehen ist verboten und wird in den Sommermonaten kontrolliert. Glamping-Angebote von der Schlaffass-Reihe bis zum möblierten Zelt tauchen inzwischen auch auf den Höfen im Inselinneren auf.

Die Standortfrage entscheidet den Urlaub: Familien mit kleinen Kindern sind in Baabe, Glowe oder Juliusruh richtig – flache Strände, kurze Wege, weniger Betrieb als in Binz. Wer abends ausgehen und alles zu Fuß erreichen will, nimmt Binz oder Sellin und zahlt den Aufpreis. Ruhesuchende und Radfahrer wohnen auf Wittow oder im Mönchgut am besten. Und wer die Kreidefelsen ohne Anfahrt will, wählt Sassnitz oder Lohme am Rand des Nationalparks – Lohme mit seinem kleinen Hafen unter der Steilküste ist einer der stillsten Orte mit Meerblick auf der ganzen Insel.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Partnerangebote in Kürze

Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

Partnerangebote in Kürze
Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Rügen

Am Sassnitzer Hafen reicht die Räucherei den Fisch noch warm über den Tresen – Aal, Hering, Flunder, dazwischen der Klassiker im Brötchen.

Rügens Küche beginnt am Wasser: Fischbrötchen mit Bismarckhering oder Matjes gehören zur Grundversorgung an jeder Seebrücke, aber die ehrlichste Adresse sind die Räuchereien im Sassnitzer Stadthafen und die kleinen Fischverkäufe in Häfen wie Vitt, Gager oder Thiessow, wo Hering, Flunder und Dorsch direkt vom Kutter in den Rauch gehen. Auf den Speisekarten der Insel stehen Ostseefisch und Bodden-Zander, im Frühjahr Hering, im Herbst Flunder und Dorsch, je nach Fangglück. Faustregel: Je näher am Hafen und je kürzer die Karte, desto besser der Fisch – die Promenaden-Gastronomie in den Seebädern lebt auch von Laufkundschaft.

Die zweite Insel-Spezialität wächst an der Küste: Sanddorn, die orangefarbene Beere, die auf Rügen als Saft, Likör, Marmelade, Eis und in jeder denkbaren Souvenirform verarbeitet wird – sauer, vitaminreich und tatsächlich regional. Dazu kommen Produkte, die man der Insel nicht sofort zutraut: Die Rügener Insel-Brauerei in Rambin braut Spezialbiere in offenen Gärbottichen und schenkt sie vor Ort im Garten aus, der Camembert der Marke Rügener Badejunge kommt seit Jahrzehnten aus Bergen, und Hofläden zwischen Putbus und Wittow verkaufen Wild, Honig und Gemüse aus dem Inselinneren – gute Zutaten für den Ferienwohnungsabend.

Gehoben essen kannst du vor allem in Binz und Umgebung, wo sich die dichteste Restaurantszene der Insel entwickelt hat – vom Bäderarchitektur-Salon mit Ostseeblick bis zur modernen Küche, die Bodden-Zander und regionales Gemüse neu kombiniert; in der Hochsaison ist eine Reservierung fast überall Pflicht. Genauso typisch ist das andere Ende der Skala: die Gaststube im Reetdachhaus auf dem Mönchgut, Kaffee und selbstgebackener Kuchen im Bauerngarten, gebratener Hering mit Bratkartoffeln am Boddenhafen. Beides gehört zu Rügen – und die besten Urlaubstage enden oft mit dem einfacheren der beiden Teller.

Anreise & Mobilität

Anreise nach Rügen mit Bahn und Auto

Hinter dem Stralsunder Hauptbahnhof öffnet sich der Blick auf den Strelasund, und wenn der Zug über den Rügendamm rollt, stehen links die Segelboote schon im Boddenwasser.

Mit der Bahn ist Rügen besser erreichbar als fast jede andere deutsche Ferienregion: IC- und ICE-Züge fahren direkt bis Ostseebad Binz, unter anderem aus Berlin und Hamburg, teils ohne Umstieg aus dem Ruhrgebiet und aus Süddeutschland. Günstiger geht es mit dem Deutschlandticket: Regionalzüge bringen dich über Stralsund und Bergen auf Rügen nach Binz oder Sassnitz – nur die IC/ICE-Verbindungen sind im Ticket nicht enthalten. Vor Ort übernimmt dann der Rasende Roland die Ostseebäder-Achse von Putbus über Binz und Sellin bis Göhren; für die Schmalspurbahn gilt ein eigener Tarif.

