Star Alliance ist die weltweit größte Luftfahrtallianz und wurde 1997 von fünf Gründungsairlines ins Leben gerufen – darunter Lufthansa, United Airlines und Thai Airways. Heute umfasst das Netzwerk 25 Mitgliedsairlines, die gemeinsam täglich über 17.800 Flüge zu mehr als 1.300 Destinationen in über 195 Ländern anbieten. Für Reisende bedeutet das: ein global verzahntes Streckennetz, das kaum ein anderes Bündnis erreicht.
Warum das für Reisende wichtig ist
Der eigentliche Mehrwert von Star Alliance liegt nicht in der schieren Größe, sondern in den Kooperationsvorteilen, die Mitglieder im Alltag spüren. Wer etwa mit Miles & More, dem Vielfliegerprogramm der Lufthansa Group, unterwegs ist, kann Meilen auf Flügen aller Partnerairlines sammeln und einlösen – ganz gleich, ob er mit Air Canada, Singapore Airlines oder der südafrikanischen South African Airways fliegt. Dasselbe gilt für Statusvorteile: Ein Senator-Status bei Lufthansa verschafft beispielsweise Zugang zu Executive Lounges der gesamten Allianz an Flughäfen weltweit.
Zur Star Alliance gehören unter anderem: Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Air Canada, United Airlines, Singapore Airlines, ANA (All Nippon Airways), Turkish Airlines, TAP Air Portugal, Aegean Airlines, Air China, Air India, Copa Airlines, Croatia Airlines, Egypt Air, Ethiopian Airlines, EVA Air, LOT Polish Airlines, Shenzhen Airlines, South African Airways, SAS Scandinavian Airlines, Thai Airways, Avianca und LATAM Airlines. Dieses Partnergeflecht macht Star Alliance zum bevorzugten Netzwerk für Vielreisende, die weltweit konsistente Servicestandards erwarten.
Gefragt wird oft, welche die luxuriöseste Airline der Allianz ist: Singapore Airlines gilt branchenweit als eine der renommiertesten Premium-Carriers der Welt und ist Star-Alliance-Mitglied. ANA und Lufthansa werden ebenfalls regelmäßig für ihre First- und Business-Class-Produkte ausgezeichnet. Was den Budgetbereich betrifft: Eurowings, der Billigflieger der Lufthansa Group, ist kein direktes Star-Alliance-Mitglied – Lufthansa selbst bleibt der Vollmitglied-Carrier der Gruppe innerhalb der Allianz.
In der Praxis
Wer eine Reise mit mehreren Zwischenstopps plant, profitiert besonders stark vom Star-Alliance-Netzwerk. Ein Multistopp-Flug quer über mehrere Kontinente lässt sich oft vollständig mit Partnerairlines abbilden, sodass Meilen und Statusleistungen durchgängig angerechnet werden. Das Star-Alliance-Produkt „Round the World" ermöglicht es, mit einem einzigen Ticket mehrere Kontinente zu bereisen – gebucht über eine einzige Mitgliedsairline.
Im Alltag schlägt sich die Partnerschaft auch bei Linienflügen nieder: Codeshare-Vereinbarungen zwischen den Mitgliedern sorgen dafür, dass eine Flugnummer der Lufthansa tatsächlich von United Airlines oder ANA operiert werden kann – ein Modell, das bei Fluggesellschaften im Liniensegment standard ist. Das Star-Alliance-Netz deckt alle bewohnten Kontinente ab; besonders dicht ist die Abdeckung in Nordamerika, Europa und Ostasien.
Worauf du achten solltest
- Statusanerkennung prüfen: Nicht jeder Partnerstatus gilt für alle Vorteile. Lounge-Zugang, Freigepäck und Priority Boarding variieren je nach Airline und gebuchter Klasse.
- Meilenverfall beachten: Gesammelte Meilen in Partnerprogrammen können unterschiedliche Verfallsfristen haben – regelmäßige Aktivität ist oft Pflicht.
- Ticketklassen entscheiden über Bonusmeilen: Sparpreise bringen häufig weniger oder keine Statusmeilen, selbst auf Partnerflügen.
- Codeshare ≠ Partnerflug: Nicht jeder Codeshare-Flug qualifiziert sich automatisch für alle Allianzvorteile – die buchende Airline und der operierende Carrier müssen beide geprüft werden.
- Keine einheitliche App: Star Alliance selbst bietet keine zentrale Buchungsplattform; Tickets werden stets über die jeweilige Mitgliedsairline erworben.
Tipps
- Statusreisen gezielt mit Partnerairlines kombinieren, um Schwellenwerte für höhere Statuslevel schneller zu erreichen
- Vor dem Abflug die Loungeberechtigung der Zielairline direkt auf deren Website bestätigen
- Flugpreise verschiedener Star-Alliance-Mitglieder vergleichen, um auf der gleichen Strecke das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden
- Round-the-World-Tickets frühzeitig planen: Streckenänderungen sind oft begrenzt möglich, aber kostspielig
- Meilenguthaben auf Langstrecken einlösen – dort ist der Gegenwert pro Meile erfahrungsgemäß am höchsten