Land · Afrika

Tansania

Tansania ist Ostafrikas wildes Herz — endlose Savannen, der schneebedeckte Kilimandscharo und die Gewürzinsel Sansibar mit ihren weißen Stränden.

Über Tansania

Urlaub in Tansania

Kaum ein Land verdichtet Afrikas Mythos so dicht wie Tansania. Hier zieht die Große Tierwanderung über die Serengeti, brüllen Löwen im Morgennebel des Ngorongoro-Kraters und gleitet der Schatten des Kilimandscharo über rote Erde. Ein Tansania Urlaub bedeutet, am Vormittag im offenen Safarifahrzeug der Big Five zu folgen und am Abend barfuß durch den weißen Sand Sansibars zu laufen — kaum eine andere Reise verbindet rohe Wildnis und tropisches Inselparadies so selbstverständlich. Die klassische Route führt durch den Norden: von Arusha über den Tarangire-Nationalpark und den Ngorongoro-Krater in die weiten Ebenen der Serengeti. Wer mehr Zeit hat, kombiniert die Safari mit dem Aufstieg auf den höchsten Berg Afrikas oder einem entspannten Ausklang am Indischen Ozean. Genau diese Dramaturgie — erst Abenteuer, dann Erholung — macht den Tansania Urlaub so beliebt. Dazu kommt die herzliche Gastfreundschaft der Menschen, das melodische Suaheli und eine Küche, in der afrikanische, arabische und indische Einflüsse verschmelzen. Tansania ist kein Ziel zum Abhaken, sondern ein Land, das man fühlt — im Staub der Piste, im Salz der See und im Schweigen der Sterne über dem Busch.

Tansania – Karte
Reiseführer

Tansania von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Dieser Reiseführer führt dich durch das ganze Land, von der Safaristadt Arusha über die Weiten der Serengeti und den Ngorongoro-Krater bis an die Gewürzküste von Sansibar. Du erfährst, welche Region wann lohnt, wie du Safari, Kilimandscharo und Strand zu einer Route verbindest und worauf es bei der Planung wirklich ankommt.

Regionen im Überblick

Tansanias Regionen von der Savanne bis ans Meer

Tansania lässt sich in wenige große Reisegebiete gliedern, die sich gut miteinander verbinden lassen. Wer die grobe Geografie kennt, plant die Route klüger und spart lange Fahrten.

Die meisten Reisen beginnen im Norden rund um Arusha, die geschäftige Safaristadt am Fuß des Mount Meru auf gut 1.400 Metern Höhe. Von hier starten die Fahrten in den berühmten Nordkreis, der die klassischen Nationalparks bündelt. Der Tarangire-Nationalpark lockt mit riesigen Baobab-Bäumen und großen Elefantenherden, der Lake-Manyara-Park mit Flamingos und baumkletternden Löwen. Weiter westlich senkt sich das Land in den Ngorongoro-Krater, eine eingebrochene Vulkancaldera, und öffnet sich dahinter zu den endlosen Ebenen der Serengeti. Dieses Hochland zwischen 1.400 und 1.800 Metern bildet das Herz der klassischen Tansania-Safari.

Östlich von Arusha ragt der Kilimandscharo mit 5.895 Metern als höchster Berg Afrikas über die Hochebene, sein Ausgangspunkt für Bergtouren ist das ruhigere Moshi. Wer abseits der bekannten Routen reisen will, wendet sich dem Süden und Westen zu, wo der Nyerere-Nationalpark und der Ruaha-Park weite, kaum besuchte Wildnis bieten. Noch entlegener liegen die Mahale-Berge und Gombe am Ufer des Tanganjikasees, wo sich Schimpansen im Regenwald beobachten lassen. Diese Gebiete verlangen mehr Zeit und meist einen Inlandsflug, belohnen aber mit Einsamkeit und ursprünglicher Natur.

Ganz im Osten trifft das Land auf den Indischen Ozean. Die größte Stadt Daressalam ist wirtschaftliches Zentrum und wichtigster Hafen, während die Regierung im ruhigeren Dodoma im Landesinneren sitzt. Vor der Küste liegt der Sansibar-Archipel mit der Hauptinsel Unguja, der grünen Gewürzinsel Pemba und dem tauchbekannten Mafia. Das historische Stone Town mit seinen verwinkelten Gassen zählt zum UNESCO-Welterbe, rundherum säumen weiße Strände und vorgelagerte Riffe die Küste. So verbindet eine Reise das staubige Landesinnere mit ein paar Tagen am warmen Meer.

