Stadt · Griechenland

Olympia

Hinter der letzten Taverne an der Praxitelous Kondyli führt eine kleine Brücke über den Kladeos, und dahinter beginnt der Hain, in dem über tausend Jahre lang alle vier Jahre die halbe griechische Welt zusammenkam.

3 Stadtviertel8 Sehenswürdigkeiten5 Hotels
Überblick

Deine Olympia-Reise auf einen Blick

Beste Reisezeit
Spätes Frühjahr (Mai) und Frühherbst (September–Oktober)
Anreise
Bus/Zug ab Athen über Pyrgos; Saisonzug ab dem Kreuzfahrthafen Katakolo
UNESCO-Welterbe
seit 1989
Region
Elis, Peloponnes (Westgriechenland)
Lage
Tal des Alfeiós, rund 18 km von der Ionischen Küste
Highlights
Antike Stätte, Zeus- & Heratempel, Stadion, Archäologisches Museum
Über Olympia

Reisen nach Olympia

Olympia ist kein Ort, den man wegen des Ortes besucht: Rund tausend Menschen leben hier im Tal des Alfeiós, gut 18 Kilometer östlich von Pyrgos, und fast alles im Dorf hängt an dem, was jenseits des Kladeos liegt – dem Geburtsort der Olympischen Spiele. Dort breitet sich die Altis aus, der heilige Hain des Zeus, in dem der Überlieferung nach ab 776 v. Chr. bis zum Verbot der heidnischen Kulte gegen Ende des 4. Jahrhunderts die Olympischen Spiele ausgetragen wurden. Zwischen Pinien und Olivenbäumen liegen die Säulentrommeln des Zeustempels genau dort, wohin Erdbeben sie im 6. Jahrhundert gekippt haben, ein gewölbter Tunnel führt ins Stadion mit seinen originalen steinernen Startschwellen, und im Archäologischen Museum stehen der Hermes des Praxiteles, die Nike des Paionios und die Giebelfiguren des Zeustempels auf Augenhöhe. Seit 1875 graben hier deutsche Archäologen, seit 1989 gehört die Stätte zum UNESCO-Welterbe, und vor jeden Olympischen Spielen wird am Altar vor dem Heratempel das Feuer entzündet.

Olympia – Karte
Reiseführer

Olympia von A bis Z

Aktualisiert August 2026

Um kurz nach acht steht die Sonne noch flach über den Hügeln im Osten, der Kronion liegt als dunkle Kuppe über der Altis, der Kies knirscht unter den Schuhen, und außer ein paar Katzen ist niemand zwischen den Säulentrommeln des Zeustempels unterwegs. Zwei Stunden später rollen die ersten Busse aus Katakolo an, und ein Dorf mit rund tausend Einwohnern hat für ein paar Stunden mehr Gäste als Bewohner. Genau darin liegt der Trick bei Olympia – der Ort gehört dir früh am Morgen und ab dem späten Nachmittag, und am besten liegt eine Nacht dazwischen.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Olympia

Alles, wofür du herkommst, liegt in einem Umkreis von zehn Gehminuten – Heiligtum, Stadion und Museum trennen jeweils nur ein paar hundert Meter Fußweg.

Der Kern von allem ist die Archäologische Stätte von Olympia, ein Gelände von rund einem Kilometer Länge zwischen dem Kladeos im Westen und dem breiten Bett des Alfeiós im Süden. Herzstück ist die Altis, der ummauerte heilige Hain des Zeus, in dem die Griechen über ein Jahrtausend lang Tempel, Schatzhäuser, Altäre und Siegerstatuen nebeneinandersetzten. Du läufst dort nicht durch eine geplante Anlage, sondern durch ein historisch gewachsenes Durcheinander – Heratempel und Zeustempel, das runde Philippeion, die Terrasse der Schatzhäuser unter dem Kronion. Die Werkstatt des Phidias steht bereits außerhalb der Mauer, gleich westlich der Altis jenseits der Prozessionsstraße. Zwischen allem stehen Pinien und Olivenbäume, was Olympia zu einer der wenigen großen griechischen Ausgrabungen macht, in denen es überhaupt Schatten gibt.

Vom Ostrand der Altis führt ein gewölbter Tunnel aus hellenistischer Zeit ins Stadion, und dieser Durchgang ist der stärkste Moment des ganzen Besuchs: gut dreißig Meter Halbdunkel, dann öffnet sich vor dir eine flache Wiese zwischen Erdwällen, auf denen Zehntausende Zuschauer Platz fanden. Steinerne Ränge gab es nie, gesessen wurde im Gras. Die Laufbahn liegt noch dort, wo sie lag, begrenzt von zwei steinernen Startschwellen mit Rillen für die Zehen; von Schwelle zu Schwelle sind es 192,27 Meter – ein Stadion, das antike Längenmaß, aus dem der Name des Bauwerks stammt. Das Stadionrund selbst ist mit rund 212 Metern länger, gelaufen wurde nur die Strecke dazwischen. Auf dem Weg zum Tunnel passierst du die Sockelreihe der Zanes: Zeusstatuen, bezahlt aus den Geldstrafen überführter Betrüger, mit deren Namen darauf, als letzte Mahnung vor dem Wettkampf.

