Land · Afrika

Mauritius

Türkisblaue Lagunen, smaragdgrüne Berge und ein Lächeln, das aus vielen Kulturen genährt wird – Mauritius ist die Insel, von der man nie wirklich abreist.

Über Mauritius

Urlaub in Mauritius

Mauritius liegt mitten im Indischen Ozean, rund 900 Kilometer östlich von Madagaskar, und vereint auf engem Raum, wofür man sonst um den halben Globus reist: weiße Puderzuckerstrände, vorgelagerte Korallenriffe, ein zerklüftetes Vulkangebirge und Zuckerrohrfelder, die sich bis zum Horizont wellen. Ein Mauritius Urlaub bedeutet morgens schnorcheln in einer geschützten Lagune, mittags durch koloniale Gassen schlendern und abends kreolisches Curry probieren – alles an einem einzigen Tag. Was die Insel so besonders macht, ist ihre Vielfalt. Inder, Kreolen, Chinesen, Franzosen und Afrikaner haben über Jahrhunderte eine Kultur geformt, die sich in Tempeln, Kirchen und Moscheen, vor allem aber in der Küche und der Herzlichkeit der Menschen zeigt. Die Landschaft wechselt auf wenigen Kilometern vom hellblauen Flachwasser zum dichten Regenwald der Black River Gorges. Ob Honeymoon im Überwasser-Bungalow, Familienurlaub am ruhigen Nordstrand oder Aktivreise mit Wandern, Tauchen und Kitesurfen – Mauritius lässt sich auf viele Arten erleben. Wer einmal die Lagune vom Le Morne aus gesehen hat, versteht, warum die Insel als eines der schönsten Reiseziele der Welt gilt.

Mauritius – Karte
Reiseführer

Mauritius von A bis Z

Aktualisiert Juli 2026

Weiße Lagunenstrände im Norden, das grüne Bergland um Chamarel und die Black River Gorges, lange Sandküsten im Osten und die kreolische Hauptstadt Port Louis – dieser Reiseführer hilft dir, aus Küste, Reisezeit und Route den passenden Mauritius-Urlaub zusammenzustellen.

Regionen & Küsten

Wohin auf Mauritius reisen

Mauritius ist klein genug, um es in zwei Wochen zu umrunden, und vielfältig genug, dass jede Küste einen anderen Urlaub verspricht.

Wohin auf Mauritius reisen
Regionen & Küsten

Die meisten Reisen konzentrieren sich auf den Norden rund um Grand Baie, den lebhaftesten Ferienort der Insel. Von hier legen Boote zu den vorgelagerten Inseln Coin de Mire, Île Plate und Gabriel Island ab, die Strände von Trou aux Biches, Mont Choisy und Pereybère fallen flach und geschützt ins Wasser, und abends füllen sich die Restaurants und Bars entlang der Bucht. Der Norden ist die richtige Wahl, wenn du kurze Wege, viel Auswahl und ruhiges Badewasser suchst, und liegt zugleich nah an der Hauptstadt Port Louis und dem Botanischen Garten von Pamplemousses.

Die Westküste um Flic en Flac, Tamarin und Le Morne steht für Sonnenuntergänge über dem offenen Meer und für Aktivurlaub. In der Bucht von Tamarin lassen sich mit etwas Glück wilde Delfine beobachten, vor Flic en Flac liegen bekannte Tauchgründe, und die Halbinsel Le Morne mit ihrem markanten Basaltberg ist ein Zentrum fürs Kitesurfen. Hinter der Küste steigt das Land rasch an, und Chamarel mit seinen farbigen Erden, der Nationalpark Black River Gorges und die Aussichtspunkte über die Schluchten liegen nur eine kurvige Bergstraße entfernt.

Der Osten um Belle Mare, Palmar und Trou d'Eau Douce zieht mit langen, breiten Sandstränden und einer weiten Lagune viele Resorts an, und von hier setzen Boote zur beliebten Île aux Cerfs über. Weil der Südostpassat hier auffrischt, ist es windiger und frischer als im Norden, gut für Segler und etwas kühler zum Baden. Der Süden rund um Souillac und Bel Ombre ist der wildeste Teil der Insel: An den Klippen von Gris Gris fehlt das schützende Riff, das Meer schlägt offen gegen die Felsen, und dahinter warten Wasserfälle, Teeplantagen und der Naturpark La Vanille.

