Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz
Zwischen Pirna und der tschechischen Grenze liegen auf dreißig Kilometern mehr Aussichtskanzeln, Felsentore und Burgplateaus als in manchem ganzen Mittelgebirge.
Die Bastei ist der logische Anfang: die Sandsteinbrücke von 1851 zwischen den Felstürmen, darunter die Elbe in einer weiten Schleife, gegenüber die Tafelberge Lilienstein und Königstein. Direkt daneben liegt die Felsenburg Neurathen, deren Stege durch die Reste einer mittelalterlichen Wehranlage in den Felsen führen. Rechne mit Betrieb – gut 1,5 Millionen Menschen kommen pro Jahr – und leg den Besuch auf den frühen Morgen oder den späten Nachmittag, wenn die Reisebusse weg sind und das Licht flach über dem Tal steht.
Die Festung Königstein ist das zweite Schwergewicht: eine der größten Bergfestungen Europas auf einem Tafelbergplateau 247 Meter über der Elbe, nie im Kampf erobert, mit einem 152,5 Meter tiefen Brunnen und einem Wallrundgang direkt an der Abbruchkante. Plane einen halben Tag – die Ausstellungen in Zeughaus, Brunnenhaus und Kasematten füllen auch einen Regentag. Gegenüber, auf der anderen Elbseite, steht der Lilienstein, das Wahrzeichen des Nationalparks: frei zugänglich, über zwei Treppenaufstiege begehbar und oben mit Rundumblick auf die Elbschleife.
Im hinteren Teil der Region warten die wilderen Ziele: Die Schrammsteine über Bad Schandau bilden einen zackigen Grat, dessen Aussicht nach einem knackigen Aufstieg über den Gratweg zu den großen Momenten der Region gehört. Der Kuhstall auf dem Neuen Wildenstein ist das zweitgrößte Felsentor des Elbsandsteingebirges – im Dreißigjährigen Krieg versteckten Bauern hier ihr Vieh, heute steigst du durch die enge Himmelsleiter aufs Plateau. Beides erreichst du gut aus dem Kirnitzschtal.
Linkselbisch lohnen der Pfaffenstein mit der Barbarine – einer 42,7 Meter hohen freistehenden Felsnadel, die seit 1975 nicht mehr beklettert werden darf – und die Tafelberge Gohrisch und Papststein mit kurzen, aussichtsreichen Gipfelrunden. Dazu kommen die Städtchen: Pirna mit seinem Canaletto-Marktplatz als Tor zur Region, Hohnstein mit Burg über der Polenztal-Schlucht und Stolpen, wo Gräfin Cosel 49 Jahre auf der Basaltburg festgehalten wurde.









