Madagaskars Regionen vom Hochland bis an die Küste
Madagaskar teilt sich in wenige große Reisegebiete vom Hochland bis an die Küste, die sich zu einer Route verbinden lassen. Wer die grobe Geografie kennt, plant klüger und spart lange Fahrten auf rauen Pisten.
Die meisten Reisen beginnen im zentralen Hochland rund um die Hauptstadt Antananarivo, die sich auf gut 1.200 Metern über mehrere Hügel ausbreitet und mit ihren schmalen, mehrstöckigen Backsteinhäusern das Herz des Landes bildet. Nach Süden führt die Nationalstraße RN7 durch die Reisterrassen des Merina- und Betsileo-Landes, vorbei an der Thermalstadt Antsirabe mit ihren bunten Rikschas und an der Weinstadt Fianarantsoa. Dieses kühle, dicht besiedelte Hochland liegt großteils zwischen 1.000 und 1.600 Metern und wird im Südwinter nachts empfindlich frisch. Antananarivo selbst lohnt einen halben Tag für den früheren Königshügel Ambohimanga und die Märkte der Oberstadt.
Nach Osten fällt das Land steil zum Indischen Ozean ab, wo dichter Regenwald die Hänge überzieht und deutlich mehr Regen fällt als im Rest der Insel. Hier liegen der leicht erreichbare Andasibe-Wald mit dem singenden Indri, der artenreiche Nationalpark Ranomafana und, weit im Nordosten, die entlegene Halbinsel Masoala, wo der Wald bis ans Meer reicht. Vor der Ostküste ruht die frühere Pirateninsel Sainte-Marie, an der von Juli bis September Buckelwale vorbeiziehen. Die Hafenstadt Toamasina ist das wirtschaftliche Tor dieser feuchten, grünen Seite.
Der Westen um Morondava ist trockener und wärmer, hier stehen die berühmten Baobabs der Allee und, über raue Pisten erreichbar, das Kalksteinlabyrinth des Tsingy de Bemaraha. Der Süden entlang der RN7 endet in den Sandsteinschluchten des Isalo und an der Riffküste um Toliara mit den Badeorten Ifaty und Anakao. Ganz im Norden locken die tropische Insel Nosy Be, die Bucht des Smaragdmeers bei Antsiranana und der Bergregenwald der Montagne d'Ambre. So reihen sich auf engem Raum sehr unterschiedliche Landschaften aneinander. Zwischen diesen Ecken liegen jeweils lange Fahrtstunden, weshalb kaum eine Reise alle Regionen auf einmal schafft.













