Land · Afrika

Seychellen

115 Granit- und Koralleninseln im Indischen Ozean — wo puderweiße Buchten auf uralten Urwald treffen.

Über Seychellen

Urlaub in Seychellen

Ein Seychellen urlaub führt an einen der bildgewaltigsten Orte der Erde: ein Archipel aus 115 Inseln, mitten im Indischen Ozean, nördlich von Madagaskar. Die inneren Granitinseln Mahé, Praslin und La Digue tragen runde, von Wind und Wasser geschliffene Felsblöcke, dahinter wächst dichter, tropischer Urwald, und davor liegen Buchten mit Sand so fein, dass er unter den Füßen quietscht. Es ist eine Landschaft, die kaum Steigerung kennt — und doch findet man hinter jeder Palmenreihe eine neue Bucht, die noch schöner scheint. Die Seychellen sind mehr als Postkartenkulisse. Im Vallée de Mai wächst die legendäre Coco de Mer, die größte Nuss der Pflanzenwelt; auf abgeschirmten Atollen leben Riesenschildkröten, wie es sie sonst kaum noch gibt. Kreolische Küche, ein Hauch Frankreich, afrikanische und indische Wurzeln verschmelzen zu einer eigenen, entspannten Inselkultur. Ob im Luxusresort auf einer Privatinsel oder in einer kleinen Pension am Fischerdorf — die Seychellen lassen Tempo, Lärm und Hektik des Alltags spürbar zurück. Wer einen Seychellen urlaub plant, kombiniert meist mehrere Inseln per Fähre und kleinem Flugzeug. So wird aus einer Reise eine Abfolge ganz unterschiedlicher Stimmungen: das geschäftige Mahé mit der Hauptstadt Victoria, das ruhigere Praslin, das beschauliche La Digue mit seinen Ochsenkarren und Fahrrädern.

Seychellen – Karte
Reiseführer

Seychellen von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Nach den ersten Eindrücken von Mahé, Praslin und La Digue geht dieser Reiseführer in die Tiefe und zeigt dir, welche Insel zu welcher Reise passt, wie du sie per Fähre und Kleinflugzeug verbindest, wann das Wasser am klarsten ist und wie du Anreise, Unterkunft und Budget im Griff behältst.

Wohin im Archipel

Die Inseln der Seychellen im Überblick

Von Mahé bis zu den einsamen Außeninseln – so ordnest du das Archipel und findest die Insel, die zu deiner Reise passt.

Die Inseln der Seychellen im Überblick
Wohin im Archipel

Die Seychellen sind kein einzelnes Reiseziel, sondern ein Archipel aus 115 Inseln, und die erste Entscheidung deiner Reise lautet, welche davon du überhaupt ansteuerst. Grob teilt sich das Land in zwei Welten. Die inneren Granitinseln rund um Mahé tragen die runden, vom Wasser geschliffenen Felsblöcke und den dichten Urwald, den die meisten mit den Seychellen verbinden. Weit draußen liegen die flachen Koralleninseln und Atolle, abgelegen, ursprünglich und nur mit Aufwand zu erreichen. Fast jede Reise beginnt auf Mahé, wo der internationale Flughafen und die Hauptstadt Victoria liegen und von wo aus Fähren und kleine Flugzeuge zu den Nachbarinseln ablegen.

Das Herz des Archipels bilden drei Inseln, die sich gut an einer Route aufreihen. Mahé ist die größte und lebendigste, mit bergigem Inneren, der Hauptstadt Victoria, dem langen Strand von Beau Vallon und einer dichten Auswahl an Buchten und Restaurants. Praslin liegt eine gute Fährstunde entfernt, ist ruhiger und grüner und beherbergt mit dem Vallée de Mai den berühmten Urwald der Coco-de-Mer-Palme sowie Spitzenstrände wie die Anse Lazio. La Digue schließlich läuft im eigenen Takt: Autos sind hier die Ausnahme, unterwegs ist man mit dem Fahrrad, und Ochsenkarren prägen bis heute das Bild rund um das alte Gut L'Union Estate.

