Land · Afrika

Botswana

Wo der Okavango mitten in der Kalahari versickert und eines der letzten großen Wildnisgebiete Afrikas formt.

Über Botswana

Urlaub in Botswana

Botswana ist das Reiseziel für alle, die Afrikas Wildnis ohne Gedränge suchen. Das Land setzt bewusst auf wenige Betten zu höheren Preisen statt auf Massentourismus – die Folge sind einsame Camps, kaum Zäune und Tierbeobachtungen, bei denen du oft der einzige Geländewagen weit und breit bist. Im Norden fächert der Okavango sein Wasser in die Kalahari, in Chobe ziehen riesige Elefantenherden an den Fluss, und im Süden dehnt sich die rote Halbwüste bis zum Horizont. Die meisten Reisen beginnen in Maun, dem Tor zum Okavango-Delta, oder in Kasane am Chobe, keine zwei Autostunden von den Victoriafällen entfernt. Von dort geht es per Kleinflugzeug in die Wildnis oder mit dem Allradfahrzeug über Sandpisten durch Moremi und die Salzpfannen von Makgadikgadi. Ob geführte Fly-in-Safari oder Selbstfahrer-Abenteuer mit Dachzelt – Botswana verlangt Planung und Budget, belohnt dich dafür aber mit der ursprünglichsten Safari des Kontinents.

Botswana – Karte
Reiseführer

Botswana von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Wenn die kleine Cessna in Maun abhebt und unter dir die silbernen Wasserarme des Okavango-Deltas in die Kalahari ausfransen, verstehst du, warum Botswana anders reist als der Rest des südlichen Afrika. Hier gibt es keine Bettenburgen und kaum Zäune, dafür Camps mit einer Handvoll Zelten mitten in der Wildnis. Elefanten ziehen durch den Fluss, Löwen liegen im Schatten der Leadwood-Bäume, und abends knistert das Feuer unter einem Himmel voller Sterne.

Regionen & Orte

Regionen und Orte in Botswana im Überblick

Botswana teilt sich grob in zwei Welten – den wasserreichen, tierdichten Norden um Okavango und Chobe und die endlose Trockenwildnis der Kalahari im Zentrum und Süden.

Die meisten Botswana-Reisen spielen im Norden, denn hier liegen die berühmten Wildnisgebiete dicht beieinander. Drehscheibe ist Maun, eine staubige Kleinstadt am Südrand des Okavango-Deltas, von deren Flugplatz die Kleinflugzeuge zu den Camps im Delta starten. Rund um Maun erreichst du das Moremi-Wildreservat, das geschützte Herz des Deltas, sowie die trockeneren Savannen, in denen die Buschpisten beginnen. Wer eine geführte Safari bucht, sieht von Maun oft nur den Rollfeldstreifen – für Selbstfahrer dagegen ist die Stadt der wichtigste Ort zum Tanken, Einkaufen und Aufladen, bevor es tagelang in die Wildnis ohne Versorgung geht.

Der zweite Knotenpunkt im Norden ist Kasane im äußersten Nordosten, direkt am Chobe-Fluss und am Vierländereck mit Namibia, Sambia und Simbabwe. Kasane ist das Tor zum Chobe-Nationalpark mit seinen gewaltigen Elefantenherden und liegt nur gut anderthalb Autostunden von den Victoriafällen entfernt, die viele als Höhepunkt an die Reise hängen. Zwischen Maun und Kasane spannt sich das klassische Safari-Kerngebiet aus Delta, Moremi, der Savute-Marsch und dem Chobe-Flusslauf – die Strecke lässt sich fliegend in Etappen oder als mehrtägige Allrad-Tour über Sand zurücklegen.

Südlich und westlich davon beginnt die Kalahari, die mehr als zwei Drittel des Landes bedeckt. Das Central Kalahari Game Reserve gehört zu den größten Schutzgebieten der Erde, weiter östlich brechen die Makgadikgadi-Salzpfannen als weiße Leere auf. Diese Gegenden sind einsamer, trockener und weniger auf Tourismus eingestellt – dafür erlebst du hier die Stille und die Weite, für die Botswana steht. Ganz im Südosten liegt die Hauptstadt Gaborone, für die meisten Reisenden nur ein Umsteigepunkt. Wer zum ersten Mal kommt, konzentriert sich auf den Norden und ergänzt die Kalahari höchstens um ein paar Nächte in den Pfannen.

Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Botswana

Die großen Ziele Botswanas sind keine Bauwerke, sondern Landschaften voller Tiere – vom wasserreichen Okavango-Delta bis zu den blendend weißen Pfannen der Kalahari.

An erster Stelle steht das Okavango-Delta, das größte Binnendelta der Welt und seit 2014 UNESCO-Welterbe. Ein Fluss aus dem angolanischen Hochland versickert hier mitten in der Kalahari und fächert sich in unzählige Kanäle, Lagunen und Papyrusinseln auf, ohne je das Meer zu erreichen. Am eindrücklichsten erlebst du das Delta im Mokoro, dem traditionellen Einbaum, mit dem dich ein Poler lautlos zwischen Seerosen und Elefanten hindurchstakt. Das tierreiche Kerngebiet schützt das Moremi-Wildreservat, in dem Löwen, Leoparden und die seltenen Afrikanischen Wildhunde leben.

Der Chobe-Nationalpark im Nordosten ist berühmt für seine Elefanten, die sich in der Trockenzeit zu Hunderten am Fluss sammeln. Eine Bootssafari auf dem Chobe bringt dich nah an trinkende Herden, Flusspferde und Krokodile, während die Sonne über dem Wasser versinkt. Ganz anders die Makgadikgadi-Salzpfannen im Landesinneren, eine der größten Salzpfannen der Erde: in der Trockenzeit eine gleißend weiße Ebene bis zum Horizont, in der grünen Saison ein flacher See voller Flamingos. Mitten in den Pfannen ragt Kubu Island auf, ein von uralten Baobabs bewachsener Granitfelsen.

Wer tiefer eintaucht, findet stillere Höhepunkte. Am Rand der Nxai-Pfanne stehen die Baines' Baobabs, eine Gruppe jahrhundertealter Affenbrotbäume, die schon im 19. Jahrhundert gemalt wurden und sich seither kaum verändert haben. Im abgelegenen Nordwesten bewahren die Tsodilo Hills tausende San-Felsmalereien und zählen ebenfalls zum UNESCO-Welterbe. Und in der Savute-Marsch im Westen des Chobe-Parks spielen sich die dramatischen Jagdszenen ab, für die Botswana in Tierfilmen bekannt ist – Löwenrudel, die es hier sogar auf junge Elefanten abgesehen haben. Für solche Momente brauchst du Geduld und etwas Glück, doch die Savute-Marsch gehört zu den verlässlichsten Bühnen dafür im südlichen Afrika.

Safari & Tierwelt

Safari in Botswana — worauf es ankommt

Botswana setzt auf wenige Gäste zu höheren Preisen statt auf Massentourismus, und genau das macht die Safari hier so einsam und ursprünglich.

Botswana verfolgt seit Jahrzehnten die Strategie weniger Betten bei hohem Wert und verzichtet bewusst auf große Lodges und Bustourismus. In vielen Konzessionen teilen sich nur eine Handvoll Camps riesige Gebiete, sodass du bei einer Sichtung oft allein am Geländewagen stehst. Das hat seinen Preis: Klassische Fly-in-Safaris mit Kleinflugzeug zwischen den Camps gehören zum teureren Ende des afrikanischen Safari-Markts. Günstiger reist du mit einer geführten mobilen Zeltsafari, bei der ein Team die Camps für dich auf- und abbaut, oder als Selbstfahrer mit dem eigenen Allrad – dazu weiter unten mehr.

Tierisch gehört Botswana zur ersten Liga Afrikas. Das Land beherbergt eine der größten Elefantenpopulationen der Welt, dazu Löwen, Leoparden, Büffel und mit etwas Glück die seltenen Wildhunde, die im Norden noch in Rudeln jagen. Nashörner sind nach schweren Wildereijahren selten geworden und nur in wenigen geschützten Gebieten zu sehen. Die Vielfalt wechselt mit der Landschaft: Im Wasser des Deltas begegnest du Flusspferden, Krokodilen und den scheuen Sitatunga-Antilopen, in der Kalahari den wüstenangepassten Oryx, Springböcken und den berühmten schwarzmähnigen Löwen.

