Design, kurze Wege und der Willkommensdrink
Das Haus lebt von seiner Gestaltung: Backsteinoptik, hohe Decken, amerikanisch-nostalgisches Mobiliar, echte Zimmerschlüssel statt Karten – gleich mehrere Berichte beschreiben die Lobby als den eigentlichen Grund für die Buchung. Der harte Vorteil daneben ist die Erreichbarkeit: Zwölf der 30 ausgewerteten Rezensionen loben die Anbindung, der Bahnhof Yokohama liegt wenige Gehminuten entfernt, Kaufhäuser, Supermarkt und Restaurantviertel schließen direkt an. Zehn Berichte nennen das Personal positiv, unter anderem für Gepäckaufbewahrung vor und nach dem Aufenthalt. Als Extra taucht regelmäßig der Begrüßungsdrink auf, den man am frühen Abend an der Bar im Erdgeschoss einlöst.
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Woran sich die Geister scheiden
Die Substanz hält nicht überall mit der Optik mit. Das Haus wurde aus einem älteren Hotel umgebaut, und wo nicht renoviert wurde, fällt es auf: Bäder, Aufzug und Teppiche werden in mehreren Berichten als überholungsbedürftig beschrieben, die Klimatisierung lässt sich nicht je Zimmer regeln – eine Rezension schildert für den Sommer sogar nur eine Heizung. Vier der 30 Bewertungen liegen bei einem oder zwei Sternen und nennen unter anderem verstopfte Abflüsse, Flecken im Teppich und Staub an Bedienteilen. Auch der Preis wird kritisch gesehen. Immerhin: Auf zwei der vier kritischen Rezensionen hat die Leitung geantwortet.
Tipps aus den Bewertungen
Den Getränkegutschein löst man am besten vor halb neun am Abend ein, danach verfällt er – wahlweise Schaumwein, Tee oder Saft. Die Rezeption liegt nicht im Erdgeschoss, sondern eine Etage höher; dort werden auch Pflegeprodukte und auf Nachfrage ergänzende Sets ausgegeben. Weil im Zimmer keine Kofferablage vorgesehen ist, packt man auf Bett oder Boden aus – wer mehr Fläche braucht, bucht eine Kategorie höher. Bei der Buchung lohnt die Frage nach einem Zimmer abseits des Platzes vor dem Haus: Aus den Berichten geht hervor, dass dort abends Musik gespielt wird und der Straßenlärm lange anhält. Gepäck lässt sich nach dem Check-out weiter deponieren.
Für wen das Haus passt
Für Reisende, die Einrichtung und Atmosphäre bewusst als Teil des Aufenthalts buchen, ist das Haus nach den Bewertungen ein Treffer – ein Bericht spricht davon, dass hier die Begeisterung für Lifestyle-Hotels überhaupt erst begann. Auch als preisgünstige Basis für Tokio und Yokohama zugleich wird es mehrfach empfohlen. Wer dagegen vor allem einen technisch aktuellen Standard mit regelbarer Klimaanlage, viel Fläche und makelloser Instandhaltung sucht, findet in derselben Preisklasse nüchternere Alternativen.



