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Harz

Dampfloks schnaufen auf Norddeutschlands höchsten Gipfel, während unten Fachwerkstädte wie Wernigerode und Quedlinburg ihre Giebel in enge Gassen schieben.

Die Region

Was Harz ausmacht

Der Harz ist das kompakteste Urlaubsgebirge Deutschlands: Auf gut 100 Kilometern Länge drängen sich der 1141 Meter hohe Brocken, die Schluchten des Bodetals, Tropfsteinhöhlen, Talsperren und ein Nationalpark, in dem sich der Wald gerade sichtbar neu erfindet. Am Gebirgsrand reihen sich drei Städte, die jede für sich eine Reise tragen würden – das bunte Wernigerode mit seinem Schloss, das UNESCO-Welterbe Quedlinburg mit über 2000 Fachwerkhäusern und Goslar mit Kaiserpfalz und dem Erzbergwerk Rammelsberg. Dazwischen dampfen die Harzer Schmalspurbahnen auf Meterspur durch die Fichten, und die Harzer Wandernadel macht aus jedem Spaziergang eine Stempeljagd. Kurze Wege, echte Substanz: kaum ein Ziel liegt mehr als eine Stunde vom nächsten entfernt.

Reiseführer

Harz von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Irgendwo hinter Wernigerode hängt ein Pfiff zwischen den Fichten, dann schiebt sich eine schwarze Dampflok mit roten Wagen die Steigung hinauf, und der Geruch von Kohlenrauch zieht über den Wanderweg. Der Harz ist das Gebirge der kurzen Wege – morgens Fachwerkgassen und Kopfsteinpflaster, mittags Granitklippen über einer Schlucht, abends Gipfelwind auf 1141 Metern. Und nichts davon liegt mehr als eine Stunde vom anderen entfernt.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Harz

Zwischen Kaiserpfalz und Hexentanzplatz liegt im Harz mehr Substanz pro Quadratkilometer als in den meisten deutschen Ferienregionen.

Die Pflichtliste beginnt mit dem Brocken, dem 1141 Meter hohen Gipfel, um den sich hier alles dreht – ob per Dampfzug oder zu Fuß, dazu gleich mehr. Direkt dahinter kommen die drei Städte am Gebirgsrand: Quedlinburg mit seiner Welterbe-Altstadt aus über 2000 Fachwerkhäusern, Goslar mit Kaiserpfalz und dem Erzbergwerk Rammelsberg, Wernigerode mit dem Schloss über den bunten Giebeln. Plane für jede Stadt mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag – die Wege dazwischen sind kurz, Goslar und Quedlinburg trennen kaum 50 Kilometer.

Die Natur-Ikonen liegen im Ostharz: Das Bodetal bei Thale schneidet sich als Granitschlucht tief ins Gebirge, oben stehen sich Rosstrappe und Hexentanzplatz gegenüber, beide per Seilbahn beziehungsweise Sessellift erreichbar. Bei Blankenburg und Weddersleben ragt die Teufelsmauer als gezackte Sandsteinrippe aus den Feldern – ein kurzer Kammweg mit großem Bildwert, der auch mit Kindern funktioniert. Und in Rübeland öffnen mit Baumannshöhle und Hermannshöhle zwei echte Tropfsteinhöhlen, in denen es konstant kühl ist – der beste Plan für Regentage.

Dazu kommen die Bauwerke des Wassers: Die Rappbodetalsperre bei Wendefurth staut mit der höchsten Staumauer Deutschlands die Rappbode, einen Zufluss der Bode, direkt daneben spannt sich die Titan RT als eine der längsten Fußgänger-Hängebrücken der Welt fast einen halben Kilometer übers Tal – wer mag, rauscht an der Megazipline hinüber. Im Westharz erzählt die Oberharzer Wasserwirtschaft, ein UNESCO-Welterbe aus Teichen, Gräben und Wasserläufen rund um Clausthal-Zellerfeld, wie der Bergbau jahrhundertelang mit Wasserkraft betrieben wurde – heute sind die Dammwege stille Spazierpfade.

Ein Wort zur Taktik: Die großen Ziele – Brockenbahn, Bodetal-Seilbahnen, Baumwipfelpfad – sind an Ferienwochenenden ab dem späten Vormittag voll. Leg die Klassiker auf den frühen Morgen oder späten Nachmittag und nutze die Mittagszeit für Städte oder Höhlen. Viele Attraktionen kosten einzeln Eintritt; in etlichen Orten bekommst du mit der Übernachtung eine Gästekarte, die Busfahren im Harz kostenlos macht (HATIX) und Ermäßigungen bündelt – frag beim Check-in danach, bevor du Tickets kaufst.

Brocken & Brockenbahn

Der Brocken und die Harzer Schmalspurbahn

Oben pfeift der Wind fast immer, und wenn die Wolken aufreißen, siehst du vom Gipfelplateau bis weit ins norddeutsche Flachland.