Erlebt wird die Tierwelt auf drei Arten, die sich gut kombinieren lassen. Die Pirschfahrt im offenen Geländewagen am frühen Morgen und späten Nachmittag ist der Klassiker, im Delta kommt die lautlose Mokoro-Fahrt durch die Kanäle dazu, und am Chobe ersetzt die Bootssafari den Wagen ganz. Weil viele Camps in privaten Konzessionen liegen, sind dort auch Nachtpirschen und geführte Buschwanderungen erlaubt, die in den Nationalparks selbst verboten sind. Plane pro Gebiet mindestens drei Nächte ein – die Anreise per Buschflug frisst sonst zu viel Zeit, und die Tiere zeigen sich nicht auf Bestellung.

Rundreise & Routen

Botswana-Rundreise — Routen und Reisedauer

Die klassische Botswana-Route zieht sich durch den tierreichen Norden, von Maun über das Delta und Chobe bis an die Victoriafälle jenseits der Grenze.

Die beliebteste Rundreise verbindet die großen Namen des Nordens zu einem Bogen. Sie beginnt meist in Maun mit ein, zwei Nächten im Okavango-Delta, führt weiter ins Moremi-Wildreservat und über die raubtierreiche Savute-Marsch in den Chobe-Nationalpark. Endpunkt ist Kasane am Chobe-Fluss, von wo aus die meisten noch über die Grenze zu den Victoriafällen fahren. Bei einer geführten Fly-in-Safari hüpfst du im Kleinflugzeug von Camp zu Camp und sparst die langen Fahrten – bequem, aber kostspielig. Für diese Kombination solltest du mindestens sieben bis zehn Tage einplanen.

Selbstfahrer legen dieselbe Region anders zurück: mit einem voll ausgestatteten Allradfahrzeug samt Dachzelt, Kühlbox und Zusatztanks. Die Route über Moremi, Savute und Chobe verläuft über tiefe Sandpisten ohne Tankstellen, Läden oder Handynetz, weshalb du Verpflegung, Wasser und Sprit für mehrere Tage mitnimmst. Die öffentlichen Campplätze in den Parks musst du weit im Voraus buchen, oft Monate vorher, weil ihre Zahl streng begrenzt ist. Diese Art zu reisen ist deutlich günstiger als die Lodge-Safari, verlangt aber Allrad-Erfahrung und die Bereitschaft, sich im Sand auch mal selbst freizuschaufeln.

Weil Botswana im Herzen des südlichen Afrika liegt, lässt es sich gut mit den Nachbarn verbinden. Am häufigsten hängen Reisende die Victoriafälle in Simbabwe oder Sambia an, viele kombinieren den Norden auch mit dem namibischen Caprivi-Streifen oder einer längeren Namibia-Rundreise. Wer mehr Zeit und Sinn für Weite hat, ergänzt die Kalahari um ein paar Nächte in den Makgadikgadi-Pfannen oder im Central Kalahari Game Reserve, die einen völlig anderen, wüstenhaften Kontrast zum Wasserreichtum des Deltas bieten. Für eine solche große Runde durch mehrere Länder sind zwei bis drei Wochen realistisch.

Essen & Trinken

Essen und Trinken in Botswana

Auf dem Teller dreht sich in Botswana vieles ums Rind, ergänzt um Maisbrei und Wildkräuter – im Camp erwartet dich dagegen oft internationale Küche unter freiem Himmel.

Die Küche Botswanas ist bodenständig und fleischbetont, denn Rinder sind hier seit jeher Reichtum und Statussymbol. Das Nationalgericht Seswaa besteht aus lange geköcheltem, zerstampftem Rindfleisch, das kräftig gesalzen zu einem festen Brei serviert wird. Dazu gibt es Pap oder Bogobe, einen sättigenden Brei aus Mais oder Sorghum, und Morogo, wild wachsendes Blattgemüse ähnlich dem Spinat. In der Regenzeit landen mancherorts Phane auf dem Teller, die proteinreichen Raupen des Mopane-Falters – für Einheimische eine Delikatesse, für viele Reisende eine Mutprobe.

