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Usedom

Zwischen den Seebrücken der Kaiserbäder und dem stillen Achterwasser liegt eine der sonnenreichsten Inseln Deutschlands.

Die Region

Was Usedom ausmacht

Usedom ist die Insel der zwei Gesichter: Auf der Außenküste ziehen sich 42 Kilometer feiner Sandstrand von Karlshagen bis ins polnische Świnoujście, gesäumt von den weißen Villen der Bäderarchitektur in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin – den drei Kaiserbädern, verbunden durch eine der längsten Strandpromenaden Europas. Auf der Rückseite glitzert das Achterwasser, ein flaches Binnenrevier mit Schilfufern, Fischerdörfern wie Loddin und dem Wasserschloss Mellenthin im Hinterland. Dazu kommen die Vineta-Stadt Zinnowitz, das Historisch-Technische Museum Peenemünde am Nordzipfel und mehr Sonnenstunden als fast überall sonst in Deutschland. Erreichbar ist das alles ohne Flug: mit dem Auto über Wolgast oder die Zecheriner Brücke, mit der Bahn über Züssow und die Usedomer Bäderbahn.

Reiseführer

Usedom von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Kurz hinter Wolgast hebt sich die Klappbrücke über den Peenestrom, und mit dem ersten Blick auf Kiefernwald und Bodden wechselt der Takt. Auf Usedom riecht die Luft nach Salz und Harz, die Bäderbahn bimmelt durch die Dünenkiefern, und am Ende jeder Straße wartet entweder die offene Ostsee oder das stille Achterwasser. Zwischen beiden liegen 42 Kilometer Sandstrand, drei Kaiserbäder mit weißen Villenfassaden – und mehr Sonnenstunden, als die meisten Deutschland zutrauen.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Usedom

Morgens um acht liegt die Ahlbecker Seebrücke noch im Gegenlicht, und außer den Anglern am Geländer hast du das Wahrzeichen der Insel für dich.

Die Seebrücken sind der Anfang jeder Usedom-Runde: Die Ahlbecker Seebrücke von 1898 ist die älteste Deutschlands, ihr weißer Pavillon mit den vier grünen Ecktürmchen das meistfotografierte Motiv der Insel – am besten früh morgens, wenn das Licht flach über die Ostsee fällt und die Promenade noch leer ist. Ein paar Kilometer weiter westlich schiebt sich die Heringsdorfer Seebrücke 508 Meter weit ins Meer, länger ist keine andere im Land. Der Spaziergang bis zum Brückenkopf gehört zum Pflichtprogramm; von dort siehst du die ganze Kaiserbäder-Küste als weißes Band zwischen Wald und Wasser.

Dahinter beginnt das eigentliche Freilichtmuseum: die Bäderarchitektur. In Heringsdorf und Bansin stehen ganze Straßenzüge voller Villen aus der Kaiserzeit, mit Veranden, Türmchen und geschnitzten Giebeln – viele aufwendig saniert, einige noch im Dornröschenschlaf. Lauf die Delbrückstraße und die Kulmstraße in Heringsdorf ab oder folge einfach der Promenade, wo sich die Fassaden am dichtesten reihen. Wer sich für die Geschichte der Seebäder interessiert, findet in den Ortszentren Infotafeln zu einzelnen Häusern und ihren prominenten Sommergästen von Fontane bis Tucholsky.

Am Nordzipfel wartet mit Peenemünde der Kontrast: Im backsteinernen Kraftwerk der früheren Heeresversuchsanstalt dokumentiert das Historisch-Technische Museum, wie hier ab 1936 die erste Großrakete der Welt entstand – ein Kapitel zwischen Ingenieursleistung und Verbrechen, denn gebaut wurde unter Einsatz von Zwangsarbeitern, und die V2 traf als Terrorwaffe London und Antwerpen. Plane zwei bis drei Stunden ein; im Hafen davor liegt zusätzlich das sowjetische U-Boot U-461, das du auf eigene Faust durchklettern kannst. Beides zusammen füllt einen kompletten Schlechtwettertag.

Zwischen den Polen liegen die leiseren Ziele: der bewaldete Streckelsberg bei Koserow, mit knapp 60 Metern eine der höchsten Erhebungen der Küste, von dessen Steilufer du weit über die Bernsteinbäder blickst. Im Achterland das Wasserschloss Mellenthin, ein Renaissancebau mit Wassergraben, eigener Brauerei und Kaffeetafel im Innenhof. Und die Holländermühle von Benz, die schon Lyonel Feininger malte, als er die Insel per Rad erkundete. Wer noch Zeit hat, nimmt das Städtchen Usedom mit, das der Insel den Namen gab – mit Anklamer Tor und Hafen am Stettiner Haff.

Kaiserbäder

Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin – die drei Kaiserbäder

Auf der Promenade zwischen Bansin und Ahlbeck merkst du den Ortswechsel nur an den Schildern – die weiße Villenfront reißt auf acht Kilometern nicht ab.