Im kühleren Hochland liegen Curepipe und der erloschene Krater Trou aux Cerfs sowie der heilige Kratersee Grand Bassin, das wichtigste Hindu-Heiligtum der Insel. Wer die Kultur sucht, verbringt einen Tag in Port Louis mit dem Zentralmarkt, dem Caudan Waterfront und dem UNESCO-Welterbe Aapravasi Ghat. Als Faustregel gilt: Für einen ersten Strandurlaub wählst du den geschützten Norden oder Westen, für weite Strände und Ruhe den Osten und für Natur und Abgeschiedenheit den Süden. Dank der kurzen Wege lässt sich von jeder Basis fast die ganze Insel auf Tagesausflügen erreichen.

Highlights & Natur

Sehenswürdigkeiten auf Mauritius

Zwischen den farbigen Erden von Chamarel, dem Regenwald der Black River Gorges und dem heiligen Kratersee Grand Bassin verteilen sich die Höhepunkte über die ganze Insel.

Sehenswürdigkeiten auf Mauritius
Highlights & Natur

Das bekannteste Naturwunder der Insel sind die Sieben Farbigen Erden von Chamarel, ein welliges Feld aus Dünen in Rot-, Braun- und Violetttönen, das durch verwitterte Vulkanasche entstanden ist. Gleich nebenan stürzt der Chamarel-Wasserfall über hundert Meter in die Tiefe, und die kurvige Straße dorthin führt durch das grüne Bergland des Südwestens. Von den Aussichtspunkten am Rand des Nationalparks reicht der Blick weit über die bewaldeten Schluchten bis zur Küste.

Das grüne Herz von Mauritius ist der Black-River-Gorges-Nationalpark, in dem der letzte einheimische Regenwald der Insel wächst. Auf markierten Wegen wanderst du zwischen endemischen Vögeln und Ebenholzbäumen zu Aussichtspunkten über tiefe Täler, während sich der höchste Berg der Insel, der Piton de la Petite Rivière Noire, über den Wald erhebt. An der Südwestspitze ragt der Le Morne Brabant auf, ein Basaltmonolith, dessen Aufstieg mit einem weiten Blick über die Lagune belohnt und der als UNESCO-Welterbe an die Geschichte entflohener Sklaven erinnert.

Kulturell führt kein Weg an Port Louis vorbei. Im Zentralmarkt stapeln sich Gewürze, Obst und Streetfood, das Aapravasi Ghat am Hafen erinnert als UNESCO-Welterbe an die Ankunft indischer Vertragsarbeiter, und über der Stadt thront das Fort Adelaide. Im Hochland spiegelt sich am heiligen See Grand Bassin, von den Gläubigen Ganga Talao genannt, die hinduistische Prägung der Insel wider, flankiert von riesigen Götterstatuen. Nördlich der Hauptstadt zeigt der Botanische Garten von Pamplemousses Riesenseerosen und eine Allee jahrhundertealter Palmen.

Wer Tiere und Familien im Blick hat, findet weitere Ziele über die Insel verteilt. Im Süden beherbergt der La-Vanille-Naturpark Riesenschildkröten und Krokodile, der Casela-Park im Westen verbindet Safari-Gehege mit Ziplines, und vor der Südostküste schützt das kleine Eiland Île aux Aigrettes seltene endemische Arten. An der Küste lohnen die rote Kirche von Cap Malheureux im Norden, die Wasserfälle von Rochester im Süden und das historische Städtchen Mahébourg mit seinem Museum. So verteilt sich das Sehenswerte über alle Himmelsrichtungen, was Mauritius zu einem guten Ziel für Ausflüge zwischen den Strandtagen macht.

Strände & Lagunen

Die schönsten Strände auf Mauritius

Ein durchgehendes Korallenriff legt sich um fast die ganze Insel und schafft die ruhigen, flachen Lagunen, für die Mauritius bekannt ist.

Die schönsten Strände auf Mauritius
Strände & Lagunen

Fast die gesamte Insel wird von einem Korallenriff umschlossen, das die Brandung bricht und dahinter ruhige, flache Lagunen in allen Blautönen schafft – der Grund, warum Mauritius als Badeziel so verlässlich ist. Im Norden zählen Trou aux Biches und der lange, von Filao-Bäumen gesäumte Strand von Mont Choisy zu den geschütztesten Abschnitten, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Pereybère und die kleinen Buchten um Grand Baie sind belebter, mit Strandbars und Bootsstegen in Laufweite.