In den Safari-Camps isst du meist ganz anders, als das Land außerhalb kocht. Die Lodges richten sich auf internationale Gäste ein und servieren mehrgängige Menüs, oft mit frischem Brot aus dem Buschofen und einem Braai, dem südafrikanischen Grillabend am offenen Feuer. Ein Höhepunkt vieler Reisen ist das Dinner unter freiem Himmel, wenn die Tische im Sand stehen und Laternen den Kreis erleuchten. Auf mobilen Zeltsafaris zaubert die Crew Erstaunliches aus dem Gusseisentopf über der Glut, dem sogenannten Potjie.

Getrunken wird, was das südliche Afrika hergibt. Zum Grillen gehört ein kühles Lagerbier wie das lokale St Louis, in den Dörfern trinkt man Chibuku, ein dickflüssiges Sorghumbier aus dem Karton. Die Weine kommen fast alle aus dem benachbarten Südafrika und sind in den Lodges gut vertreten. Leitungswasser ist in den Städten meist unbedenklich, in der Wildnis und im Zweifel greifst du besser zu abgefülltem oder gefiltertem Wasser. Wer besondere Ernährungswünsche hat, meldet sie im Camp am besten vorab an, denn frische Ware wird oft eingeflogen und lässt sich vor Ort nicht spontan ergänzen.

Mit Kindern

Botswana mit Kindern — Safari als Familie

Botswana ist kein klassisches Familienziel mit Strand und Animation, sondern eine Wildnis-Safari, die vor allem mit älteren Kindern und guter Planung aufgeht.

Eine Safari in Botswana mit Kindern will gut überlegt sein. Viele der kleinen, exklusiven Camps setzen ein Mindestalter voraus, häufig sechs oder gar zwölf Jahre, weil offene Fahrzeuge und unumzäunte Zelte in der Wildnis für Kleinkinder heikel sind. Dazu kommt, dass der tierreiche Norden um Okavango und Chobe ein Malaria-Gebiet ist, in dem gerade jüngere Kinder besonderen Schutz brauchen – kläre die Vorsorge unbedingt in einer ärztlichen Reiseberatung. Und schließlich sind die Wege weit und die Buschflüge klein, was Geduld verlangt. Für Babys und Kleinkinder ist das Land daher nur eingeschränkt geeignet.

Mit Schulkindern und Jugendlichen dagegen wird Botswana zu einem großen Abenteuer. Einige Lodges haben sich auf Familien spezialisiert und bieten Familienzelte, flexible Essenszeiten und junior-taugliche Pirschprogramme, bei denen die Kinder Fährten lesen und mit San-Guides das Bogenschießen üben. Die Mokoro-Fahrt im Delta, die Bootssafari am Chobe und das Aufspüren von Elefanten aus nächster Nähe begeistern die meisten Kinder mehr als jeder Freizeitpark. Auch das Leben im Camp mit Lagerfeuer, Sternenhimmel und Tiergeräuschen in der Nacht bleibt Kindern lange im Gedächtnis.

Ein paar Entscheidungen machen den Familienurlaub leichter. Die trockene Wintersaison von Mai bis Oktober ist auch mit Kindern die beste Wahl, weil das Malaria-Risiko dann niedriger und die Tierdichte am höchsten ist. In der Kalahari und den Makgadikgadi-Pfannen fällt das Malaria-Risiko ohnehin geringer aus als im feuchten Norden, was sie zu einer guten Ergänzung macht. Plane die Flugetappen kurz und die Aufenthalte pro Camp lieber länger, damit die Kinder nicht ständig umziehen. Und buche früh, denn familientaugliche Zelte und die wenigen passenden Camps sind schnell vergeben.

Anreise & Planung

Botswana-Urlaub planen — Anreise und Budget

Ohne Direktflug führt der Weg nach Botswana fast immer über Johannesburg, und weil das Land auf hochwertigen Tourismus setzt, will das Budget vorab durchdacht sein.

Einen Direktflug von Deutschland nach Botswana gibt es nicht. Der übliche Weg führt über Johannesburg, das du ab Frankfurt oder München in rund zehneinhalb bis elf Stunden erreichst; von dort bringen dich kurze Zubringerflüge nach Maun, Kasane oder in die Hauptstadt Gaborone. Alternativ fliegst du über Kapstadt, das namibische Windhoek oder direkt zu den Victoriafällen und startest die Reise von dort. Innerhalb Botswanas übernehmen kleine Buschflugzeuge den Transfer zwischen den Camps, denn Straßen gibt es in der Wildnis kaum – diese Flüge sind fester Bestandteil fast jeder geführten Safari und oft schon im Paket enthalten.

