Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Fehmarn
Fehmarns Wahrzeichen siehst du schon vor der Ankunft: den stählernen Bogen der Sundbrücke, den hier alle nur Kleiderbügel nennen.
Die Fehmarnsundbrücke von 1963 ist längst mehr als ein Verkehrsbauwerk: 963 Meter lang, mit einem 45 Meter hohen Netzwerkbogen, der sich als Silhouette in jedes Inselfoto schiebt – die Konstruktion steht unter Denkmalschutz. Du überquerst sie nicht nur mit dem Auto, sondern auch zu Fuß oder mit dem Rad auf dem seitlichen Weg; halte auf der Festlandseite bei Großenbrode, dort hast du den klassischen Blick auf den Bogen über dem Sund. Bei kräftigem Westwind kreuzen unter der Brücke Surfer durch die Engstelle – der Sund gehört zu den anspruchsvollsten Revieren der Insel.
Der Westen ist die Naturseite: Im NABU-Wasservogelreservat Wallnau liegen Teiche, Lagunen und Salzwiesen hinter dem Deich, von Beobachtungshütten aus siehst du je nach Saison Tausende rastende Zugvögel – Fehmarn liegt genau auf der Vogelfluglinie zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Ein Stück südlich steht der Leuchtturm Flügge über den Feldern, in der Saison kannst du ihn besteigen und schaust von oben über die Orther Bucht bis zur Sundbrücke. Bei Flügge erinnert außerdem ein Gedenkstein an das Love-and-Peace-Festival vom September 1970, auf dem Jimi Hendrix sein letztes Konzert spielte.
Für Schlechtwettertage bündelt Burg die Indoor-Ziele: Im Meereszentrum ziehen Haie und Rochen durch ein großes tropisches Meerwasser-Aquarium, die Galileo Wissenswelt erklärt Naturkunde und Technik zum Anfassen, und die Backsteinkirche St. Nikolai lohnt einen Blick auch ohne Regen. Im Fischereihafen Burgstaaken kletterst du durch das Museums-U-Boot U11 – ein echtes Boot der Bundesmarine, in dessen Enge du ein Gefühl dafür bekommst, wie beengt Seefahrt unter Wasser ist. Direkt daneben hängt am alten Getreidesilo eine der höchsten Außenkletterwände Norddeutschlands.
Den Osten und Süden nimmst du am besten mit dem Rad mit: Bei Katharinenhof schiebt sich eine grüne Steilküste über einen Strand voller Findlinge – eiszeitliches Geröll, zwischen dem es sich bei klarem Wasser gut schnorcheln lässt. Am Südostzipfel steht der Leuchtturm Staberhuk über der Steilkante, und in Lemkenhafen dreht sich mit der Mühle Jachen Flünk eine der letzten erhaltenen Segelwindmühlen der Insel, heute mit Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum. Dazwischen: Felder, Alleen und immer wieder kleine Badestellen, an denen außer ein paar Einheimischen niemand liegt.