Mit dem Auto führt der Weg über die A20 bis zur Abfahrt Stralsund und dann über die Rügenbrücke, die sich seit 2007 neben dem alten Rügendamm über den Strelasund spannt. Ab hier verteilt die B96 den Verkehr über Samtens und Bergen in Richtung der Ostseebäder – und genau dort staut es sich in den Sommerferien verlässlich, besonders samstags zum Bettenwechsel. Wer flexibel ist, reist früh morgens, abends oder unter der Woche an. Eine entspannte Alternative im Sommer ist die kleine Autofähre von Stahlbrode nach Glewitz im Süden der Insel: kurze Überfahrt über den Strelasund, danach Landstraßen Richtung Putbus und Mönchgut statt B96.

Auf der Insel selbst brauchst du nicht zwingend ein Auto, wohl aber einen Plan: Die Busse des VVR verbinden Bergen, die Seebäder, Sassnitz und den Norden, in der Saison dichter getaktet; die Kurkarte mancher Orte enthält Freifahrten. Fürs Kap Arkona parkst du ohnehin in Putgarten, für den Königsstuhl in Hagen – an beiden Zielen ist das Auto nur Zubringer. Am freiesten bist du mit dem Rad: Die Wege über die Schaabe, durchs Mönchgut und von Binz nach Prora sind gut ausgebaut, Leihräder und E-Bikes gibt es in jedem Seebad. Realistisch ist die Mischung – Auto für die großen Sprünge, Rad und Roland für alles dazwischen.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Partnerangebote in Kürze
Mit Kindern

Rügen mit Kindern

An der Schaabe läuft das Wasser so flach aus, dass die Kleinen zwanzig Meter weit waten können, bevor es ihnen an die Badehose reicht – und der Kiefernwald liefert den Schatten fürs Mittagsschläfchen gleich mit.

Die Strandfrage entscheidet den Familienurlaub, und Rügen hat darauf mehrere gute Antworten: Die Schaabe zwischen Glowe und Juliusruh bietet feinen, flach abfallenden Sand mit Wald direkt dahinter – viel Platz, wenig Betrieb, ideal mit kleinen Kindern. Baabe und der Binzer Südstrand sind die bewachten, gut ausgestatteten Alternativen im Südosten, Thiessow die stille am Südzipfel. In den Seebädern gehören Strandkorb, Bademeister und Eisdiele zur Grundausstattung; an der Schaabe packst du besser selbst Proviant ein. Die Ostsee erreicht erst im Hochsommer knapp 20 Grad – Badeschuhe und ein Ersatzprogramm für frische Tage gehören ins Gepäck.

Drei Programmpunkte funktionieren bei fast jedem Kind: der Rasende Roland, weil eine echte Dampflok mit offenen Plattformwagen jede Fahrt zur Attraktion macht; der Baumwipfelpfad am Naturerbe Zentrum bei Prora, dessen Rampenweg auch mit Kinderwagen bis über die Baumkronen führt; und Karls Erlebnis-Dorf in Zirkow mit Rutschen, Traktorbahn und Erdbeer-Allerlei – als kostenloser Basisbesuch mit zahlpflichtigen Extras kalkulierbar. Dazu kommen Kletterwälder, Minigolf in fast jedem Seebad und die Möglichkeit, vom Hafen aus eine Runde mit dem Ausflugsschiff zu drehen, die bei Seegang mehr Abenteuer ist als mancher Freizeitpark.

Auch die großen Sehenswürdigkeiten lassen sich kindertauglich drehen: Am Königsstuhl macht das Nationalpark-Zentrum aus Kreide und Buchenwald eine Entdeckungsausstellung mit Multivisionskino, und der Skywalk ist für Kinder schlicht spektakulär – nur der Hochuferweg ist mit kurzen Beinen zäh, nimm stattdessen Pendelbus ab Hagen und die kurze Runde zur Victoria-Sicht. Bei Regen lohnt der Sprung über die Brücke nach Stralsund ins Ozeaneum mit seinen Ostsee-Aquarien und den Meeresriesen unterm Dach. Und für Schulkinder wird Prora greifbar, wenn ihr den Besuch kurz hält: erst Dokumentationszentrum, dann als Kontrast direkt auf den Baumwipfelpfad nebenan.

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Rügen: Wetter und Saison im Jahreslauf

Rügen hat zwei Gesichter im Kalender – die kurze, volle Badesaison und die langen, hellen Randmonate, in denen die Insel den Einheimischen und Wanderern gehört.

