Regionen und Orte in Botswana im Überblick
Botswana teilt sich grob in zwei Welten – den wasserreichen, tierdichten Norden um Okavango und Chobe und die endlose Trockenwildnis der Kalahari im Zentrum und Süden.
Die meisten Botswana-Reisen spielen im Norden, denn hier liegen die berühmten Wildnisgebiete dicht beieinander. Drehscheibe ist Maun, eine staubige Kleinstadt am Südrand des Okavango-Deltas, von deren Flugplatz die Kleinflugzeuge zu den Camps im Delta starten. Rund um Maun erreichst du das Moremi-Wildreservat, das geschützte Herz des Deltas, sowie die trockeneren Savannen, in denen die Buschpisten beginnen. Wer eine geführte Safari bucht, sieht von Maun oft nur den Rollfeldstreifen – für Selbstfahrer dagegen ist die Stadt der wichtigste Ort zum Tanken, Einkaufen und Aufladen, bevor es tagelang in die Wildnis ohne Versorgung geht.
Der zweite Knotenpunkt im Norden ist Kasane im äußersten Nordosten, direkt am Chobe-Fluss und am Vierländereck mit Namibia, Sambia und Simbabwe. Kasane ist das Tor zum Chobe-Nationalpark mit seinen gewaltigen Elefantenherden und liegt nur gut anderthalb Autostunden von den Victoriafällen entfernt, die viele als Höhepunkt an die Reise hängen. Zwischen Maun und Kasane spannt sich das klassische Safari-Kerngebiet aus Delta, Moremi, der Savute-Marsch und dem Chobe-Flusslauf – die Strecke lässt sich fliegend in Etappen oder als mehrtägige Allrad-Tour über Sand zurücklegen.
Südlich und westlich davon beginnt die Kalahari, die mehr als zwei Drittel des Landes bedeckt. Das Central Kalahari Game Reserve gehört zu den größten Schutzgebieten der Erde, weiter östlich brechen die Makgadikgadi-Salzpfannen als weiße Leere auf. Diese Gegenden sind einsamer, trockener und weniger auf Tourismus eingestellt – dafür erlebst du hier die Stille und die Weite, für die Botswana steht. Ganz im Südosten liegt die Hauptstadt Gaborone, für die meisten Reisenden nur ein Umsteigepunkt. Wer zum ersten Mal kommt, konzentriert sich auf den Norden und ergänzt die Kalahari höchstens um ein paar Nächte in den Pfannen.