An der Westküste zieht sich der breite Strand von Flic en Flac über Kilometer und gehört zu den besten Orten, um den Sonnenuntergang über dem Meer zu erleben. Weiter südlich ist die Bucht von Tamarin weniger von einem Riff geschützt, sodass hier gelegentlich Wellen zum Surfen anrollen. Rund um die Halbinsel Le Morne liegt einer der bekanntesten Strände der Insel, wo beständiger Wind Kitesurfer aus aller Welt anzieht, während der Berg im Rücken die Kulisse liefert.

Der Osten wartet mit den weitesten Stränden auf. Belle Mare und Palmar reihen breite, helle Sandbänke an eine türkise Lagune, und von Trou d'Eau Douce setzen Boote zur Île aux Cerfs mit ihren feinen Sandstränden über. Weil hier der Passat weht, ist das Wasser oft frischer und leicht bewegt. Im Süden zeigt sich die Küste rauer: Bei Gris Gris fehlt das Riff ganz, das offene Meer schlägt gegen die Klippen, ein Ort zum Spazieren statt zum Baden. Zum Schnorcheln lohnt dafür der geschützte Meerespark der Blue Bay im Südosten.

Bei der Wahl des Strandes hilft die Windrichtung. Der Norden und Westen liegen im Windschatten und bieten das ruhigste Badewasser, gerade in den Wintermonaten von Juni bis August, wenn der Südostpassat kräftiger weht. Die Ost- und Südküste sind dann windiger und eignen sich besser für Segler und Kitesurfer. Fast alle Strände sind öffentlich zugänglich, auch vor den großen Resorts, und ein Mietwagen oder eine Bootstour bringt dich zu einsameren Abschnitten und den vorgelagerten Inseln, wo sich die Lagune noch stiller zeigt.

Resorts & All-inclusive

All-inclusive und Pauschalreise auf Mauritius

Die Küste von Mauritius ist über weite Strecken eine Kette von Resorts, und die Wahl von Küste und Hotelformat prägt den ganzen Urlaub.

Mauritius ist ein klassisches Resortziel, und ein großer Teil der Gäste bucht Flug, Transfer und Hotel als Pauschalreise in einem Paket. Entlang der Küste reihen sich Häuser aller Kategorien, vom überschaubaren Strandhotel bis zum großen Luxusresort mit eigenem Riffabschnitt. Viele Anlagen arbeiten mit Halbpension oder All-inclusive, sodass Essen, Getränke und ein Teil des Sportangebots bereits enthalten sind – praktisch für alle, die vor Ort wenig planen möchten.

Wo du wohnst, entscheidet über den Charakter des Urlaubs. Der Norden um Trou aux Biches und Pointe aux Piments liegt nah an Grand Baie und seinem Nachtleben, der Osten um Belle Mare bietet die längsten Strände und viele große Anlagen, ist aber windiger. Die Westküste bei Flic en Flac und Le Morne verbindet Resorts mit Tauchen, Sonnenuntergängen und Wassersport, während der ruhige Süden um Bel Ombre für abgeschiedene, oft besonders exklusive Häuser steht.

Ob sich All-inclusive lohnt, hängt vom Reisestil ab. Wer mit Kindern reist oder die Anlage kaum verlassen will, fährt mit dem Rundum-Paket am entspanntesten und kalkuliert sicher. Wer dagegen die kreolische Küche der Insel probieren und abends in wechselnde Lokale ziehen möchte, wählt oft Halbpension und lässt sich mittags und abends überraschen. Da Mauritius für seine gute Gastronomie bekannt ist, verpasst man mit einem reinen All-inclusive-Aufenthalt einen wichtigen Teil der Insel.

Neben den Resorts gibt es eine wachsende Zahl an Ferienhäusern, Villen und kleinen Gästehäusern, die sich besonders mit einem Mietwagen lohnen und mehr Unabhängigkeit bieten. Für die Dauer ist eine Woche der Klassiker für einen reinen Badeurlaub; wer Ausflüge, eine Inselrunde oder eine Kombination mit La Réunion plant, reist eher zehn bis vierzehn Tage. Beim Vergleich der Angebote lohnt der Blick auf Lage, Küste und enthaltene Leistungen ebenso wie auf die Reisezeit, denn Wetter und Preise schwanken über das Jahr deutlich.