Höhepunkte des Landes

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tansania

Tansanias Höhepunkte verteilen sich auf Savanne, Vulkanhochland und Küste. Die folgende Auswahl bündelt die Orte, die auf kaum einer ersten Reise fehlen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tansania
Höhepunkte des Landes

Ganz oben steht die Serengeti, deren endlose Grasebenen Schauplatz der Großen Tierwanderung sind. In riesigen Herden ziehen bis zu zwei Millionen Gnus und Zebras im Kreis durch das Ökosystem, gebären zwischen Januar und Februar im Süden ihre Kälber und durchqueren von Juli bis Oktober im Norden die krokodilreichen Flüsse. Rund um das Jahr leben hier Löwen, Geparden und Leoparden in offener Savanne. Für viele ist die Serengeti der eigentliche Grund einer Tansania-Reise und der Ort, an dem sich das eigene Bild von Afrikas Wildnis erfüllt.

Kaum weniger berühmt ist der Ngorongoro-Krater, eine über sechshundert Meter tiefe Caldera, in der Zehntausende Tiere auf engem Raum das ganze Jahr über leben. Am Kraterboden stehen die Chancen auf alle Big Five gut, denn hier hält sich eine der letzten Populationen des seltenen Spitzmaulnashorns. Am Rand der Hochebene liegt die Olduvai-Schlucht, in der bedeutende Funde früher Vormenschen die Region zur Wiege der Menschheit machten. Die Fahrt vom kühlen Kraterrand hinab in den warmen Kessel gehört zu den eindrücklichsten Momenten des Nordkreises.

Über allem thront der Kilimandscharo, dessen vergletscherte Kuppe sich frei aus der Ebene erhebt und den höchsten Punkt Afrikas markiert. Tausende Wanderer steigen jedes Jahr über mehrere Tage zum Gipfel Uhuru Peak auf, ganz ohne technische Kletterei. An der Küste erzählt das Stone Town von Sansibar mit seinen geschnitzten Türen, dem alten Sultanspalast und dem Duft von Nelken und Zimt von Jahrhunderten des Gewürz- und Seehandels. So reicht die Liste der Höhepunkte vom Dach des Kontinents über die Tierwelt der Savanne bis zur gewachsenen Kultur am Meer.

Nationalparks und Big Five

Safari in Tansania richtig planen

Die Safari ist der Kern fast jeder Tansania-Reise. Welcher Park sich lohnt, hängt davon ab, welche Tiere du sehen willst und wie viel Zeit du mitbringst.

Safari in Tansania richtig planen
Nationalparks und Big Five

Der klassische Nordkreis verbindet vier sehr unterschiedliche Schutzgebiete zu einer Schleife ab Arusha. Der Tarangire-Park ist in der Trockenzeit für seine Elefanten und die knorrigen Baobabs bekannt, der Lake Manyara für Wasservögel und seine baumkletternden Löwen. Der Ngorongoro-Krater bietet die dichteste Tierkonzentration und die besten Chancen auf das seltene Nashorn, während die Serengeti mit Raubkatzen und der Großen Wanderung das Herzstück bildet. In dieser Kombination lassen sich die Big Five aus Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn schon in wenigen Tagen gut beobachten.

Wer schon einmal auf Safari war oder die großen Besucherzahlen meiden möchte, findet im Süden und Westen einsamere Alternativen. Der weitläufige Nyerere-Nationalpark, früher als Teil des Selous bekannt, erlaubt neben der Pirschfahrt auch Bootssafaris auf dem Rufiji-Fluss. Der weiter westlich gelegene Ruaha-Park gilt als eines der besten Reviere für große Löwenrudel und Wildhunde. Ganz im Westen lassen sich in den Mahale-Bergen und in Gombe Schimpansen zu Fuß im Regenwald verfolgen, ein ganz anderes Erlebnis als die klassische Fahrt durch die Savanne.

Die eigentliche Pirsch findet im offenen Geländewagen am frühen Morgen und am späten Nachmittag statt, wenn die Tiere am aktivsten sind. Über der Serengeti steigen zudem Heißluftballons auf, die den Blick über die weite Ebene und die grasenden Herden öffnen. Zwischen den Parks kannst du mit dem Wagen über die Pisten fahren oder mit kleinen Propellermaschinen zu den Landepisten fliegen, was bei den großen Distanzen viel Zeit spart. Ein ortskundiger Guide erhöht die Chancen deutlich, denn er liest Spuren, kennt die Reviere und findet die Tiere auch im hohen Gras.