Das Klima ist ostseetypisch gemäßigt: milde, windige Winter um den Gefrierpunkt, ein spät startendes Frühjahr, Sommer um die 20 bis 22 Grad mit langen Tagen und ein oft goldener, stürmischer werdender Herbst. Die See glättet die Extreme – im Frühsommer bleibt es an der Küste kühler als im Binnenland, im Herbst länger mild. Baden funktioniert verlässlich von Ende Juni bis Anfang September, die Ostsee erreicht im August knapp 20 Grad. Die Werte unten gelten für die Ostküste um Binz.

Jan3°-1°still, Sturmtage
Feb4°-1°klare Kreide-Tage
Mär6°1°erstes Licht, leer
Apr11°3°Raps blüht auf
Mai16°8°hell, ruhig, ideal
Jun19°11°längste Tage
Jul21°14°Hochsaison, voll
Aug21°14°wärmste Ostsee
Sep18°11°mild, freie Strände
Okt13°7°Buchenwald färbt sich
Nov8°3°grau, stürmisch
Dez5°1°ruhig, Nebensaison

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Rügen sind Mai, Juni und September: 16 bis 19 Grad, lange helle Tage, freie Radwege und Strände sowie deutlich entspanntere Preise und Straßen als im Hochsommer. Juli und August bleiben die Monate fürs verlässliche Baden – mit knapp 20 Grad Wassertemperatur, aber auch mit vollem Binz und zäher B96. Für Kreidefelsen-Wanderungen sind Oktober mit dem sich färbenden Buchenwald und klare Wintertage ein eigener Tipp.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Rügen