Wenige Gehminuten nördlich, auf der anderen Straßenseite, steht das Archäologische Museum von Olympia, und es gehört zu den bedeutendsten Antikenmuseen des Landes. Im zentralen Saal sind die Giebelfiguren des Zeustempels wieder in ihrer ursprünglichen Anordnung aufgestellt – östlich die angespannte Stille vor dem Wagenrennen zwischen Pelops und Oinomaos, westlich das Getümmel der Kentaurenschlacht mit Apollon in der Mitte, den Arm ausgestreckt. Dazu die Metopen mit den zwölf Taten des Herakles, der Hermes des Praxiteles in einem eigenen Raum und die Nike des Paionios, die einst auf einem rund neun Meter hohen Dreieckspfeiler vor dem Zeustempel stand.

Zwei kleinere Häuser ergänzen das Bild und werden von Tagesgruppen fast immer ausgelassen. Im alten Museumsbau von 1886, den der Bankier Andreas Syngros stiftete, erzählt das Museum der Geschichte der Olympischen Spiele der Antike, wie die Wettkämpfe abliefen, wer starten durfte und was die Sieger bekamen – einen Kranz aus wildem Olivenzweig, mehr nicht. Ganz in der Nähe dokumentiert ein weiteres kleines Museum die Geschichte der Ausgrabungen selbst. Und im Hain nördlich der Stätte steht die Gedenkstele für Pierre de Coubertin: Der Begründer der modernen Spiele starb 1937 in Genf, sein Herz wurde auf eigenen Wunsch hier beigesetzt. Ein Stück weiter arbeitet seit 1961 die Internationale Olympische Akademie.

Sehenswürdigkeiten in Olympia

Alle 8 Sehenswürdigkeiten
Die antike Stätte

Ein Rundgang durch die Altis und das antike Stadion

Über tausend Jahre lang kam alle vier Jahre die halbe griechische Welt in dieses Tal, und im Gelände ist bis heute ablesbar, wie das organisiert war.

Antikes Stadion
Antikes Stadion

Die Spiele beginnen der Überlieferung nach 776 v. Chr. und enden gegen Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr., als Kaiser Theodosius I. die heidnischen Kulte verbieten ließ. Ausgerichtet wurden sie nicht von einer Stadt Olympia – die gab es nie –, sondern von der Polis Elis im Norden der Landschaft. Dort trainierten die Athleten einen Monat lang unter Aufsicht der Kampfrichter, bevor sie in einer Prozession über die heilige Straße nach Olympia zogen. Für die Dauer der Spiele galt die Ekecheiria, der Gottesfriede: Wer zum Heiligtum reiste, durfte unterwegs nicht behelligt werden. Gekämpft wurde in mehreren Laufdisziplinen, im Ringen, Boxen und Pankration, im Fünfkampf und im Wagenrennen; vom Hippodrom südlich des Stadions ist oberirdisch nichts übrig, der Alfeiós hat es sich geholt.

Der Zeustempel entstand zwischen etwa 470 und 456 v. Chr. nach Plänen des Elers Libon und war der größte Tempel der Peloponnes. Drinnen saß die rund zwölf Meter hohe Kultstatue des Phidias aus Gold und Elfenbein, in der Antike zu den sieben Weltwundern gezählt und irgendwann in der Spätantike verschwunden. Heute liegen die Säulentrommeln wie umgekippte Münzstapel neben dem Fundament – Erdbeben brachten den Bau im 6. Jahrhundert zu Fall, und die Archäologen haben sie bewusst liegen lassen, statt sie aufzuräumen. Nur eine einzige Säule wurde 2004, im Jahr der Athener Spiele, wieder aufgerichtet; sie steht allein an der Nordseite und gibt dir das Maß, das den ganzen Ruinenhaufen daneben erklärt.

Der Heratempel westlich davon ist rund 150 Jahre älter und einer der ältesten monumentalen Tempel Griechenlands. Seine Säulen waren ursprünglich aus Holz und wurden über Jahrhunderte nach und nach durch steinerne ersetzt – deshalb gleicht dort bis heute keine der anderen. Vor dem Tempel liegt der Altar, an dem die olympische Flamme entzündet wird. Gleich nebenan steht das Philippeion, der einzige Rundbau der Altis und das einzige Bauwerk im Heiligtum, das nicht einem Gott, sondern Menschen gewidmet war: Philipp II. von Makedonien ließ es nach seinem Sieg bei Chaironeia 338 v. Chr. für seine Familie errichten. Südlich schließen das Bouleuterion an, in dem die Athleten ihren Eid schworen, und das Leonidaion, das Gästehaus für offizielle Besucher; im Norden, am Fuß des Kronion zwischen Heratempel und Schatzhausterrasse, erinnert das Nymphaeum des Herodes Atticus daran, dass auch die Römer hier noch gebaut haben.

Ausgegraben wird in Olympia seit 1875 unter Leitung des Deutschen Archäologischen Instituts, damals begonnen von Ernst Curtius und abgesichert durch einen Grabungsvertrag, nach dem alle Funde im Land blieben – für die Zeit ungewöhnlich. Schon im ersten Jahr kam die Nike des Paionios ans Licht, zwei Jahre später der Hermes im Heratempel. Vorher hatte eine französische Expedition 1829 am Zeustempel gegraben und Metopenfragmente in den Louvre gebracht; auf die Idee einer Grabung in Olympia gebracht hatte Europa Johann Joachim Winckelmann, der den Ort selbst nie gesehen hat. Wie verletzlich das alles ist, zeigten die Waldbrände von 2007 und 2021, die bis an den Rand der Stätte kamen – den Kiefernwald auf dem Kronion hat es damals härter getroffen als die Ruinen.

Museen

Das Archäologische Museum und die kleineren Häuser im Ort

Die Ruinen erklären sich nicht von selbst – fast alles, was einmal zwischen den Säulen stand, liegt heute zweihundert Meter weiter im Museum.