Sansibar und Indischer Ozean

Strandurlaub auf Sansibar und an der Küste

Nach der Savanne folgt das Meer. Sansibar und die Küste reihen weiße Buchten, warmes Wasser und Korallenriffe aneinander und bilden den klassischen zweiten Teil einer Reise.

Strandurlaub auf Sansibar und an der Küste
Sansibar und Indischer Ozean

Das beliebteste Strandziel ist Sansibar, genauer die Hauptinsel Unguja, nur einen kurzen Flug oder eine Fährfahrt von Daressalam entfernt. Im Norden liegen Nungwi und Kendwa, wo das Wasser dank geringer Gezeiten den ganzen Tag zum Baden reicht und abends die Dhau-Segler vor der Sonne kreuzen. Der Sand ist hell und fein, das Meer schimmert türkis, und vor der Küste laden Riffe zum Schnorcheln und Tauchen ein. Diese Ecke der Insel ist am lebhaftesten und verbindet Strandhotels mit kleinen Bars, Bootstouren und Tauchbasen.

An der Ostküste rund um Paje und Jambiani bestimmt der Gezeitenwechsel den Tag, denn bei Ebbe zieht sich das Wasser weit zurück und legt die flache Lagune frei. Dieser Küstenstreifen ist das Zentrum der Kitesurfer, die den verlässlichen Wind über dem seichten Wasser nutzen. Im Landesinneren führen Gewürztouren durch Plantagen mit Nelken, Vanille und Zimt, und im Stone Town lohnt ein Bummel durch die alten Gassen. Wer Ruhe sucht, findet an der Ost- und Südküste einfache Bungalows abseits der größeren Anlagen.

Neben Unguja lohnen die Nachbarinseln einen Abstecher. Pemba ist grüner, hügeliger und bei Tauchern für seine steilen Riffe beliebt, während Mafia im Süden ein Meeresschutzgebiet umfasst, in dem sich zwischen Oktober und Februar Walhaie beobachten lassen. Auch das Festland hat mit den Stränden bei Bagamoyo und der Halbinsel um Pangani ruhige Abschnitte zu bieten. Am Meer bleibt es das ganze Jahr über warm, meist um die dreißig Grad, sodass die Küste den entspannten Ausklang nach den staubigen Safari-Tagen bildet.

Routen und Reisedauer

Rundreise durch Tansania planen

Eine Rundreise verbindet mehrere Parks und oft die Insel Sansibar zu einer Schleife. Wie viel du schaffst, entscheidet vor allem die Reisedauer und das gewählte Tempo.

Mit einer Woche bleibt Zeit für den klassischen Nordkreis, meist Tarangire, den Ngorongoro-Krater und einen Abstecher in die Serengeti, bevor es zurück nach Arusha geht. Weil die Distanzen groß und die Pisten langsam sind, spart ein Inlandsflug in die Serengeti spürbar Zeit gegenüber der langen Fahrt im Geländewagen. Wer entspannter reisen möchte, konzentriert sich auf zwei Gebiete und bleibt dort jeweils mehrere Nächte, statt jeden Tag umzuziehen. So bleibt genug Ruhe für die Pirsch am frühen Morgen und für gemütliche Stunden im Camp.

Zehn Tage bis zwei Wochen erlauben die beliebte Verbindung aus Safari und Insel, die eine Tansania-Reise so rund macht. Eine bewährte Route führt durch den kompletten Nordkreis und von Arusha per kurzem Flug nach Sansibar, wo einige Tage am Strand die Reise abschließen. So endet das Abenteuer am warmen Meer, wenn die staubigen Pisten der Savanne schon weit weg scheinen. Wer den Kilimandscharo besteigen möchte, plant dafür zusätzlich fünf bis neun Tage ein und hängt die Insel als Erholung hinten an.

Wer drei Wochen mitbringt, ergänzt den Norden um den einsamen Süden mit dem Nyerere- und dem Ruaha-Park oder um die Schimpansen am Tanganjikasee im Westen. Die meisten Rundreisen laufen geführt mit Fahrer und Guide, weil sich schlechte Pisten, weite Wege und die eigentliche Tierbeobachtung so am einfachsten verbinden. Ein Mietwagen auf eigene Faust lohnt eher für erfahrene Selbstfahrer, da viele Strecken unbefestigt und nach Regen schwer befahrbar sind. Feste Etappen und genug Puffer zwischen den Parks machen am Ende jede Route deutlich entspannter.