Der Brocken ist mit 1141 Metern der höchste Berg Norddeutschlands – und einer mit eigenem Klima: Rund 300 Nebeltage im Jahr, Wind fast ohne Pause, im Winter Raureif wie in den Alpen. Pack auch im Hochsommer eine Windjacke ein, auf dem Gipfel ist es rund 5 bis 7 Grad kälter als im Tal – mit dem fast ständigen Wind gefühlt noch deutlich mehr. Oben warten der Rundweg um das Plateau, das Brockenhaus mit Ausstellung zur Grenzgeschichte – bis 1989 war der Gipfel militärisches Sperrgebiet der DDR mit Abhöranlagen von Stasi und sowjetischem Militär – und der Brockengarten mit alpiner Flora. Die Aussicht reicht bei klarer Luft über den halben Norden.

Der klassische Weg hinauf ist die Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahnen: Dampfloks ziehen die Züge auf Meterspur von Wernigerode über Drei Annen Hohne und Schierke in Serpentinen zum Gipfel. Das Netz der HSB ist mit rund 140 Kilometern das größte zusammenhängende Schmalspurnetz Deutschlands – neben der Brockenbahn gehören die Harzquerbahn nach Nordhausen und die stille Selketalbahn ab Quedlinburg dazu. Wichtig: Die HSB fährt nach eigenem Tarif, das Deutschlandticket gilt hier nicht, und die Brockenfahrt ist deutlich teurer als normaler Nahverkehr. In der Saison lohnt eine Reservierung, die Züge am Vormittag sind die vollsten.

Zu Fuß führen mehrere Routen hinauf, und jede hat ihren Charakter: Der Goetheweg ab Torfhaus ist mit rund 8 Kilometern pro Richtung der beliebteste Aufstieg – breit, gut markiert, mit dem Moor am Anfang und der Bahntrasse als Begleiter am Ende. Anspruchsvoller sind der Teufelsstieg ab Bad Harzburg oder Schierke und der Aufstieg über den Hirtenstieg ab Ilsenburg, die alte Betonplattenpiste der Grenztruppen. Wer clever kombiniert, wandert hinauf und rollt mit der Bahn wieder ins Tal – Tickets für die einfache Fahrt gibt es am Gipfelbahnhof.

Mit dem Auto kommst du nicht hinauf: Die Brockenstraße ist für Privatfahrzeuge gesperrt. Parken und starten lässt sich am besten in Torfhaus, Schierke (Parkhaus am Ortsrand) oder Oderbrück. Und wähle den Tag nach Wetterbericht, nicht nach Kalender – ein Brocken im Dauernebel ist ein zugiges Missverständnis, ein Brocken bei Fernsicht einer der großen Momente im Harz. Webcams und die Wettervorhersage für den Gipfel checkst du am Vorabend; bei angekündigtem Sturm bleibt die Bahn gelegentlich im Tal.

Städte am Harzrand

Wernigerode, Quedlinburg und Goslar im Vergleich

Drei Städte, zwei UNESCO-Titel, ein Schloss über bunten Giebeln – und keine liegt mehr als 40 Autominuten von der nächsten entfernt.

Wernigerode trägt seinen Beinamen 'Die bunte Stadt am Harz' seit Hermann Löns, und er stimmt bis heute: Rund um den Marktplatz mit dem gotischen Rathaus von 1498 stapeln sich Fachwerkhäuser in Ocker, Rot und Grün – darunter das Krummelsche Haus mit komplett geschnitzter Fassade, das Kleinste Haus mit knapp drei Metern Frontbreite und das sichtbar geneigte Schiefe Haus. Über allem thront Schloss Wernigerode auf dem Agnesberg, im 19. Jahrhundert im Stil des Historismus umgebaut, heute Museum mit Terrasse und Blick bis zum Brocken; hinauf führen ein 20-Minuten-Fußweg durch den Schlosspark oder die Schlossbahn. Dazu ist Wernigerode der wichtigste Bahnhof der Schmalspurbahn – morgens rangieren die Dampfloks direkt neben den Regionalzügen.

Quedlinburg ist die größte Flächendenkmal-Altstadt Deutschlands: über 2000 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten, seit 1994 UNESCO-Welterbe, und dazwischen kein Neubau, der das Bild stört. Der beste Einstieg ist der Schlossberg mit der romanischen Stiftskirche St. Servatii – hier liegt Heinrich I. begraben, der Domschatz zeigt Kostbarkeiten aus ottonischer Zeit, und von der Terrasse überblickst du das Dächermeer. Danach treiben lassen: Word, Hölle und Schuhhof heißen die Gassen mit den ältesten Häusern, und vom Münzenberg gegenüber hast du den klassischen Blick zurück auf Kirche und Altstadt. Quedlinburg glänzt am späten Nachmittag, wenn das Licht flach über die Giebel fällt – wer kann, bleibt über Nacht und hat die Gassen am Morgen für sich.