Archäologisches Museum
Archäologisches Museum

Das Archäologische Museum von Olympia bezog 1982 einen flachen, um einen Innenhof gelegten Neubau nördlich der Stätte, und die Säle folgen der Chronologie: Bronzen aus geometrischer Zeit, Waffenweihungen der Sieger, Terrakotten, dann der große Mittelsaal. Dort stehen die Giebelfiguren des Zeustempels in der Anordnung, die sie am Bau hatten, nur eben auf Augenhöhe statt zwanzig Meter über dem Boden. Der Ostgiebel zeigt den Moment vor dem Wagenrennen des Pelops gegen König Oinomaos, alle Figuren erstarrt in Erwartung; der Westgiebel die Schlacht der Lapithen gegen die betrunkenen Kentauren, mitten darin Apollon, der als Einziger ruhig bleibt. Für diesen einen Raum solltest du eine halbe Stunde einplanen.

Der berühmteste Einzelfund steht in einem eigenen Saal: der Hermes des Praxiteles, 1877 im Heratempel gefunden, genau dort, wo ihn der Reiseschriftsteller Pausanias im 2. Jahrhundert n. Chr. beschrieben hatte. Ob es sich um ein Original des Bildhauers aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. oder um eine sehr gute römische Kopie handelt, ist in der Forschung bis heute nicht entschieden – was die Figur eher interessanter macht. Nicht übersehen solltest du außerdem die Nike des Paionios, die den Sieg als herabschwebende Frau zeigt, den Bronzehelm des Miltiades mit der Weihinschrift an Zeus, der nach der Schlacht von Marathon nach Olympia kam, und die Terrakottagruppe von Zeus und Ganymed.

Im alten Museumsbau von 1886 ist heute das Museum der Geschichte der Olympischen Spiele der Antike untergebracht, ein neoklassizistisches Haus, das der Bankier Andreas Syngros stiftete und in dem bis in die 1980er-Jahre die Hauptsammlung lag. Es erklärt den Ablauf der Wettkämpfe, die Disziplinen, die Regeln und die Rolle der Kampfrichter – das schaust du dir sinnvollerweise vor dem Rundgang durch die Stätte an und nicht danach, weil die Ruinen anschließend deutlich mehr hergeben. Ein weiteres kleines Museum in der Nähe widmet sich der Geschichte der Ausgrabungen mit Werkzeugen, Fotografien und Zeichnungen aus anderthalb Jahrhunderten Grabungsarbeit.

Ganz anders funktioniert das Archimedes-Museum, eine Dependance der Kotsanas-Sammlung zur antiken griechischen Technologie. Hier stehen keine Originale, sondern funktionsfähige Nachbauten: Wasseruhren, Katapulte, Hebe- und Messgeräte, automatische Mechanismen, dazu Erklärtafeln und Videos. Für Kinder ist das der Teil von Olympia, der hängen bleibt, weil man Kurbeln drehen und Zahnräder laufen sehen kann, statt Säulenstümpfe zu betrachten und sich den Rest dazuzudenken. Ein Besuch dauert etwa eine Stunde und passt gut in die heiße Mittagszeit, wenn die Stätte draußen in der vollen Sonne liegt.

Tagesplan

Olympia an einem Tag – vom Heiligtum ins Museum

Zwischen Ortsmitte, Stätte und Museum liegen jeweils keine zehn Gehminuten, das Auto kann den ganzen Tag stehen bleiben.

Starte zur Öffnungszeit, das ist die halbe Miete. Die Reisebusse aus Katakolo und die Tagestouren aus Athen erreichen Olympia typischerweise im Lauf des Vormittags, und ab da bewegen sich Gruppen in geschlossener Formation durch die Altis. Wer um acht oder halb neun am Eingang steht, hat den Zeustempel eine gute Stunde lang fast allein und läuft außerdem in den kühlsten Stunden des Tages. Die genauen Öffnungszeiten schwanken zwischen Sommer- und Winterhalbjahr erheblich – prüf sie am Vorabend, statt dich auf eine Angabe im Reiseführer zu verlassen. Für Stätte und Museen gibt es ein Kombiticket, das sich fast immer rechnet.

Der Rundgang selbst hat eine natürliche Reihenfolge. Vom Eingang gehst du am Gymnasion und der Palaestra vorbei, wo die Athleten trainierten, weiter zur Werkstatt des Phidias, in der später eine frühchristliche Basilika stand. Dann in die Altis: erst der Heratempel mit dem Altar der Flamme und das Philippeion, danach der Zeustempel mit den gestürzten Säulen und der einen wieder aufgerichteten. Von dort an der Schatzhausterrasse und den Zanes entlang durch den gewölbten Tunnel ins Stadion. Zurück nimmst du die südliche Schleife über Bouleuterion und Leonidaion. Zwei Stunden sind ein zügiges, drei ein entspanntes Tempo.

Mittags wechselst du unter ein Dach. Das Archäologische Museum liegt nur wenige Minuten entfernt, ist klimatisiert und braucht mindestens eineinhalb Stunden – wenn du die Ruinen im Kopf hast, sind die Giebelfiguren plötzlich keine Steinbrocken mehr, sondern der Schmuck eines Gebäudes, in dem du gerade gestanden hast. Danach passt entweder das Museum der Geschichte der Olympischen Spiele im alten Bau von 1886 oder, gerade mit Kindern, das Archimedes-Museum mit seinen laufenden Nachbauten. Gegessen wird anschließend im Ort; die Tavernen an der Praxitelous Kondyli sind um drei deutlich entspannter als um halb eins.