Küche und Spezialitäten

Essen und Trinken in Tansania

Tansanias Küche ist bodenständig und von der Küste her gewürzt. Zwischen dem Hochland des Festlands und der Insel Sansibar wechseln die Zutaten spürbar.

Das tägliche Grundnahrungsmittel auf dem Festland ist Ugali, ein fester Brei aus Maismehl, den man mit der Hand zu Fleisch, Bohnen oder Gemüse formt. Dazu kommen geschmorter Blattkohl, Reis und Bohnen sowie Nyama Choma, langsam über Holzkohle gegrilltes Fleisch, das gern in geselliger Runde geteilt wird. An Straßenständen bekommst du Mishkaki, kleine gegrillte Spieße, und Mandazi, leicht süßes Fettgebäck zum Chai. Diese herzhafte, sättigende Küche begleitet dich durch das Landesinnere und die Safari-Camps.

An der Küste und auf Sansibar mischt sich der Einfluss arabischer, indischer und afrikanischer Händler zur würzigen Swahili-Küche. Hier köcheln Reisgerichte wie Pilau und Biryani in Kokosmilch und Gewürzen, dazu gibt es fangfrischen Fisch, Garnelen und Oktopus aus dem Indischen Ozean. Am Abend duften die Garküchen am Forodhani-Garten im Stone Town nach gegrilltem Meeresgetier, und die bekannte Sansibar-Pizza wird frisch auf der heißen Platte gebacken. Frische Mango, Ananas und Kokosnuss runden dort fast jede Mahlzeit ab.

Getrunken wird viel Chai, ein gezuckerter Schwarztee, oft mit Ingwer oder Kardamom und einem Schuss Milch. Frisch gepresste Säfte aus tropischen Früchten und Kokoswasser aus der grünen Nuss erfrischen bei der Hitze an der Küste, das helle Kilimanjaro- und Serengeti-Bier ist im ganzen Land verbreitet. In den Safari-Lodges wird meist international gekocht, häufig als Buffet, sodass auch empfindliche Mägen gut durch die Reise kommen. Leitungswasser trinkst du besser nicht, abgefülltes Wasser ist dafür fast überall erhältlich.

Familienreisen und Safari

Tansania mit Kindern erleben

Tansania eignet sich gut für eine Familienreise, wenn Tempo und Programm zum Alter der Kinder passen. Wilde Tiere aus nächster Nähe begeistern fast jeden Nachwuchs.

Für Familien eignet sich der kompakte Nordkreis besonders gut, weil die Parks nah beieinander liegen und die Fahrten kürzer bleiben als im weiten Süden. Der Ngorongoro-Krater und der Tarangire-Park liefern in kurzer Zeit viele Tiere und damit schnelle Erfolge für ungeduldige Kinderaugen. Viele Lodges und Camps bieten Familienzimmer, kürzere Pirschfahrten und Programme, die den Tag für jüngere Kinder auflockern. Manche Häuser setzen ein Mindestalter für gemeinsame Fahrten, das sich vor der Buchung klären lässt.

Die Kombination aus wenigen Safari-Tagen und einer anschließenden Woche auf Sansibar hat sich für Familien besonders bewährt. An den ruhigen Nordstränden von Nungwi und Kendwa reicht das Wasser den ganzen Tag zum Baden, während die Ostküste bei Ebbe zum Muschelsuchen in den Gezeitentümpeln einlädt. Eine Gewürztour oder eine Bootsfahrt zu den Delfinen bringt Abwechslung zwischen den Strandtagen. Auch die kurzen Flüge in kleinen Maschinen erleben viele Kinder als eigenes kleines Abenteuer.

Weite Teile Tansanias liegen in Regionen, in denen Malaria vorkommt, weshalb eine reisemedizinische Beratung vor der Buchung sinnvoll ist. Guter Sonnenschutz, ausreichend Mückenschutz und genug Trinkwasser gehören für Kinder wie für Erwachsene ins Gepäck. Wer im Hochland unterwegs ist, sollte an kühle Abende denken, denn nach Sonnenuntergang wird es auf über tausend Metern spürbar frisch. Kinderbetten, kindgerechtes Essen und Betreuung lassen sich in vielen Häusern vorab anfragen, sodass mit etwas Planung und ruhigem Tempo auch die Kleinen viel von der Reise mitnehmen.