Heringsdorf ist das Zentrum der drei Kaiserbäder und war schon in der Kaiserzeit die feinste Adresse der Insel – der Beiname 'Nizza der Ostsee' stammt aus der Zeit, als Industrielle und Berliner Prominenz hier ihre Sommervillen bauten. Heute konzentriert sich das Leben an der Seebrücke mit Läden und Restaurants und auf der Promenade dahinter. Wer die eleganteste Seite sehen will, geht landeinwärts durch die Villenviertel oder abends an der Strandpromenade entlang, wenn die Fassaden angestrahlt sind. Kurkonzerte in den Muschelpavillons gehören im Sommer zum festen Programm aller drei Orte.

Ahlbeck, östlichster der drei Orte, hat mit seiner Seebrücke von 1898 das Postkartenmotiv der Insel und die direkteste Verbindung nach Polen: Von der Promenade bis zur Grenze sind es kaum zwanzig Minuten zu Fuß, dahinter läuft die Europapromenade bis ins Zentrum von Świnoujście weiter. Genau das macht Ahlbeck zum praktischsten Standort für alle, die beide Seiten der Insel mitnehmen wollen – morgens Strandkorb auf deutscher Seite, nachmittags Markt und Fischrestaurants auf polnischer. Die Ostseetherme an der Grenze zu Heringsdorf rettet verregnete Nachmittage.

Bansin ist der ruhigste der drei Orte: kleiner, familiärer, mit einer Steilküste im Rücken und dem Schloonsee direkt hinter der Düne. Von hier startet einer der lohnendsten Spaziergänge der Insel – auf dem Küstenweg über die Langen Berge nach Ückeritz, oben am Steilufer durch Buchen und Kiefern, unten immer wieder Treppen zum fast leeren Strand. Wer mit Kindern reist oder dem Rummel der Seebrücken ausweichen will, ist in Bansin besser aufgehoben als im Zentrum von Heringsdorf, und die Promenade bringt dich trotzdem in einer halben Stunde zu Fuß dorthin.

Ein praktischer Hinweis zur Hochsaison: Die Kaiserbäder sind im Juli und August gut gefüllt, Parkplätze in Strandnähe knapp und bewirtschaftet. Stell das Auto am Quartier ab und nutze die Usedomer Bäderbahn, die alle drei Orte im Halbstundentakt verbindet – mit Kurkarte oder Deutschlandticket bist du flexibler als mit jedem Parkticket. Und rechne die Kurabgabe ein, die in den Seebädern pro Übernachtung fällig wird: Sie ist der Preis für gepflegte Strände, Promenaden und das Kulturprogramm, und die Kurkarte bringt Ermäßigungen an vielen Kassen der Insel.

Inselnorden

Zinnowitz und die Bernsteinbäder

Abends auf der Ostseebühne von Zinnowitz geht die Sage von Vineta unter die Haut – die versunkene Stadt soll draußen vor genau dieser Küste liegen.

Zinnowitz ist das große Seebad des Inselnordens und die lebendigste Alternative zu den Kaiserbädern: breiter Strand, eine lange Seebrücke mit Tauchgondel, die dich im Trockenen auf den Grund der Ostsee sinken lässt, und eine Promenade, die abends nicht ausstirbt. Berühmt ist der Ort für die Vineta-Festspiele: Jeden Sommer inszeniert die Vorpommersche Landesbühne auf der Ostseebühne die Sage der versunkenen Handelsstadt, die der Legende nach aus Übermut unterging und bei ruhiger See mit ihren Glocken läuten soll. Karten für laue Juliabende sind begehrt – rechtzeitig sichern.

Südöstlich schließen sich die vier Bernsteinbäder an: Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz, aufgereiht auf dem schmalsten Stück der Insel, wo zwischen Ostseestrand und Achterwasser teils nur wenige hundert Meter liegen. Der Name kommt nicht von ungefähr – nach Herbststürmen suchen Sammler am Spülsaum tatsächlich Bernstein, am aussichtsreichsten zwischen Koserow und Zempin. Die Orte selbst sind kleiner und deutlich ruhiger als die Kaiserbäder: Fischerhäuser statt Villenpracht, Naturstrand statt Konzertpavillon. Wer Usedom vor allem als Naturziel bucht, landet am besten genau hier.

Koserow hat sich in den letzten Jahren zum heimlichen Zentrum dieses Küstenabschnitts entwickelt: Über dem Ort erhebt sich der bewaldete Streckelsberg mit Blick über die gesamte Außenküste, unten stehen die Salzhütten, in denen Fischer einst ihren Fang einsalzten und die heute Fischverkauf und Gastronomie beherbergen. Mit Karls Erlebnis-Dorf gibt es zudem einen Familienmagneten mit freiem Eintritt für Regentage und Nachmittage, an denen der Strand nicht zieht. Ückeritz wiederum ist die Adresse für Camper: Der langgezogene Dünencampingplatz am Waldstrand gehört zu den größten an der deutschen Ostseeküste.