Der Nachmittag gehört dem, was die Tagesgruppen nie sehen. Ein Waldpfad führt auf den Kronion nördlich der Altis, ruhig und in einer knappen Stunde zu schaffen; von den offenen Stellen aus liegt das Heiligtum unter dir. Seit dem Brand vom August 2021 ist der Kiefernbestand dort löchrig und in weiten Teilen junger Aufwuchs – Schatten gibt es nur streckenweise, geh also lieber früh oder am späten Nachmittag. Alternativ fährst du raus ins Tal zu einem Weingut oder einer Olivenmühle. Wer zwei Nächte bleibt, hängt am zweiten Tag einen Ausflug an – den Apollontempel von Bassae in den Bergen, den Eichenwald von Foloi oder die Strände bei Kourouta und Zacharo. Und wer nur einen Tag hat, sollte wenigstens bis zum späten Nachmittag bleiben und noch einmal kurz vor Schließung in die Altis gehen, wenn das Licht flach über die Säulen fällt.

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Übernachten

Hotels in Olympia und die passende Lage für deinen Aufenthalt

Die meisten Besucher sind mittags da und abends wieder weg – wer bleibt, hat die Altis am nächsten Morgen fast für sich.

Die Grundentscheidung in Olympia lautet Hügel oder Ort. Auf den Anhöhen über dem Tal, rund um Drouva, liegt das familiengeführte Hotel Europa Olympia mit Pool und weitem Blick über das Alfeiós-Tal bis zu den arkadischen Bergen – die ruhigere, kühlere Variante, für die du allerdings ein Auto brauchst, weil der Weg hinunter zur Stätte zu Fuß kein Spaziergang ist. Wer abends ohne Fahrerei essen gehen will, wohnt besser unten im Dorf, wo alles in Gehweite liegt und die Wege zur Ausgrabung bei den meisten Häusern unter einem Kilometer bleiben.

Im Ort selbst sind die Häuser klein und fast durchweg in Familienhand. Das Neda Hotel liegt zentral, hat einen Pool mit Poolbar und ein Dachrestaurant mit Blick über das Tal – die bequemste Kombination aus Lage und Ausstattung. Das Hotel Kronio ist in einem neoklassizistischen Gebäude untergebracht und liegt rund 600 Meter von Stätte und Museum entfernt. Das Hotel Pelops der Familie Spiliopoulos steht ruhig neben der Kirche, gut 800 Meter von der Ausgrabung, und ist über Jahre zur Adresse für Gäste geworden, die persönlichen Kontakt und Tipps aus erster Hand schätzen. Das kleine Hotel Hercules mitten im Ort hat Zimmer mit Balkon und Kamin und liegt rund zehn Gehminuten von der antiken Stätte entfernt.

Bei der Terminwahl entscheidet weniger die Kategorie als die Saison. Ostern ist in Griechenland das wichtigste Fest des Jahres und füllt auch Olympia, ebenso die Wochen von Juli bis Ende August. Im Frühjahr und Herbst bekommst du dieselben Zimmer deutlich günstiger und hast morgens die Stätte fast für dich. Umgekehrt gilt: Olympia ist ein saisonaler Ort, und einige kleinere Häuser und Tavernen machen im Winter zu oder öffnen nur eingeschränkt. Wenn du zwischen November und März anreist, frag vor der Buchung nach, ob Restaurant und Frühstück laufen – nicht jedes Haus, das online buchbar ist, hat auch die Küche offen.

Zwei praktische Punkte, die den Aufenthalt entspannter machen. Erstens parkst du in Olympia unkompliziert; an der Stätte und im Ort gibt es Flächen, und die meisten Hotels haben eigene Stellplätze – das ist der große Vorteil gegenüber jeder größeren griechischen Stadt. Zweitens ist der Ort nach der Abfahrt der Busse sehr ruhig, was heißt: Wenn du auf Nachtleben hoffst, bist du hier falsch, wenn du auf einen stillen Abend auf dem Balkon hoffst, genau richtig. Halbpension lohnt sich nur, wenn du wirklich müde bist – die Tavernen im Ort sind besser als die meisten Hotelküchen und liegen fünf Minuten entfernt.

Hotels in Olympia

Alle 5 Hotels

Ferienhäuser & Villen mit Pool

Die beliebteste Wahl in der Region — privates Ferienhaus oder Villa mit Pool, oft mitten in den Weinbergen.

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Agriturismi & Weingüter

Urlaub auf dem Land: übernachten auf einem Weingut oder Bauernhof, mit Wein und Öl aus eigener Ernte.

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Essen & Trinken

Restaurants und Tavernen in Olympia

Zwischen elf und drei kocht der halbe Ort für Busgruppen, danach wird derselbe Ort wieder zu einem westgriechischen Dorf mit ordentlichen Tavernen.

Die erste Regel in Olympia ist eine zeitliche, keine geografische: Iss nicht mittags in der Hauptbetriebszeit. Zwischen elf und drei arbeiten die Küchen an der Praxitelous Kondyli im Gruppentakt, mit fixen Menüs und Karten in sechs Sprachen, und das schmeckt man. Am späteren Nachmittag und abends kippt der Betrieb, die Tische werden neu gedeckt, und plötzlich ist von der Tageskarte deutlich mehr zu haben. Griechenland isst ohnehin spät – vor 21 Uhr sitzt kaum jemand aus dem Ort im Lokal, und die Küchen laufen entsprechend lange.