Jenseits der großen Drei reicht das Archipel noch deutlich weiter. In Reichweite von Praslin liegen kleine Granitinseln wie Curieuse mit ihren frei lebenden Riesenschildkröten, das Vogelreservat Cousin und die einsame Aride, dazu Félicité und der Meerespark rund um die Insel Sainte Anne vor Mahé, die sich für Tagesausflüge oder einen exklusiven Aufenthalt eignen. Wer echte Abgeschiedenheit sucht, fliegt auf die entlegenen Koralleninseln wie Bird, Denis oder Desroches oder bis zum fernen Atoll Aldabra. Als Faustregel gilt, dass ein näher an Mahé oder Praslin gelegenes Ziel einfacher und günstiger zu erreichen ist, während die Außeninseln Zeit, Budget und Vorausplanung verlangen.

Natur und Kultur

Sehenswürdigkeiten der Seychellen abseits der Strände

Urwald, Riesenschildkröten und die kleine Hauptstadt Victoria zeigen, dass die Seychellen zwischen den Buchten viel mehr zu bieten haben.

Sehenswürdigkeiten der Seychellen abseits der Strände
Natur und Kultur

Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Seychellen wächst mitten auf Praslin. Das Vallée de Mai gehört zum Unesco-Welterbe und bewahrt einen urzeitlichen Palmenwald, in dem die endemische Coco de Mer gedeiht, deren Nuss als größter Samen der Pflanzenwelt gilt. Auf schattigen Pfaden läufst du in gut einer Stunde durch das Tal, hörst mit etwas Glück den seltenen Schwarzen Papagei rufen und bekommst ein Gefühl dafür, wie die Inseln vor der Besiedlung ausgesehen haben. Wer den Andrang meiden will, weicht auf das nahe Reservat Fond Ferdinand aus, das ähnliche Vegetation mit weiten Blicken über die Küste verbindet.

Tierisch wird es überall dort, wo die Riesenschildkröten leben. Die Aldabra-Riesenschildkröten grasen frei auf Curieuse, im Gutshof L'Union Estate auf La Digue und auf kleinen Inseln wie Moyenne, wo du ihnen ganz nah kommst. Dazu ist das Land ein Paradies für Vögel: Auf Cousin und Aride brüten seltene Seevögel in dichten Kolonien, auf La Digue lebt im Veuve-Reservat der schwarze Paradiesschnäpper, und an vielen Stränden legen Meeresschildkröten ihre Eier ab. Diese Nähe zu einer weitgehend intakten Tierwelt macht die Seychellen zu mehr als einem reinen Strandziel.

Etwas Kultur bringt Victoria auf Mahé, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt. Rund um den bunten Sir-Selwyn-Selwyn-Clarke-Markt, den kleinen Uhrturm nach Londoner Vorbild, einen farbenfrohen Hindu-Tempel und den botanischen Garten lässt sich der Ort bequem zu Fuß erkunden. Wer höher hinaus will, wandert im Morne-Seychellois-Nationalpark, etwa zum Aussichtsfelsen Copolia oder über den Küstenpfad zur einsamen Anse Major. Auf La Digue erzählt das alte Gut L'Union Estate von der Zeit der Kokos- und Vanilleplantagen, und auf Mahé lässt sich in der Takamaka-Destillerie verfolgen, wie aus Zuckerrohr der lokale Rum entsteht.

Sand und Granit

Die schönsten Strände der Seychellen

Rosa geschliffene Granitfelsen, flache Lagunen und wilde Brandung – welche Bucht zu dir passt und worauf du bei Strömung und Wind achtest.

Die schönsten Strände der Seychellen
Sand und Granit

Kaum ein Strand ist so oft fotografiert wie die Anse Source d'Argent auf La Digue, wo rosa und golden geschliffene Granitfelsen über flachem, türkisem Wasser aufragen. Ein vorgelagertes Riff hält die Bucht ruhig und flach, was sie ideal für Familien und für lange Fotostunden im weichen Nachmittagslicht macht; der Zugang führt durch das Gut L'Union Estate. Nur eine kurze Radtour entfernt liegt die andere Seite der Insel: An Grande Anse, Petite Anse und Anse Cocos ist das Wasser tiefer und wilder, die Brandung stärker und während des Südostmonsuns oft zu kräftig zum Schwimmen.

