Kenias Regionen von der Savanne bis ans Meer
Kenia lässt sich in einige klar unterscheidbare Reisegebiete gliedern, die sich gut miteinander verbinden lassen. Wer die grobe Geografie kennt, plant die Route klüger und spart lange Fahrten.

Die meisten Reisen beginnen in Nairobi, der Hauptstadt auf rund 1.660 Metern Höhe. Die Stadt liegt kühl im zentralen Hochland und dient als Drehkreuz für Flüge in die Nationalparks. Direkt am Stadtrand liegt mit dem Nairobi-Nationalpark eines der wenigen Schutzgebiete weltweit, das an eine Millionenstadt grenzt. Nördlich steigt das Land zu den Aberdare-Bergen und zum Mount Kenya an, dem mit knapp 5.200 Metern zweithöchsten Berg Afrikas. In der Laikipia-Ebene weiter nördlich schützen private Reservate wie Ol Pejeta Nashörner und ermöglichen Pirsch abseits der großen Besucherströme.
Westlich der Hauptstadt bricht der Große Afrikanische Grabenbruch das Land auf und zieht eine Kette von Seen durch die Landschaft. An Naivasha, Nakuru und Bogoria sammeln sich je nach Wasserstand Flamingos, Nilpferde und unzählige Vögel. Weiter im Südwesten liegt die Masai Mara, das bekannteste Safari-Gebiet des Landes und Schauplatz der großen Gnuwanderung. Rund um das eigentliche Reservat dehnen sich private Conservancies aus, in denen weniger Fahrzeuge unterwegs sind und auch Nachtfahrten erlaubt sein können. Dieses Hochland zwischen 1.500 und 1.900 Metern bildet das Herz der klassischen Kenia-Safari.
Im Süden, direkt an der Grenze zu Tansania, öffnet sich der Amboseli-Nationalpark mit seinem weiten Blick auf den Kilimandscharo und seinen großen Elefantenherden. Zwischen Nairobi und dem Meer erstreckt sich die trockene Wildnis der beiden Tsavo-Parks, zusammen das größte Schutzgebiet des Landes. Am Ende der Strecke wartet die Küste am Indischen Ozean mit der Hafenstadt Mombasa, den Stränden von Diani und Watamu und der autofreien Swahili-Insel Lamu im Norden. Wer möchte, verbindet die staubige Savanne des Landesinneren so mit ein paar Tagen am warmen Meer.
