Ein paar Adressen tragen den Ort. Die Taverna The Garden serviert griechisch-mediterrane Küche in einem Garten zwischen Olivenbäumen mit Blick auf die Hügel, mit reichlichen Portionen und einem Ambiente, das abends deutlich besser funktioniert als mittags. Die Taverna Orestis liegt in einer ruhigen Gasse nahe der Stätte und kocht klassisch, unter anderem geschmortes Kaninchen und frischen Fisch. Die Anesi Grill-Taverne ist die bodenständige Grillvariante im Ortskern, das Aegean Restaurant Cafe die Adresse mit der größten vegetarischen Auswahl neben den griechischen Klassikern. Und wer den Ort ganz verlassen will, fährt rund drei Kilometer ins Bergdorf Miraka zur Bacchus Tavern, einer Familientaverne mit ehrlicher Hausmannskost.

Auf den Teller kommt, was die Ebene von Elis hergibt, und das ist mehr, als der karge Ruf griechischer Küche vermuten lässt. Die Region lebt von Oliven und Olivenöl, dazu Zitrusfrüchte, Melonen und Gemüse aus dem bewässerten Flachland Richtung Küste. Bestell dir eine Choriatiki mit lokalem Öl, gedünstete Horta, also Wildkräuter mit Zitrone, dazu Ofengemüse oder Fleisch vom Grill; Kaninchen und Ziege im Schmortopf tauchen hier häufiger auf als an der Ägäis. Wer Fisch will, bekommt ihn frisch – bis zu den Häfen an der Ionischen Küste sind es gut 35 Kilometer, rund eine Dreiviertelstunde Fahrt.

Zum Trinken funktioniert regional am besten. Die Weinberge rund um Olympia und im Hinterland von Ilia liefern eigenständige Weine, die selten den Weg nach Deutschland finden, und die meisten Tavernen schenken offenen Hauswein aus – frag nach dem chyma, das ist die günstige und oft überraschend gute Variante. Ansonsten Ouzo oder Tsipouro zum Abschluss, Kaffee als Freddo Espresso, wenn es heiß ist. Kartenzahlung ist inzwischen in fast allen Lokalen möglich, ein wenig Bargeld solltest du für kleine Kafenia, Bäckereien und Marktstände trotzdem dabeihaben.

Restaurants in Olympia

Aktivitäten

Weingut, Olivenmühle und der Waldweg auf den Kronion

Zwei Stunden Ruinen und eineinhalb Stunden Museum sind schnell erledigt – der Rest des Tages entscheidet, ob Olympia ein Stopp bleibt oder ein Aufenthalt wird.

Beginn mit dem Naheliegenden: eine geführte Tour durch Altis, Stadion und Archäologisches Museum. Olympia ist ein Ort, dessen Reiz komplett von der Erzählung abhängt – ein Fundament ohne Erklärung ist ein Fundament, mit Erklärung ist es das Bouleuterion, in dem Athleten und Kampfrichter vor einem Zeusbild ihren Eid schworen. Wer keine Führung buchen will, sollte wenigstens einen Audioguide nehmen oder vorher das Museum der Geschichte der Olympischen Spiele besuchen. Deutschsprachige Führungen gibt es in der Saison, außerhalb der Hauptmonate solltest du vorher anfragen oder auf eine englische Tour ausweichen.

Das Tal ringsum ist Landwirtschaft, und die lässt sich erschmecken. Auf dem Weingut Olympia Land am Fuß des Kronion-Hügels kannst du Führung und Verkostung buchen; der Betrieb war einer der ersten in Griechenland, der sich gezielt auf Besucher eingerichtet hat. Ähnlich funktioniert eine Olivenöl-Verkostung im Alfeiós-Tal, bei der du auf einem Familienhof die Mühle siehst und anschließend probierst – lohnend vor allem, weil du danach den Unterschied zwischen Supermarktöl und frisch gepresstem Öl der Region tatsächlich schmeckst. Beides sind Termingeschäfte, ruf ein bis zwei Tage vorher an oder buche online.

Zum Bewegen gibt es zwei ruhige Optionen direkt vor der Haustür. Der Waldpfad auf den Kronion beginnt am nördlichen Rand der Ausgrabung und führt in einer knappen Stunde auf den Kegel und wieder hinunter, ohne nennenswerte Anstrengung; oben ist es still, unten liegt die Altis. Die Brände von 2007 und 2021 haben den Kiefernbestand gelichtet, streckenweise wächst er erst nach – plan den Weg für den frühen Morgen oder den späten Nachmittag, mittags fehlt oben der Schatten. Und im Alfeiós-Tal werden in der Saison Rafting- und Kajaktouren angeboten – der Wasserstand entscheidet, wie sportlich das wird, im Frühjahr deutlich mehr als im Spätsommer. Frag beim Anbieter nach dem aktuellen Pegel, statt dich auf Prospektbilder zu verlassen.

Wer länger bleibt, kann sich außerdem an einen Kochkurs setzen: Lokale Köche zeigen, wie Horta, Gemüsegerichte und Schmortöpfe der Region entstehen, meist mit Marktbesuch oder Gartenrundgang davor. Das ist der beste Regentagsplan des Ortes und funktioniert auch mit älteren Kindern. Für Familien lohnt sich zudem die Kombination aus Archimedes-Museum am Vormittag und Stadionbesuch am Nachmittag – die Laufbahn ist die einzige Stelle der Anlage, an der man selbst losrennen darf, und das bleibt hängen.