Auf Praslin spielt die Anse Lazio in der ersten Liga der Weltrangliste. Anders als auf La Digue fällt das Wasser hier ohne Riff rasch ab, sodass du richtig schwimmen kannst, gerahmt von Granitfelsen und Takamaka-Bäumen. Etwas versteckter liegt die Anse Georgette am Rand des Resorts Constance Lémuria, für deren Besuch du dich meist kurz anmeldest. Für ruhige Tage mit Kindern eignet sich die lange, geschützte Bucht von Côte d'Or bei Anse Volbert, an der auch viele Hotels und kleine Restaurants liegen.

Mahé bündelt die größte Auswahl auf engem Raum. Beau Vallon im Norden ist der lebendigste Strand der Insel, lang, meist ruhig und gut für Wassersport und Sonnenuntergänge, während die südlichen Buchten Anse Intendance und Anse Takamaka mit kräftiger Brandung locken, die eher Surfer als Schwimmer anzieht. Die abgeschiedene Anse Major erreichst du nur zu Fuß über einen Küstenpfad. Wichtig ist die Windrichtung: Während des Südostmonsuns bleiben die nordwestlich ausgerichteten Strände ruhiger, während sich an südöstlichen Buchten Wellen und Seegras sammeln, im Nordwestmonsun dreht sich das Bild. Wer die Küste dem Wetter anpasst, findet fast immer eine geschützte Bucht.

Route und Reisedauer

Seychellen Rundreise und Inselkombination planen

Wie du Mahé, Praslin und La Digue sinnvoll verbindest, wie lange du bleiben solltest und welche Route sich für den ersten Besuch bewährt.

Eine Seychellen Rundreise heißt vor allem, die drei Hauptinseln clever zu verbinden, und das Rückgrat dafür ist die Fähre. Der Katamaran Cat Cocos pendelt mehrmals täglich zwischen Mahé und Praslin und braucht dafür rund eine Stunde, von Praslin nach La Digue sind es mit dem kleineren Boot nur etwa fünfzehn Minuten. Wer die Überfahrt abkürzen will, nimmt zwischen Mahé und Praslin den kurzen Flug von Air Seychelles, der in einer Viertelstunde über die Inseln hinweggleitet. So entsteht aus den drei Inseln eine durchgehende Route ohne langes Umsteigen.

Für die klassische Kombination aus Mahé, Praslin und La Digue solltest du rund zehn bis vierzehn Tage einplanen und je Insel etwa zwei bis vier Nächte ansetzen. Eine bewährte Route beginnt auf Mahé, wo du nach dem langen Flug in Beau Vallon ankommst und dich eingewöhnst. Danach geht es per Fähre nach Praslin mit dem Vallée de Mai und der Anse Lazio, bevor du für die letzten Tage nach La Digue übersetzt, dich aufs Fahrrad schwingst und an der Anse Source d'Argent zur Ruhe kommst. Überlade den Plan nicht, denn jeder Inselwechsel frisst mit Packen und Transfer schnell einen halben Tag.

Hast du nur eine Woche, konzentrierst du dich besser auf eine Insel mit Strandbasis oder auf die Kombination von Mahé mit einem Nachbarn, statt drei Wechsel in wenige Tage zu pressen. Bei zwei Wochen oder mehr lohnt der Sprung auf eine der Außen- oder Privatinseln wie Silhouette, Bird oder Denis, oder ein Tagesausflug nach Curieuse und in den Meerespark von Sainte Anne. Weil die meisten Flüge ohnehin über die Golfregion führen, hängen viele Reisende noch ein, zwei Nächte in Dubai oder Doha an. In der Hauptsaison buchst du Fähren und die beliebten Unterkünfte besser früh, weil beides schnell ausgebucht ist.

Wo du wohnst

Hotels, Resorts und Unterkünfte auf den Seychellen

Vom kleinen Gästehaus über das Strandresort bis zur privaten Insel – wie du die passende Unterkunft findest und ob sich eine Pauschalreise lohnt.