Routen & Kombinationen

Mauritius als Rundreise erleben

Weil die Insel so kompakt ist, lässt sich Mauritius von einem Standort aus erkunden oder in einer kleinen Schleife über alle vier Küsten.

Mauritius misst nur rund 65 Kilometer in der Länge und 45 in der Breite, sodass sich das ganze Land von einem einzigen Standort aus auf Tagesausflügen erkunden lässt. Viele Reisende bleiben in einem Resort und unternehmen von dort Ausflüge nach Port Louis, Chamarel oder zur Île aux Cerfs. Wer mehr sehen will, teilt den Aufenthalt auf zwei Küsten auf, etwa eine Woche im Norden und eine im Osten oder Süden, und erlebt so sehr unterschiedliche Landschaften ohne lange Fahrten.

Eine kleine Inselrunde führt im Uhrzeigersinn vom Norden über die Westküste in den Süden und zurück über den Osten. Unterwegs verbindest du die farbigen Erden von Chamarel und den Black-River-Gorges-Nationalpark mit den wilden Klippen von Gris Gris, den Teeplantagen des Hochlands und dem heiligen See Grand Bassin, bevor die langen Strände des Ostens den ruhigen Abschluss bilden. Für eine solche Runde mit mehreren Stationen plant man am besten zehn bis vierzehn Tage ein.

Weil die Anreise weit ist, kombinieren viele Mauritius mit einer zweiten Insel. Das französische La Réunion liegt nur einen kurzen Flug entfernt und setzt mit seinem aktiven Vulkan, tiefen Bergkesseln und Wanderwegen einen starken Kontrast zum flachen Strandurlaub. Noch ursprünglicher ist Rodrigues, die kleine Schwesterinsel von Mauritius, gut anderthalb Flugstunden östlich, mit leeren Stränden und einem sehr ruhigen Rhythmus. Beide Ziele lassen sich als Verlängerung an eine Mauritius-Reise anhängen.

Bei der Planung einer Rundreise gilt: Weniger Ortswechsel bedeuten mehr Erholung. Auch wenn die Entfernungen klein wirken, ziehen sich die kurvigen Bergstraßen und der Verkehr rund um Port Louis, sodass eine Fahrt länger dauert, als die Karte vermuten lässt. Zwei Standorte über zwei Wochen sind ein guter Kompromiss aus Abwechslung und Ruhe. Wer nur eine Woche Zeit hat, bleibt besser an einer Küste und pickt sich zwei oder drei Ausflüge heraus, statt jeden Tag das Hotel zu wechseln.

Küche & Spezialitäten

Essen und Trinken auf Mauritius

Die mauritische Küche mischt indische, kreolische, chinesische und französische Wurzeln zu einer der spannendsten Straßenküchen des Indischen Ozeans.

Die Küche von Mauritius ist so gemischt wie die Bevölkerung und verbindet indische, afrikanische, chinesische und französische Einflüsse. Das inoffizielle Nationalgericht der Straße ist Dholl Puri, ein dünnes Fladenbrot aus Erbsenmehl, gefüllt mit Currysauce, eingelegtem Gemüse und Chili, das an jeder Ecke frisch gerollt wird. Dazu gehören Gâteaux Piments, frittierte Chili-Linsenbällchen, und Farata mit verschiedenen Currys – günstiges, ehrliches Streetfood, das man am besten an den Ständen der Märkte probiert.

Aus der kreolischen Küche kommen die vielen Currys, hier Cari genannt, und die Rougaille, eine würzige Tomatensauce mit Fisch, Fleisch oder Wurst. Als Inselstaat lebt Mauritius vom Meer, und Oktopus-Curry, gegrillter Fisch und Meeresfrüchte stehen überall auf der Karte, oft begleitet von Reis, Linsen und einer Auswahl kleiner Chutneys und Pickles. Die chinesische Prägung zeigt sich in gebratenen Nudeln, im Bol Renversé, einer gestürzten Reisschüssel, und in den Boulettes, den mauritischen Dim Sum.