Anreise und Mobilität

Anreise und Fortbewegung in Tansania

Die meisten Reisen starten am Flughafen bei Arusha oder auf Sansibar und setzen sich mit kleinen Maschinen oder im Geländewagen fort. Ein Überblick zur Anreise und zu den Wegen im Land.

Von Deutschland aus gibt es kaum Direktflüge, üblich sind Verbindungen mit einem Umstieg über die Drehkreuze am Golf oder in Addis Abeba. Für den Nordkreis und den Kilimandscharo landest du am besten am Kilimanjaro International Airport zwischen Arusha und Moshi. Wer zuerst an die Küste möchte, fliegt über Daressalam oder direkt nach Sansibar. Ein guter Puffer zwischen Ankunft und dem ersten Safari-Flug nimmt viel Druck aus dem Start der Reise, zumal die Anreise mit Umstieg insgesamt rund zwölf bis fünfzehn Stunden dauert.

Innerhalb Tansanias sind Inlandsflüge das Rückgrat des Safari-Verkehrs, denn kleine Propellermaschinen verbinden Arusha mit den Landepisten in der Serengeti und den entlegenen Parks im Süden. Zwischen Daressalam und Sansibar verkehren zudem schnelle Fähren, die die Überfahrt in gut zwei Stunden schaffen und eine günstige Alternative zum Flug bieten. Für kurze Wege in den Städten sind angemeldete Taxis und lokale Fahrdienste am unkompliziertesten und meist günstiger als spontane Angebote auf der Straße. So kombinierst du Flug, Fähre und Wagen je nach Etappe passend.

In den Nationalparks bist du fast immer im Geländewagen unterwegs, meist mit Fahrer und Guide, der Tiere aufspürt und die Pisten sicher kennt. Selbstfahrer brauchen Erfahrung, Geduld und einen robusten Allradwagen, da viele Wege unbefestigt und nach Regen schwer befahrbar sind. Bezahlt wird mit dem Tansania-Schilling, in Lodges, größeren Hotels und auf Sansibar werden Kartenzahlung und teils US-Dollar akzeptiert. Etwas Bargeld für Trinkgelder, Märkte und abgelegene Orte ist trotzdem jederzeit praktisch, und die Parkgebühren rechnest du am besten fest ins Budget ein.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Partnerangebote in Kürze
Klima und Reisezeit

Beste Reisezeit für Tansania

Tansania liegt knapp südlich des Äquators, daher richten sich die Jahreszeiten nach Regen und Trockenheit statt nach Sommer und Winter. Die Höhe bestimmt, wie warm es wirklich wird.

Die Werte in der Tabelle gelten für das nördliche Safari-Hochland rund um Serengeti und Ngorongoro auf etwa 1.400 bis 1.800 Metern, wo es dank der Höhe ganzjährig mild bleibt und die Nächte kühl werden. Zwei Regenzeiten prägen das Jahr, die lange von etwa März bis Mai und die kurze im November und Dezember. Dazwischen liegen die trockenen und für Safaris besten Monate. An der Küste und auf Sansibar ist es dagegen das ganze Jahr über deutlich heißer und schwüler als im kühlen Hochland.

Jan28°14°kurze Trockenzeit zwischen den Regenzeiten, warm und gute Tierbeobachtung
Feb28°14°trockenster Monat der frühen Jahreshälfte, Kalbungszeit in der südlichen Serengeti
Mär27°14°gegen Monatsende beginnt die lange Regenzeit, noch überwiegend fahrbar
Apr25°14°Höhepunkt der langen Regenzeit, grüne Landschaft und aufgeweichte Pisten
Mai24°13°auslaufender Regen, wenige Besucher und ruhige Parks
Jun24°11°Beginn der langen Trockenzeit, angenehm kühle Nächte
Jul23°10°kühlster und trockener Monat, beste Safari-Zeit
Aug24°11°trocken, Flussdurchquerungen der Herden im Norden der Serengeti
Sep26°11°trocken und staubig, sehr gute Sicht auf die Tiere
Okt27°13°warm und trocken, Ende der langen Trockenzeit
Nov26°14°kurze Regenzeit mit Schauern am Nachmittag
Dez27°14°abtrocknend und festlich, gute Sicht zum Jahresende

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die stärksten Monate sind Juni bis Oktober, wenn die Trockenheit die Tiere an die Wasserstellen treibt und die Große Wanderung von Juli bis Oktober die Flüsse im Norden der Serengeti durchquert. Auch Januar und Februar bieten trockenes, klares Safariwetter und fallen mit der Kalbungszeit im Süden zusammen. Die lange Regenzeit von April bis Mai ist am grünsten und günstigsten, verlangt aber Geduld mit aufgeweichten Pisten und häufigeren Schauern.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Tansania