Die Unterkünfte auf den Seychellen decken eine große Spanne ab, und deine Wahl bestimmt Stil wie Budget der ganzen Reise. Am unteren Ende stehen kleine, familiär geführte Gästehäuser und Selbstversorger-Apartments, die es auf Mahé, Praslin und La Digue reichlich gibt und die das Land spürbar bezahlbarer machen. Darüber liegen mittelgroße Strandhotels und schließlich die großen Namen der Luxushotellerie, die vor allem auf Mahé und Praslin an den besten Buchten sitzen. Ganz oben rangieren die privaten Inseln, auf denen ein einziges Resort die gesamte Landmasse für sich hat.

Ob sich eine Pauschalreise lohnt, hängt vom Reisestil ab. Willst du vor allem an einem Strand entspannen, ist ein Paket aus Flug und Resort bequem und oft günstiger, häufig verbunden mit einem Zwischenstopp am Golf. Sobald du aber mehrere Inseln verbinden möchtest, fährst du mit einer individuell geplanten Reise flexibler, weil du Fähren, Flüge und wechselnde Unterkünfte frei kombinierst. Klar ist, dass die Seychellen grundsätzlich ein hochpreisiges Ziel sind, weil fast alles importiert wird, doch mit Gästehäusern, kreolischen Restaurants und Fähren statt Inlandsflügen lässt sich das Budget deutlich strecken.

Reines All-inclusive ist auf den Seychellen seltener als auf den Malediven oder auf Mauritius. Weil viele Reisende ohnehin die Inseln wechseln und gern in lokalen Lokalen essen, setzen die meisten Häuser auf Übernachtung mit Frühstück oder Halbpension, während Gästehäuser sich selbst versorgen. Ein Rundum-Paket lohnt sich vor allem, wenn du an einem Ort bleiben und dich um nichts kümmern willst. Als Basis eignen sich Beau Vallon und der Süden von Mahé für Abwechslung, Côte d'Or auf Praslin für ruhige Familienstrände und La Digue für alle, die es besonders langsam und ursprünglich mögen.

Kreolische Küche

Essen und Trinken auf den Seychellen

Frischer Fisch, Kokosmilch und Gewürze aus Afrika, Frankreich und Indien machen die kreolische Küche der Seychellen abwechslungsreicher als gedacht.

Die kreolische Küche der Seychellen verbindet afrikanische, französische, indische und chinesische Einflüsse zu einer eigenen, entspannten Inselküche. Im Mittelpunkt steht fast immer Fisch, oft im Ganzen über Holzkohle gegrillt und mit Knoblauch, Ingwer und Chili eingerieben, etwa der rote Bourgeois oder der Job-Fisch, dazu Thunfisch in vielen Varianten. Als inoffizielles Nationalgericht gilt das Oktopus-Curry, das den Tintenfisch in Kokosmilch und Gewürzen schmort, bis er zart zerfällt; denselben Oktopus bekommst du vielerorts auch kühl als Salat. Reis ist die feste Beilage, dazu kommen Linsen und milde Currys, sodass sich aus wenigen Zutaten überraschend viele Gerichte ergeben.

Rund um den Fisch entfaltet die Inselküche ihre Vielfalt. Als Beilage würzen kleine Chutneys, hier Satini genannt, den Teller, etwa aus grüner Papaya oder aus Fisch, dazu kommen gegrillte oder frittierte Brotfrucht und Wurzelgemüse. Süß wird es mit Ladob, einem Dessert aus Kochbananen oder Süßkartoffeln in vanille- und muskatduftiger Kokosmilch. Überall wachsen Mango, Papaya und Jackfrucht, und aus dem eigenen Anbau stammen Vanille und Zimt, die vielen Gerichten ihre feine Würze geben.

