Was Gäste besonders loben
Der Blick ist das häufigste Argument: In 13 der 28 ausgewerteten Rezensionen geht es um das Panorama über Shinjuku, aus den Zimmern ebenso wie aus Bar und Lounge in den oberen Etagen. Fast ebenso oft fällt das Stichwort Platz — die Zimmer gelten für Tokioter Verhältnisse als ungewöhnlich großzügig geschnitten, mit getrenntem WC, Wanne und zwei Waschbecken. Elf Berichte loben ausdrücklich das Personal, das bei Tischreservierungen unterstützt und meist sehr gut Englisch spricht. Häufig genannt werden außerdem Sauna, Pool und Fitnessbereich in den obersten Stockwerken sowie das Frühstück, bei dem die japanische Variante der westlichen auffallend oft vorgezogen wird.
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Woran sich die Geister scheiden
Die Lage teilt das Feld. Neun Rezensionen loben die ruhige Höhenlage, zwei kritisieren dieselbe Adresse deutlich: Eine U-Bahn-Station liegt nicht in Gehweite, zum Bahnhof sind es je nach Ausgang gut zehn bis fünfzehn Minuten zu Fuß, ersatzweise fährt ein Shuttle im Halbstundentakt. Der zweite Streitpunkt ist der Service. Elf sehr zufriedene Stimmen stehen zwei ausführlichen Beschwerden gegenüber, in denen von über einer Stunde Wartezeit beim Einchecken, einem falsch organisierten Flughafentransfer und einer strittigen Doppelbelastung der Kreditkarte die Rede ist. In den mittleren Bewertungen kommt hinzu, dass Frühstück, Sauna und ähnliche Leistungen bei diesem Preisniveau separat berechnet werden.
Tipps aus den Bewertungen
Wer Wert auf die Aussicht legt, fragt gezielt nach einem Zimmer zur Shinjuku-Seite — mehrere Gäste halten diese Ausrichtung für die deutlich bessere. Für den Weg zum Bahnhof raten die Rezensionen bei Gepäck oder Regen zum Taxi statt zum Fußweg, sonst zum Shuttle. Beim Frühstück wird die japanische Auswahl mehrfach hervorgehoben. Für Afternoon Tea und die Bar in der 41. Etage empfehlen mehrere Gäste eine Reservierung und den Besuch gleich zur Öffnung; für Gäste von außerhalb fällt in der Bar ein Eintritt an. Ein Detail aus einer Rezension: Tagsüber blendet das Licht im verglasten Restaurant stark, eine Sonnenbrille ist kein Luxus.
Für wen das Haus passt
Aus den Rezensionen ergibt sich ein klares Profil: Gebucht wird vor allem für Anlässe — Hochzeitstage, längere Städteaufenthalte, das Einlösen von Bonuspunkten — und von Reisenden, die den Aufenthalt selbst als Programmpunkt verstehen und Wellnessbereich, Bar und Aussicht ausgiebig nutzen. Wer dagegen jeden Tag früh raus und viel mit Bahn und U-Bahn unterwegs ist, findet in den kritischen wie in den mittleren Bewertungen genug Hinweise darauf, dass die fehlende Station vor der Tür auf Dauer stört. Auch Gäste mit sehr viel Gepäck berichten von Reibungen bei An- und Abreise.