Getrunken wird vor allem lokales Bier der Marke Phoenix und Rum, den Mauritius aus dem eigenen Zuckerrohr brennt. In den Destillerien von Chamarel und Saint-Aubin lässt sich der Weg von der Melasse bis zum gereiften Agricole-Rum verfolgen und verkosten. Auf den Hochebenen wächst zudem Tee, den man auf der sogenannten Teeroute im Süden probieren kann, und an den Straßenständen verkaufen Händler frische Ananas, mit Chili und Salz bestreut.

Am authentischsten isst man dort, wo die Einheimischen essen, an den Streetfood-Ständen und in den einfachen Tables d'Hôtes, den familiengeführten Gästetischen, an denen ein mehrgängiges kreolisches Menü serviert wird. Der Zentralmarkt von Port Louis und die Abendmärkte von Grand Baie und Quatre Bornes sind gute Orte, um sich durch die Insel zu probieren. Wer nur im Resort isst, sollte mindestens einmal ausbrechen, denn die Straßenküche von Mauritius gehört zu den Höhepunkten einer Reise.

Familienurlaub

Mauritius mit Kindern

Warmes, flaches Lagunenwasser, kurze Fahrwege und viele Naturparks machen Mauritius zu einem entspannten Ziel für Familien.

Mauritius eignet sich gut für den Urlaub mit Kindern, weil das Korallenriff die Lagunen in flache, warme und wellenarme Badebecken verwandelt. Gerade an den geschützten Stränden im Norden und Westen können auch kleine Kinder gefahrlos planschen. Die Wege auf der Insel sind kurz, das Klima ganzjährig mild, und viele Resorts sind mit Kinderclubs, Pools und flachen Hausstränden auf Familien eingestellt.

An Programm mangelt es nicht. Der Casela-Naturpark im Westen verbindet Tiergehege, Ziplines und Safari-Fahrten, im La-Vanille-Park im Süden staunen Kinder über Riesenschildkröten und Krokodile, und im Curious Corner of Chamarel warten Illusionen zum Ausprobieren. Glasbodenboote, ein U-Boot-Ausflug in der Bucht von Grand Baie und Katamaran-Touren zu den vorgelagerten Inseln bringen Abwechslung, ebenso wie die Riesenseerosen im Botanischen Garten von Pamplemousses.

Bei der Planung hilft etwas Umsicht. Die tropische Sonne ist auch bei Wind und Bewölkung kräftig, sodass Sonnenschutz, Hut und ein Schwimmshirt zur Grundausstattung gehören. Mauritius gilt als malariafrei, dennoch berät zu Reiseapotheke und Gesundheitsvorsorge am besten eine reisemedizinische Sprechstunde vor dem Flug. Beim Baden achtet man außerhalb des Riffs auf Strömungen und bleibt mit kleinen Kindern in den ruhigen Lagunen.

Für Familien sind die geschützten Küsten im Norden und Westen meist die entspannteste Wahl, während die windigeren Ost- und Südstrände eher zu älteren, wasserfesten Kindern passen. Ein All-inclusive-Resort nimmt Eltern die Essensplanung ab und lässt den Nachwuchs jederzeit versorgt zurück. Weil der Langstreckenflug lang ist, lohnt sich für die Anreise eher ein längerer Aufenthalt von zwei Wochen, damit sich die Reise für die ganze Familie auszahlt und genug Zeit zum Ankommen bleibt.

Anreise & Praktisches

Reiseplanung und Anreise für Mauritius

Vom Langstreckenflug über den Mietwagen auf der linken Straßenseite bis zur Zeitverschiebung lässt sich das meiste schon vor dem Abflug klären.

Nach Mauritius führt ein Langstreckenflug: Direktverbindungen ab Frankfurt oder München erreichen die Insel in rund elf Stunden, alternativ reist man mit einem Umstieg über die Golfstaaten oder Paris an. Alle Flüge landen am Flughafen Sir Seewoosagur Ramgoolam im Südosten der Insel, nahe dem Städtchen Mahébourg. Von dort sind es je nach Zielküste zwischen dreißig Minuten und gut einer Stunde bis zum Hotel, meist per vorab gebuchtem Transfer oder Taxi.

