Wohin in Namibia — die großen Regionen des Landes
Namibia ist dünn besiedelt und weit — echte Großstädte gibt es kaum, dafür klar konturierte Landschaftsregionen, die deine Route vorgeben und sich zu einer großen Schleife verbinden lassen.
Die meisten Reisen starten in Windhoek, der kleinen Hauptstadt im zentralen Hochland auf rund 1.650 Metern. Von hier führen die Pisten in alle Himmelsrichtungen. Nach Südwesten erreichst du die Namib um Sossusvlei und Sesriem mit ihrem berühmten Dünenmeer. Nach Westen liegt die Küste um Swakopmund und Walvis Bay, wo kalter Atlantiknebel über die Dünen zieht. Der Norden gehört dem Etosha-Nationalpark, dem tierreichen Herzstück fast jeder Namibia-Reise. Zwischen diesen vier Eckpunkten spannt sich das Land auf, und schon sie allein füllen zwei Wochen Fahrt.
Im Nordwesten schließt sich das Damaraland an, eine schroffe Bergwüste mit den Felsgravuren von Twyfelfontein, der markanten Spitzkoppe und den seltenen wüstenangepassten Elefanten. Noch weiter nördlich, im abgelegenen Kaokoveld, leben die Himba bis heute weitgehend nach ihren alten Traditionen. Hier stürzen bei Epupa die Wasserfälle des Kunene über die Felsen, und die Pisten verlangen Allrad und Erfahrung. Diese Ecke gehört zu den ursprünglichsten Regionen des südlichen Afrikas und lohnt vor allem dann, wenn du Zeit und Fahrpraxis mitbringst.
Der Süden ist karg und still. Hier gräbt sich der Fish River Canyon kilometertief in den Fels, bei Lüderitz holt sich die Wüste die Diamantenstadt Kolmanskop zurück, und rund um Keetmanshoop stehen die bizarren Köcherbäume. Im äußersten Nordosten bildet der schmale Sambesi-Streifen, das frühere Caprivi, einen grünen Gegenpol mit echten Flüssen und dichtem Busch. Klassische Städtereisen sind nicht Namibias Stärke — Windhoek, Swakopmund und Lüderitz erkundest du in je einem halben Tag. Der eigentliche Reiz liegt in den Weiten dazwischen, also planst du deine Route entlang der Regionen statt von Stadt zu Stadt.
