Goslar wirkt strenger, nordischer: Schiefer statt Buntfassaden, dazu die Kaiserpfalz aus dem 11. Jahrhundert, in deren Saal die Salier-Kaiser Reichstage abhielten. Um Marktplatz und Glockenspiel herum lohnen die Marktkirche mit ihren ungleichen Türmen und die Gassen entlang der Abzucht. Goslars Reichtum kam aus dem Berg: mehr als 1000 Jahre Erzabbau am Rammelsberg, bis 1988 – zusammen mit der Altstadt seit 1992 UNESCO-Welterbe. Die Einfahrt ins Bergwerk mit Helm und Grubenbahn ist der eine Programmpunkt, den du nicht auslassen solltest; unten sind es konstant um die 10 Grad, Jacke mitnehmen, und für Kinder ab Grundschulalter ist sie meist der Tages-Höhepunkt.

Praktisch löst du die drei Städte als getrennte Tagesprogramme, nicht im Doppelpack – dafür ist jede zu dicht. Alle drei haben Bahnhöfe mit Regionalanschluss, das Deutschlandticket gilt; mit dem Auto parkst du jeweils am Altstadtrand und gehst zu Fuß, die Parkhäuser liegen näher, als das Navi glauben lässt. Als Standquartier ist Wernigerode am vielseitigsten – Brockenbahn vor der Tür, Quedlinburg und Goslar in gut 30 bis 40 Autominuten, Thale und das Bodetal ebenso. Für Familien lohnen dort zusätzlich der Miniaturenpark 'Kleiner Harz' im Bürgerpark und der eintrittsfreie Wildpark im Christianental.

Wandern

Wandern im Harz – Hexen-Stieg, Stempeljagd und Klippenwege

An der Stempelstelle klappt die grüne Blechkiste auf, der Stempel sitzt – und plötzlich verstehst du, warum hier ganze Familien mit Heftchen unterwegs sind.

Der große Klassiker ist der Harzer-Hexen-Stieg: rund 100 Kilometer von Osterode über den Brocken bis Thale, in fünf bis sechs Tagesetappen quer durchs ganze Gebirge. Die Route bündelt, was den Harz ausmacht – die Teiche und Gräben der Oberharzer Wasserwirtschaft, Hochmoore auf Bohlenstegen, den Brockenaufstieg und zum Finale das Bodetal. Wer nicht alles am Stück gehen will, pickt sich Etappen heraus: Torfhaus–Brocken und Treseburg–Thale sind die beiden mit dem größten Wow-Faktor und als Tagestouren mit Bus- oder Bahnrückfahrt machbar.

Die Harzer Wandernadel macht aus dem Wandern ein Sammelspiel: 222 Stempelstellen verteilen sich über das ganze Gebirge, vom Aussichtsfelsen bis zur Waldhütte, und wer genug Stempel im Begleitheft hat, bekommt Abzeichen bis hin zum 'Harzer Wanderkaiser'. Was nach Spielerei klingt, ist das beste Motivationswerkzeug für Kinder – und führt dich nebenbei an Orte, die du sonst nie ansteuern würdest. Hefte und Stempelkarten gibt es in den Tourist-Informationen; viele Stempelstellen liegen an kurzen, kinderwagentauglichen Wegen.

Jenseits der großen Namen lohnen die Klippenwege: Rund um Schierke führen Pfade zu Granitfelsen wie der Feuersteinklippe, bei Ilsenburg steigt das Ilsetal in Kaskaden Richtung Brocken – Heinrich Heine ist ihn in seiner 'Harzreise' gegangen –, und im Okertal balancierst du zwischen Felsblöcken am rauschenden Fluss. Dazu kommt der Waldwandel als eigenes Erlebnis: Auf großen Flächen stehen silbergraue tote Fichten, zwischen denen Birken und Ebereschen nachwachsen. Das irritiert beim ersten Anblick, ist aber gewollt – der Nationalpark lässt hier Urwald von morgen entstehen, und die Fernsichten sind besser als je zuvor.

Zur Praxis: Die Wege sind hervorragend markiert, aber der Harz ist ein echtes Mittelgebirge – Wetterumschwünge kommen schnell, auf den Kammlagen weht es kräftig, und viele Pfade führen über Wurzeln und Granitblöcke. Feste Schuhe statt Sneaker, Regenjacke ins Gepäck, und auf Brocken-Touren immer eine Schicht mehr als im Tal. Einkehren funktioniert gut: Baude, Bergwirtschaft oder Nationalpark-Ranger-Station liegen selten mehr als zwei Stunden auseinander. Die Wandersaison läuft von April bis Oktober; im Winter werden viele Wege zu Winterwanderwegen oder Loipen umgewidmet.

Bodetal & Thale

Bodetal, Rosstrappe und Hexentanzplatz

Unten rauscht die Bode zwischen Granitblöcken, oben kreisen Kolkraben um die Klippen – das Bodetal ist der wildeste Kilometerschnitt des Harzes.