Ganz im Norden, vor Peenemünde, liegen Karlshagen und Trassenheide – zwei Orte ohne Bädervillen-Kulisse, dafür mit dem familienfreundlichsten Strand der Insel: breit, feinsandig, flach abfallend, dahinter Kiefernwald und Ferienhausgebiete statt Hotelblocks. Trassenheide hat mit der Schmetterlingsfarm eine der größten ihrer Art in Europa, Karlshagen einen kleinen Hafen am Peenestrom mit Fischverkauf direkt vom Kutter. Preislich liegen beide Orte spürbar unter den Kaiserbädern, was sie für Familien mit längeren Aufenthalten interessant macht.

Geschichte

Peenemünde und die Geschichte am Nordzipfel

Im Turbinensaal des alten Kraftwerks hallt jeder Schritt – hier begann die Raumfahrt, und hier wurde eine Terrorwaffe gebaut, beides im selben Gebäude.

Peenemünde war von 1936 bis 1945 die größte militärische Forschungseinrichtung Europas: In der Heeresversuchsanstalt entwickelte das Team um Wernher von Braun die Aggregat-4-Rakete, die als erste von Menschen gebaute Maschine die Grenze zum Weltraum durchstieß – und die als 'V2' Tod und Zerstörung über London, Antwerpen und andere Städte brachte. Gefertigt wurde unter mörderischen Bedingungen von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern. Das Historisch-Technische Museum im ehemaligen Kraftwerk erzählt diese Doppelgeschichte bemerkenswert unaufgeregt: keine Heldenerzählung, keine reine Technikschau, sondern Einordnung.

Plane für das Museum zwei bis drei Stunden: Die Dauerausstellung führt vom Kesselhaus über die Aufbauten des Kraftwerks bis aufs Dach, von dem du über den Peenemünder Haken und die Reste des Versuchsgeländes blickst. Draußen stehen Nachbauten von V1 und V2, drinnen Originalteile, Biografien und Dokumente. Das Kraftwerk selbst – der größte Industriebau Mecklenburg-Vorpommerns – ist als kalter Backsteinkoloss ein Exponat für sich. Wer tiefer einsteigen will, nimmt eine der Führungen oder erkundet per Rad die ausgeschilderten Außenstationen des Denkmal-Areals auf dem einstigen Sperrgebiet.

Direkt im Hafen vor dem Museum liegt die U-461, ein sowjetisches U-Boot der Juliett-Klasse aus dem Kalten Krieg – mit über 86 Metern eines der größten konventionell angetriebenen U-Boote, die je gebaut wurden, und heute begehbar vom Torpedoraum bis zur Zentrale. Der Rundgang durch die engen Schotts ist nichts für Platzangst, aber gerade für Jugendliche oft der eindrücklichste Programmpunkt des Tages. Dazu kommen im Ort eine Phänomenta mit Experimentierstationen und Bootstouren, die vom Hafen aus um den Peenemünder Haken oder zur Insel Ruden fahren.

Praktisch lässt sich Peenemünde gut mit dem Inselnorden verbinden: Von Karlshagen oder Trassenheide bist du mit dem Rad in einer halben Stunde da, die Usedomer Bäderbahn hat einen eigenen Abzweig nach Peenemünde ab Zinnowitz. Aus den Kaiserbädern lohnt die Anfahrt als Tagesausflug mit Bahn oder Rad entlang des Peenestroms. Kombiniere den Museumsbesuch mit einem Abstecher in den Hafen von Karlshagen oder einem Nachmittag am ruhigen Nordstrand – nach zwei Stunden Rüstungsgeschichte ist die Ostseebrise die richtige Fortsetzung.

Strand & Ostsee

Usedoms Strand – 42 Kilometer Sand an der Außenküste

Der Sand knirscht fein wie Puderzucker, die Buhnenreihen laufen bis zum Horizont, und selbst im August findest du nach zehn Minuten Fußweg ein leeres Stück Küste.

Usedoms Außenküste ist ein einziger, praktisch ununterbrochener Sandstrand: rund 42 Kilometer von Karlshagen im Nordwesten bis zur polnischen Grenze bei Ahlbeck, und dahinter geht es in Świnoujście auf noch breiterem Sand weiter. Der Strand ist fast überall feinsandig und fällt flach ins Wasser – ideal zum Baden mit Kindern und für lange Strandläufe. Vor den Seebädern ist er bewacht und in Strandkorb-Reihen organisiert, dazwischen liegen kilometerlange Naturabschnitte, an denen außer Buhnen und Dünengras nichts steht. Die Faustregel: Je weiter weg von einer Seebrücke, desto leerer wird es.