Beim Budget solltest du ehrlich mit dir sein, denn Botswana gehört nicht zu den günstigen Safarizielen. Die bewusste Strategie weniger Gäste bei hohem Wert hält die Besucherzahlen klein und die Preise für Fly-in-Lodges entsprechend hoch – dafür bekommst du Exklusivität und leere Pisten. Wer sparen will, hat Alternativen: Eine geführte mobile Zeltsafari kostet deutlich weniger, und Selbstfahrer mit eigenem Allrad und Dachzelt reisen am günstigsten, sofern sie Campplätze, Sprit und Verpflegung selbst organisieren. Konkrete Preise verlieren hier schnell ihre Gültigkeit, weshalb du am besten mehrere aktuelle Angebote vergleichst.

Die beste Reisezeit ist die trockene Wintersaison von Mai bis Oktober, wenn sich die Tiere ans schrumpfende Wasser drängen und das Okavango-Delta paradoxerweise seinen Höchststand erreicht. Die grüne Regenzeit von November bis April bringt Vögel, Tiernachwuchs und niedrigere Preise, dafür aber Hitze und teils unpassierbare Pisten. Für Einreise und Gesundheit gilt: Informiere dich rechtzeitig vor der Reise beim Auswärtigen Amt über die aktuellen Bestimmungen und hol dir für den Malaria-Schutz und empfohlene Impfungen eine ärztliche Reiseberatung. Bezahlt wird mit dem Botswana Pula, in Lodges und Städten sind Kartenzahlungen verbreitet.

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Beste Reisezeit & Klima

Beste Reisezeit für Botswana — Wetter und Klima

Botswana liegt auf der Südhalbkugel, deshalb fällt die beste Safarizeit in die kühle Trockenheit des Südwinters von Mai bis Oktober.

Das Klima Botswanas ist halbtrocken und von zwei Jahreszeiten geprägt, die genau umgekehrt zu Europa liegen. Von Mai bis Oktober herrscht Trockenzeit: kaum Regen, klare Luft und – weil das Land auf rund 1.000 Metern Höhe liegt – empfindlich kalte Nächte, die in der Kalahari im Juni und Juli nahe an den Gefrierpunkt sinken. Tagsüber bleibt es meist mild bis warm. Ab September wird es rasch heiß und staubig, bevor zwischen November und April die Regenzeit mit Gewittern, Hitze und satten grünen Ebenen kommt. Die Werte unten gelten für Maun am Delta; in der Kalahari sind die Nächte im Winter noch kälter.

Jan33°19°heiß, grüne Regenzeit
Feb32°18°feucht, Tiernachwuchs
Mär32°16°Regen lässt nach
Apr30°12°Übergang, trocknet ab
Mai27°7°Trockenzeit beginnt
Jun24°4°kalte Nächte, Flut steigt
Jul25°4°kühl, Delta-Höchststand
Aug28°6°trocken, Tiere am Wasser
Sep33°11°warm, top Wildbeobachtung
Okt35°16°sehr heiß, dichtes Wild
Nov34°18°erste Gewitter, schwül
Dez33°19°heiß, Regenzeit

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für eine Safari in Botswana ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober, wenn sich die Tiere an den wenigen Wasserstellen drängen und die Sicht durch das kahle Gebüsch am besten ist. Zwischen Juni und August steht im Okavango-Delta zugleich der Flut-Höchststand für die Mokoro-Fahrten an, während September und Oktober mit großer Hitze, aber der dichtesten Wildkonzentration locken. Die grüne Regenzeit von November bis April ist günstiger und schön für Vögel und Tierjunge, aber heißer und stellenweise schwer befahrbar.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Botswana