Zwischen Treseburg und Thale hat sich die Bode bis zu 280 Meter tief in den Granit geschnitten – die Schlucht gilt als das größte Felsental nördlich der Alpen und steht seit Jahrzehnten unter Naturschutz. Der Wanderweg durchs Tal ist der Klassiker: rund 10 Kilometer von Treseburg nach Thale, immer am Wasser entlang, vorbei am Bodekessel, wo der Fluss durch einen Granitkolk schäumt. Die Route ist technisch einfach, aber felsig und stellenweise schmal – festes Schuhwerk ja, Bergerfahrung nein. Am schönsten läufst du talabwärts und lässt dich vorher mit dem Bus von Thale nach Treseburg bringen.

Ohne Wanderung kommst du an den beiden Aussichtskanzeln oben aus: Auf die Rosstrappe führt ein Sessellift, auf den Hexentanzplatz eine Kabinenbahn, beide ab Thale. Die Rosstrappe ist der stillere Punkt – ein Granitfelsen mit dem sagenhaften Hufabdruck der Prinzessin Brunhilde und einem Tiefblick, der den Magen kurz anhebt. Der Hexentanzplatz ist das Gegenteil: Aussichtsplateau plus Ausflugsbetrieb mit Bergtheater, Tierpark und Sommerrodelbahn 'Harzbob'. Mit Kindern ist die Kombination aus Kabinenbahn, Rodelbahn und Tierpark ein verlässlicher Halbtag.

Der Sagenstoff gehört hier zum Inventar: Auf dem Hexentanzplatz sollen sich in der Walpurgisnacht die Hexen versammelt haben, bevor sie zum Brocken weiterflogen – jedes Jahr am 30. April feiern Thale und viele andere Harzorte die Walpurgisnacht mit Festen, Kostümen und Feuern. Wer es ruhiger mag, meidet dieses Wochenende oder bucht früh, denn die Orte rund um Brocken und Bodetal sind dann ausgebucht wie sonst nie. Das ganze Jahr über erzählt die Walpurgishalle auf dem Plateau mit ihren Sagenbildern die Geschichten hinter den Namen.

Thale selbst ist ein nüchterner Ausgangsort mit Bahnhof direkt am Taleingang – praktisch für die Anreise mit dem Deutschlandticket ab Magdeburg oder Halberstadt. Parken ist an Ferienwochenenden das Nadelöhr: Die Plätze am Seilbahnhof füllen sich vormittags, komm vor 10 Uhr oder nachmittags. Wer mehr Zeit hat, hängt das Kloster Wendhusen oder die 20 Autominuten entfernte Teufelsmauer bei Weddersleben an – der Kammweg dort ist kurz, spektakulär und deutlich leerer als das Bodetal.

Rundreise

Harz-Rundreise: die schönste Route in 5 bis 7 Tagen

Die klassische Harz-Schleife passt auf einen Bierdeckel – einmal am Nordrand entlang, einmal quer durchs Gebirge, und kein Fahrtag dauert über eine Stunde.

In fünf bis sieben Tagen fährst du die Runde, die alles Wesentliche verbindet: Start in Goslar mit Altstadt und Rammelsberg, dann über Bad Harzburg (Baumwipfelpfad, Burgberg-Seilbahn) nach Torfhaus mit dem ersten Brockenblick. Weiter nach Braunlage oder Schierke als Bergstation für den Brockentag – zu Fuß hinauf, mit der Bahn hinunter. Dann Wernigerode mit Schloss und Altstadt, über die Rübeländer Tropfsteinhöhlen und die Rappbodetalsperre nach Thale ins Bodetal, und zum Abschluss Quedlinburg. Wer sieben Tage hat, hängt die Teufelsmauer und einen Tag Selketalbahn an.

Wechsle dabei nicht jede Nacht das Quartier: Zwei Standorte reichen für die ganze Runde – einer im Westharz (Goslar, Bad Harzburg oder Braunlage) für Brocken, Torfhaus und Okertal, einer im Ostharz (Wernigerode, Quedlinburg oder Thale) für Bodetal, Höhlen und die Welterbestädte. Die Etappen bleiben unter 45 Minuten, du packst nur einmal um und sparst dir das tägliche Check-in-Ritual. Gerade mit Kindern macht das den Unterschied zwischen Urlaub und Umzugslogistik – und abends sitzt du wieder auf derselben Terrasse.

Die Runde funktioniert auch ohne Auto, mit etwas Planung: Regionalzüge verbinden Goslar, Wernigerode, Halberstadt, Quedlinburg und Thale, dazwischen übernehmen die HATIX-Busse, die mit Gästekarte vieler Orte kostenlos sind, und die Schmalspurbahn übernimmt die Bergstrecken. Rechne mit längeren Taktlücken am Abend und plane die Bergtage um die Busfahrpläne herum – die Verbindung Thale–Treseburg fürs Bodetal und die Linie über Torfhaus sind die wichtigsten. Das Deutschlandticket deckt alles außer der HSB ab.