Zum Essen trinkst du am ehesten den lokalen Takamaka-Rum aus der Destillerie auf Mahé oder das einheimische Bier SeyBrew, dazu frisch gepresste Säfte tropischer Früchte. Am authentischsten isst du dort, wo auch die Einheimischen hingehen. Der Bazaar von Beau Vallon verwandelt sich am Mittwochabend in einen Markt mit Garküchen, sonntags laden viele Häuser zum kreolischen Buffet, und der Markt in Victoria bietet Fisch, Obst und Gewürze zum Mitnehmen. Weil vieles eingeführt wird, sind importierter Wein und westliche Produkte spürbar teurer als die kreolische Küche selbst.

Urlaub mit Kindern

Seychellen mit Kindern erleben

Warum die Seychellen mit Kindern gut funktionieren und welche Inseln und Buchten sich für einen entspannten Familienurlaub eignen.

Die Seychellen funktionieren mit Kindern erstaunlich unkompliziert, weil vieles von Natur aus ruhig und nah beieinander liegt. Zahlreiche Buchten sind durch vorgelagerte Riffe geschützt, sodass das Wasser flach und ruhig bleibt, etwa an der Anse Source d'Argent, an Côte d'Or auf Praslin oder in Beau Vallon. Das Meer ist ganzjährig warm, die Wege zwischen den Inseln sind kurz, und die frei lebenden Riesenschildkröten sind für die meisten Kinder das Highlight der Reise. Dazu kommt das entspannte, sichere Grundgefühl, das Familien das Reisen leicht macht.

Bei der Inselwahl lohnt sich ein Blick auf das Tempo. La Digue ist mit seinen Fahrrädern, Ochsenkarren und dem kaum vorhandenen Autoverkehr ein kleines Abenteuer für Kinder, die hier ihre erste eigene Radtour drehen und bei L'Union Estate den Schildkröten begegnen. Praslin punktet mit den ruhigen Familienstränden an Côte d'Or und dem gut begehbaren Waldpfad im Vallée de Mai, Mahé mit der größten Auswahl an Stränden und Wassersport rund um Beau Vallon. Halte die Fährüberfahrten für kleine Kinder kurz, denn während des Südostmonsuns kann die See zwischendurch unruhig werden.

An Programm mangelt es nicht. Im Meerespark von Sainte Anne vor Mahé zeigen Glasbodenboote und einfache Schnorchelplätze die Unterwasserwelt, ohne dass die Kleinen weit hinausschwimmen müssen. Dazu kommen das Beobachten der Schildkröten, leichte Wanderungen und die Radtouren auf La Digue. Achte allerdings auf die Strömung: An südlich und östlich gelegenen Stränden wie der Anse Intendance oder Grande Anse ist die Brandung oft kräftig, sodass für kleine Kinder die riffgeschützten Buchten die bessere Wahl sind. Gästehäuser mit eigener Küche helfen zusätzlich, wenn der Nachwuchs wählerisch isst.

Anreise und Transport

Anreise und Fortbewegung auf den Seychellen

Wie du am besten anreist, zwischen den Inseln pendelst und was du für Mietwagen, Fähren und die Einreise wissen musst.

Der größte Planungsposten ist die Anreise, auch wenn sie kürzer ausfällt als bei vielen anderen Fernzielen. Der internationale Flughafen liegt auf Mahé nahe Victoria, und in der Hauptsaison fliegt Condor direkt ab Frankfurt in rund zehn Stunden dorthin. Sonst reist du mit einem Umstieg über die Golfregion, etwa Dubai, Doha oder Abu Dhabi, über Istanbul oder Addis Abeba, was die Reisezeit verlängert. Für die Einreise brauchst du vorab eine online beantragte Reisegenehmigung sowie einen gültigen Reisepass, ein Rückflugticket und einen Nachweis der Unterkunft, und die genauen Vorgaben prüfst du kurz vor Abflug.

Vor Ort übernehmen Fähren und kleine Flugzeuge das Inselhüpfen. Zwischen Mahé und Praslin verkehrt mehrmals täglich der Katamaran Cat Cocos, von Praslin bringt dich ein kleineres Boot weiter nach La Digue, und wer schneller wechseln will, nimmt den Inlandsflug von Air Seychelles. Die beliebten Verbindungen reservierst du in der Hauptsaison besser im Voraus, weil sie früh ausgebucht sind. Die entlegenen Privatinseln erreichst du nur per Kleinflugzeug, Hubschrauber oder Boot.

