Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Schwarzwald
Morgens um neun, wenn der Nebel noch in den Tälern hängt, hast du die Aussichtsplattformen über den Triberger Wasserfällen fast für dich allein.
Die großen Namen zuerst: Die Triberger Wasserfälle stürzen 163 Meter über sieben Granitstufen und sind das meistbesuchte Naturziel der Region – komm früh oder nach 17 Uhr, dann gehören dir die Holzstege. Der Titisee ist der bekannteste See des Schwarzwalds, mit Promenade, Bootsverleih und einem Uferweg von rund sechs Kilometern. Und der Feldberg überragt mit 1.493 Metern alles: Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Gipfelplateau über das Alpenpanorama vom Säntis bis zum Mont Blanc – die Feldbergbahn nimmt dir den Aufstieg ab.
Weniger überlaufen, aber mindestens so eindrücklich: Das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach versammelt original wiederaufgebaute Schwarzwaldhöfe aus vier Jahrhunderten – mit Rauchküchen, Hofkapellen und Handwerkern, die Körbe flechten und Schindeln spalten. In Alpirsbach kannst du das Kloster mit seiner romanischen Basilika und die angeschlossene Brauerei an einem Nachmittag verbinden. Und die Ravennaschlucht im Höllental führt auf Stegen unter dem 40 Meter hohen Bahnviadukt hindurch – im Advent verwandelt ein Weihnachtsmarkt die Schlucht in eine Lichterkulisse.
Für den Adrenalin-Anteil sorgt der Nordschwarzwald: In Bad Wildbad laufen Baumwipfelpfad und die Hängebrücke Wildline auf dem Sommerberg zusammen – die Brücke spannt sich 380 Meter frei über das Tal. Bei Todtnau im Süden hängt eine zweite Hängebrücke, die Blackforestline, über dem Wasserfall, der dort 97 Meter über mehrere Stufen fällt. Wer es klassischer mag, steigt auf den Aussichtsturm der Hornisgrinde, mit 1.164 Metern der höchste Berg des Nordschwarzwalds, und schaut über Moorflächen bis in die Rheinebene.
Plane die Ziele nach Wetter, nicht nach Liste: Die Wasserfälle von Triberg und Todtnau sind nach Regen am eindrucksvollsten, die Fernsichten von Feldberg und Hornisgrinde brauchen klare Luft – im Herbst liegt die Rheinebene oft unter Nebel, während oben die Sonne scheint, Inversionswetterlage heißt das Stichwort. Viele Ziele kosten Eintritt oder Parkgebühr; mit der KONUS-Gästekarte, die du bei Übernachtung in den meisten Orten automatisch bekommst, fährst du dafür kostenlos mit Bus und Bahn an – oft entspannter als die Parkplatzsuche am Wochenende.


