Vor Ort ist ein Mietwagen die flexibelste Art, die Insel zu erkunden – wichtig zu wissen ist, dass in Mauritius Linksverkehr herrscht, ein Erbe der britischen Kolonialzeit, und viele Landstraßen schmal und kurvig sind. Die Autobahn verbindet den Norden über Port Louis mit dem Flughafen im Südosten, staut sich rund um die Hauptstadt aber häufig. Wer nicht selbst fahren möchte, nutzt Taxis, die man am besten vorab zum Festpreis vereinbart, oder die günstigen, aber langsamen Überlandbusse.

Bezahlt wird in Mauritischen Rupien, und Karten werden in Hotels und größeren Geschäften breit akzeptiert, während für Märkte und kleine Läden etwas Bargeld praktisch bleibt. Sprachlich kommst du gut zurecht, denn Englisch ist Amtssprache, Französisch ist weit verbreitet, und im Alltag spricht man das kreolische Morisyen. Die Zeitverschiebung zu Mitteleuropa beträgt nur zwei bis drei Stunden, sodass kaum ein Jetlag entsteht – ein großer Vorteil dieses weit entfernten Ziels.

Ein paar Details erleichtern den Start. Die Steckdosen sind überwiegend britischer Bauart, ein passender Adapter gehört also ins Gepäck. Leitungswasser trinkt man je nach Region besser nicht ungefiltert, abgefülltes Wasser ist überall erhältlich. Für die Einreise benötigen deutsche Urlauber kein Visum vorab, ein gültiger Reisepass genügt, und die jeweils aktuellen Bestimmungen prüfst du vor der Reise auf offiziellen Seiten. Mauritius gilt als eines der sichersten Reiseländer der Region, und die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Kleinkriminalität reichen aus.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

Partnerangebote in Kürze
Klima & beste Reisezeit

Beste Reisezeit für Mauritius

Ganzjährig warm, aber klar zweigeteilt – der trockene, kühlere Winter der Südhalbkugel und der heiße, feuchte Sommer entscheiden, wann sich welche Reise lohnt.

Mauritius liegt rund 20 Grad südlich des Äquators im Indischen Ozean und hat ein tropisches Klima, das durch die Lage auf der Südhalbkugel den europäischen Jahreszeiten entgegenläuft. Von Mai bis Oktober herrscht der kühlere, trockene Südwinter mit angenehmen Temperaturen, klarer Luft und beständigem Südostpassat, von November bis April folgt der heiße, feuchte Sommer, in dem auch die meisten Regenfälle und die seltenen Wirbelstürme auftreten. Die Küste bleibt ganzjährig warm, während das zentrale Hochland um Curepipe spürbar kühler und regenreicher ist. Die folgenden Werte gelten für die Küste, wo fast alle Urlauber wohnen.

Jan30°24°Hochsommer, heiß und schwül, viele Regentage, Zyklonzeit
Feb30°24°heißester Monat, feucht, höchstes Zyklonrisiko
Mär30°24°noch heiß und feucht, Regen lässt gegen Ende nach
Apr29°23°Übergang, wärmer und zunehmend trockener
Mai27°21°Beginn der Trockenzeit, mild und klar
Jun25°19°kühler und trocken, frischer Südostpassat
Jul24°18°kühlster Monat, trocken, im Osten windig
Aug24°18°kühl und trocken, Meer am frischesten
Sep25°19°wärmer werdend, trocken und klar
Okt26°20°warm, trocken, ruhige Lagune
Nov28°22°warm und überwiegend trocken
Dez30°23°heiß, Luftfeuchte steigt, erste Schauer

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die verlässlichsten Wochen für Strand und Lagune liegen von September bis November sowie im Mai, wenn es warm und trocken ist und die See ruhig bleibt. Der Südwinter von Juni bis August bleibt trocken und sonnig, ist aber etwas kühler und an der Ostküste windiger, gut für Kitesurfer und frisch zum Baden. Von Januar bis März wird es heiß und schwül, mit den meisten Regentagen und einem gewissen Zyklonrisiko, weshalb diese Monate für einen reinen Badeurlaub die unsicherste Wahl sind.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Mauritius

