
Miles & More ist das Vielfliegerprogramm der Lufthansa Group — und für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz meist das Programm, an dem kein Weg vorbeiführt: Lufthansa, SWISS, Austrian, Brussels Airlines, Discover, Eurowings, Air Dolomiti und ITA Airways zahlen hier ein, dazu das komplette Star-Alliance-Netz. Du musst kein Vielflieger sein, um davon zu profitieren — du musst nur wissen, welche der zwei Währungen für dich zählt.
Auf dieser Seite findest du das Wesentliche für deine Planung: den Unterschied zwischen Meilen und Points, eine ehrliche Einordnung, wann sich die Status-Jagd lohnt, die wichtigsten Sammel-Wege und die Grundregeln fürs Einlösen. Exakte Meilenpreise und Kartengebühren ändern sich laufend — die verlinken wir dort, wo sie aktuell gepflegt werden, statt sie hier veralten zu lassen.
Meilen vs. Points: die zwei Währungen
Fast jedes Missverständnis über Miles & More geht auf eine Trennung zurück, die das Programm strikt durchzieht. Prämienmeilen sind dein Guthaben: Du sammelst sie auf Flügen, mit den Miles & More Kreditkarten und bei Partnern am Boden — und gibst sie später für Prämienflüge, Upgrades oder Hotel- und Mietwagen-Partner aus. Points und Qualifying Points sind dagegen reine Status-Währung: Sie entstehen nur beim Fliegen, zählen pro Kalenderjahr und entscheiden darüber, ob du Frequent Traveller oder Senator wirst. Für den HON Circle zählen zusätzlich HON Circle Points, die es ausschließlich in Business und First gibt.

- Prämienmeilen: einlösen für Flüge, Upgrades, Hotels, Mietwagen oder den WorldShop — verfallen ohne Schutz nach 36 Monaten
- Points & Qualifying Points: bestimmen deinen Status und werden pro Kalenderjahr gezählt — was du nicht erreichst, startet im neuen Jahr von vorn
- HON Circle Points: gibt es nur auf Business- und First-Class-Flügen — die Währung der Top-Stufe
Status: wann sich Frequent Traveller und Senator lohnen
Die Schwellen sind klar definiert: Frequent Traveller erreichst du mit 650 Points plus 325 Qualifying Points in einem Kalenderjahr, Senator mit 2.000 Points plus 1.000 Qualifying Points, den HON Circle mit 6.000 HON Circle Points. Ein erreichter Status gilt mindestens ein Jahr — bis Ende Februar des übernächsten Jahres.
Was du davon hast: Als Frequent Traveller kommst du auch mit einem Economy-Ticket in Business Lounges der Lufthansa Group, checkst am Business-Schalter ein und rückst auf Wartelisten weiter nach vorn. Der Senator hebt das auf Star Alliance Gold: Senator Lounges weltweit mit Begleitperson, First-Class-Check-in, zusätzliches Freigepäck auf vielen Strecken und zwei Upgrade-Voucher bei Ernennung und Verlängerung.
Die ehrliche Einordnung: Mit ein bis zwei Urlaubsflügen pro Jahr in Economy ist Status kein realistisches Ziel — und das ist völlig okay. Konzentriere dich dann auf Prämienmeilen und ihren Verfallschutz. Die Status-Jagd rechnet sich vor allem, wenn du ohnehin regelmäßig mit der Lufthansa Group fliegst, gern in flexiblen Tarifen oder Business, und Lounge-Zugang, Freigepäck und Wartelisten-Priorität für dich echten Alltagswert haben. Kauf dir keinen Status über Umwege, die du sonst nicht fliegen würdest — die Vorteile sind den Aufpreis selten wert.
Meilen sammeln: Flüge, Kreditkarten, Partner
Der Kern bleibt das Fliegen: Auf Flügen von Lufthansa, SWISS, Austrian, Brussels Airlines, Discover, Eurowings, Air Dolomiti und ITA Airways sammelst du Meilen und Points in allen Reiseklassen, dazu im gesamten Star-Alliance-Netz. Wie viel gutgeschrieben wird, hängt von Airline, Tarif und Buchungsklasse ab.
Am Boden sind die Miles & More Kreditkarten der wichtigste Hebel — nicht nur wegen der Meilen auf den Umsatz, sondern wegen einer Regel, die viele übersehen: Mit einer Karte, die du seit mindestens drei Monaten hältst und mit der du monatlich mindestens einen meilenwirksamen Umsatz machst, verfallen deine Prämienmeilen gar nicht mehr. Ohne diesen Schutz (oder einen Vielflieger-Status) sind Meilen 36 Monate gültig. Dazu kommen Hotel- und Mietwagen-Partner sowie Shopping-Aktionen — gut zum Auffüllen des Kontos, aber ohne Wirkung auf deinen Status: Points entstehen nur beim Fliegen.


Meilen einlösen: so bekommst du Gegenwert
Einlösen geht früher, als viele denken: ab 3.000 Meilen bei Sachprämien, Prämienflüge gibt es ab 9.000 Meilen — und mit Cash & Miles kombinierst du Meilen mit Zuzahlung, wenn das Konto noch nicht reicht. Neben Flügen und Upgrades stehen Hotel- und Mietwagen-Partner sowie der WorldShop offen.
Die Grundregel für echten Gegenwert: Flugprämien und Upgrades schlagen in aller Regel Sachprämien — im WorldShop bezahlst du Komfort mit Meilenwert. Die Meilenpreise für Prämienflüge sind zunehmend flexibel und schwanken mit Nachfrage, Strecke und Zeitpunkt. Vergleiche deshalb vor dem Einlösen den aktuellen Meilenpreis mit dem Geldpreis desselben Flugs, statt mit Faustregeln von gestern zu rechnen. Und plane den Verfall mit: Meilen, die in den nächsten Monaten ablaufen, sind in einem Upgrade besser aufgehoben als auf dem Konto.
Miles & More Kreditkarten: welche passt zu dir?
Die Miles & More Credit Card gibt es in mehreren Stufen — von der MyFlex über die Blue bis zur Gold. Die Wahl ist eine Typfrage: Sammelst du nebenbei Meilen und willst vor allem den Meilenverfall stoppen, reicht der Einstieg. Reist du mehrmals im Jahr und willst Reiseversicherungen über die Karte abdecken, lohnt der Blick auf die Gold. Aktuelle Gebühren, Meilenraten und Versicherungsleistungen findest du auf unseren Kartenseiten:
- Miles & More Credit Card MyFlex — der flexible Einstieg
- Miles & More Credit Card Blue — der Klassiker fürs Meilensammeln
- Miles & More Credit Card Gold — mit Reiseversicherungspaket
Und wenn dir Lounge-Zugang und Reise-Extras wichtiger sind als das Meilensammeln bei einer Airline, lohnt der Vergleich mit der American Express Platinum Card — ein anderer Ansatz für dasselbe Ziel: besser reisen.
Fazit: für wen sich Miles & More lohnt
Miles & More lohnt sich fast automatisch, wenn du ohnehin mit der Lufthansa Group fliegst — Meilen mitnehmen kostet nichts. Richtig wertvoll wird das Programm mit System: eine Kreditkarte gegen den Meilenverfall, gesammelt wird auf ein konkretes Ziel wie Prämienflug oder Upgrade, und Status nur dann, wenn dein Flugverhalten ihn von allein hergibt. Welche Reisekreditkarte insgesamt zu dir passt, zeigt dir unser Vergleich der besten Reise-Kreditkarten.