Der Strandkorb gehört zur Grundausstattung: In den Seebädern mietest du ihn tageweise oder für die ganze Woche direkt bei den Vermietern am Strandaufgang – in der Hochsaison lohnt es, den Korb für den gesamten Aufenthalt zu sichern, die Reihen in Seebrückennähe sind schnell vergeben. Die Abschnitte sind wie überall an der Ostsee sortiert: Textilstrand vor den Ortskernen, ausgewiesene FKK-Bereiche und Hundestrände jeweils an den Rändern, alles an den Strandaufgängen beschildert. Die Kurkarte brauchst du in den Seebädern ohnehin; sie finanziert Rettungsschwimmer, Reinigung und Promenaden.

Baden ist verlässlich von Mitte Juni bis Anfang September: Dann liegt die Ostsee meist bei 18 bis 20 Grad, in warmen Sommern etwas darüber. Die Wasserqualität an den Usedomer Stränden wird regelmäßig geprüft und schneidet seit Jahren gut ab. Zwei Eigenheiten solltest du kennen: Bei auflandigem Wind können sich vor den Buhnen Strömungen bilden – bade dann in den bewachten Abschnitten. Und nach Herbst- und Winterstürmen beginnt die Bernsteinzeit: Zwischen Zempin und Koserow suchen Sammler im angespülten Seegras nach den honigfarbenen Brocken, am besten bei ablaufendem Wasser.

Der Strand funktioniert auch außerhalb des Sommers – manche sagen: gerade dann. Im Oktober läufst du bei klarer Luft stundenlang zwischen Buhnen und Steilufer, im Winter gehören dir Promenade und Seebrücken fast allein, und die Thermen in Ahlbeck und Zinnowitz wärmen danach wieder auf. Dazu kommt Usedoms Trumpf: Die Insel zählt Jahr für Jahr zu den sonnenreichsten Ecken Deutschlands, was sich besonders in der Nebensaison bemerkbar macht, wenn anderswo das Grau hängen bleibt. Ein Strandspaziergang von Bansin nach Ahlbeck bei Novembersonne erklärt, warum viele Stammgäste genau dann kommen.

Rundtour & Achterland

Rundtour über die Insel und ins Achterland

Hinter den Dünenkiefern wechselt die Insel das Tempo – am Achterwasser klappern Fischerboote an Holzstegen, und die Straßen führen durch Alleen statt an Promenaden entlang.

Die klassische Inselrunde schaffst du an einem Tag mit dem Auto, besser verteilst du sie auf zwei mit dem Rad: Von Wolgast über Zinnowitz und die Bernsteinbäder in die Kaiserbäder, weiter über die Grenze nach Świnoujście – und zurück durchs Achterland über Mellenthin, Benz und die Stadt Usedom zur Zecheriner Brücke. So siehst du beide Gesichter der Insel: vorn die Seebäder mit Promenade und Strandkorb, hinten die stille Seite aus Bodden, Schilf und Backsteindörfern. Der Usedom-Rundweg für Radfahrer ist durchgehend ausgeschildert; die Küstenetappen laufen meist auf eigenen Wegen hinter der Düne.

Im Achterland lohnen drei Stopps besonders: Das Wasserschloss Mellenthin, ein Renaissancebau von 1575 mit Wassergraben, braut eigenes Bier und deckt nachmittags lange Kaffeetafeln im Hof – ein verlässlicher Anker für Schlechtwettertage. In Benz steht die Holländerwindmühle über dem Dorf, die Lyonel Feininger in Skizzen und Gemälden festhielt; der Blick von der Mühle über Schmollensee und Achterwasser gehört zu den besten der Insel. Und das Städtchen Usedom im Süden, Namensgeber der Insel, zeigt mit Anklamer Tor und Marktplatz ein Stück vorpommersche Kleinstadt fernab jedes Badebetriebs.

Die Halbinseln des Achterwassers sind die leisesten Ecken: Der Lieper Winkel, nur über eine einzige Straße erschlossen, besteht aus Feldern, Reetdachhöfen und dem Hafen von Rankwitz, wo Fischbrötchen direkt am Steg verkauft werden. Auf der Halbinsel Gnitz bei Lütow führen Wege durch Salzwiesen und zu einer kleinen Steilküste am Achterwasser – Ziele für alle, denen selbst die Bernsteinbäder noch zu belebt sind. Surfer und Kiter schätzen das flache, ruhige Achterwasser als Einsteigerrevier; Schulen sitzen unter anderem am Strand von Ückeritz auf der Binnenseite.

Den Schlusspunkt der Runde setzt Świnoujście: Das polnische Swinemünde gehört zur selben Insel, und seit die Europapromenade durchgebaut ist, wechselst du zwischen Ahlbeck und dem polnischen Zentrum ohne jede Barriere – zu Fuß, mit dem Rad oder mit der UBB bis zur Endstation Świnoujście Centrum. Sehenswert sind der auffallend breite Strand, der Leuchtturm am Ostufer der Swine – mit rund 65 Metern der höchste der Ostsee –, die Windmühlenbake auf der Westmole und die alten Festungsanlagen. Viele kombinieren den Ausflug mit Markt- und Restaurantbesuch; gezahlt wird in Złoty, Karten werden fast überall akzeptiert.