Ein Wochenende reicht für einen ersten Eindruck, wenn du dich auf eine Ecke beschränkst: Entweder Westharz mit Goslar, Rammelsberg und einer Brockenwanderung ab Torfhaus – oder Ostharz mit Quedlinburg, Bodetal und Brockenbahn ab Wernigerode. Widersteh der Versuchung, beides in zwei Tage zu pressen; die Fahrzeiten sind kurz, aber die Programmpunkte dicht, und der Harz belohnt Langsamkeit. Viele kommen ohnehin wieder: einmal im Sommer zum Wandern, einmal im Winter, wenn Raureif auf dem Brocken liegt.

Unterkünfte

Hotels und Ferienwohnungen im Harz

Abends knarrt die Holztreppe im Fachwerkhotel, und durchs Fenster schaust du auf Giebel, die älter sind als die meisten deutschen Städte.

Die Grundentscheidung lautet Stadt oder Berg. In Wernigerode, Quedlinburg und Goslar wohnst du in Fachwerk- und Altstadthotels mitten im Geschehen – abends zu Fuß zum Essen, morgens vor den Tagesgästen in den Gassen. Quedlinburg hat dabei die besondersten Häuser: kleine Hotels und Ferienwohnungen in denkmalgeschützten Fachwerkbauten, oft mit schiefen Böden und dicken Balken. Wer im Sommer oder zur Adventszeit reisen will, bucht früh – die Altstadtquartiere sind begehrt und die Kapazität in den historischen Häusern naturgemäß begrenzt.

Die Bergorte spielen eine andere Karte: Braunlage, Schierke, Hahnenklee und Sankt Andreasberg liegen mitten im Gebirge, mit Wanderwegen ab Haustür und kurzen Wegen zu Wurmberg und Brocken. Hier findest du klassische Ferienhotels mit Halbpension und Schwimmbad, dazu ein wachsendes Angebot an Ferienparks und Chalets. Schierke hat sich mit Parkhaus und neuen Hotels als Brocken-Basis herausgeputzt; Braunlage bleibt der vielseitigste Bergort mit echter Infrastruktur auch außerhalb der Saison. Im Winter gilt: Wer Skibetrieb am Wurmberg will, wohnt in Braunlage und läuft zur Seilbahn.

Ferienwohnungen und -häuser sind im Harz oft günstiger als vergleichbare Quartiere in den Alpen oder an der Küste, und das Angebot ist groß – vom Altstadt-Apartment in Quedlinburg bis zum freistehenden Ferienhaus mit Kamin am Waldrand von Sankt Andreasberg. Achte auf zwei Dinge: die Lage zur nächsten Bushaltestelle, wenn du HATIX nutzen willst, und die Heizsituation im Winter, denn die Berglagen sind kalt. In fast allen Orten kommt ein Gästebeitrag (Kurtaxe) pro Person und Nacht dazu – dafür gibt es die Gästekarte mit freiem Busverkehr und Rabatten, die den Beitrag meist mehr als aufwiegt.

Die ehrlichste Empfehlung ist die Kombination: erst zwei, drei Nächte Altstadt in Quedlinburg oder Goslar für Welterbe und Abendgassen, dann der Rest in einem Bergort für Wanderungen, Brocken und Seilbahnen. So bekommst du beide Gesichter des Harzes, ohne täglich zu pendeln. Antizyklisch reisen lohnt doppelt: Im Juni oder September sind die Preise spürbar niedriger als in den Sommerferien, die Wege leerer – und die Chance auf einen klaren Brockentag steht statistisch besser als im wolkenreichen Hochsommer.

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Mit Kindern

Harz mit Kindern

Wenn der Dampfzug anfährt und die Lok zischt, sind auch die Kinder still, die eben noch das WLAN vermisst haben.

Der Harz ist ein Familiengebirge, weil die Wege kurz und die Programmpunkte robust sind: Kein Ziel liegt mehr als eine Stunde entfernt, und für jeden Wetterumschwung gibt es einen Plan B unter Tage oder unterm Dach. Die verlässlichsten Hits: eine Fahrt mit der Dampf-Schmalspurbahn (die kurze Strecke Wernigerode–Drei Annen Hohne reicht Kindern oft völlig), der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg mit seinen Wackelelementen in den Kronen, und die Seilbahnen in Thale mit Sommerrodelbahn und Tierpark auf dem Hexentanzplatz.

Bei Regen ziehst du in den Berg: Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen – Baumannshöhle und Hermannshöhle – zeigen Tropfsteine, unterirdische Seen und in der Baumannshöhle sogar eine Bühne im Berg; drinnen ist es konstant kühl, Jacke mitnehmen. Das Bergwerk Rammelsberg in Goslar macht aus Industriegeschichte ein Abenteuer mit Helm und Grubenbahn, und das Brockenhaus auf dem Gipfel erklärt Grenzgeschichte und Bergwetter kindgerecht. Dazu kommen Schwimmbäder in den größeren Orten – die Thermen in Bad Harzburg und Thale retten jeden verregneten Nachmittag.