Wann ist die beste Reisezeit für Botswana?
Die trockene Wintersaison von Mai bis Oktober ist ideal für Safaris, weil sich die Tiere dann an Flüssen und Wasserlöchern konzentrieren und die Vegetation kahl ist. Zwischen Juni und August erreicht die Okavango-Flut ihren Höchststand, perfekt für Mokoro-Fahrten. Die grüne Regenzeit von November bis April ist heißer, günstiger und gut für Vögel und Tiernachwuchs.
Wie kommt man von Deutschland nach Botswana?
Direktflüge gibt es nicht. Üblich ist die Route über Johannesburg – ab Deutschland rund elf Stunden – und von dort ein Zubringerflug nach Maun oder Kasane. Alternativ reist du über Kapstadt, das namibische Windhoek oder die Victoriafälle an. Innerhalb des Landes fliegen kleine Buschflugzeuge zwischen den Camps.
Ist eine Botswana-Safari teuer?
Botswana setzt bewusst auf wenige Gäste zu höheren Preisen, weshalb geführte Fly-in-Safaris zum teureren Ende in Afrika zählen. Günstiger reist du mit einer geführten mobilen Zeltsafari oder als Selbstfahrer mit eigenem Allrad und Dachzelt. Konkrete Preise schwanken stark – vergleiche am besten mehrere aktuelle Angebote.
Kann man Botswana als Selbstfahrer bereisen?
Ja, Botswana ist ein klassisches Selbstfahrer-Ziel für erfahrene Allradfahrer. Die Pisten durch Moremi, Chobe und die Kalahari führen über tiefen Sand ohne Tankstellen oder Handynetz, weshalb du Sprit, Wasser und Verpflegung für mehrere Tage mitnimmst. Die begrenzten Campplätze in den Parks buchst du weit im Voraus.
Was macht das Okavango-Delta besonders?
Das Okavango-Delta ist das größte Binnendelta der Erde: Ein Fluss versickert mitten in der Kalahari, statt ins Meer zu fließen. Paradoxerweise steht das meiste Wasser in der Trockenzeit, weil die Flut aus Angola erst Monate später ankommt. Du erkundest die Kanäle lautlos im Mokoro-Einbaum und wohnst in kleinen Camps auf den Inseln.
Warum ist der Chobe-Nationalpark bekannt?
Chobe im Nordosten beherbergt eine der größten Elefantenpopulationen Afrikas, die sich in der Trockenzeit am Chobe-Fluss sammeln. Vom Boot aus kommst du nah an Herden, Flusspferde und Krokodile. Der Ort Kasane liegt nur gut anderthalb Autostunden von den Victoriafällen entfernt, sodass sich beide gut verbinden lassen.
Wie viele Tage sollte man für Botswana einplanen?
Für den klassischen Norden aus Delta und Chobe solltest du mindestens sieben bis zehn Tage einrechnen, damit sich die kurzen Buschflüge und je drei Nächte pro Gebiet lohnen. Wer die Victoriafälle, Namibia oder die Kalahari ergänzt, ist schnell bei zwei bis drei Wochen.
Ist Botswana ein Malaria-Gebiet?
Der tierreiche Norden um Okavango und Chobe gilt als Malaria-Gebiet, vor allem in der feuchten Sommerhälfte von November bis April. Die Kalahari im Süden ist deutlich geringer betroffen. Kläre die richtige Vorsorge und empfohlene Impfungen rechtzeitig in einer ärztlichen Reiseberatung.
Welche Gebiete sollte man in Botswana kombinieren?
Die meisten verbinden das Okavango-Delta mit dem Moremi-Reservat und dem Chobe-Nationalpark, oft ergänzt um die Victoriafälle jenseits der Grenze. Wer mehr Zeit hat, hängt die Makgadikgadi-Pfannen oder das Central Kalahari Game Reserve an, um den trockenen Wüstenkontrast zum wasserreichen Delta zu erleben.
Braucht man für Botswana ein Visum?
Die Einreisebestimmungen können sich ändern, informiere dich daher rechtzeitig vor der Reise beim Auswärtigen Amt über die aktuellen Vorgaben. Achte auf einen ausreichend lange gültigen Reisepass mit genügend freien Seiten. Reist du mit Kindern über Grenzen im südlichen Afrika, prüfe die zusätzlichen Nachweispflichten.
Kann man Botswana mit den Victoriafällen verbinden?
Ja, das ist sogar die häufigste Kombination. Vom Chobe-Städtchen Kasane sind es nur gut anderthalb Autostunden zu den Victoriafällen in Simbabwe oder Sambia. Viele hängen die Fälle als großes Finale an die Safari an oder starten von dort in die Wildnis Botswanas.
BotswanaWo der Okavango mitten in der Kalahari versickert und eines der letzten großen Wildnisgebiete Afrikas formt.
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