Unterkünfte

Hotels und Ferienwohnungen auf Usedom

Abends, wenn die Tagesgäste abgereist sind, sitzt du auf dem Balkon einer Bädervilla, unten rauscht gedämpft die Promenade – so war das hier vor hundert Jahren auch schon.

Die Hotellandschaft konzentriert sich in den Kaiserbädern, und dort reicht sie vom sanierten Grandhotel der Kaiserzeit bis zum modernen Spa-Resort: In Heringsdorf und Ahlbeck stehen die traditionsreichen Häuser in erster Reihe an der Promenade, viele mit Meerblickzimmern, eigenem Wellnessbereich und direktem Strandzugang. Wer das klassische Seebad-Gefühl sucht – Frühstück mit Blick auf die Seebrücke, abends Konzert im Pavillon –, bucht hier. Der Preis dafür ist deutlich: Erste Reihe in der Hochsaison kostet, und die begehrten Balkonzimmer zur See sind Monate im Voraus vergeben.

Ferienwohnungen sind auf Usedom die verbreitetste Unterkunftsform, vom Apartment in einer aufgeteilten Bädervilla bis zum Neubau mit Tiefgarage zwei Straßen hinter der Düne. Für Familien und längere Aufenthalte rechnet sich das schnell: eigene Küche, Platz, keine Frühstückszeiten. Achte bei der Buchung auf drei Dinge – die tatsächliche Entfernung zum Strandaufgang (die Angabe 'strandnah' ist dehnbar), einen Stellplatz, denn öffentliches Parken ist in den Seebädern knapp und kostenpflichtig, und die Endreinigungs- und Kurabgabe-Posten, die den Schnäppchenpreis relativieren.

Die Ortswahl entscheidet über den Urlaubscharakter: Die Kaiserbäder bieten Promenade, Gastronomie und Programm, Zinnowitz eine Mischung aus Badeort und Bühne, die Bernsteinbäder Ruhe und Natur zum kleineren Preis, Karlshagen und Trassenheide den Familienstrand mit Ferienhausgebieten im Kiefernwald. Im Achterland – etwa in Mellenthin, Rankwitz oder auf dem Gnitz – wohnst du zwischen Feldern und Bodden, brauchst aber Rad oder Auto für den Strand. Camper steuern den langen Waldcampingplatz von Ückeritz oder die Plätze bei Karlshagen und Zinnowitz an; Wohnmobilstellplätze gibt es in fast jedem Ort.

Zur Buchungsrealität: Juli, August und die Feiertagswochen sind auf Usedom lange im Voraus ausgebucht – wer Sommerferien plant, sollte im Winter reservieren. Deutlich entspannter sind Mai, Juni und September, wenn Preise um ein Drittel niedriger liegen und die Insel ihre sonnigsten Seiten zeigt. Rechne in allen Seebädern die Kurabgabe pro Person und Nacht ein; die Kurkarte, die du dafür bekommst, ist zugleich Eintrittskarte für Strandzugänge, Kurkonzerte und Ermäßigungen. Und prüfe bei Herbst- und Winterbuchungen, ob das Haus eine Sauna oder einen Pool hat – die Nebensaison auf der Insel lebt davon.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Essen und Trinken auf Usedom

Am Hafen von Rankwitz liegt der Rauch der Räucherei über dem Steg, und das Fischbrötchen kommt mit Aal oder Flunder, die am Morgen noch im Achterwasser schwammen.

Usedoms Küche beginnt am Wasser: Frischer Ostseefisch – Hering, Dorsch, Flunder, Zander aus Achterwasser und Haff – kommt in den Häfen von Karlshagen, Freest gegenüber und Rankwitz direkt vom Kutter in die Räucherei. Das Fischbrötchen am Steg ist die ehrlichste Mahlzeit der Insel, und die Salzhütten von Koserow, in denen Fischer früher ihren Fang konservierten, beherbergen heute Fischverkauf und einfache Gastronomie mit Blick aufs Meer. Wer Fisch lieber am gedeckten Tisch isst, findet in allen Seebädern Fischrestaurants – die besten Adressen füllen sich in der Saison früh, reservieren lohnt.

Die zweite Konstante ist der Sanddorn, der auf den Dünen und im Hinterland wächst und als 'Zitrone des Nordens' in allem landet, was die Insel verkauft: Saft, Marmelade, Likör, Eis, Kuchen. Dazu kommen regionale Klassiker der vorpommerschen Küche – deftige Gerichte mit Wild aus den Inselwäldern, Kartoffeln und dem, was Bodden und Felder hergeben. Eine eigene Note liefert das Wasserschloss Mellenthin, das im historischen Gemäuer eine Brauerei betreibt und Bierverkostungen mit Abendbuffets kombiniert; die hauseigenen Biere bekommst du auch in Flaschen für den Ferienwohnungs-Abend.

