Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Harz
Zwischen Kaiserpfalz und Hexentanzplatz liegt im Harz mehr Substanz pro Quadratkilometer als in den meisten deutschen Ferienregionen.
Die Pflichtliste beginnt mit dem Brocken, dem 1141 Meter hohen Gipfel, um den sich hier alles dreht – ob per Dampfzug oder zu Fuß, dazu gleich mehr. Direkt dahinter kommen die drei Städte am Gebirgsrand: Quedlinburg mit seiner Welterbe-Altstadt aus über 2000 Fachwerkhäusern, Goslar mit Kaiserpfalz und dem Erzbergwerk Rammelsberg, Wernigerode mit dem Schloss über den bunten Giebeln. Plane für jede Stadt mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag – die Wege dazwischen sind kurz, Goslar und Quedlinburg trennen kaum 50 Kilometer.
Die Natur-Ikonen liegen im Ostharz: Das Bodetal bei Thale schneidet sich als Granitschlucht tief ins Gebirge, oben stehen sich Rosstrappe und Hexentanzplatz gegenüber, beide per Seilbahn beziehungsweise Sessellift erreichbar. Bei Blankenburg und Weddersleben ragt die Teufelsmauer als gezackte Sandsteinrippe aus den Feldern – ein kurzer Kammweg mit großem Bildwert, der auch mit Kindern funktioniert. Und in Rübeland öffnen mit Baumannshöhle und Hermannshöhle zwei echte Tropfsteinhöhlen, in denen es konstant kühl ist – der beste Plan für Regentage.
Dazu kommen die Bauwerke des Wassers: Die Rappbodetalsperre bei Wendefurth staut mit der höchsten Staumauer Deutschlands die Rappbode, einen Zufluss der Bode, direkt daneben spannt sich die Titan RT als eine der längsten Fußgänger-Hängebrücken der Welt fast einen halben Kilometer übers Tal – wer mag, rauscht an der Megazipline hinüber. Im Westharz erzählt die Oberharzer Wasserwirtschaft, ein UNESCO-Welterbe aus Teichen, Gräben und Wasserläufen rund um Clausthal-Zellerfeld, wie der Bergbau jahrhundertelang mit Wasserkraft betrieben wurde – heute sind die Dammwege stille Spazierpfade.
Ein Wort zur Taktik: Die großen Ziele – Brockenbahn, Bodetal-Seilbahnen, Baumwipfelpfad – sind an Ferienwochenenden ab dem späten Vormittag voll. Leg die Klassiker auf den frühen Morgen oder späten Nachmittag und nutze die Mittagszeit für Städte oder Höhlen. Viele Attraktionen kosten einzeln Eintritt; in etlichen Orten bekommst du mit der Übernachtung eine Gästekarte, die Busfahren im Harz kostenlos macht (HATIX) und Ermäßigungen bündelt – frag beim Check-in danach, bevor du Tickets kaufst.