Wann ist die beste Reisezeit für Mauritius?
Am verlässlichsten sind die trockenen Monate von Mai bis Dezember, mit den besten Bedingungen für Strand und Lagune von September bis November und im Mai. Der Südwinter von Juni bis August ist trocken, aber kühler und windiger, während es von Januar bis März heiß, feucht und gelegentlich stürmisch wird.
Wie ist das Wetter auf Mauritius im Oktober?
Der Oktober zählt zu den besten Reisemonaten: warm mit Höchstwerten um 26 Grad, trocken und mit ruhiger Lagune, bevor im November langsam die Luftfeuchte steigt. Das Meer ist angenehm temperiert, und der Wind bleibt an der geschützten Nord- und Westküste moderat.
Wie lange dauert der Flug nach Mauritius?
Direktflüge ab Frankfurt oder München erreichen Mauritius in rund elf Stunden. Mit einem Umstieg über die Golfstaaten oder Paris verlängert sich die Reise entsprechend. Die Zeitverschiebung beträgt nur zwei bis drei Stunden, sodass kaum ein Jetlag entsteht.
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Mauritius?
Zu den Höhepunkten zählen die Sieben Farbigen Erden von Chamarel, der Nationalpark Black River Gorges, der Berg Le Morne, der heilige See Grand Bassin und die Hauptstadt Port Louis. Dazu kommen der Botanische Garten von Pamplemousses und die vorgelagerte Île aux Cerfs.
Welche Region auf Mauritius ist die richtige für mich?
Der Norden um Grand Baie steht für Leben, kurze Wege und geschützte Strände, der Osten um Belle Mare für lange, breite Sandstrände und Ruhe. Die Westküste bei Flic en Flac und Le Morne bietet Sonnenuntergänge und Wassersport, der Süden um Bel Ombre wilde Natur und Abgeschiedenheit.
Wo sind die schönsten Strände auf Mauritius?
Die geschütztesten Badestrände liegen im Norden bei Trou aux Biches und Mont Choisy sowie im Westen bei Flic en Flac. Der Osten überzeugt mit den weiten Stränden von Belle Mare, und die vorgelagerte Île aux Cerfs gilt vielen als der schönste Strand der Insel.
Lohnt sich eine Rundreise auf Mauritius?
Weil die Insel nur etwa 65 Kilometer misst, lässt sie sich gut von einem Standort aus per Tagesausflügen erkunden. Wer mehr sehen will, teilt den Aufenthalt auf zwei Küsten auf oder dreht eine kleine Runde über Norden, Westen, Süden und Osten. Dafür plant man rund zwei Wochen ein.
Ist All-inclusive auf Mauritius sinnvoll?
All-inclusive lohnt sich vor allem für Familien und alle, die die Anlage kaum verlassen wollen und sicher kalkulieren möchten. Wer die kreolische Küche der Insel probieren will, wählt eher Halbpension und isst abends in wechselnden Lokalen. Mauritius ist für seine gute Gastronomie bekannt.
Was sollte man auf Mauritius essen?
Probier unbedingt Dholl Puri, das gefüllte Erbsenmehl-Fladenbrot von der Straße, dazu kreolische Currys, Rougaille und fangfrischen Fisch. Die Küche mischt indische, chinesische und französische Einflüsse, und zum Abschluss gehört der Rum aus den Destillerien von Chamarel und Saint-Aubin.
Lohnt sich ein Mietwagen auf Mauritius?
Ein Mietwagen ist die flexibelste Art, die Insel zu erkunden und Strände abseits des Resorts zu erreichen. Wichtig zu wissen ist der Linksverkehr, und die Landstraßen sind oft schmal und kurvig. Für reinen Resorturlaub genügen Transfers und Taxis, die man vorab zum Festpreis vereinbart.
Ist Mauritius für Familien mit Kindern geeignet?
Ja, das Korallenriff macht die Lagunen flach, warm und wellenarm, ideal für kleine Kinder an den geschützten Stränden im Norden und Westen. Parks wie Casela und La Vanille, Glasbodenboote und Katamaran-Touren sorgen für Programm. Mauritius gilt zudem als malariafrei.
Was gilt bei Sicherheit und Einreise für Mauritius?
Mauritius zählt zu den sichersten Reiseländern der Region, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Kleinkriminalität reichen aus. Für touristische Aufenthalte benötigen deutsche Reisende kein Visum vorab, ein gültiger Reisepass genügt. Die aktuellen Einreise- und Gesundheitshinweise prüfst du vor der Reise auf offiziellen Seiten.
MauritiusTürkisblaue Lagunen, smaragdgrüne Berge und ein Lächeln, das aus vielen Kulturen genährt wird – Mauritius ist die Insel, von der man nie wirklich abreist.

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