In den Kaiserbädern reicht das Spektrum inzwischen weit über Fischbrötchen und Kaffeetafel hinaus: Entlang der Promenade und in den Villenstraßen von Heringsdorf sitzen Restaurants von der klassischen Seebad-Gastronomie bis zur ambitionierten Küche mit regionalem Anspruch, dazu Eisdielen und Kaffeehäuser mit Veranda – die nachmittägliche Torte mit Meerblick gehört hier zum Ritual wie der Strandkorb. Preislich liegen die Kaiserbäder über dem Inselschnitt; wer einfacher essen will, wird in den Bernsteinbädern, in Zinnowitz oder an den Häfen des Achterlands günstiger satt.

Und dann ist da noch die polnische Seite: Ein Abendessen in Świnoujście gehört für viele Usedom-Urlauber fest ins Programm – Fischrestaurants und Pierogi-Küchen rund um Promenade und Zentrum servieren gut und meist spürbar günstiger als auf deutscher Seite. Der große Markt nahe der Grenze ist zudem Einkaufsziel für Räucherfisch, Obst und Alltägliches. Du kommst zu Fuß über die Europapromenade oder mit der UBB hinüber; bezahlt wird in Złoty, Kartenzahlung funktioniert fast überall, und die Preise machen auch den Rückweg mit vollen Taschen leicht.

Anreise & Mobilität

Anreise nach Usedom mit Bahn und Auto

In Züssow stehst du auf einem Dorfbahnhof zwischen Feldern, steigst in die zweiteilige Bäderbahn – und vierzig Minuten später hält sie hinter der Düne von Zinnowitz.

Mit der Bahn läuft fast jede Anreise über Züssow an der Strecke Berlin–Stralsund: Dort wartet die Usedomer Bäderbahn (UBB), die über die Peenebrücke bei Wolgast auf die Insel rollt und alle wichtigen Orte bedient – Zinnowitz, die Bernsteinbäder, die Kaiserbäder bis zur Endstation Świnoujście Centrum. Ab Berlin bist du in rund dreieinhalb bis vier Stunden in Heringsdorf, in der Sommersaison gibt es zusätzlich durchgehende Verbindungen an die Küste. Das Deutschlandticket gilt auf der UBB bis Ahlbeck Grenze – nur für das polnische Reststück brauchst du ein separates Ticket.

Mit dem Auto führen zwei Wege auf die Insel: im Norden die B111 von der A20 über Wolgast mit der Klappbrücke über den Peenestrom, im Süden die B110 über die Zecheriner Brücke Richtung Stadt Usedom und Kaiserbäder. Beide Brücken öffnen mehrmals täglich zu festen Zeiten für den Schiffsverkehr – ein paar Minuten Wartezeit sind einkalkuliert, an Sommer-Samstagen staut es sich vor Wolgast aber regelmäßig länger. Die bewährten Ausweichstrategien: sehr früh oder abends anreisen, den Bettenwechsel-Samstag meiden oder von Südosten über die A11 Richtung Stettin und die polnische S3 anreisen – seit 2023 führt der Świna-Tunnel direkt nach Świnoujście und damit auf die Insel.

Auf der Insel selbst bist du ohne Auto oft schneller: Die UBB verbindet die Orte der Außenküste im Takt, in den Kaiserbädern ist sie faktisch eine Straßenbahn zwischen den Ortszentren. Das Rad ist das zweite Inselverkehrsmittel – die Küstenradwege laufen eben und meist getrennt vom Autoverkehr, Leihstationen gibt es in jedem Seebad, und Strecken wie Bansin–Ahlbeck oder Zinnowitz–Peenemünde sind entspannte Feierabendtouren. Das Auto spielt seine Stärke nur im Achterland aus, wo Bus und Bahn dünner fahren; in den Seebädern ist es wegen knapper, bewirtschafteter Parkplätze eher Ballast.

Wer die Anreise als Teil des Urlaubs plant, hat zwei lohnende Umwege: Wolgast, die 'Pforte Usedoms', mit Altstadt und Hafenkante am Peenestrom – praktisch für einen Zwischenstopp mit Fischbrötchen, bevor die Brücke dich auf die Insel lässt. Und die Fährverbindung über den Peenestrom zwischen Freest und dem Hafen Peenemünde – eine saisonale Personenfähre, die Räder mitnimmt – für alle, die den Inselnorden von der Festlandseite ansteuern. Übrigens: Ein Mietwagen ist für den reinen Insel-Urlaub verzichtbar – die Kombination aus UBB, Rad und gelegentlichem Taxi deckt fast jedes Ziel zwischen Karlshagen und Świnoujście ab.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Mit Kindern

Usedom mit Kindern

Das Wasser reicht dem Fünfjährigen auch zwanzig Meter vom Ufer erst bis zur Hüfte, und hinterm Strandkorb wächst die dritte Sandburg des Tages.