Aktivitäten & Touren in Olympia

Anreise & vor Ort

Anreise nach Olympia über Athen, Patras und Katakolo

Olympia liegt gut 18 Kilometer östlich von Pyrgos, und über Pyrgos läuft praktisch jede Anreise, egal mit welchem Verkehrsmittel.

Mit dem Mietwagen ab Athen rechnest du mit rund 300 Kilometern und dreieinhalb bis vier Stunden. Die schnellste Route führt über die mautpflichtige Autobahn Richtung Korinth und Patras, danach weiter nach Süden auf der Trasse Patras–Pyrgos, die abschnittsweise als Schnellstraße ausgebaut ist und stellenweise noch über Landstraße führt, und die letzten Kilometer landeinwärts nach Olympia. Alternativ fährst du über Tripoli quer durch die Berge Arkadiens, was länger dauert, landschaftlich aber deutlich mehr hergibt. Mautstellen nehmen Karte und Bargeld; tanken solltest du in den größeren Orten, im Bergland sind die Abstände größer, als die Karte vermuten lässt.

Ohne eigenes Auto führt der Weg über Fernbusse. Die KTEL-Linien verbinden Athen mit Pyrgos, von dort geht es mit dem Regionalbus in gut einer halben Stunde weiter nach Olympia; Direktverbindungen ab Athen gibt es je nach Fahrplan ebenfalls, aber nicht täglich in gleicher Dichte. Die Bahn im Peloponnes ist ein Sonderfall: Teile des Netzes sind seit Jahren außer Betrieb, andere Abschnitte wurden zeitweise wieder bedient. Verlass dich für die Zugverbindung nach Pyrgos oder Olympia nicht auf ältere Informationen, sondern prüfe den aktuellen Betriebsstand kurz vor der Reise.

Ein großer Teil aller Besucher kommt vom Wasser. Der Hafen von Katakolo, rund 35 Kilometer westlich, ist einer der meistangelaufenen Kreuzfahrthäfen Griechenlands, und der Grund dafür heißt Olympia. Vom Kai fahren in der Saison organisierte Ausflüge, Busse und Taxis; die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Für alle anderen ist das vor allem eine Zeitplanung: An Tagen, an denen mehrere Schiffe anlegen, ist die Stätte zwischen zehn und zwei am vollsten. Wer im Ort übernachtet, legt seinen Besuch dann einfach auf den frühen Morgen oder den späten Nachmittag.

Für den Flug ist Athen der verlässlichste Ankunftspunkt, ergänzt um Kalamata im Süden und Araxos bei Patras, das saisonal angeflogen wird. Vor Ort selbst brauchst du kein Fahrzeug: Der komplette Ort samt Stätte und Museen lässt sich zu Fuß erledigen, die längste Strecke ist die vom oberen Ende der Praxitelous Kondyli bis zum Eingang der Ausgrabung. Für die Umgebung – Bassae, Foloi, die Strände, die Weingüter – ist ein Auto dagegen praktisch unverzichtbar, weil die Busverbindungen dünn und auf den Schulverkehr getaktet sind.

Mietwagen

Die schönsten Orte liegen abseits von Bahn und Bus — mit dem Mietwagen bist du flexibel.

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Ausflüge

Ausflüge ab Olympia durch die Landschaft Elis

Eine Autostunde um Olympia herum liegen ein zweites UNESCO-Welterbe, ein Eichenwald aus der Mythologie und dreißig Kilometer Sandstrand.

Zeustempel
Zeustempel

Der lohnendste Ausflug führt in die Berge: Der Apollontempel von Bassae bei Andritsaina steht einsam auf über tausend Metern Höhe, wurde nach Pausanias von Iktinos entworfen, dem Architekten des Parthenon, und war 1986 das erste griechische Denkmal auf der UNESCO-Welterbeliste. Seit Ende der 1980er-Jahre schützt ihn ein großes Zelt vor Wind und Frost, was den ersten Eindruck merkwürdig macht und den Bau darunter umso beeindruckender. Für die Fahrt über kurvige Bergstraßen solltest du je Richtung ein bis zwei Stunden einplanen und den Tag nicht zu voll packen.

Nach Westen liegt die Küste. Kourouta bei Amaliada und die langen Sandstrände bei Zacharo sind die nächstgelegenen Bademöglichkeiten, dazu kommt der See von Kaiafas mit seinen Schwefelquellen, eingerahmt von einem Pinienstreifen zwischen See und Meer. Katakolo selbst ist an kreuzfahrtfreien Tagen ein ruhiger kleiner Hafen mit Fischtavernen. Wer schon an der Küste ist, kann bei Kyllini die Frankenburg Chlemoutsi anhängen, eine der besterhaltenen Kreuzfahrerburgen Griechenlands aus dem frühen 13. Jahrhundert, mit Blick bis nach Zakynthos.

Im Hinterland wird es grün. Der Eichenwald von Foloi östlich von Olympia gehört zu den größten seiner Art auf dem Balkan; in der Mythologie lebte hier der Kentaur Pholos, praktisch gesehen ist es ein schattiger Hochplateauwald auf rund 700 Metern mit markierten Wegen, spürbar kühler als unten im Tal. Nördlich davon liegt das antike Elis, die Stadt, die die Spiele ausrichtete und in der die Athleten ihren Trainingsmonat verbrachten – die Ausgrabung ist klein, das Theater sehenswert, und Besucher sind selten mehr als eine Handvoll.