Auf den Inseln selbst kommst du unterschiedlich voran. Auf Mahé und Praslin lohnt ein Mietwagen, um die vielen Buchten und Aussichtspunkte in eigenem Tempo abzufahren; gefahren wird links, und die Straßen über die Berge von Mahé sind eng und kurvig, weshalb ein kleines Auto die bessere Wahl ist. Auf La Digue brauchst du kein Auto, dort genügen Fahrrad und gelegentlich ein Taxi. Günstig unterwegs ist man mit den Linienbussen auf den beiden großen Inseln. Bezahlt wird in Seychellen-Rupien, an Resorts auch mit Karte oder Euro, und mit nur zwei bis drei Stunden Zeitunterschied zu Mitteleuropa hält sich der Jetlag in Grenzen.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Wann reisen

Beste Reisezeit für die Seychellen

Die Seychellen liegen nur wenige Grad südlich des Äquators, weshalb es ganzjährig warm bleibt und nicht die Temperatur, sondern der Monsun den Reisekalender bestimmt.

Das Klima ist ganzjährig tropisch und warm, mit Höchstwerten meist zwischen 28 und 31 Grad und nur kleinen Unterschieden über das Jahr. Statt Sommer und Winter prägen zwei Monsune den Rhythmus. Von Dezember bis März weht der feuchtere Nordwestmonsun mit ruhiger See, höherer Luftfeuchtigkeit und kräftigen, meist kurzen Schauern. Von Mai bis September bringt der trockenere Südostmonsun stärkeren Wind, rauere See an den südöstlich ausgerichteten Küsten und teils angeschwemmtes Seegras. Die Übergangsmonate April und Oktober gelten als die ruhigsten und klarsten, und auch der November bleibt oft noch ruhig, bevor der Nordwestmonsun einsetzt. Die folgenden Werte beziehen sich auf die inneren Inseln rund um Mahé, wo die meisten Reisen stattfinden.

Jan30°25°Warm und schwül, der Nordwestmonsun bringt die höchsten Regenmengen, die See bleibt aber ruhig.
Feb30°25°Feucht und windstill, häufige kurze Schauer bei warmem, klarem Badewasser.
Mär31°26°Wärmster Monat, noch schwül, die Regenfälle lassen gegen Ende nach.
Apr31°26°Ruhigster Übergangsmonat mit wenig Wind und klarer Sicht unter Wasser.
Mai30°26°Beginn des Südostmonsuns, meist noch ruhig, der Wind frischt langsam auf.
Jun29°25°Trockener und etwas kühler, stetiger Passatwind, gute Bedingungen an den Nordwestküsten.
Jul28°24°Windigster und trockenster Monat, an südöstlichen Stränden mehr Wellen und Seegras.
Aug28°24°Weiter windig und trocken, angenehm für Aktivitäten an Land, kühlste Nächte.
Sep29°25°Der Wind lässt allmählich nach, trocken und stabil, die klare Sicht kehrt zurück.
Okt30°25°Ruhiger Übergangsmonat mit klarem Wasser und wenig Wind, sehr gute Bedingungen.
Nov30°25°Warm und meist ruhig, die Luftfeuchtigkeit steigt langsam wieder an.
Dez30°25°Der Nordwestmonsun setzt ein, warm und feucht mit ersten kräftigen Schauern.

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Am ausgewogensten reist du in den Übergangsmonaten April sowie Oktober und November, wenn wenig Wind weht, die See ruhig ist und das Wasser am klarsten wird. Von Dezember bis März ist es wärmer und feuchter mit kurzen Schauern, dafür bleibt die See ruhig und das Badewasser besonders mild. Von Juni bis August ist es trockener und windiger, ideal für Ausflüge an Land, während sich an den südöstlichen Stränden dann mehr Wellen und Seegras sammeln.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Seychellen