Usedom ist ein Familienrevier, und der Hauptgrund liegt am Wasser: Der Strand fällt fast überall flach ab, das Wasser bleibt lange stehtief, Wellen sind meist moderat – und vor den Seebädern passen Rettungsschwimmer auf. Die entspanntesten Familienabschnitte liegen im Inselnorden: Karlshagen und Trassenheide kombinieren breiten, feinsandigen Strand mit Kiefernwald, Spielplätzen an den Strandaufgängen und Ferienhausgebieten, in denen Kinder Rad fahren können, ohne dass jemand nervös wird. Auch Bansin ist unter den Kaiserbädern die ruhige, familientaugliche Wahl mit See und Steilküste im Rücken.

Für strandfreie Stunden hat die Insel ein dichtes Programm: Die Schmetterlingsfarm Trassenheide – eine der größten Europas – lässt Falter frei durch die Tropenhalle fliegen. In Peenemünde klettern größere Kinder durch das sowjetische U-Boot U-461 und probieren in der Phänomenta Experimentierstationen aus. Karls Erlebnis-Dorf in Koserow funktioniert mit freiem Eintritt als halber Freizeitpark für kleinere Kinder. Und die Tauchgondel an der Zinnowitzer Seebrücke nimmt die ganze Familie mit auf den Ostseegrund, ohne dass jemand nass wird. Die UBB macht alle Ziele auch ohne Auto erreichbar – für viele Kinder ist die bimmelnde Bahn selbst schon der Programmpunkt.

Regentage fängt die Insel mit zwei Thermen ab: Die Ostseetherme in Ahlbeck an der Grenze zu Heringsdorf und die Bernsteintherme in Zinnowitz mit Meerwasserbecken halten Rutschen- und Planschbereiche bereit, dazu Saunalandschaften für die Elternschicht. Kombiniert mit Museumsbesuch in Peenemünde, Schmetterlingsfarm und einem Nachmittag im Wasserschloss Mellenthin – wo Kinder den Innenhof erkunden, während die Kaffeetafel gedeckt wird – übersteht eine Familie auch eine graue Woche, ohne dass Langeweile aufkommt. Praktisch: Fast alles liegt an der UBB-Strecke, die Wege bleiben kurz.

Ein paar Planungsdetails machen den Unterschied: Buche für die Sommerferien früh und such gezielt nach Ferienwohnungen mit Stellplatz und kurzem, kinderwagentauglichem Strandweg – 'strandnah' kann auch fünfzehn Minuten über Kopfsteinpflaster heißen. Miete den Strandkorb wochenweise, dann entfällt das tägliche Anstehen. Nimm die Kurkarten mit an den Strand, sie werden in den Seebädern kontrolliert. Und plane den Ausflug nach Świnoujście als Höhepunkt für die ganze Familie ein: Der breite polnische Strand, die Gofry (Waffeln) an der Promenade und die Fahrt mit der Bäderbahn über die Grenze bleiben hängen – Ausweis nicht vergessen.

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Usedom im Jahresverlauf

Die Sonneninsel macht ihrem Ruf vor allem zwischen Mai und September Ehre – aber selbst der Novemberspaziergang fällt hier öfter sonnig aus als anderswo im Land.

Usedom hat ostseetypisches Küstenklima mit einem Trumpf: Die Insel zählt Jahr für Jahr zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Die Sommer sind mild statt heiß – über 30 Grad sind selten, die Brise vom Meer ist verlässlich –, die Winter grau-mild mit gelegentlichem Frost. Das Meer erwärmt sich träge: Badezeit ist von Mitte Juni bis Anfang September bei 18 bis 20 Grad Wassertemperatur. Frühjahr und Herbst bringen klare Luft und leere Strände, sind aber wind- und wetterwendiger.

Jan3°-1°still, Thermenzeit
Feb4°-1°kalt, klare Tage
Mär7°1°erste Sonne, frisch
Apr12°4°hell, noch windig
Mai17°8°viel Sonne, leer
Jun20°12°lange Tage, ideal
Jul22°14°Hochsaison, Badezeit
Aug22°14°wärmstes Wasser, voll
Sep18°11°mild, ruhig
Okt13°7°klare Luft, Stürme
Nov8°3°Bernsteinzeit, grau
Dez5°1°Winterpromenade

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Usedom sind Mai, Juni und September: viel Sonne, milde Temperaturen, freie Strandkörbe und Preise deutlich unter Hochsaisonniveau. Wer baden will, kommt im Juli oder August – dann ist die Ostsee mit 18 bis 20 Grad am wärmsten, die Insel aber auch am vollsten, und die Sommerferien-Wochen sind lange im Voraus ausgebucht. Für Thermen- und Wellness-Aufenthalte funktioniert selbst der Winter, wenn Promenade und Seebrücken fast leer sind.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Usedom