Weiter weg, aber an einem langen Tag machbar: Pylos mit der Bucht von Voidokilia im Süden, Patras mit der Rio-Antirrio-Brücke im Norden, und über diese Brücke hinüber nach Delphi, wenn du die beiden großen Heiligtümer Griechenlands hintereinander sehen willst. Realistisch ist das eher eine Etappe deiner Rundreise als ein Tagesausflug. Wer den Peloponnes weiter erkundet, hängt Nafplio, Mykene und Epidauros im Osten an – Olympia liegt dann sinnvollerweise am Anfang oder Ende der Schleife, nicht in der Mitte.

Olympisches Feuer

Wo das olympische Feuer entzündet wird

Der Altar vor dem Heratempel ist ein unscheinbarer Steinblock zwischen Gras und Olivenbäumen – und der Startpunkt jedes Fackellaufs der Welt.

Heratempel und Altar der Flamme
Heratempel und Altar der Flamme

Vor jeden Olympischen Spielen, Sommer wie Winter, findet in der Altis die Entzündungszeremonie statt. Frauen in antikisierenden Gewändern, meist Schauspielerinnen, bündeln mit einem Hohlspiegel das Sonnenlicht auf einen Zunder, bis die Flamme entsteht; von dort wird sie auf die erste Fackel übertragen. Das Ritual ist keine Fortsetzung antiker Praxis, sondern eine Erfindung des 20. Jahrhunderts – der Fackellauf von Olympia zum Austragungsort wurde erstmals 1936 für die Sommerspiele eingeführt, für die Winterspiele wird das Feuer erst seit 1964 hier entzündet. Weil die Sonne nicht immer mitspielt, wird bei einer Probe am Vortag vorsorglich eine Reserveflamme entzündet.

Wenn du zufällig im richtigen Jahr und Monat da bist, lohnt der Aufwand: Die Zeremonie ist öffentlich, die Plätze im Heiligtum sind aber begrenzt und der Ablauf streng organisiert. Termine stehen Monate vorher fest und werden vom griechischen Olympischen Komitee bekanntgegeben. In allen anderen Jahren siehst du den Altar als das, was er ist – ein schlichter Block vor den ungleichen Säulen des Heratempels, an dem sich außer einer Tafel nichts findet, was seine Bedeutung erklärt. Genau deshalb laufen die meisten Gruppen ohne Halt daran vorbei.

Zur modernen Schicht Olympias gehören zwei weitere Orte. Im Hain nördlich der Ausgrabung erinnert eine Gedenkstele an Pierre de Coubertin, den Begründer der modernen Spiele; sein Herz wurde nach seinem Tod 1937 auf eigenen Wunsch hier beigesetzt, während er selbst in Lausanne begraben liegt. Und seit 1961 arbeitet in Olympia die Internationale Olympische Akademie, eine Bildungseinrichtung mit eigenem Campus, in der Sportfunktionäre, Trainer und Studierende aus aller Welt zusammenkommen. Beides liegt in Gehweite und ist frei zugänglich, sofern kein Programm läuft.

Ein letzter Bezug zur Gegenwart, der im Gelände selbst steht: Bei den Spielen von Athen 2004 wurde der Kugelstoßwettbewerb im antiken Stadion von Olympia ausgetragen, Männer und Frauen an einem Tag, ohne Ränge, mit Zuschauern auf den Erdwällen wie vor zweieinhalbtausend Jahren. Es blieb bislang die einzige Rückkehr olympischer Wettkämpfe an diesen Ort. Wenn du im Stadion stehst und dir das Bild vorstellst, wird aus der leeren Wiese ziemlich schnell wieder eine Sportstätte – und das ist der Effekt, für den man nach Olympia fährt.

Stadtviertel

Die Stadtviertel von Olympia – und welches zu dir passt

Beste Reisezeit & Wetter

Beste Reisezeit für Olympia und das Wetter im Jahreslauf

Olympia liegt in einem Talkessel im Westen des Peloponnes, und das merkst du vor allem im Juli und August, wenn die Hitze zwischen den Hügeln steht.

Das Klima in Olympia ist mediterran mit heißen, trockenen Sommern und milden, ausgesprochen regenreichen Wintern – der Westen des Peloponnes gehört zu den niederschlagsreichsten Ecken Griechenlands, und genau daher kommt das Grün im Alfeiós-Tal. Weil die Stätte im Tal liegt, staut sich die Sommerhitze; Werte über 35 Grad sind im Juli und August normal, einzelne Tage gehen darüber hinaus. Für einen Besuch heißt das: Frühjahr und Herbst sind die klar besseren Monate, und selbst dann läufst du morgens angenehmer als mittags.

Jan14°5°mild, viel Regen
Feb15°5°grün, wenig los
Mär17°7°erste warme Tage
Apr21°9°Blüte, ideal zum Laufen
Mai26°13°warm, klare Sicht
Jun31°17°heiß ab Mittag
Jul34°19°Hochsaison, sehr heiß
Aug34°19°voll, Busse aus Katakolo
Sep29°16°warm, ruhiger
Okt24°13°weiches Licht, Olivenernte
Nov19°9°erste Regenphasen
Dez15°6°still, kurze Öffnungszeiten

Beste Reisezeit · Balken = Tageshöchstwert

Die beste Reisezeit für Olympia sind April und Mai sowie September und Oktober. Dann liegen die Höchstwerte zwischen 21 und 29 Grad, der Rundgang durch die schattenarmen Teile der Stätte bleibt angenehm, das Tal ist grün und die Busgruppen verteilen sich besser über den Tag. Juli und August funktionieren nur mit früher Anreise zur Öffnungszeit, Hut und ausreichend Wasser. Der Winter ist mild, aber nass, die Öffnungszeiten sind kürzer, und ein Teil der Hotels und Tavernen im Ort pausiert.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Olympia

