Wie viele Tage braucht man für den Schwarzwald?
Für eine Ecke – etwa Titisee, Feldberg und Freiburg – reicht ein verlängertes Wochenende. Wer Nord und Süd verbinden will, also Schwarzwaldhochstraße, Triberg und Hochschwarzwald, plant fünf bis sieben Tage mit ein bis zwei Standquartieren; die Distanzen sind kurz, die Landstraßen aber langsam.
Braucht man im Schwarzwald ein Auto?
Nicht zwingend: Mit der KONUS-Gästekarte, die bei Übernachtung in den meisten Orten enthalten ist, fährst du kostenlos mit Bus und Bahn durch die ganze Region. Entlang von Höllental-, Schwarzwald- und Murgtalbahn geht vieles ohne Auto; für abgelegene Höhenorte und die Schwarzwaldhochstraße ist ein Auto komfortabler.
Was ist die KONUS-Gästekarte?
KONUS steht für kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Schwarzwald-Urlauber: Wer in einem teilnehmenden Ort übernachtet und Kurtaxe zahlt, bekommt die Karte vom Gastgeber und fährt damit gratis in Regionalzügen und Bussen im gesamten Schwarzwald – von der Anreisebahnhof-Abholung bis zum Tagesausflug.
Kann man im Titisee baden?
Ja – der Titisee erreicht im Hochsommer rund 20 bis 22 Grad, am Nordufer liegt ein Strandbad mit Liegewiese, dazu gibt es Boots- und SUP-Verleih. Der Schluchsee ist kühler und weitläufiger, mit frei zugänglichen Badebuchten am Westufer. Bei Schlechtwetter übernimmt das Badeparadies Schwarzwald in Titisee.
Was kosten die Triberger Wasserfälle?
Der Zugang ist bewirtschaftet: Erwachsene zahlen knapp zehn Euro Eintritt, Kinder weniger, dazu gibt es Familienkarten – die aktuellen Preise nennt die Website der Stadt Triberg. Das Geld finanziert die Pflege der Stege und Plattformen. Geöffnet ist ganzjährig; am eindrucksvollsten sind die Fälle nach Regen oder Schneeschmelze, im Winter werden die unteren Stufen abends beleuchtet.
Wo verläuft die Schwarzwaldhochstraße?
Sie ist der rund 60 Kilometer lange Abschnitt der B500 zwischen Baden-Baden und Freudenstadt und verläuft fast durchgehend auf 800 bis 1.000 Metern. Unterwegs liegen Mummelsee, Hornisgrinde und das Nationalparkzentrum Ruhestein. Als reine Fahrzeit reicht eine gute Stunde – mit Stopps ist es ein voller Tagesausflug.
Wo kann man im Schwarzwald am besten wandern?
Die Klassiker sind der Westweg von Pforzheim nach Basel, die Feldberg-Runde mit Feldsee, die Wutachschlucht und die Ravennaschlucht bei Hinterzarten. Dazu kommen die halbtägigen Genießerpfade mit Einkehr. Dank KONUS-Karte lassen sich Streckenwanderungen gut planen – hin zu Fuß, zurück mit Bus oder Bahn.
Was lohnt sich im Schwarzwald mit Kindern?
Bewährt sind die Sommerrodelbahn am Hasenhorn in Todtnau, der Steinwasen-Park mit Wildgehege, das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach, die Feldbergbahn und das Badeparadies Schwarzwald. Der Europa-Park in Rust am Westrand der Region ist Deutschlands größter Freizeitpark und füllt einen kompletten Tag.
Kann man im Schwarzwald Ski fahren?
Ja: Das Skigebiet am Feldberg ist das größte Deutschlands außerhalb der Alpen, dazu kommen kleinere Lifte an der Schwarzwaldhochstraße, am Kandel und in Todtnauberg sowie ein dichtes Loipennetz um Hinterzarten, Schonach und den Notschrei. Verlässlich ist die Saison in den Hochlagen meist von Januar bis Anfang März.
Welcher Ort ist der beste Ausgangspunkt für den Schwarzwald?
Für den Süden Titisee-Neustadt oder Hinterzarten – beide an der Höllentalbahn, mit Freiburg, Feldberg und Schluchsee in Reichweite. Für den Norden Baiersbronn oder Freudenstadt nahe Schwarzwaldhochstraße und Nationalpark. Wer Stadt und Berge mischen will, wohnt in Freiburg und pendelt mit der Bahn.
Ist der Schwarzwald teuer?
Mittelfeld: Landgasthöfe und Ferienwohnungen auf Höfen sind günstiger als vergleichbare Alpenorte, ein Abendessen im Gasthaus liegt meist bei 20 bis 35 Euro pro Person. Teuer wird es in den Wellnesshotels von Baiersbronn und Titisee sowie an Adventswochenenden; die Kurtaxe von grob zwei bis drei Euro pro Nacht enthält dafür die KONUS-Karte.
Woher kommt die Schwarzwälder Kirschtorte?
Als Erfinder gilt der Konditor Josef Keller, der die Torte nach eigener Darstellung 1915 kreierte; sein überliefertes Originalrezept wird heute im Café Schäfer in Triberg gebacken. Entscheidend ist das Kirschwasser aus der Region – ohne den Obstbrand ist es nach badischem Verständnis keine echte Kirschtorte.
Lohnt sich Freiburg für einen Tagesausflug?
Ja – Münster mit Turmbesteigung, Münstermarkt, Bächle und Schlossberg füllen einen Tag locker, und mit der Schauinslandbahn hängst du einen 1.284-Meter-Gipfel an. Aus dem Hochschwarzwald bringt dich die Höllentalbahn ab Titisee in rund 40 Minuten hin, mit KONUS-Karte kostenlos.
Wann ist die beste Reisezeit für den Schwarzwald?
Mai, Juni, September und früher Oktober bieten das verlässlichste Wander- und Ausflugswetter mit klarer Fernsicht. Juli und August sind Badesee- und Ferienzeit, Dezember bis März gehören Skipisten, Loipen und Thermen. Der November ist die stillste Zeit – gut für Thermenwochenenden, oft neblig in den Tälern.