Wie viele Tage braucht man für Usedom?
Eine Woche ist das klassische Maß: genug für Strandtage, die drei Kaiserbäder, einen Ausflug nach Peenemünde und einen Nachmittag in Świnoujście. Für ein verlängertes Wochenende konzentrierst du dich am besten auf einen Küstenabschnitt – etwa die Kaiserbäder oder den Inselnorden um Zinnowitz.
Braucht man auf Usedom ein Auto?
Nein, nicht zwingend: Die Usedomer Bäderbahn verbindet alle Orte der Außenküste von Wolgast bis Świnoujście, dazu kommen flache Radwege und Leihräder in jedem Seebad. Nur für das Achterland mit Mellenthin, Rankwitz oder dem Lieper Winkel ist ein Auto oder ein sportlicher Radtag praktisch.
Was sind die Kaiserbäder auf Usedom?
Die drei Seebäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin im Südosten der Insel. Sie sind für ihre Bäderarchitektur aus der Kaiserzeit bekannt und durch eine durchgehende Strandpromenade verbunden, die bis ins polnische Świnoujście weiterläuft. Heringsdorf hat mit 508 Metern die längste Seebrücke Deutschlands.
Welcher Ort auf Usedom passt zu welchem Urlaub?
Heringsdorf und Ahlbeck für Promenade, Hotels und Programm, Bansin für die ruhigere Kaiserbad-Variante, Zinnowitz für die Mischung aus Badeort und Vineta-Festspielen, die Bernsteinbäder Zempin bis Ückeritz für Natur und kleinere Preise, Karlshagen und Trassenheide für Familien mit kleinen Kindern.
Wie kommt man mit der Bahn nach Usedom?
Über Züssow an der Strecke Berlin–Stralsund: Dort steigst du in die Usedomer Bäderbahn um, die über Wolgast und Zinnowitz bis in die Kaiserbäder und weiter nach Świnoujście fährt. Ab Berlin dauert die Reise rund dreieinhalb bis vier Stunden; das Deutschlandticket gilt auf der UBB bis Ahlbeck Grenze.
Wann staut es sich auf dem Weg nach Usedom?
Vor allem an Sommer-Samstagen, dem klassischen Bettenwechseltag, vor der Klappbrücke in Wolgast. Die Brücken über den Peenestrom öffnen zudem mehrmals täglich für Schiffe. Wer früh morgens oder abends anreist, den Samstag meidet oder über die Zecheriner Brücke im Süden fährt, umgeht das meiste.
Was kostet die Kurtaxe auf Usedom?
In den Seebädern wird pro Person und Übernachtung eine Kurabgabe von einigen Euro fällig, gestaffelt nach Ort und Saison und meist über die Unterkunft abgerechnet. Die Kurkarte dafür ist Pflicht am Strand der Seebäder und bringt Ermäßigungen bei Konzerten, Bädern und vielen Ausflugszielen.
Wo ist der schönste Strand auf Usedom?
Die Außenküste ist ein durchgehender, 42 Kilometer langer Sandstrand – Unterschiede macht das Umfeld: vor den Kaiserbädern Promenade und Strandkorbreihen, bei Karlshagen und Trassenheide flaches Familienwasser, zwischen den Bernsteinbädern naturbelassene Abschnitte unterm Steilufer, in Świnoujście der breiteste Sand der Insel.
Lohnt sich Peenemünde auch ohne Technik-Interesse?
Ja, denn das Historisch-Technische Museum erzählt weniger Raketentechnik als Zeitgeschichte: Aufstieg der Raumfahrt und Verbrechen der Rüstungsproduktion am selben Ort, verständlich aufbereitet im monumentalen alten Kraftwerk. Zusammen mit dem begehbaren U-Boot U-461 im Hafen füllt es einen halben Tag.
Kann man von Usedom nach Polen laufen?
Ja – von Ahlbeck führt die Europapromenade ohne Kontrollen über die Grenze bis ins Zentrum von Świnoujście, rund vier Kilometer am Strand entlang. Alternativ fährt die UBB bis zur Endstation Świnoujście Centrum. Ausweis mitnehmen, in Polen mit Złoty oder Karte zahlen – die Preise liegen spürbar unter deutschem Niveau.
Ist Usedom wirklich die sonnenreichste Region Deutschlands?
Usedom liegt in den Sonnenscheinstatistiken Jahr für Jahr in der Spitzengruppe und trägt den Beinamen Sonneninsel zu Recht: Die Ostsee stabilisiert das Wetter, Wolken regnen sich oft schon über dem Festland ab. Garantien gibt es keine – aber die Chance auf Sonne ist höher als fast überall sonst im Land.
Wo findet man auf Usedom Bernstein?
Am aussichtsreichsten nach Herbst- und Winterstürmen am Spülsaum zwischen Zempin und Koserow, im Seegras bei ablaufendem Wasser. Kleine Stücke sind gar nicht selten; wer sicher fündig werden will, schaut in die Werkstätten und Läden der Bernsteinbäder, die Fundstücke schleifen und verkaufen.
UsedomZwischen den Seebrücken der Kaiserbäder und dem stillen Achterwasser liegt eine der sonnenreichsten Inseln Deutschlands.
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