Wann ist die beste Reisezeit für Tansania?
Für Safaris im Norden eignen sich die Trockenzeiten von Juni bis Oktober sowie Januar und Februar am besten, weil sich die Tiere dann an Wasserstellen sammeln. Die Flussdurchquerungen der Großen Wanderung in der Serengeti erlebst du meist zwischen Juli und Oktober.
Wie viele Tage sollte ich für Tansania einplanen?
Für eine erste Safari im Nordkreis reichen sieben Tage. Wer Safari und Sansibar verbinden will, plant besser zehn Tage bis zwei Wochen ein, für eine Kilimandscharo-Besteigung kommen noch einmal fünf bis neun Tage dazu.
Lassen sich Safari und Sansibar gut verbinden?
Ja, das ist die klassische Tansania-Reise. Von Arusha fliegst du in rund einer Stunde nach Sansibar und schließt die Safari mit einigen ruhigen Tagen am Indischen Ozean ab, wenn der Staub der Piste hinter dir liegt.
Welche Nationalparks lohnen sich für die erste Reise?
Für den Einstieg sind die Serengeti für Raubtiere und die Große Wanderung, der Ngorongoro-Krater für alle Big Five und der Tarangire für Elefanten die naheliegende Wahl. Der Lake Manyara lässt sich gut auf dem Weg dorthin einbauen.
Was ist die Hauptstadt von Tansania?
Offizielle Hauptstadt ist seit 1974 Dodoma im Landesinneren, das aber erst gegen Ende der 2010er-Jahre auch zum Regierungssitz wurde. Die mit Abstand größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum bleibt jedoch die Hafenstadt Daressalam am Indischen Ozean.
Kann man den Kilimandscharo als Laie besteigen?
Der Aufstieg auf den Kilimandscharo verlangt keine technische Kletterei, aber eine gute Grundkondition und vor allem Zeit zur Höhenanpassung. Längere Routen über sechs bis neun Tage erhöhen die Chance, den Gipfel gut zu erreichen.
Ist Tansania für einen Familienurlaub geeignet?
Tansania funktioniert gut mit Kindern, wenn das Tempo passt. Der kompakte Nordkreis hält die Fahrten kurz, viele Lodges haben Familienzimmer, und die ruhigen Nordstrände von Sansibar eignen sich zum sicheren Baden.
Wie komme ich von Deutschland nach Tansania?
Direktflüge gibt es kaum, üblich sind Verbindungen mit einem Umstieg über den Golf oder Addis Abeba. Für die Nordsafari landest du am Kilimanjaro International Airport, für die Küste fliegst du über Daressalam oder direkt nach Sansibar.
Brauche ich für Tansania ein Visum?
Für die Einreise brauchen deutsche Staatsbürger einen Reisepass und in der Regel ein Visum, das sich vorab online oder bei der Ankunft beantragen lässt. Da sich die Vorgaben ändern können, prüfst du die aktuellen Bestimmungen rechtzeitig vor dem Abflug beim Auswärtigen Amt.
Welche Sprache spricht man in Tansania?
Landessprache ist Swahili, das im ganzen Land als gemeinsame Verkehrssprache dient, dazu kommt Englisch als Amts- und Geschäftssprache. Im Tourismus kommst du mit Englisch gut zurecht, ein paar Worte Swahili öffnen aber viele Türen.
Muss ich mich vor Malaria schützen?
In weiten Teilen Tansanias und besonders an der Küste kommt Malaria vor, weshalb du dich vor der Reise reisemedizinisch beraten lassen solltest. Mückenschutz und lange Kleidung am Abend gehören ins Gepäck, das kühle Hochland gilt als geringer belastet.
Was kostet ein Urlaub in Tansania?
Tansania ist kein Billigreiseziel, vor allem wegen der hohen Parkgebühren, der Guides und der Fahrzeuge auf Safari. Sansibar bietet dagegen von einfachen Bungalows bis zur gehobenen Anlage alle Preisklassen, sodass sich das Budget je nach Reisestil stark unterscheidet.
TansaniaTansania ist Ostafrikas wildes Herz — endlose Savannen, der schneebedeckte Kilimandscharo und die Gewürzinsel Sansibar mit ihren weißen Stränden.
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