Beim Wandern hilft die Harzer Wandernadel mehr als jede Ermahnung: Mit Stempelheft und dem Ziel 'Wanderprinz' oder 'Wanderprinzessin' (elf Stempel reichen dafür) laufen Kinder plötzlich freiwillig – wähl Routen mit Stempelstelle als Zwischenziel und Einkehr am Ende. Kinderwagentauglich sind viele Wege an den Teichen der Oberharzer Wasserwirtschaft und rund um Torfhaus; das Bodetal geht mit Trage, aber nicht mit Wagen. Für den Brocken gilt mit kleineren Kindern: Bahn hinauf, oben der kurze Gipfelrundweg, Bahn hinunter – der Fußweg ist für Grundschulkinder an guten Tagen machbar, aber lang.

Bei der Unterkunft zahlt sich ein Ferienhaus oder eine Wohnung mit Platz aus – nicht als Luxus, sondern als Taktik: vormittags Programm, nachmittags Garten oder Spielplatz, und niemand quengelt durch die dritte Besichtigung. Familienfreundliche Standorte sind Braunlage (Wurmberg, Sommerrodelbahn, Eisstadion), Thale (Seilbahnen vor der Tür) und Wernigerode (Bahn, Miniaturenpark, Wildpark Christianental gratis). Rechne die Gästekarte mit ein: Freie Busfahrten heißen, dass ältere Kinder auch mal allein zum Schwimmbad fahren können.

Essen & Trinken

Essen und Trinken im Harz

In der Bergbaude dampft Wildgulasch mit Klößen, draußen zieht Nebel durch die Fichten – die Harzer Küche ist fürs Wetter gebaut, nicht für Instagram.

Die Harzer Küche ist deftig und wildreich: Hirsch, Wildschwein und Reh aus den eigenen Revieren stehen fast überall auf der Karte, klassisch als Gulasch oder Braten mit Klößen und Rotkohl, dazu Forellen aus den kalten Bächen und Bachsaiblinge aus regionalen Zuchten. Der berühmteste Botschafter ist der Harzer Käse – der magere Sauermilchkäse, der als 'Harzer Roller' bundesweit im Kühlregal liegt, stammt ursprünglich aus dem Harzvorland und schmeckt vor Ort, mit Musik aus Essig, Öl und Zwiebeln, deutlich besser als sein Ruf.

Zum Süßen hat Wernigerode den Baumkuchen: Im Harzer Baumkuchenhaus mit Schauwerkstatt siehst du, wie der Teig Schicht für Schicht am rotierenden Spieß gebacken wird – ein Mitbringsel, das die Heimfahrt übersteht. Quedlinburg und Goslar sind die besten Caféstädte des Harzes, mit Konditoreien in Fachwerkhäusern, in denen nachmittags Torte und Kaffee zum Pflichtprogramm gehören. Und auf dem Brocken gehört die Erbsensuppe im Gipfelrestaurant zum Ritual – nicht Haute Cuisine, aber nach acht Kilometern Goetheweg im Wind genau richtig.

Getrunken wird regional: Hasseröder aus Wernigerode ist das große Harzer Bier, daneben brauen kleinere Betriebe wie das Brauhaus Goslar ihre eigene 'Gose' – ein historischer, leicht salziger Bierstil, der nach dem Goslarer Bach benannt ist und hier wieder ausgeschenkt wird. Der Klassiker im Glas danach ist der Schierker Feuerstein, ein Kräuterhalbbitter, der vor über 100 Jahren in Schierke erfunden wurde und dort bis heute getrunken wird – die alte Apotheke im Ort erzählt die Geschichte. In den Bergbauden wärmt im Winter Glühwein, im Sommer steht Fassbrause für die Kinder bereit.

Praktisch gilt: Reserviere am Wochenende in den Altstadt-Restaurants von Quedlinburg und Wernigerode, die guten Adressen sind klein und abends voll. In den Bergorten schließen viele Küchen früher, als Großstädter erwarten – nach 20 Uhr wird es dünn, plane das nach langen Wandertagen ein. Mittags sind die Bauden und Bergwirtschaften entlang der Wanderwege die beste Wahl: solide Küche, faire Preise, und die Einkehr gehört im Harz zur Tour wie der Stempel ins Heft. Vesperbrett und Thermoskanne bleiben trotzdem eine gute Rückversicherung für die Kammlagen.

Anreise & Mobilität

Anreise in den Harz mit Auto und Bahn

Hinter Goslar steigt die Bundesstraße in den Wald, die Kurven werden enger, und plötzlich zeigt das Autothermometer drei Grad weniger.