Wie viel Zeit sollte man für Olympia einplanen?
Für Ausgrabungsstätte und Archäologisches Museum brauchst du zusammen etwa vier bis fünf Stunden, mit Pause gut einen Tag. Wer die kleineren Museen, den Kronion-Waldweg und ein Weingut oder eine Olivenmühle mitnimmt, füllt zwei Tage entspannt aus.
Lohnt sich eine Übernachtung in Olympia oder reicht ein Tagesausflug?
Die Übernachtung lohnt sich, weil sie dir die beiden besten Stunden des Tages verschafft. Ab dem späten Vormittag steht die Stätte voller Gruppen aus Katakolo und von Tagestouren, morgens zur Öffnungszeit und am späten Nachmittag ist sie fast leer. Der Ort selbst ist abends ruhig und die Hotels sind klein und familiengeführt.
Wann ist die antike Stätte am leersten?
Direkt zur Öffnungszeit am Morgen und in den letzten anderthalb Stunden vor Schließung. Dazwischen, vor allem zwischen zehn und zwei, kommen die Reisebusse. Prüfe die aktuellen Öffnungszeiten vorab, sie unterscheiden sich zwischen Sommer- und Winterhalbjahr deutlich.
Braucht man in Olympia eine Führung oder einen Audioguide?
Sehr zu empfehlen. Von den meisten Bauwerken stehen nur noch Fundamente und Säulenstümpfe, und ohne Erklärung bleibt davon wenig hängen. Eine geführte Tour durch Altis, Stadion und Museum oder ein Audioguide macht den Unterschied; als Minimum lohnt vorher ein Besuch im Museum zur Geschichte der antiken Spiele.
Wie weit ist es vom Ort zur Ausgrabungsstätte?
Vom Zentrum an der Praxitelous Kondyli sind es je nach Hotel etwa fünf bis fünfzehn Gehminuten bis zum Eingang der Stätte, das Archäologische Museum liegt nur wenige Minuten weiter nördlich. Innerhalb des Ortes brauchst du kein Auto, für Ausflüge in die Umgebung dagegen schon.
Gibt es ein Kombiticket für Stätte und Museen?
Ja, für die archäologische Stätte und die staatlichen Museen wird ein gemeinsames Ticket angeboten, das sich fast immer rechnet, weil kaum jemand nur eines davon besucht. Griechische Staatsmuseen haben außerdem mehrere Tage im Jahr mit freiem Eintritt, etwa am Internationalen Museumstag im Mai. Preise und Regelungen ändern sich, prüf sie vor der Reise.
Kann man das antike Stadion betreten und darauf laufen?
Ja, die Laufbahn ist frei zugänglich, du kannst zwischen den beiden steinernen Startschwellen entlanggehen oder ein Stück laufen. Die Strecke misst 192,27 Meter, was in der Antike genau ein Stadion war. Bei größeren Gruppen achtet das Aufsichtspersonal darauf, dass es beim Spaß bleibt und niemand die antiken Schwellen beschädigt.
Ist Olympia mit Kindern interessant?
Mit der richtigen Reihenfolge ja. Das Stadion mit Tunnel und Startlinie zieht fast immer, weil man dort etwas machen darf statt nur zu schauen. Dazu passt das Archimedes-Museum mit funktionsfähigen Nachbauten antiker Maschinen zum Kurbeln und Ausprobieren. Die reine Ruinenbesichtigung wird ohne Erzählung dagegen schnell lang.
Wie kommt man von Katakolo nach Olympia?
Vom Kreuzfahrthafen Katakolo sind es rund 35 Kilometer, die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. In der Saison gibt es organisierte Ausflüge, Busse und Taxis am Hafen; zeitweise verkehrte auch ein lokaler Zug über Pyrgos. Weil der Betriebsstand der Bahn im Peloponnes schwankt, solltest du dich kurz vorher informieren statt auf ältere Angaben zu bauen.
Was sollte man für den Besuch der Stätte mitnehmen?
Feste Schuhe für Kies und unebene Steine, Sonnenschutz und Wasser. Schatten gibt es nur in Teilen der Altis, das Stadion und die offenen Flächen liegen frei in der Sonne. Im Frühjahr und Herbst kann es morgens frisch sein, im Winter regnet es häufig – dann gehört eine Regenjacke dazu.
Kommt man ohne Auto nach Olympia?
Ja, aber mit Umstieg. Die KTEL-Fernbusse verbinden Athen mit Pyrgos, von dort fährt ein Regionalbus in gut einer halben Stunde nach Olympia; je nach Fahrplan gibt es auch Direktverbindungen. Vor Ort brauchst du kein Fahrzeug, für Ausflüge in die Umgebung von Elis dagegen schon, weil die Busse dort selten fahren.
Was lohnt sich als Ausflug ab Olympia?
Der Apollontempel von Bassae bei Andritsaina, seit 1986 UNESCO-Welterbe und einsam auf über tausend Metern gelegen, ist der stärkste Kontrast. Näher liegen der Eichenwald von Foloi, das antike Elis im Norden, die Burg Chlemoutsi bei Kyllini und die Strände bei Kourouta und Zacharo mit dem See von Kaiafas.

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OlympiaHinter der letzten Taverne an der Praxitelous Kondyli führt eine kleine Brücke über den Kladeos, und dahinter beginnt der Hain, in dem über tausend Jahre lang alle vier Jahre die halbe griechische Welt zusammenkam.
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