Wie viele Tage braucht man für Rügen?
Für die Höhepunkte – Kreidefelsen, Binz, Sellin und Kap Arkona – reichen vier bis fünf Tage. Eine Woche erlaubt das komplette Programm inklusive Mönchgut, Putbus und einem Hiddensee-Tag, ohne dass Hektik aufkommt. Wer vor allem Strandurlaub macht, bleibt ohnehin länger und baut die Ausflüge um das Wetter herum.
Was muss man auf Rügen unbedingt gesehen haben?
Die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund mit Königsstuhl und Victoria-Sicht, die Seebrücke Sellin, die Bäderarchitektur von Binz, Kap Arkona mit dem Fischerdorf Vitt und eine Fahrt mit dem Rasenden Roland. Wer Zeit hat, ergänzt Prora mit Dokumentationszentrum und Baumwipfelpfad sowie einen Tag auf Hiddensee.
Wie kommt man zu den Kreidefelsen und zum Königsstuhl?
Mit dem Auto zum Großparkplatz Hagen, von dort per Pendelbus oder zu Fuß rund drei Kilometer zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl. Die schönere Variante ist der Hochuferweg ab Sassnitz, gut acht Kilometer durch den Welterbe-Buchenwald mit Aussichtspunkten. Alternativ zeigen Ausflugsschiffe ab Sassnitz die Kreideküste von See.
Ist der Skywalk am Königsstuhl kostenlos?
Nein – der Skywalk gehört zum kostenpflichtigen Nationalpark-Zentrum Königsstuhl, das Ticket umfasst Plattform und Ausstellung. Kostenlos ist dagegen die benachbarte Victoria-Sicht, von der der klassische Blick auf den Königsstuhl entsteht, ebenso der gesamte Hochuferweg durch den Nationalpark Jasmund.
Kommt man mit dem Deutschlandticket nach Rügen?
Ja: Mit Regionalzügen fährst du über Stralsund und Bergen bis Binz oder Sassnitz, komplett im Deutschlandticket enthalten. Nicht enthalten sind die direkten IC/ICE-Züge nach Binz und der Rasende Roland, der einen eigenen Tarif hat. Auch die VVR-Busse auf der Insel kannst du mit dem Ticket nutzen.
Braucht man auf Rügen ein Auto?
Nicht zwingend: Bahn bis Binz, der Rasende Roland zwischen den Ostseebädern, VVR-Busse und Leihräder decken viel ab. Bequemer wird es mit Auto für Kap Arkona, die Schaabe und das Inselinnere – wobei du an den großen Zielen ohnehin auf Randparkplätzen stehst und die letzten Kilometer zu Fuß, per Rad oder Bahn zurücklegst.
Welcher Ort auf Rügen eignet sich am besten als Standquartier?
Binz für die zentrale Lage mit Gastronomie und Bahnanschluss, Sellin und Baabe als ruhigere Nachbarn, Glowe oder Juliusruh für Familien an der Schaabe, Sassnitz oder Lohme für kurze Wege in den Nationalpark Jasmund. Wer Ruhe sucht, wohnt auf dem Mönchgut oder auf Wittow und nimmt etwas Fahrtzeit in Kauf.
Wie warm ist die Ostsee auf Rügen?
Im Hochsommer erreicht die Ostsee an Rügens Stränden knapp 20 Grad, in flachen Buchten und an der Schaabe nach warmen Wochen auch etwas mehr. Im Juni liegt sie oft erst bei 15 bis 17 Grad, im September hält sie sich meist noch um die 16 bis 18 Grad – Neoprenschuhe brauchst du nicht, Abhärtung hilft.
Was ist Prora und lohnt sich ein Besuch?
Prora ist der 4,5 Kilometer lange, ab 1936 begonnene und nie vollendete NS-Seebadkomplex zwischen Binz und Sassnitz – heute teils sanierte Wohnungen und Hotels, teils Ruine. Das Dokumentationszentrum ordnet die Geschichte ein und lohnt sich unbedingt; direkt daneben liegt mit dem Baumwipfelpfad des Naturerbe Zentrums der Kontrast fürs Familienprogramm.
Was kostet die Kurtaxe auf Rügen?
Die Ostseebäder erheben eine Kurabgabe pro Person und Übernachtung, deren Höhe je nach Ort variiert – meist zwischen rund zwei und 3,50 Euro pro Person und Nacht; in Binz gilt ganzjährig ein einheitlicher Satz von 3,40 Euro. Dafür gibt es die Kurkarte, die je nach Gemeinde Leistungen wie Strandnutzung, Ermäßigungen oder Busfahrten einschließt. Tagesgäste zahlen in einigen Orten eine Tageskurabgabe.
Lohnt sich ein Tagesausflug nach Hiddensee?
Ja – die autofreie Nachbarinsel ist der ruhigste Tag der ganzen Rügen-Woche. Ab Schaprode setzen Fahrgastschiffe über; drüben leihst du ein Rad und fährst vom Hafen Vitte zum Leuchtturm Dornbusch mit Blick über Heide, Steilufer und Ostsee. Früh starten lohnt sich, dann bleibt Zeit für Kloster mit dem Gerhart-Hauptmann-Haus.
Was kann man auf Rügen bei Regen machen?
Das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl mit Ausstellung, Kino und überdachtem Skywalk-Zugang funktioniert bei jedem Wetter, ebenso das Dokumentationszentrum Prora und das Jagdschloss Granitz. Der Klassiker ist der Sprung nach Stralsund ins Ozeaneum direkt hinter der Rügenbrücke – und eine Fahrt im geschlossenen Wagen des Rasenden Roland geht auch im Schauer.
Fährt der Rasende Roland das ganze Jahr?
Ja, die Schmalspurbahn verkehrt ganzjährig täglich (außer 24.–26. Dezember und Neujahr) zwischen Putbus und Göhren, mit Halten unter anderem in Binz, am Jagdschloss Granitz, in Sellin und Baabe. Im Winter fährt sie im Zwei-Stunden-Takt, in der Saison stündlich. Der Roland hat einen eigenen Tarif – Deutschlandticket und Kurkarte gelten dort nicht automatisch, Fahrräder fahren begrenzt mit.
RügenWeiße Kreidefelsen über türkiser Ostsee, Seebrücken vor Bäderarchitektur und Buchenwald bis an die Abbruchkante – Rügen ist Deutschlands größte Insel.
Reise buchen

Deine Rügen-Reise buchen

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

Partnerangebote in Kürze

Hotels

Vom Boutique-Hotel in der Altstadt bis zum Landhaus im Grünen.

Touren & Tickets

Museen, Wahrzeichen und Weinproben — Tickets und geführte Touren, oft ohne Anstehen.

Anzeige · Buchung über Partner. Preise & Verfügbarkeit beim Anbieter.

Reiseplaner · bald

Deine perfekte Reise – in Minuten geplant.

Sag uns, wohin und wie lange – der travelperfect Reiseplaner stellt dir Route, Highlights und Programm passend zusammen.

Reise planen
  • KI-Copilot
  • Route
  • Highlights
  • Crew
  • Budget
Reise buchen