Mit dem Auto ist der Harz aus fast ganz Deutschland gut erreichbar: Aus Westen und Süden kommst du über die A7 (Abfahrten Seesen oder Rhüden für Goslar und den Westharz), aus Norden und Osten über die A36, die am gesamten Nordrand entlangführt – mit direkten Abfahrten für Wernigerode, Blankenburg, Quedlinburg und Thale. Aus Richtung Leipzig und Erfurt nimmst du die A38 am Südrand mit Anschluss über Nordhausen. Von Hannover bist du in gut anderthalb Stunden in Goslar, von Berlin in rund drei Stunden in Wernigerode – der Harz ist klassisches Wochenendterrain.

Die Bahn bringt dich erstaunlich weit: Goslar und Bad Harzburg erreichst du mit Regionalzügen über Hannover oder Braunschweig, den Ostharz über Magdeburg und Halberstadt – von dort fahren die Züge weiter nach Wernigerode, Quedlinburg und Thale, alles mit dem Deutschlandticket. Die Fahrzeiten sind konkurrenzfähig: Hannover–Goslar in gut einer Stunde, Magdeburg–Wernigerode in etwa einer Stunde. Für die letzte Meile in die Bergorte übernehmen Busse; nach Braunlage etwa fährst du ab Bad Harzburg oder Goslar weiter mit der Linie über Torfhaus.

Vor Ort ist das HATIX-System der entscheidende Hebel: Wer in einem teilnehmenden Ort übernachtet und den Gästebeitrag zahlt, fährt mit der Gästekarte kostenlos in den Bussen des Harzes – das Netz verbindet die Städte am Rand mit den Bergorten und wichtigen Wanderstartpunkten wie Torfhaus. Damit funktionieren auch Streckenwanderungen ohne zweites Auto: hinlaufen, zurückbussen. Die Harzer Schmalspurbahnen ergänzen das Netz auf den Bergstrecken, fahren aber nach eigenem Tarif – Deutschlandticket und HATIX gelten dort nicht.

Zwei Planungshinweise zum Schluss: Erstens ist der Harz Wintergebiet – auf den Höhenstraßen Richtung Torfhaus, Braunlage und Sankt Andreasberg brauchst du von November bis März Winterreifen, bei Schneelage räumen die Dienste zwar zügig, aber Schneeketten-Wetter kommt vor. Zweitens sind die Parkplätze an den Hotspots das eigentliche Nadelöhr: Torfhaus, Schierke und Thale füllen sich an schönen Wochenenden bis Mittag. Komm früh, nutze die ausgeschilderten Großparkplätze am Ortsrand – in Schierke das zentrale Parkhaus – oder reise gleich mit Bahn und Bus an.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für den Harz: Wetter und Klima im Jahreslauf

Der Harz hat zwei Wetterwelten – milde Tallagen am Rand und einen Gipfel, auf dem statistisch an vier von fünf Tagen Nebel liegt.

Das Harz-Klima ist typisches Mittelgebirgsklima mit einem Extra an Dramatik: Die Städte am Nordrand wie Wernigerode und Quedlinburg liegen im Regenschatten vergleichsweise trocken und mild, während es mit jeder Höhenstufe kühler, windiger und nasser wird – der Brocken zählt zu den wetterhärtesten Orten Deutschlands. Die Werte unten gelten für die Tallagen um 250 Meter; auf dem Brocken rechnest du rund 5 bis 7 Grad ab – mit dem fast ständigen Wind gefühlt noch deutlich mehr. Für Wandern und Städte sind Mai, Juni und September am verlässlichsten, der Oktober liefert Laubfärbung, der Winter mit etwas Glück Schnee.

Jan2°-3°Winterluft, oft Schnee oben
Feb4°-3°kalt, klare Tage
Mär8°0°launisch, erste Sonne
Apr13°3°wechselhaft, leere Wege
Mai18°7°frisches Grün, ideal
Jun21°10°lange Tage, mild
Jul23°12°Ferienzeit, voll
Aug23°12°warm, Gewitterneigung
Sep18°9°klar, ruhig, ideal
Okt13°5°Laubfärbung
Nov7°1°Nebel, still
Dez3°-2°Weihnachtsmärkte

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für den Harz sind Mai, Juni und September bis Mitte Oktober: mild genug für lange Wandertage, dazu die besten Chancen auf einen klaren Brockenblick – und außerhalb der Sommerferien deutlich leerere Wege und Parkplätze. Der Oktober legt die Laubfärbung obendrauf. Wintersport am Wurmberg funktioniert je nach Schneelage von Dezember bis Februar, ist aber nie garantiert; die Adventszeit lohnt für die Weihnachtsmärkte in Goslar, Wernigerode und Quedlinburg auch ohne Schnee.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Harz