Wann ist die beste Reisezeit für die Seychellen?
Am ausgewogensten reist du in den Übergangsmonaten April sowie Oktober und November, wenn wenig Wind weht und das Wasser klar ist. Von Dezember bis März ist es warm, feucht und ruhig, von Juni bis August trockener und windiger. Warm bleibt es ganzjährig.
Sind die Seychellen im Oktober eine gute Wahl?
Ja, der Oktober zählt zu den besten Monaten. Als ruhiger Übergangsmonat bringt er wenig Wind, klares Wasser und angenehme Wärme, ideal für Strand und Schnorcheln. Gegen Monatsende steigt die Luftfeuchtigkeit langsam wieder an.
Kann man im europäischen Winter auf die Seychellen reisen?
Ja, von Dezember bis Februar ist es warm um die dreißig Grad, die See bleibt durch den Nordwestmonsun ruhig und das Badewasser besonders mild. Rechne allerdings mit hoher Luftfeuchtigkeit und kurzen, kräftigen Schauern zwischendurch.
Sind die Seychellen ein teures Reiseziel?
Die Seychellen gelten als hochpreisig, weil fast alles importiert wird und viele Resorts im Luxussegment liegen. Mit kleinen Gästehäusern, kreolischer Küche und Fähren statt Inlandsflügen lässt sich aber deutlich günstiger reisen und das Budget vorab realistisch planen.
Wie lange dauert der Flug auf die Seychellen?
Direktflüge ab Frankfurt zur Insel Mahé dauern rund zehn Stunden. Viele Verbindungen laufen mit einem Zwischenstopp am Golf, in Istanbul oder in Ostafrika, was die Reisezeit verlängert. Ankunft ist immer der internationale Flughafen auf Mahé.
Was gilt für die Einreise auf die Seychellen?
Für touristische Aufenthalte brauchst du kein klassisches Visum, aber vorab eine online beantragte Reisegenehmigung. Dazu gehören ein gültiger Reisepass, ein Rück- oder Weiterflugticket und ein Nachweis der Unterkunft. Prüfe die aktuellen Vorgaben kurz vor der Abreise.
Welche Insel der Seychellen soll ich wählen?
Mahé bietet die größte Auswahl, den Flughafen und Beau Vallon, Praslin lockt mit dem Vallée de Mai und der Anse Lazio, La Digue mit Ruhe, Fahrrädern und der Anse Source d'Argent. Die meisten Reisenden kombinieren zwei oder drei dieser Inseln.
Braucht man auf den Seychellen einen Mietwagen?
Auf Mahé und Praslin lohnt sich ein Mietwagen, um die Buchten und Aussichtspunkte frei anzufahren, gefahren wird links. Auf La Digue brauchst du keinen, dort genügen Fahrrad und gelegentlich ein Taxi.
Sind die Seychellen für einen Urlaub mit Kindern geeignet?
Ja, viele Buchten sind durch Riffe geschützt und dadurch flach und ruhig, das Wasser ist ganzjährig warm und die frei lebenden Riesenschildkröten begeistern Kinder. Wähle für kleine Kinder riffgeschützte Strände und meide die kräftige Brandung an Süd- und Ostküsten.
Kann man die Seychellen als Pauschalreise oder all-inclusive buchen?
Ja, Pauschalreisen aus Flug und Resort gibt es, oft für einen Strandaufenthalt auf einer Insel und mit Zwischenstopp am Golf. Reines All-inclusive ist aber seltener als auf den Malediven oder Mauritius, weil viele Häuser auf Frühstück oder Halbpension setzen und Reisende gern auswärts essen.
Wie viele Tage sollte man für die Seychellen einplanen?
Für Mahé, Praslin und La Digue solltest du rund zehn bis vierzehn Tage einplanen, mit zwei bis vier Nächten je Insel. Eine Woche reicht für eine oder zwei Inseln, ab zwei Wochen lässt sich eine Außen- oder Privatinsel ergänzen.
Wie sicher sind die Seychellen?
Die Seychellen zählen zu den sichereren und politisch stabilen Zielen der Region. Wie überall lässt man Wertsachen nicht unbeaufsichtigt am Strand liegen und achtet beim Schwimmen auf Strömungen, besonders an den südlichen und östlichen Buchten während des Südostmonsuns.
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