Wie viele Tage braucht man für den Harz?
Für die Klassiker – Brocken, Bodetal und die drei Städte Wernigerode, Quedlinburg und Goslar – plane fünf bis sieben Tage. Ein Wochenende reicht für eine Ecke: entweder Westharz mit Goslar und Brockenwanderung oder Ostharz mit Quedlinburg, Bodetal und Brockenbahn.
Kann man mit dem Auto auf den Brocken fahren?
Nein, die Brockenstraße ist für Privatfahrzeuge gesperrt. Auf den Gipfel kommst du mit der dampfbetriebenen Brockenbahn ab Wernigerode oder Schierke, zu Fuß – am beliebtesten über den Goetheweg ab Torfhaus – oder mit dem Fahrrad über die Brockenstraße.
Wie lange dauert die Wanderung auf den Brocken?
Über den Goetheweg ab Torfhaus sind es rund 8 Kilometer und etwa 350 Höhenmeter pro Richtung – je nach Tempo zweieinhalb bis drei Stunden bergauf. Viele wandern hinauf und fahren mit der Brockenbahn zurück ins Tal; Tickets gibt es am Gipfelbahnhof.
Gilt das Deutschlandticket in der Brockenbahn?
Nein. Die Harzer Schmalspurbahnen – Brockenbahn, Harzquerbahn und Selketalbahn – fahren nach eigenem Tarif, die Brockenfahrt kostet deutlich mehr als normaler Nahverkehr. In den Regionalzügen nach Goslar, Wernigerode, Quedlinburg und Thale sowie in den meisten Harz-Bussen gilt das Ticket dagegen.
Welche Stadt im Harz ist die schönste?
Quedlinburg hat mit über 2000 Fachwerkhäusern die spektakulärste Altstadt und den Welterbetitel, Wernigerode das Schloss und die Brockenbahn vor der Tür, Goslar Kaiserpfalz und Rammelsberg. Wer nur eine Stadt schafft, nimmt Quedlinburg – am besten mit Übernachtung, wenn die Tagesgäste weg sind.
Braucht man im Harz ein Auto?
Nicht zwingend: Regionalzüge erschließen die Städte am Rand, und mit der Gästekarte vieler Orte fährst du dank HATIX kostenlos Bus – auch zu Wanderstartpunkten wie Torfhaus. Ein Auto spart Zeit bei Talsperre, Teufelsmauer und abgelegenen Zielen, ist aber für die Klassiker verzichtbar.
Ist das Bodetal schwer zu wandern?
Nein. Der Weg von Treseburg nach Thale ist rund 10 Kilometer lang, führt fast eben am Fluss entlang und ist technisch einfach – nur felsig und stellenweise schmal, feste Schuhe gehören dazu. Mit dem Bus fährst du vorab von Thale nach Treseburg und läufst talabwärts zurück.
Was ist die Harzer Wandernadel?
Ein Stempelsystem mit 222 Stempelstellen im ganzen Harz: Du sammelst Stempel im Begleitheft und bekommst ab bestimmten Zahlen Abzeichen – vom Wanderprinzen für Kinder bis zum Harzer Wanderkaiser. Hefte gibt es in den Tourist-Informationen; für Familien ist das System der beste Wandermotivator.
Kann man im Harz Ski fahren?
Ja, im kleinen Maßstab: Der Wurmberg bei Braunlage ist mit Seilbahn und beschneiten Pisten das größte Skigebiet Norddeutschlands, dazu kommen Lifte in Hahnenklee und Sankt Andreasberg sowie Loipennetze um Torfhaus und Sonnenberg. Naturschnee ist nicht garantiert – vor der Anreise Schneebericht prüfen.
Was macht man im Harz bei Regen?
Unter die Erde oder unters Dach: die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, das Bergwerk Rammelsberg in Goslar mit Grubenbahn, Schloss Wernigerode, der Domschatz in Quedlinburg oder die Thermen in Bad Harzburg und Thale. Auch eine Fahrt mit der Schmalspurbahn funktioniert bei jedem Wetter.
Was ist die Walpurgisnacht im Harz?
In der Nacht zum 1. Mai feiern viele Harzorte – allen voran Thale mit dem Hexentanzplatz und Schierke am Brocken – die Walpurgisnacht mit Festen, Kostümen und Feuern; der Sage nach flogen die Hexen in dieser Nacht zum Brocken. Unterkünfte rund um dieses Datum sind früh ausgebucht.
Ist der Harz teuer?
Nein, im Vergleich zu Alpen oder Küste ist der Harz günstig: Ferienwohnungen und Hotels liegen oft spürbar unter dem Niveau anderer deutscher Ferienregionen, Einkehr und Eintritte sind moderat. Teuerste Einzelposten sind die Brockenbahn und die Hochsaison-Wochen; Gästekarte und HATIX-Busse sparen laufende Kosten.
HarzDampfloks schnaufen auf Norddeutschlands höchsten Gipfel, während unten Fachwerkstädte wie Wernigerode und Quedlinburg ihre Giebel in enge Gassen schieben.
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